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    Meg Mitchell Moore: Eine fast perfekte Familie

    Von Claudine Borries | 7.März 2016

    Dieses Buch direkt bei Amazon bestellen!Ist diese Familie wirklich so perfekt?

    Nora und ihr Mann Gabe wohnen in einem hübschen Haus mit Blick auf die Golden Gate Bridge. Ihre drei Töchter machen ihnen Freude, und alles scheint bestens, bis man die ersten Sätze im Buch liest.

    Sofort wird man in eine Geschichte hineingezogen, die einen mit Hektik und Unrast überfällt. Die Eltern dreier Töchter scheinen in ihrem beruflichen Erfolgsleben keine Grenzen zu kennen. Dieses Erfolgsstreben ist auch den Kindern schon eingeimpft worden.

    Nora verkauft Immobilien. Gabe arbeitet in einer Consulting Firma.

    Am schlimmsten aber hat es Angela getroffen: sie bereitet sich auf die Aufnahmeprüfung für Harvard vor. Sie ist siebzehn und man spürt, dass sie sich vollkommen mit Terminen und Hausarbeiten übernimmt. Die Mutter ermuntert und fordert in einem fort.

    Die beiden kleinen Schwestern fallen da schon fast aus dem Rahmen: Cecily und die kleine Maya sind noch verspielt und froh, wenn auch an ihnen die Hetze des täglichen Lebens nicht spurlos vorübergeht.

    Die namentlich gekennzeichneten Kapitelüberschriften bieten Einblicke in die Lebensweise jedes einzelnen Familienmitglieds.

    Der Leser wird unweigerlich zum mitfühlenden Zuschauer dieser sich anbahnenden Familientragödie. Es ist eine Familie, die offensichtlich vom Ehrgeiz zerfressen wird. Keiner kann sich dem stressigen und durchorganisierten Familienalltag entziehen, zumal alles gar nicht so glatt läuft, wie es sich die Familienmitglieder jeweils erträumen. In subtilen Ansätzen spürt man allenthalben, dass jeder Tag eine Katastrophe bringen könnte.

    Mit ungeheurem Tempo legt die Geschichte zu. Über weite Strecken geht man dem hektischen Alltag der Familie nach, der jedoch irgendwann anfängt, Risse zu bekommen.

    MM Moore versteht ihr Handwerk: das anfängliche Glück artet mehr und mehr zur Tragödie aus. Zuerst sind es nur kleine Eifersüchteleien bis es schlussendlich zum großem Eklat kommt:

    Lügen und versteckte Täuschungen bringen das ganze Familienglück zum Einsturz. Und doch: alles klingt nur zu menschlich und ist in Teilen sicher niemandem ganz unbekannt.

    Hervorragend im Aufbau und fantastisch in der Durchführung hält uns MM Moore auf dem Laufenden und steigert ihre Geschichte zu einem wirklich höchst spannenden Lebensablauf. Sie zeigt uns Menschen, die in ungute Schicksale verstrickt sind, aus denen sie fast nicht entkommen können. Dass es sich lohnt, auch aus dem tiefsten Fall wieder emporzusteigen, ist die tröstliche Seite einer Geschichte, die zuweilen in ihrer desolaten Zuspitzung der Lage recht deprimierend anmutet. Man lese und staune, wie eine Autorin mit klugem Geschick das Leben einer ganzen Familie spiegelt.

    Das großartige Meisterwerk liegt in der Übersetzung von Sabine Schwenk in Deutsch jetzt vor und ist sehr empfehlenswert!

    Meg Mitchell Moore
    Eine fast perfekte Familie
    432 Seiten, gebunden
    Bloomsbury Berlin, März 2016
    ISBN-10: 382701283X
    ISBN-13: 978-3827012838
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    ... 2.646 Aufrufe 1 Kommentar » | Kategorie Belletristik | Tags , , , , , | Trackback: URL/trackback

    Ein Kommentar to “Meg Mitchell Moore: Eine fast perfekte Familie”

    1. Wir müssen reden: The Darkside of Motherhood. Rezension von “Allein, alleiner, alleinerziehend” | meint:
      29.März 2016 at 14:00

      […] … Meg Mitchell Moore nicht bei der Mutter Stopp macht, sondern “Eine fast ganz perfekte Familie” (Bloomsbury) im Ganzen hinterfragt und gleichsam bestätigt. […]

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