Die Hexe von Zeil

Die Hexe von Zeil

Bamberg 1627: Ursula hat noch nicht den Tod ihrer Mutter, die als Hexe verbrannt wurde, überwunden, da droht dem geliebten Vater, obwohl er ein angesehener Bürgermeister ist, das selbe Schicksal. Er wird verhaftet und in das Malefizhaus nach Bamberg gebracht. Ursula will nicht hinnehmen, dass ihr Vater ein Hexer ist. Statt sich zurückzuhalten, verteidigt sie ihn, setzt sich für ihn ein und ahnt doch was ihr das einbringen wird. Als sie jedoch nicht in das Malefizhaus nach Bamberg zu ihrem Vater, sondern nach Zeil gebracht wird, bricht für sie eine Welt zusammen. Hier erleidet sie unermessliche Qualen, hat keine Chance, den Klauen der Inquisition zu entfliehen. Anna, eine Mitgefangene, versucht ihr zu helfen und ihren Willen zu stärken. Doch bald ist Ursula von der Folter und den seelischen Qualen so sehr geschwächt, dass sie zu keinem normalen Gedanken fähig ist. Nach schlimmen Alpträumen hält sie sich selbst für schuldig. Es scheint kein Weg mehr an einer Verurteilung vorbeizuführen. Doch Christoph, der Stadtschreiber, glaubt nicht an Ursulas Schuld. Er erträgt die Qualen der jungen Frau nicht länger.

Der Autor hat ein Buch geschrieben, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Sehr ausführlich erzählt er am Beispiel der 19jährigen Ursula über die Zeit der Inquisition mit all ihren Schrecken und Grausamkeiten. Der Autor zeigt auf, welche Ursachen und Hintergründe die Hexenverfolgung hatte. Er fasst das Unfassbare in Worte, bringt Jugendlichen so ein Stück Geschichte nahe.
Erklärungen zu diesem Jugendbuch und ein Glossar mit Worterklärungen tragen zur besseren Verständlichkeit der Geschichte bei.

Über den Autor:
Harald Parigger wurde 1953 in Flensburg geboren. Er studierte Geschichte Germanistik und ist heute Leiter eines Gymnasiums bei München. Neben wissenschaftlichen Aufsätzen schreibt er Geschichten für Kinder und historische Romane und Krimis für junge und erwachsene Leser.

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Rezension von Heike Rau

Harald Parigger
Die Hexe von Zeil
Taschenbuch mit 252 Seiten
Deutscher Taschenbuch Verlag, München
ISBN: 3-423-70679-1

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2 Gedanken zu „Die Hexe von Zeil

  1. Es ist das allerletze, in einer 6. Klasse, d.h. 10/11/12 jährigen KINDERN diese Lektüre als Pflichtlektüre lesen zu lassen. Es wird den Kindern in aller Grausamkeit und ohne Nachsicht Folter, Vergewaltigung, Demütigung und vieles mehr angetan. Sexualität in ihrer schlimmsten Form geschildert und das für minderjährige!!!!!

  2. Die Hexe von Zeil war das langweiligste Buch, was ich in den letzten 5 Jahren lesen musste. Es ist grausam dieses Buch in die Auswahl der Schullektüren einfließen zu lassen.
    0 Sterne von 1000000000

    Freundliche Grüße,
    Carlo Elfinger

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