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    Marlies

    Von hera | 28.August 2003

    Nach 10 Jahren ist Marlies wieder da. Hat einfach angerufen, ist in seine Idylle eingebrochen. Dabei will er, Schriftsteller Norman, nur glücklich sein mit seiner häuslichen Frau, den zwei Kindern, die nicht seine eigenen sind, und seiner Geliebten. Marlies beginnt mit ihrer Zermürbungstaktik, trifft seine Schwachstellen, stellt sein Leben in Frage, macht ihn heiß und er lässt sich drauf ein. Als hätte er darauf gewartet. Als wäre die Zeit stehen geblieben. Und bald passiert der erste Mord. Eva Adam, die Geliebte, ist tot. Und somit bricht nun auch der Inspektor in Normans Idylle ein.

    Das vorliegende Buch könnte ein Krimi sein, doch am Ende bleibt eine Frage stehen: Wurde überhaupt jemand ermordet? Oder handelt es sich hier nur um die Vorstellung des Autors? Sind die Akteure aus Fleisch und Blut oder existieren sie nur auf dem Papier? Und wenn das so ist, braucht es dann vielleicht gar keine Lösung des Kriminalfalls? Muss ein Mord, der nur auf dem Papier steht, auch auf dem Papier bestraft werden? Die Akteure beginnen ein Eigenleben zu führen. Doch sind die Akteure, die in einer Geschichte zu Mördern gemacht werden wirklich Mörder? Sind die Ermordeten tot? Oder glaubt der Mörder, dass alles nur ein Spiel ist, verkennt den Ernst der Lage, nimmt das Spiel als Berechtigung? Richten sich die Akteure gar gegen den Autor? Nehmen sie dem Autor die Macht über sein Buch zu bestimmen?

    Diese Geschichte lässt sich nicht in eine Schublade stecken. Sie außergewöhnlich zu nennen, ist stark untertrieben. Kontinuierlich wird der Leser in die Seiten hineingezogen, wird zugedröhnt und eingesponnen. Verwundert, erschrocken, zustimmend, ungläubig oder fasziniert folgt man den verschraubten, tiefsinnigen oder abgründigen Gedankengängen des Autors, seinen eigenwilligen Formulierungen, staunt über soviel sprachliches Geschick. Weder Punkt noch Komma können den Redefluss stoppen.
    Klar ist, hier wird ein Spiel mit dem Leser gespielt, wird gezeigt, was Literatur kann.

    Kleiner Hinweis: “Marlies” ist die Fortsetzung von “Der Tote im Park”. Aber auch wenn man das erste Buch nicht gelesen hat, ist “Marlies” gut als eigenständiger Roman zu lesen.

    Rezension von Heike Rau

    Norbert Sternmut
    Marlies
    315 Seiten, gebunden
    Wiesenburg Verlag Schweinfurt
    ISBN: 3-932497-89-9

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