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    Tod vor der Morgenmesse

    Von hera | 20.April 2007

    Irland im Jahre 688. Die Äbtissin Faife und ihre Begleiterinnen vom Kloster Ard Fhearta finden auf dem Rückweg ihrer Pilgerreise zur Kapelle des Gründers ihrer Abtei einen Seemann am Strand. Kapitän Esumaro stammt von einem Handelsschiff, das unter Einwirkung von Piraten an den Klippen zerschellt ist. Er wird zu einer Schutzhütte gebracht und versorgt. Hier werden sie von einem Trupp Krieger überrascht. Es sind jene Strandräuber, die Esumaro niedergeschlagen haben. Der Kapitän, nun im Mönchsgewand, wird nicht erkannt. Die Äbtissin bezahlt die Begegnung allerdings mit ihrem Leben, während ihre Begleiterinnen und auch Esumaro verschleppt werden.

    Abt Erc in der Abtei von Ard Fhearta macht im Bethaus eine erschreckende Entdeckung. Hinter dem Altar entdeckt er eine Leiche. Dem Ehrwürdigen Cináed, einem Gelehrten mit umstrittenen Ansichten, wurde offenbar der Schädel eingeschlagen. Das ist nun schon der zweite tragische Vorfall, nachdem die Leiche von Äbtissin Faife gefunden worden ist.
    Zum Glück kehrt Conrí „König der Wölfe“ und Kriegsherr der Uí Fidgente gerade zurück. Mit ihm reisen Ordensschwester Fidelma, eine irische Nonne von königlichem Geblüt, und Anwältin bei Gericht und ihr Begleiter Bruder Eadulf.

    Die Theorie, dass die Kapelle ausgeraubt werden sollte, wird von Fidelma widerlegt. Schnell kommt sie auch der Idendiät des Schiffbrüchigen auf die Spur. Dass zwischen den Toten eine freundschaftliche Beziehung geherrscht hat, bleibt ihr auch nicht verborgen. Eadulf glaubt, den entscheidenden Hinweis gefunden zu haben, als er zwei blutbefleckte Kutten im Waschhaus entdeckt. Allerdings sind Fidelma und Eadulf auf dem Holzweg. Die Kutten gehören dem Metzger und der heilkundigen Schwester, die sich um die Toten gekümmert hat.
    Der Fall gestaltet sich also schwieriger, als zunächst vermutet. Doch Fidelma lässt nicht locker.

    Schwester Fidelma ermittelt wieder mit gewohnter Hartnäckigkeit. Der Autor zeichnet sie als strenge Ermittlerin. Dem entsprechend interessant sind die Verhördialoge, manchmal leider auch etwas kompliziert, zum Beispiel wenn es um die politischen Anschauungen des Gelehrten Cináed geht. Hartnäckig und beharrlich verfolgt Fidelma die Aufklärung der Morde, lässt sich nicht von Anschuldigungen beeinflussen, sondern setzt nur auf Beweise. Eadulf dagegen verrennt sich gern. Dennoch bleibt er in diesem Krimi leider sehr im Hintergrund. Zwischen Fidelma und Eadulf herrscht ohnehin ein merkwürdig steifes Miteinander, dabei befinden sich die beiden, wie man nachlesen kann, zur Probe in einem zeitlich befristeten Ehebündnis.
    Der Krimi selbst ist kompliziert, aber perfekt aufgebaut. Der Schreibstil des Autors macht die Zeitreise aber sehr realistisch. Was wirklich hinter den Morden steckt, offenbart der Autor geschickt Stück für Stück, so dass der Spannungsbogen des Buches perfekt ausgearbeitet wirkt und man bei der Lektüre des Buches gut unterhalten wird.

    Über den Autor:
    Peter Tremayne ist ein Pseudonym. Der anerkannte Historiker hat sich auf die versunkene Kultur der Kelten spezialisiert. 2002 wurde der Autor zum Ehrenmitglied der Irish Literary Society auf Lebenszeit ernannt.

    Rezension von Heike Rau

    Peter Tremayne
    Tod vor der Morgenmesse
    Historischer Kriminalroman
    458 Seiten, broschiert
    Aufbau Taschenbuch Verlag
    ISBN: 978-3746622989
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