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    Paulus Hochgatterer: Fliege fort, fliege fort

    Von hera | 19.Oktober 2019

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    Furth am See ist ein idyllisches Städtchen. Das schützt den Ort jedoch nicht vor merkwürdigen Vorkommnissen. Ein alter Mann, der in Krankenhaus eingeliefert wird, hat seltsame Verletzungen, deren wahre Ursache er nicht preisgeben möchte. Eine Nonne, ebenfalls in die Jahre gekommen, kann gerade so vor dem Erstickungstod gerettet werden. Obwohl es offensichtlich ist, dass ihr jemand Gewalt angetan hat, wiegelt sie ab. Das Haus eines Politikers wird mit einem Graffito beschmiert. Die Botschaft ist noch zu ergründen. Und dann verschwindet die kleine Elvira spurlos, aber es gibt keinen Erpresserbrief.

    Der langsam ins Alter kommende Kommissar Ludwig Kovacs ist mit den Fällen betraut. Doch die Ermittlungsarbeit ist kompliziert. Es gibt keine Hinweise oder Spuren im Entführungsfall. Und es ist äußerst mühsam aus den Befragungen der Opfer, die keine sein wollen, Relevantes herauszufiltern. Ohnehin macht ihm seine Gesundheit zu schaffen, auch wenn er das nicht wahrhaben will und vor den anderen zu verbergen versucht. Nur dem Leser wird offenbart, wie es um ihn steht.

    Psychiater Raffael Horn ist geschickt darin, Nuancen in Patientengesprächen zu erkennen. Er erlebt die Patienten, auch wenn das nicht im häuslichen Umfeld geschieht, in einer gewissen Alltagssituation in einem größeren zeitlichen Rahmen. Er ist ein guter Beobachter, der auf die Hilfe seines Teams zählen kann. Seine Gedanken kann Horn allerdings nicht immer für sich behalten. So sprudelt unbemerkt aus ihm heraus, was er eigentlich nicht sagen will. Manchmal ist das witzig und manchmal nicht. Es sind diese kleinen Details, die das Buch, obwohl die Fälle anfangs unzusammenhängend erscheinen, unterhaltsam macht.

    Es ist nicht ganz leicht, den Überblick über die Geschehnisse zu behalten. Der Autor springt zwischen den Handlungsepisoden hin und her. Es ist also ein hohes Maß an Konzentration beim Lesen erforderlich. Ich habe mich an den beiden Ermittlern Kovacs und Horn orientiert. Und so nimmt eine Geschichte ihren Lauf, die sich aus Geschehnissen, die in der Vergangenheit liegen, entwickelt. Was damals passiert ist, hätte verhindert oder zumindest aufgehalten werden müssen. So viel wird schnell klar!

    Werden jetzt offene Rechnungen beglichen? Geht es um späte Rache? Oder geht es um Gerechtigkeit und darum, etwas im Bewusstsein der Menschen wieder aufleben zu lassen? Ein Wort gibt den entscheidenden Hinweis. Man beginnt das Unglaubliche zu begreifen. Das Puzzle fügt sich zusammen. Und den Rest muss man sich denken!

    Rezension von Heike Rau

    Paulus Hochgatterer
    Fliege fort, fliege fort
    304 Seiten, gebunden
    Deuticke Verlag
    ISBN-10:3552064036
    ISBN-13:978-3552064034
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