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    Saskia Noort: Das dunkle Haus

    Von hera | 30.Januar 2006

    Maria hat schon zwei Kinder, als das dritte sich ankündigt. Ganz allein entscheidet sie sich, abzutreiben. Dann bekommt sie diese merkwürdige anonyme Karte. Mit wütenden Worte wird ihr vorgeworfen, ihr Kind ermordet zu haben. Sie glaubt, die Karte stammt von Geert. Er ist der Vater von Wolf und wäre auch der Vater von diesem Kind gewesen. Doch als sie ihn zur Rede stellt, ergreift ihn Bestürzung. Doch wer sonst könnte es auf Maria abgesehen haben? Ihr Exmann Steve vielleicht, der Maria ein Jahr nach Merels Geburt verlassen hat? Sie hält es für unwahrscheinlich, obwohl er wenig später wieder in ihr Leben tritt.

    Der Umschlag mit den Fotos wirft sie völlig aus der Bahn. Wer kann nur so herzlos sein und ihr so etwas antun. Nach einem Auftritt, Maria arbeitet als Sängerin, bekommt sie ein Päckchen mit einem toten Tier. Nur Geert vertraut sie sich an. Der will sie und die Kinder nun nicht mehr allein lassen. Doch Maria will die gescheiterte Beziehung nicht wieder beginnen. Schließlich geht sie zur Polizei. Doch so richtig ernst genommen wird sie dort nicht. Es wird keine Untersuchung eingeleitet werden, so lange nicht wirklich etwas passiert ist.

    Die Angst, die Maria verrückt macht, ist kaum noch auszuhalten. Die Bedrohung wird immer krasser. Eines Morgens steht ein Leichenwagen vor der Tür. Jemand hat beim Bestattungsinstitut angerufen. Doch noch lebt Maria. Diese Aktion bringt das Fass aber zum Überlaufen. Maria flüchtet, ohne jemandem Bescheid zu sagen, zu ihrer Schwester. Bei Ans ist auch nicht alles in Ordnung. Zwischen ihr und ihrem Mann scheint es zum Zerwürfnis gekommen zu sein. Martin ist auf und davon. Ans nimmt Maria jedoch gerne auf und kümmert sich aufopferungsvoll um die Kinder. Doch bald entbrennen zwischen den Schwestern wieder die alten Diskussionen und die Spannungen bauen sich wieder auf. Die Vergangenheit wird gegenwärtig und damit auch der schreckliche Tod der Eltern. Trotzdem fühlt Maria sich bei ihrer Schwester gut aufgehoben. Doch diese Sicherheit ist trügerisch.

    Die Geschichte lässt an Spannung nichts zu wünschen übrig. Die Bedrohung, welcher Maria ausgesetzt ist, wird für den Leser sehr spürbar geschildert. Und obwohl diese sehr real für Maria ist, glaubt sie, verrückt zu werden. Sie fürchtet, dass es ihr so ergehen wird, wie ihrer Mutter, deren psychiatrische Krankenakte sehr umfangreich ist.
    Die Geschichte lässt sich auch vom Schreibstil her sehr gut lesen. Die Autorin versteht es, mit diesem sehr vielschichtigen und sehr unheimlich wirkenden Roman zu fesseln. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Man kann sich besonders in Maria sehr gut hineinversetzten, die sehr einfühlsam beschrieben wird. Die Spannung in diesem Buch reißt nie ab und auch das Ende ist schlüssig.

    Über die Autorin:
    Saskia Noort wurde 1967 geboren. Sie ist freie Journalistin und schreibt u.a. Kolumnen für die niederländische „Marie Claire“. Saskia Noort lebt lebt mit ihrer Familie am Meer.

    Rezension von Heike Rau

    Saskia Noort
    Das dunkle Haus
    Aus dem Niederländischen von Annette Wunschel
    301 Seiten, gebunden
    Wunderlich im Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg
    ISBN: 3-8052-07980-0

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