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Kategorie: Belletristik

Melissa Harrison: Vom Ende eines Sommers

Melissa Harrison: Vom Ende eines Sommers

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Auf einer Farm in Suffolk/ England lebt in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts Edith Mather im Kreise ihrer Familie.
Sie ist eine intelligente Schülerin muss aber fleißig auf der elterlichen Farm helfen, da alle Hände gebraucht werden. Es ist die Zeit wirtschaftlicher Not nach dem ersten Weltkrieg. Die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise machen allen schwer zu schaffen.
Ediths ältere Schwester ist verheiratet und hat schon ein Baby. Frank, der Bruder arbeitet ebenfalls mit auf der Farm und hilft beim Ernten und beim Bestellen der Felder.

Eines Tages erscheint Constance FitzAllen aus der fernen Stadt London. Sie gibt sich als Journalistin aus und will eine Kolumne über das Landleben schreiben.
Edie ist eher introvertiert. Sie liest viel und durchstreift die Wälder. Sie empfindet das Glück der Natur, die Farben, den Duft des Heus, die wechselnden Jahreszeiten.
Constance aber löst Bewunderung in ihr aus. Dass diese ihre Nase überall hat, stört sie nicht.

Melissa Harrison, die Autorin des vorliegenden Romans, hat eine besondere Gabe, den wechselnden Farben und Stimmungen der Natur Ausdruck zu geben. Man fühlt sich beinahe mit hineinversetzt in die Wunder des Landlebens mit allen seinen Gerüchen und Geräuschen. Hingerissen vermeint man den Gesang der Vögel zu hören und staunt über die in prächtigen Farben beschriebenen Getreidefelder mit dem weiten Blick. Die Beobachtungen von Mensch und Tier in dem gleichmäßigen Trott der Jahre sind beruhigend, und die Feinheit der Beschreibungen von Melissa Harrison ist mitreißend.

Gelegentlich sieht es so aus, als solle die Geschichte ewig mit den Alltäglichkeiten der Menschen, ihren kleinen oder großen Sorgen, Klatschgeschichten und den seltenen Festen so weitergehen.

Unterschwellige Spannungen zwischen Edies Eltern, strikt befolgte Regeln im Zusammenleben von Mann und Frau, in denen Gedanken emanzipatorischen Charakters unterdrückt und ausgeschlossen werden, zeigen die dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit ihren gesellschaftlichen Ausprägungen.

Der erste Weltkrieg, bei dem so viele Männer ihr Leben lassen mussten, macht sich in der Landwirtschaft durch Arbeitskräftemangel ständig bemerkbar. Alle Hände müssen mit anpacken, auch Edie und ihre Mutter sind gefordert. Es ist ein hartes und entbehrungsreiches Leben.

Edie ist mit ihrer Jugend noch voller Enthusiasmus, und man spürt in ihr eine sensible Seele.

Die Geschichte soll aber nicht so beruhigend bleiben. Über lange Strecken darf man sich zunächst weiter über diese herrlichen Landschaftsbeschreibungen freuen. Dann beginnt vorsichtig und kaum wahrnehmbar der Geist der Journalistin Raum einzunehmen.
Ohne hier zu viel vorweg zu nehmen, kann man sagen, dass die Geschichte an Fahrt aufnimmt und immer rasantere Veränderungen im Verhältnis der Menschen untereinander spürbar werden.
Ein ungewöhnliches Ende bricht fast wie eine Bombe ein und lässt den Leser*in atemlos zurück.

Das Verhältnis der langen Geschichte zum erschreckenden Ende ist nicht ganz stimmig.
Der ansonsten gut erzählten Geschichte fehlte hier die Ausgewogenheit.

Melissa Harrison
Vom Ende eines Sommers
320 Seiten, gebunden
DuMont Buchverlag, Juni 2021
ISBN-10: 3832181520
ISBN-13: 978-3832181529
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Leila Slimani: Das Land der Anderen

Leila Slimani: Das Land der Anderen

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Mathilde lebt mit ihrer Familie Ende des Zweiten Weltkriegs im Elsass. Hier begegnet sie 1947 einem Marokkaner, der als Offizier in der französischen Armee gekämpft hat.

Das triste Nachkriegsleben macht anfällig für Neuaufbrüche. Mathilde ist jung und heftig verliebt in den nur wenige Jahre älteren Amine Belhaj. Sie folgt ihm voller Enthusiasmus in seine Heimat Marokko.

Ihre Erwartungen entpuppen sich sehr bald schon als große Illusion.
Am Fuße des Atlasgebirges in Meknès hat Amine ein wenig Land von seinem Vater geerbt.
Es ist ein karges Stück Erde mit einem primitiven Haus, in dem sich in der Folge das Leben der beiden Liebenden abspielt.

Mathilde war nach ihrem ersten Eindruck entsetzt und bleibt unzufrieden. Kann sie doch ihrer Familie in Frankreich keinesfalls erzählen, wie primitiv und entbehrungsreich ihr Leben hier ist.
Ihre zwei Kinder zieht sie unter den einfachen Bedingungen ihres neuen Lebens groß. Sie arbeitet viel und kräftezehrend.

Die Einsamkeit ohne Freunde und Familie macht Mathilde sehr zu schaffen. Amine schuftet bis zum Umfallen, um aus dem kargen Boden fruchtbares Land zu machen. Immerhin gibt es noch ärmere Menschen, die sich in Diensten der kleinen Familie befinden. Zuweilen ist sogar vom „Gutsbesitzer“ die Rede. So ganz kann man es sich nicht vorstellen.

Leila Slimani beschreibt schnörkellos und ehrlich, wie es den Menschen in ihrem Roman geht.
Die Hitze, der Schmutz und Staub und das zuweilen von gegenseitigen Unvereinbarkeiten geprägte Paar ist gut zu erkennen.
Gefühle sind stark besetzt von der körperlichen Leidenschaft zwischen den beiden.

Man kann der Atmosphäre in der Medina, des Geschäftsviertels mit seinen typischen Verkaufsständen und Gerüchen, nachspüren. Hier gibt es Szenen voller Poesie und Andacht beim Betrachten der Blumen, die Mathilde in ruhigen Minuten erlebt.

Wie beschreibt Slimani das Aufeinanderprallen zweier verschiedener Kulturen und Religionen?
Es herrscht ein stark patriarchalisch orientiertes Gesellschaftssystem.

Familiäre Bindungen zwischen Mathilde und Amines Angehörigen sind schwierig. Amine wird als unabhängiger Geist mit Verantwortungsgefühl für alle seine Angehörigen beschrieben.

Mitte der fünfziger Jahre kommt es vermehrt zu Unruhen zwischen den immer noch unter französischem Protektorat lebenden Marokkanern und Franzosen, die hier leben. Die Lage wirkt zunehmend bedrohlich und die Sorgen vor Übergriffen wächst. Das kann die Autorin geschickt und spannend in ihre Erzählung einbringen.
Erst 1956 erlangte Marokko seine Unabhängigkeit

Leila Slimani schreibt nüchtern, sezierend und gut beobachtend. Das zeigte sie auch in ihrem Roman „Dann schlaf auch du“.
Der jetzt vorliegende Roman ist in Anlehnung an das Leben ihrer Großeltern entstanden.
Sie ist eine großartige Erzählerin, die mit der Klarheit ihrer Beobachtungen beeindruckt.
Ihre Bücher sind internationale Bestseller, wie es auf dem Einband heißt.

Leila Slimani
Das Land der Anderen
Luchterhand Literaturverlag, Mai 2021
384 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3630876463
ISBN-13: 978-3630876467
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René Freund: Das Vierzehn-Tage-Date

René Freund: Das Vierzehn-Tage-Date

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Corinna kommt zu spät zu ihrem Tinder-Date. So ist sie nun mal. David nimmt es mit Gelassenheit. Er kann ohnehin keinen klaren Gedanken fassen, denn kaum ist Corinna zur Tür rein, bestürmt sie ihn mit unpassenden Fragen. Dass sie ihm schließlich Begrüßungsküsschen auf die Wangen drückt, verwundert ihn. Corinna hat einfach vergessen, dass das „in Zeiten wie diesen“ unangebracht ist.

Man setzt sich zusammen. Sie trinkt Wodka und er Wasser und sondiert die Lage. Schnell ist den beiden klar, dass das zwischen ihnen nichts werden kann. Und trotzdem hält David Corinna auf, als sie gehen möchte. Also wird Pizza und Wein bestellt.

Am nächsten Tag erwacht Corinna mit einem höllischen Kater in Davids Bett und weiß nicht, was geschehen ist. Es ist der Morgen, an dem beide in Quarantäne müssen, denn der Pizzabote ist mit dem Corona-Virus infiziert. Die gemeinsame Zeit wird also höchst unfreiwillig verlängert. David muss einen völlig fremden Menschen in seiner Wohnung beherbergen.

Der Autor sperrt hier zwei im Charakter sehr unterschiedliche Menschen zusammen.
Corinna ist Künstlerin oder vielmehr Kellnerin (Kleiner Schreibfehler in ihrem Tinder-Profil!) und ausgesprochen chaotisch. Sie raucht und liebt Junkfood. Er ist Musiker oder vielmehr Musiklehrer und Veganer und von eher ruhiger und sortierter Art.

Der Blick fällt auf kurz gehalten Szenen. Es werden also eher kleine Einblicke in das sich entwickelnde Alltagsleben der beiden gegeben. Corinna und David liefern sich aber so manchen Schlagabtausch, der so einiges offenlegt.

Das Buch ist mit viel Witz und teils auch bissigem Humor geschrieben. Es geht hier um Persönliches und um das, was Corinna und David voreinander eigentlich verbergen wollen.

Die Handlung spielt zu Beginn des ersten Lockdowns März/April 2020. Dieser Rückblick ist schon sehr interessant, wenn man bedenkt, welche Entwicklung die Pandemie dann genommen hat und noch nimmt.
Corinna und David verfolgen ebenfalls die News, nicht ahnend, in welcher Weise sich die Corona-Pandemie weiter ausbreiten wird. Und auch hier sind die beiden, wie soll es auch anders sein, unterschiedlicher Meinung. Während David den Ernst der Lage erkennt, nimmt Corinna die Situation auf die leichte Schulter.

Es ist spannend zu erkunden, ob die beiden trotzt ihrer Gegensätzlichkeit doch noch zusammenfinden, oder ob sich ihre Wege nach der Quarantäne endgültig trennen werden.

Rezension von Heike Rau

René Freund
Das Vierzehn-Tage-Date
160 Seiten, gebunden
Zsolnay, Mai 2021
ISBN-10: 3552072349
ISBN-13: 978-3552072343
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Laura Imai Messina: Die Telefonzelle am Ende der Welt

Laura Imai Messina: Die Telefonzelle am Ende der Welt

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Was für eine wunderbare Einrichtung das ist! Eine Telefonzelle steht in einem Garten scheinbar am Ende der Welt am Hang des Kujirayama, etwa eine Fahrstunde von Tokio entfernt. Der Wind rauscht und umtost die Telefonzelle, die zahlreiche Menschen tägliche besuchen, um mit ihren verstorbenen Angehörigen nach alter buddhistischer Sitte zu sprechen. Der Garten Bell Gardia muss ebenfalls wunderschön sein.

Bei einem Taifun 2011 sind unglaublich viele Menschen umgekommen. Auch Yui, die Moderatorin des Radios, macht sich eines Tages auf zu diesem bezaubernden Ort, denn sie hat Mutter und kleine Tochter bei dem Tsunami verloren. Sie lernt den Arzt Takeshi kennen, der nach seiner verstorbenen Frau forscht. Beide beginnen einen vorsichtigen Kontakt miteinander.

Eingeflochten in die Erzählung erlebt man weitere handelnde Personen, die mit Mutter oder verstorbenen Kindern sprechen wollen. Das alles wirkt wie ein Traum!

In einer langen, gut erdachten Geschichte erhält man einen Blick auf Japan, wie man sich das Land herkömmlich vorstellt: zarte menschliche Umgangsformen, sehr höflich und zurückhaltend. Doch die Leiden und Freuden der Welt bleiben sich am Ende immer gleich. Yui ist eine äußerst empfindsame Person und Takeshi ein rücksichtsvoller und liebevoller Mann. Beide fahren drei Jahre lang zu dieser Telefonzelle, um sich mit Menschen zu treffen, die fast alle einen Verlust zu beklagen haben. Insofern ist es der Tod, der die Erzählung mitbestimmt. Aber nicht nur! Die Hoffnung auf einen Neubeginn ist immer mit dabei.

Laura Imai Messina, die Autorin des Buches, ist schon in jungen Jahren zum Studium nach Japan gegangen und lebt heute dort mit Mann und zwei Kindern. Wenn man ihre Erzählung liest, kann man schon verstehen, wie sehr sie vom Leben und der Schönheit des Landes entzückt war und ist. Die Zartheit im Umgang der Menschen miteinander, die ausgeprägte Selbstdisziplin, die ästhetischen Farben der Landschaft und so vieles mehr zeigen uns ein Land, in dem die Menschen nicht laut und dröhnend sind. Messina gibt dem vornehmen und eher zurückhaltenden zwischenmenschlichen Ton Raum. Alle Personen haben in ihren Erinnerungen an die Verlorenen eigene Vorstellungen. Es gibt den Verlust des Glücks, die Schuldgefühle über begangenes Unrecht und eine äußerst liebevolle Sehnsucht nach all dem Vergangenen. Keiner mag wirklich glauben, dass die Liebsten für immer verloren sind.

Laura Messina besitzt eine ausdrucksvolle Sprache, mit der sie die Poesie der japanischen Seele einfängt.
Ihre Liebesszenen sind diskret und zeugen von einer sensiblen Sprachkultur. Gebannt schaut der Leser auf das Geschehen, das diese ruhigen, beschaulichen Landschaftsbilder zu Zeiten in böse, alles zerstörende Orkane verwandeln kann.
Die ganz und gar ungewöhnliche Liebesgeschichte gibt der Erzählung das Gerüst und bietet den roten Faden, mit dem man das Erlebte nachempfinden kann.
Es ist eine von tiefer Empathie getragene Geschichte.

Schon das Deckblatt bietet einen Blick auf eine Telefonzelle, die wie verlassen im leeren Raum steht. Ein zarter Zweig mit rosa Blüten weist in ihre Richtung.

Im Anhang findet man Erklärungen zu japanischen Wörtern und Symbolen.

Laura Imai Messinas Roman war lange auf den Bestzellerlisten in aller Welt.

Laura Imai Messina
Die Telefonzelle am Ende der Welt.
btb Verlag, März 2021
352 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3442758963
ISBN-13: 978-3442758968
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Juli Zeh: Über Menschen

Juli Zeh: Über Menschen

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In ihrer unübertroffen leicht ironischen Sprache erzählt Juli Zeh wieder einmal über Menschen.

Wir sind in der Jetztzeit angekommen. Es herrscht Corona all überall.

Dora, ca 36 und Texterin von Beruf, ist von Berlin aufs Land gezogen. Warum? Sie wollte weg von ihrem Freund mit seinen Klimagedanken und seiner Unruhe. Jetzt lebt sie in Bracken, einem kleinen Dorf in Brandenburg.
Das Haus, das sie erworben hat, besitzt noch wenig Charme aber einen großen Acker, den sie zu bestellen gedenkt.
Ein seltsamer Kauz bewohnt das Nebenhaus. Er streut rechtes Gedankengut aus.
Sie beobachtet fleißig, was um sie herum geschieht. Das ist zumeist gar nichts.

Zu ihrer Geschichte sei noch kurz angemerkt, dass ihre Mutter tot, der Vater ein angesehener Neurochirurg und der Bruder ein ausgemachter Faulpelz ist.

Wie lebt es sich in ihrem neuen so ungewöhnlichen und von der Großstadt Berlin mit seiner Hektik entfernten Umfeld?
Juli Zeh nutzt die Erzählung, um in kurzen Kapiteln, die kleinen Geschichten gleichen, ihre zutreffenden gesellschaftlichen Beobachtungen zu machen.

Während ihr Roman „Unter Leuten“ eine Vielzahl von eigenbrötlerischen Gestalten mit besonderen und sehr unterschiedlichen Charakteren in einem Dorf vereint, geht ihre Protagonistin Dora einen ganz eigenen Weg.
Sie will ihre Individualität leben und sich von niemandem vereinnahmen lassen.
Das fängt bei ihrem Freund Robert an und hört bei ihrem Bruder Axel auf, der als Hausmann nur allzu gerne sie als Tante und Babysitter für seine Kinder einsetzen möchte.

Die Kunst von Juli Zeh besteht im Wesentlichen darin, dass sie jede Gelegenheit nutzt, um auf die Defizite menschlicher Verhaltensweisen in ihren stets gelungenen Analysen hinzuweisen.
Ob es die einsame Dora mit ihrem Hund Jochen- der- Rochen oder die komplizierte Beziehung zu ihrem der Apokalypse verfallenen Freund Robert ist: mit einer neben der Ironie oft Witz versprühende Diktion ist sie in ihren Schilderungen punktgenau und intelligent.
Sie sieht sehr genau hin und vergisst das Unglück nicht, in dem sich Seelen häufig verfangen.

Gote, der skurrile Nachbar, bei dem ein AFD Schild an der Haustür prangt, und die beiden verbundenen Kerle, die ebenfalls Zweifel am politischen Tun äußern, gehören zu ihren Dorfbetrachtungen. Zugleich sind alle erstaunlich hilfsbereit. Der Zwiespalt und die Widersprüchlichkeit menschlichen Tuns wird immer wieder in einzelnen Szenen festgehalten.

Juli Zeh zeigt die menschliche Seite und verlässt ihren sarkastischen Stil, als sich so einiges Unvorhergesehenes ereignet.
Wie immer sieht sie beide Seiten des Menschen: Unglück und Glück, Hilfsbereitschaft und Takt. Und wie immer stoßen Menschen an Grenzen.

Ein wenig umfangreich ist das Buch mit 412 Seiten geraten. Eine gewisse Kürzung hätte ihm nicht geschadet.
Dennoch volle Empfehlung von mir!

Juli Zeh
Über Menschen
Luchterhand Literaturverlag, März 2021
416 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3630876676
ISBN-13: 978-3630876672
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Hans Platzgumer: Bogners Abgang

Hans Platzgumer: Bogners Abgang

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Nicola Pammer, die in Innsbruck studiert, ist auf dem Weg nach Hause. Eigentlich sollte sie heute Abend nicht mehr nach Bregenz fahren. Sie ist nach einer Geburtstagsparty nicht mehr nüchtern. Und so passiert der Unfall. Sie verliert die Nerven und fährt einfach weiter. Da ein Schaden am Auto entstanden ist, sie hat es von ihrer Mutter geliehen, kann sie den Vorfall nicht verschweigen. Sie findet aber einen Weg, die Sache nicht ganz so dramatisch aussehen zu lassen. Ihre Mutter leitet Schritte ein und lässt das Auto von der Bildfläche verschwinden. Aus den Augen, aus dem Sinn. Doch Nicola kann die Schuld nicht abstreifen.

Damit ist sie nicht allein. Denn der Künstler Andreas Bogner fühlt sich ebenfalls schuldig am Unfall des Kunstkritikers Kurt Niederer. Aus Hass, weil dieser seine Kunst verkannt und ihn zum wiederholten Male öffentlich vorgeführt hat, war er mit einer Schusswaffe hinter ihm her gewesen, die nur geborgt und eigentlich sein neustes Studienobjekt ist. Bogner glaubt, den Unfall verursacht zu haben, denn schließlich hat er Niederer gehörig erschreckt, sodass dieser auf die Straße sprang. Oder ist dieser selbst schuld? Er hat Bogner doch erst so weit gebracht.

Die Ursache für den Autounfall scheint klar zu sein. Doch die Umstände werden im Buch erst nach und nach offengelegt. So verschiebt sich das Bild und die Schuldfrage lässt sich nicht eindeutig klären. Sicher ist, es gibt drei Beteiligte. Jeder von ihnen hat seine eigene Geschichte. Bogner und Niederer begegneten sich nicht zum ersten Mal. Nicola kommt ihnen dazwischen. Sie weiß jedoch nicht, was sich auf der Straße abgespielt hat. So sucht sie die Schuld ganz allein bei sich. Das weckt Mitgefühl. Bogner mit seinen fragwürdigen Kunstexperimenten erscheint dagegen als recht fragwürdige Gestalt, wobei er hier wahrscheinlich durch Niederer inspiriert ist. Und Niederer macht sich durch seine völlig unsensible Art unbeliebt. Was hat dieser Mann eigentlich für ein Problem?

Ob einer sympathisch ist oder nicht, sagt jedoch nichts über seine Schuld oder Unschuld aus, auch wenn man vielleicht dazu neigen mag, eher der unsympathischen Person die Schuld in die Schuhe zu schieben. Man könnte, was geschehen ist, auf die Umstände schieben. Doch die lassen sich nicht vor Gericht zerren oder im Gefängnis einsperren. Sie können im Höchstfall die Schuld mindern oder erhöhen. Es ist schon interessant zu sehen, zu welchen Gedankengängen das Buch führt. Es ist eine sehr anregende Lektüre. Da es hier nicht um das wahre Leben geht, darf man der Fantasie freien Lauf lassen. Und während man das tut, kommt noch ein anderer Aspekt ins Spiel. Gewissensbisse machen Nicola Pammer und Andreas Bogner zu schaffen. Jeder der beiden geht auf seine Weise damit um.

Rezension von Heike Rau

Hans Platzgumer
Bogners Abgang
144 Seiten, gebunden
Paul Zsolnay Verlag, März 2021
ISBN-10 : 3552072047
ISBN-13 : 978-3552072046
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Marlies Ferber: Wohin die Reise geht

Marlies Ferber: Wohin die Reise geht

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Jakob, einst Kaffeefabrikant, kann die Bitte seines Sohnes nicht abschlagen. Er sagt zu, die eine Million Schwarzgeld bei einer Schweizer Bank einzuzahlen, um die finanzielle Sicherheit der Familie und vor allem seiner Enkelkinder zu gewährleisten. Die Unternehmung soll als Kurzurlaub getarnt werden. Als sein Chorfreund Matthias mit auf Reisen gehen möchte und dafür seinen Wohnwagen anbietet, kann er wieder nicht Nein sagen. Das Geld erwähnt er allerdings nicht. Matthias ist schließlich Polizist und hätte sicher kein Verständnis. Sein Hund Eddie, der früher Polizeihund war, aber nun an einem Knalltrauma leidet, kommt ebenfalls mit.

Bei einer Pause auf einer Raststätte lernt Jakob Tilda kennen. Sie wirkt verwirrt und weiß nicht, wie sie hier her gekommen ist. Sie erinnert ihn an seine verstorbene Frau, die ebenfalls dement gewesen ist. Zum Glück kennt Tilda ihre Adresse. Doch auch die junge Alex weckt sein Mitgefühl. Sie schildert ihre ausweglose Situation sehr glaubhaft. Er könnte ihr Großvater sein und deshalb möchte er ihr helfen, den Reisebus, der ohne sie abgefahren ist, noch zu erwischen. Matthias ist skeptisch. Also Polizist lässt er sich nicht so einfach von Geschichten beeindrucken. Doch nun sitzen die beiden Frauen mit im Auto. Und kurze Zeit später ist das Geld weg.

Marlies Ferber bringt in diesem Buch vier Menschen zusammen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Jakob hat sich von seinem Sohn zu einer Straftat überreden lassen und Matthias verschweigt gesundheitliche Probleme. Tilda, die einst Opernsängerin war, ist zu gutgläubig, und Alex ist, was sie nie zugeben würde, auf die schiefe Bahn geraten und auf der Flucht.

Anfangs ist die Reise einfach nur witzig und unterhaltsam. Doch die Probleme lassen sich nicht ewig überspielen. Und so gibt es irgendwann einen Wendepunkt in der Geschichte und es wird ein richtig spannender Krimi draus. Es geht um Mord, um Betrug, um Lügen und um falsch verstandenes Pflichtgefühl. Es gibt vieles, das aufgearbeitet werden muss. Aber so einfach ist das eben nicht. Menschen machen Fehler, handeln kopflos. Die Lage spitzt sich zu und wird richtig beängstigend.

Die Autorin versucht mit ihrem Buch zu zeigen, dass Mitgefühl und Verständnis Probleme lösen kann, so ausweglos die Situation auch scheinen mag. Es ist eine schöne Vorstellung.

Rezension von Heike Rau

Marlies Ferber
Wohin die Reise geht
dtv Verlagsgesellschaft, Februar 2021
288 Seiten, Klappenbroschur
ISBN-10 : 3423262672
ISBN-13 : 978-3423262675
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Benedict Wells: Hard Land

Benedict Wells: Hard Land

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Benedict Wells hat einen Coming-of-Age Roman geschrieben. Er kann das, wie er schon in seinem Roman „Vom Ende der Einsamkeit“ bewiesen hat.

Ein Junge von 16 Jahren lebt in einer kleinen Stadt in Missouri. Sam, so heißt unser Held, ist der Icherzähler in diesem Roman. Es geht ihm nicht gut, denn seine Mutter ist schwer krank, und er lebt ein Eigenleben ohne Kontakte zu anderen Jugendlichen und Mitschülern. Seine Eltern würden ihn gerne in den Sommerferien zu Verwandten schicken, um ihm die freie Zeit zu erleichtern. Doch er zieht den Job in einem Kino vor. Dort lernt er einige ältere Jungen und Mädchen kennen und schließt sich ihnen an. Ein vielversprechendes Abenteuer beginnt.

Er lernt Filme, einschlägige Schlager und Kraftausdrücke kennen. Vor allem aber lernt er Kirstie und ihre Freunde kennen und darf schon mal mit ihnen Alkohol trinken und die erste Zigarette rauchen.

Als er eines Tages spät abends auf einem Friedhof in der Nähe seines Elternhauses sitzt, denkt er daran, wie wenig ihn sein Vater versteht. Er fürchtet seinen Zorn und seine Kälte. Von weitem sieht er Kirstie kommen. In seiner schüchternen Art ist er ihr mehr als zugeneigt. Sie erfährt seine Geschichte und hört ihm aufmerksam zu. Kristie hört auch von seiner älteren Schwester, die nicht mehr zu Hause lebt, studiert und ihm so fremd ist. Am meisten bedrückt ihn die Angst um seine Mutter. Sie ist unterschwellig immer da, und er fürchtet, dass er sie verlieren wird.

Tief in seinem Inneren ist er ein einsamer und trauriger Junge, der seinen Weg sucht.

Benedict Wells versteht traurige junge Menschen. Er kann sich in sie einfühlen und gibt ihnen eine Stimme. Trauer, Tod und Verlust zeigen die eine Seite des Erwachsenwerdens. Die andere besteht in den Begegnungen mit Freunden. Sam erlebt herrliche Abende, in denen die Jungs und Kirstie Unternehmungen starten, die ihn in ihre Welt mitreißen. Er erlebt Momente großen Glücks in ihrem Kreis.

Benedict Wells schildert Sam als einen nachdenklichen und reflektierten Burschen. Er beobachtet alles mit wachem Sinnen und findet in Kirstie eine Gleichgesinnte. Sie sitzen häufiger am Abend oder in langen Nächten zusammen und denken über das Leben und ihre gemeinsamen Erfahrungen nach. Kirstie gilt seine stille Liebe. Er ist nicht selbstbewusst und fühlt sich körperlich und seelisch den anderen „Nachtgefährten“ unterlegen. Die Jungen und Mädchen, mit denen er sich befreundet hat, gehen bald schon aufs College, während er noch weitere Jahre zur Schulen gehen wird.

Wie Benedict Wells in die Welt der Heranwachsenden eintaucht, ihre ständigen Schwankungen und deren Stimmungen nacherzählt, das zeigt sein Können. Zarte Begegnungen wechseln mit solchen, in denen es um Selbstdarstellung geht, besinnliche Momente und Mutproben erscheinen neben denen, in denen die Selbstzweifel vorherrschen. Wells erfasst die ganze Tragweite einer unruhigen und vorwärtsstrebenden Jugend. Sam wird in seiner erwachenden Männlichkeit mit wechselnden Phasen beschrieben. Er und seine Freunde und Freundinnen blicken mit Neugier und gleichzeitig Zaudern in die Zukunft. Die innere Befindlichkeit ist noch gefangen bei den Eltern und zugleich auf dem Absprung aus deren Dunstkreis. Man erlebt mitreißend den Prozess des Aufbruchs. Besonders die nachdenklichen Phasen zwischen Mutter und Sohn und Kirstie und Sam rühren an das Herz des Lesers. In diesem Roman ereignet sich viel. Die tiefsinnigen Gedanken der Protagonisten zeugen von Mitgefühl, Verständnis bis Missverstehen und Versöhnung. Alles könnte so im wirklichen Leben spielen.

Der Roman bestrickt u.a. durch seine Themen Neugier, Aufbruch, Anteilnahme, Freundschaft und Abschied. Man kann ihn uneingeschränkt empfehlen.

Benedict Wells
Hard Land
Diogenes, Februar 2021
352 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3257071485
ISBN-13: 978-3257071481
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Mirna Funk: Zwischen Du und Ich

Mirna Funk: Zwischen Du und Ich

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Noam und Nike sind die Nachfahren von Holocaustopfern. Sie haben schon einiges in ihrem Leben hinter sich, als sie sich in Tel Aviv begegnen.
Nike ist als Jüdin in Ostberlin zwischen Mutter und Großmutter aufgewachsen. Beide Frauen sind sehr dominant. Nike schreibt in der Ichform über ihre vergangenen Jahre. Es war kein glückliches Leben, und sie lebt jetzt lange Zeit schon alleine. Gute Freundinnen sind ihre Gesprächspartnerinnen.

Sie ist zur Vorbereitung einer Konferenz des DAAD nach Israel gekommen. Oder ist sie gar vor ihrer Vergangenheit mit einer unglücklichen Liebe dahin geflohen? Vieles bleibt unausgesprochen und ergibt sich aus Andeutungen und Gesprächen mit ihren Freundinnen.

Noam ist Journalist bei der Zeitschrift Haaretz, ein Job, den er gerade aufgegeben hat. Er hat ein skurriles Familienleben. Mit seinem Onkel Asher teilt er sich eine Wohnung in Tel Aviv. Sein Vater ist tot, und seine Mutter hat die Familie früh verlassen. Er war der unüberlegten Gewalt von Sportlehrer und Onkel ausgesetzt.

Je mehr die beiden über die Vergangenheit erfahren, desto schwieriger zeigt sich das Zusammenleben für sie.

Voller Sehnsucht und Hoffnung nach vorangegangenen Enttäuschungen suchen sie Nähe und Glück beieinander. Die Annäherung erfolgt scheu und vorsichtig. Als Leser hofft man, dass die Beziehung beiden Protagonisten Erfüllung bringen möge.
Die poetischen Einschübe mit der Freude über das Meer, Sonnenuntergänge und schöne gemeinsame Stunden nähren diese Hoffnung.
Wie aber können zwei so unterschiedliche Charaktere zusammenfinden?

Da man in langen Passagen immer wieder mit Andeutungen auf die verschiedenen Lebensstationen der beiden gestoßen wird, fällt es anfangs schwer, sich ein zusammenhängendes Bild zu machen. Der herbe Umgangston mit Rosa, Nikes Großmutter, ist bedrückend. Und dem Missbrauch und der Gewalt, denen Noam schon als Kind ausgesetzt war, lässt Bitteres ahnen.

Mirna Funk hat einen Roman geschrieben, der jüdisches Leben heute zum Thema hat. Bedrückend bleiben in der Erzählung die Umstände von Geburt und Tod, Einsamkeit, Gewalt und Sex.

Nach Mirna Funk wird das Leben mit bestimmt durch jüdische Feiertage, den Ritualen der Feste und religiösen Regeln auch bei jenen, die nicht mehr glauben. Diese Tage sind die einzigen sicheren Konstanten im Leben. Unterschwellig spürt man die Wut, den Zorn und die Zerstörungskraft der handelnden Personen über all das Vergangene. Gefangen in den Stimmungen unbewältigter Ereignisse lässt sich ein wirkliches Glück nicht erfahren. Insofern verspricht die Geschichte keine Hoffnung auf Erlösung aus den Fallstricken vergangenen Unglücks. Die Traumata ganzer Generationen lassen sich nicht auslöschen.

Es ist ein ehrliches Buch. Traurigkeit liegt über der Erzählung und man mag ahnen, wie es sich als Jude/ Jüdin mit der schweren Bürde unvorstellbarer Gräuel der Vergangenheit lebt. Man sollte den Roman lesen, um die Geschichte der Juden nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Mirna Funk
Zwischen Du und Ich
dtv Verlagsgesellschaft, Februar 2021
304 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3423282673
ISBN-13: 978-3423282673
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Mathijs Deen: Der Schiffskoch

Mathijs Deen: Der Schiffskoch

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Nicht jeder auf der „Texel“ träumt davon, fremde Länder zu bereisen. Es ist mit diesem fest verankerten Schiff ohnehin nicht möglich. Die „Texel“ ist ein bemanntes Feuerschiff. Der Alltag folgt einer Routine, so wie immer, bis die „Zaandam“ mit der Schichtablösung kommt und die Männer für eine bestimmte Zeit von Bord gehen können.

Doch dann, eines Tages, als es wieder an Bord geht, ist der Schiffskoch nicht allein. Lammert hat ein Ziegenböckchen dabei. Erlaubt ist das nicht. Aber andererseits ist es Proviant. Ein Schmorfleischeintopf soll daraus werden. Da kann sich auch der Kapitän nicht dagegen sträuben. Die Matrosen und Offiziere bringt Lammert ebenfalls schnell zum Schweigen. Man muss den Koch bei Laune halten, denn was wäre der Tag ohne ein anständiges Mittagessen?

Das Böckchen muss noch für ein paar Tage mit der Flasche aufgepäppelt werden, dann will Lammert es schlachten. Der jüngste Matrose Gerrit Snoek übernimmt die Mutterrolle gern. Das störrische Jungtier sorgt für Abwechslung und alle schauen gern zu, wenn es hoppelnd und springend über das Schiff galoppiert. Erstaunlich schnell gewöhnt es sich an das rollende Schiff. Aber es bringt auch den Arbeitsalltag durcheinander. Snoek sieht in den Augen des Böckchens bald sogar etwas, das ihn zutiefst verstört.

Es ist sehr interessant zu sehen, wie das Böckchen die eingeschleifte Arbeitsroutine der Besatzung verändert. Es fordert nicht selbst Aufmerksamkeit, weckt diese aber in den Männern. Und das auf sehr unterschiedliche Weise. Die einen sehen den Schmorfleischeintopf, die anderen einen Kameraden, der Abwechslung bringt. Einen bringt das Böckchen sogar in Bedrängnis. Die Kontrolle geht schleichend verloren, als der Schiffskoch erkrankt und Nebel aufzieht.

Der Autor nähert sich der heranziehenden Katastrophe mit trockenem Humor. Er analysiert die Umstände und die Veränderungen, die sich mit der Ankunft des Böckchens ergeben mit wachem Blick.

Die Besatzungsmitglieder der „Texel“ sind allgemein wortkarg. Nicht nur der Schiffskoch ist vom Charakter her ein seltsamer Mensch. Die Männer gehen distanziert miteinander um, machen ihre Arbeit und regieren auf die wechselhaften Unbilden des Wetters gewohnt routiniert. Sie haben eine lebensrettende Aufgabe zu erfüllen.

Aber mit anderen Veränderungen können sie nicht umgehen und müssen es doch. Bis zur nächsten Ablösung, die sich aufgrund des Wetters verschiebt, sind die Männer isoliert, sich selbst überlassen und haben einen Tunnelblick. Alles spielt sich auf kleinstem Raum ab. Und doch wird übersehen, was da vor ihren Augen innerhalb der Mannschaft geschieht. Mit einer immer beängstigender werdenden Atmosphäre wird das wirkungsvoll deutlich gemacht.

Rezension von Heike Rau

Mathijs Deen
Der Schiffskoch
Aus dem Niederländischen von Andreas Ecke
112 Seiten, gebunden
mareverlag, Februar 2021
ISBN-10: 3866486502
ISBN-13: 978-3866486508
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