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    Ian McEwan: Honig

    Von Claudine Borries | 26.Januar 2014

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    Ian McEwan hat einen Agententhriller der feinsten Art vorgelegt.

    Serena Frome ist eine Mathematikabsolventin der Universität Cambridge mit nicht besonders aussichtsreichen Prognosen für eine verdienstvolle Anstellung in der Zukunft. Ihre Leidenschaft gilt der Literatur, in der sie sich bestens auskennt. Literatur und Schriftsteller werden auch einen Teil der Handlung dominieren. Wir schreiben das Jahr 1972 in England.

    Durch einen ihrer ersten Liebhaber wird sie mit einem Professor bekannt gemacht, der ihr zu einer Anstellung im Geheimdienst, dem MI5, verhilft. Sie liebt den Professor, aber sie hat zunächst nur untergeordnete Tätigkeiten zu verrichten, die nicht ihrem Ausbildungsniveau entsprechen.

    Ian McEwan baut seine Geschichte langsam auf. Sie wird bestimmt von den Liebeserlebnissen seiner Protagonistin, die jedoch bei ihren geheimdienstlichen Tätigkeiten schon bald an ihre Grenzen stößt. Serena ist hübsch, klug und sehr anziehend, so dass es ihr auch nach ersten Enttäuschungen nicht schwer fällt, sich immer wieder neu zu verlieben. Sie bleibt bei den sie umspielenden Intrigen naiv, reizend, sehr liebenswert und gelegentlich fast arglos, wenn sie auch den Ernst einer Lage zuweilen messerscharf erkennt.

    McEwan besticht mit seiner Erzählung, die auf verschlungenen Wegen von dem politischen Klima der siebziger Jahre bestimmt wird und in einem verdeckten Spiel die englischen Geheimdienste aufs Korn nimmt.

    Die psychologischen Seiten zeigen sinnfällig, dass man es mit Menschen zu tun hat, die nicht so abgebrüht sind, wie es für die Arbeit beim Geheimdienst vielleicht erforderlich wäre. Serena gerät in Turbulenzen, die sie an den Rand des für sie Erträglichen führen.

    Die Mischung aus verdeckter und kontrollierter Arbeit, Liebe, Kränkung, Hass, Täuschung und geheimnisvoller Ranküne machte die Lektüre zu einem für mich spannenden Abenteuer. Man sieht sehr wohl den subtilen Beobachter Ian McEwan, wie wir ihn aus seinen früheren Romanen wie „Saturday“ oder „Am Strand“ kennen.

    Seine Liebeszenen sind anrührend bis dramatisch. Die verwinkelten Stränge bis zum Ende der Erzählung, das mit einer Überraschung aufwartet, sind fein ausgedacht und hintersinnig komponiert. Zahlreiche Nebencharaktere zeigen allemal die Vielfalt menschlicher Verhaltensweisen von der Eifersucht über die Bösartigkeit bis hin zu hinterhältigem Gebaren, so dass der Thrillerliebhaber voll auf seine Kosten kommt.

    Ein absoluter Hit unter den Neuerscheinungen des Herbstes 2013!

    Ian McEwan
    Honig
    448 Seiten, gebunden
    Diogenes, September 2013
    ISBN-10: 3257068743
    ISBN-13: 978-3257068740
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    ... 795 Aufrufe Kein Kommentar » | Kategorie Krimi und Thriller | Tags , , , , , | Trackback: URL/trackback

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