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    Klondike

    Von hera | 22.Juni 2005

    1897 – Die Nachricht von den sagenhaften Goldfunden am Klondike ist in aller Munde. Oben im Rettungsboot der „Delta Queen“ verstecken sich die blinden Passagiere Lou und ihr Sohn Zack. Auch sie hat der Goldrausch gepackt. Doch als die Mutter ihrem Sohn zum vierzehnten Geburtstag Kuchen stehlen will, wird sie geschnappt. Sie ist natürlich nicht in der Lage, Kapitän Poole ihre Fahrkarte vorzuweisen. Mr. Plow schlagt vor, Lou die vierhundert Meter bis an Land schwimmen zu lassen. Doch der Gang übers Fallreep bleibt ihr dank der Hilfe eines Passagiers namens Benjamin Redd erspart. Dieser opfert ein Whiskeyfass. Dafür bekommt er ein Ruderboot, nicht größer als eine Badewanne. Ausrüstung und Gepäck werden umgeladen. Dann geht es an Land, einem verlassenen Strand an der Küste Alaskas.

    Bis Dawson City sind es noch rund 700 Meilen. Lou, Ben und Zack sitzen ganz schon in der Klemme. Der ganze Reisproviant besteht aus, als Lebensmittel getarnten, Whiskeyfässern, mit denen Ben in Dawson City in eine Partnerschaft mit Dan McGrew treten wollte. Dennoch schaffen es die drei sich bis nach Skagway durchzuschlagen. Hier treffen sie Mr. Plow wieder, der allerdings wegen seiner Geschäfte erschossen wird. Ben ist in die Schießerei verwickelt. Überstürzt müssen Lou, Zack und Ben weitereisen. Nun ist ihnen wahrscheinlich auch noch Soapy Smith, dem Mr. Plow Geld schuldete, auf den Fersen. Doch Mr. Plows Ausrüstung kommt den drei zukünftigen Goldsuchern sehr gelegen.

    Der Roman beginnt mit der „Ballade von Lou und Dangerous Dan McGrew“ von Robert Service. Das ist eine gelungene Einstimmung in die folgende Geschichte, die sehr kurzweilig und spannend im Rückblick aus der Sicht des mittlerweile hundertvierzehnjährigen Zack erzählt wird, der damals gerade vierzehn Jahre alt war. Von Anfang bis Ende ist es ein harter Überlebenskampf, der, sehr zum Erstaunen des Lesers, auch mit der Zahl der noch vorhandenen Whiskeyfässer steht und fällt.
    Der Autor beschreibt mit viel Ironie und auch schon mal mit als Weisheit getarnten Kaltschnäuzigkeit, die prekäre Lage von Lou, Zack und Ben, die hier stellvertretend für die vielen vom Goldfieber erfassten Menschen stehen, die alles aufgaben und auf Reichtum hofften. Von den Verlierern und den Gewinnern. So kommt in diesem Buch eine ganz besondere Stimmung zum Tragen.

    Über den Autor:
    Robert Kroetsch, geboren 1927 in Alberta, gehört zu den angesehensten Schriftstellern der kanadischen Gegenwartsliteratur. Er hat Gedichte, Erzählungen, mehrere Romane und zahlreiche wissenschaftliche und essayistische Schriften veröffentlicht. Für „The Studhorse Man“ erhielt er den Governor General’s Award. Zum Officer of the Order of Canada wurde er im Jahre 2004 ernannt. Der Autor lebt in Winnipeg.

    Rezension von Heike Rau

    Robert Kroetsch
    Klondike
    Die Ballade von Lou und Dangerous Dan McGrew
    Aus dem Englischen von Martina Tichy
    384 Seiten, gebunden, mit Karten
    Unionsverlag, Zürich
    ISBN: 3-293-20317-5
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