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    Die Hebammen von London

    Von hera | 15.Juni 2009

    Der medizinische Fortschritt hat auch im entlegenen Derbyshire Einzug gehalten. Statt eine Geburt mit Unterstützung einer Hebamme den natürlichen Lauf zu lassen, werden immer wieder von männlichen Geburtshelfern Geburtszangen eingesetzt. Das soll die Schwangerschaft oder die Geburt verkürzen.
    Lilly, Hebammenschülerin bei Mrs Mansfield, ist entsetzt. Die „Petition der ungeborenen Babys“ von Elisabeth Hill, einer Londoner Hebamme, macht auf Lilly großen Eindruck. Das Schreiben wendet sich gegen Doktor Smollet, der die verschiedene Instrumente während der Geburt einsetzt und männliche Geburtshelfer ausbildet.
    Lilly wird es ermöglicht nach London zu gehen. So kann sie ihr drittes Lehrjahr bei Elisabeth Hill absolvieren. Hier versuchen männliche Geburtshelfer die Hebammen zu verdrängen. Dr. Smollet führt ein Geburtshaus. Lilly hört, dass hier Experimente an schwangeren Frauen durchgeführt werden. Sie will unbedingt wissen, was dort ganau vorgeht. Als Medizinstudent getarnt, verschafft sie sich Zutritt. Was sie dort zu hören und zu sehen bekommt, erschreckt sie zutiefst.

    Die Geschichte spielt im 18. Jahrhundert. Lilly ist eine junge Hebamme in Ausbildung, die sich gerne für das Wohl der Frauen und ihrer Neugeborenen einsetzt. In den männlichen Geburtshelfern und dem Einsatz von verschiedenen Instrumenten unter der Geburt sieht sie Gefahr. Sie verschließt sich aber auch nicht dem medizinischen Fortschritt und gerät so zwischen die Fronten.
    Dementsprechend spannend ist da Buch, auch wenn die Autorin immer mal wieder von einem erzählenden Stil Abstand nimmt und eher sachlich berichtet.
    Das Thema ist schwierig. Es für Jugendliche aufzubereiten, war sicher keine leichte Sache. Der Geburtsvorgang wird teilweise auch auf schockierende Weise dargestellt. Auch über die Experimente von Dr. Smollet wird berichtet.
    Für schwache Nerven ist das nichts.
    Wer sich für Medizin interessiert, findet hier aber eine interessante Geschichte über die Geburtshilfe im 18. Jahrhundert. Der erste Schritt zur Zusammenarbeit zwischen Hebammen und Ärzten wird gemacht.

    Rezension von Heike Rau

    Edith Beleites
    Die Hebammen von London
    Historischer Jugendroman
    320 Seiten, gebunden
    ab 13 Jahren
    Rowohlt Taschenbuch Verlag
    ISBN: 978-3499214837
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