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    Warum immer ich?

    Von hera | 13.Mai 2004

    Warum immer ich? Warum stellt man sich diese Frage? Warum hadert man immer wieder mit seinem Schicksal? Ist es besser, sich seinem Schicksal zu ergeben, oder gibt es Möglichkeiten aktiv einzugreifen. Kann man Schicksalsschlägen vorbeugen, wenn man weiß, wie das mit dem Schicksal funktioniert? Sicherlich greifen viele zum vorliegenden Buch, um das herauszufinden.

    Vieles im Leben ist nicht einfach nur Schicksal, sondern Zufall. Dennoch ist nicht abzustreiten, dass ein gewisses Risiko für Leib und Leben überall lauert. Was kann man also tun, um möglichst unbeschadet durchs Leben zu kommen, möglichst alt und dabei lange gesund zu bleiben? Risikoexperten haben interessante Vorschläge parat. Hier einige Beispiele:
    „Rauche niemals im Bett.“
    „Trinke wenig Alkohohl.“
    „Wasche deine Hände.“
    „Trinke nicht so viel Kaffee.“
    „Achte auf eine nasse oder vereiste Fahrbahn.“
    „Bleibe bei starker Sonne im Schatten, wenn du kannst, besonders zwischen 11 und 14 Uhr.“
    „Ernähre dich ausgewogen, iss Früchte und Gemüse und nicht zu viel Fleisch.“ „Treibe regelmäßig Sport.“
    Diese Ratschläge kennt jeder, nur nehmen viele sie nicht ernst. Aber wäre unser Leben tatsächlich risikoärmer, wenn wir jeden dieser Ratschläge befolgen würden? Es soll ja rauchende Kaffeetrinker, die nie Gemüse essen geben, die trotzdem fast 100 Jahre alt werden.

    Immer wieder wird man hin- und hergerissen beim Lesen dieses ausgesprochen faszinierenden Buches. Dem Leser werden Schicksalsschläge und Zufälle vorgestellt, die verwundern und ablenken vom eigenen Elend. Forschungsergebnisse werden bekannt gemacht und Schlüsse daraus gezogen. Es wird über Sinn oder Unsinn von Horoskopen aufgeklärt und darüber, wie viel oder wenig Schicksal praktisch schon in unseren Genen liegt, was uns das Wissen über die Naturgesetzte wirklich bringt, wie viel Macht der Mond über uns hat, wie gefährlich Flugzeuge tatsächlich sind, was Mediziner und Mathematiker vom Zufall halten, warum sich der einzelne Mensch nicht an einer Statistik festmachen lässt und warum unser Leben einfach nicht planbar ist.

    Keine Frage, das Buch liest sich wie ein Roman. Es ist spannend geschrieben und es regt zum Nachdenken und Diskutieren an. Und sicherlich wird der eine oder andere nicht mehr so mit seinem Schicksal hadern und das Leben von nun an nehmen wie es ist, nämlich unberechenbar, und froh darüber sein, dass ihn nicht sieben Mal der Blitz getroffen hat wie einen Menschen in den USA. Und wer nicht genug bekommen hat vom Thema Schicksal, für den gibt es eine Liste mit Literatur zum Weiterlesen.

    Über den Autor:
    Jochen Wegner hat Physik und Philosophie studiert und über die Chaostherapie des Gehirns geforscht. Er ist stellvertretender Leiter des Ressorts „Forschung und Technik“ beim Nachrichtenmagazin FOCUS. Jochen Wegner lebt in München.

    Rezension von Heike Rau

    Jochen Wegner
    Warum immer ich?
    Schicksal. Eine Betriebsanleitung
    307 Seiten, gebunden
    Argon Verlag, Berlin
    ISBN: 3-87024-604-9
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