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    James Wood: Upstate

    Von Claudine Borries | 29.Dezember 2019

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    Worum geht es in diesem Roman?
    Alan Qirry ist ein alternder Unternehmer, der in England lebt.
    Er hat zwei Töchter, Helen und Vanessa, die längst in Amt und Würden ihr eigenes Leben führen.
    Helen ist verheiratet und hat zwei Kinder.
    Vanessa ist eine leicht unglückliche Person, die als Philosophieprofessorin in Amerika lebt und arbeitet.

    In langen Passagen erfahren wir Alans Gedanken zu seinem Leben, seiner Vergangenheit und seine Gedanken zur Gegenwart. Er ist immer noch erfolgreich in Beruf als Immobilienmakler. Cathy hat ihn vor langen Jahren verlassen, sehr zum Unglück seiner Kinder. Inzwischen ist sie verstorben. Seine zweite Frau Candace spielt in seinen Gedanken kaum eine Rolle.
    Es sind Reflexionen zu gelebtem Leben, zur Gegenwart und Zukunft.
    Alan beschreibt in seinen Gefühlen die Strassen und Orte seines Lebens und gibt sich seinen Erinnerungen an die Vergangenheit hin. Dabei überkommt ihn so mancher elegische Augenblick.
    Er ist besorgt, als Helen ihn bittet, mit ihm nach Amerika zu fahren, weil sie den Eindruck hat, dass Vanessa in einer Krise steckt. Es wäre nicht ihre erste!
    Upstate liegt nördlich von New York. Es ist Winter und die Strassen sind verschneit, so dass die Stimmung auch von der Düsternis des Winters mitbestimmt wird.

    Die genaue und sensible Beobachtung aller Geschehnisse; die Stimmungen zu Ort und Wetter bestimmen das Leben in Saratoga Springs. Es passiert nichts Aufregendes. Die nachdenklichen Betrachtungen teilen sich dem Leser mit und faszinieren, weil man sich in diesen Gefühlen dem Erzähler verbunden fühlt.
    In den Dialogen zwischen Helen, dem Vater und Vanessa spürt man sehr unterschiedlichen Charakteren nach. Warum ist Helen zu lebendig und lebensfroh und Vanessa zu schwermütig? Alan versucht, all’ dem auf die Spur zu kommen. Er ist voller Sorgen um Vanessa, die sich sehr in einen jüngeren Mann verliebt hat.
    Josh ist ein lieber Kerl, der sich den ängstlichen Forderungen von Vanessa nach Nähe und Geborgenheit nicht gewachsen fühlt. Zaghaft bittet er Alan um Hilfe, weil er sich insgeheim von Vanessa erdrückt fühlt und eher eine Trennung ins Auge fasst. Alan aber traut sich nicht, Vanessa auf diese Trennung vorzubereiten.
    Die Verstrickungen aller Personen in die ungeklärten Verhältnisse sind vielfältig und bedrückend: Helen, die sich entzieht und Alan, der standhält. Gleichzeitig ist man fasziniert und irritiert von den Gefühlen aller Personen, die so nachvollziehbar sind.
    James Wood hat ein feines Gespür für die innersten Gefühle seiner Protagonisten. Er versteht es ausgezeichnet, diesen inneren Monologen und Gedanken in beredten Worten Ausdruck zu geben.

    Es ist eine tiefgründige und anrührende Geschichte, die einen ganz eigenen Sog ausübt, so dass man von der Geschichte nicht lassen kann.

    James Wood
    Upstate
    304 Seiten, gebunden
    Rowohlt Buchverlag, Dezember 2019
    ISBN-10: 3498074067
    ISBN-13: 978-3498074067
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