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Autor: hera

Unsichtbar

Unsichtbar

Ein Junge fährt mit einem Fahrrad gegen einen Baum. Zum Glück passiert nichts. Aber wieso hat der Junge den Baum nicht gesehen? Ein Mädchen stolpert über einen Hund. Ist sie etwa blind? Nein, es liegt an den Farben, am Wechsel des Hindergrundes. So verschwinden bestimmte Elemente oder werden sichtbar. Das wird Kinder in Erstaunen versetzen. Vor- und Zurückblättern ist notwendig, um zu verstehen. Aber das macht dieses eigentlich einfach gezeichnete Bilderbuch, welches in sehr grellen Farben gehalten ist, so spannend. Die Autorin zeigt, was passiert, wenn Hintergrund und Vordergrund teilweise dieselbe Farbe haben und erzielt damit interessante Effekte. Eine wirklich tolle Idee!

Katja Kamm ist Jahrgang 1969. Sie studierte Kommunikationsdesign und Illustration in Trier, Hamburg und New York City. Sie arbeitet als Illustratorin und Grafik-Designerin im Hamburger Atelier Amaldi.

Rezension von Heike Rau

Katja Kamm
Unsichtbar
32 Seiten, gebundenes Bilderbuch
ab 5 Jahren
Peter Hammer Verlag
ISBN: 3-87294-913-6

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Richard Rosenfeld: Kräutergärten

Richard Rosenfeld: Kräutergärten

Einen kleinen Kräutergarten anzulegen, zu hegen und zu pflegen ist ein schönes Hobby. Kräutergärten erleben heute ein großes Comeback. Dabei legt man nicht nur Wert auf eine gut durchdachte Auswahl der Pflanzen, sondern auch auf die vielfältigen Gestaltungselemente, wie Einfassungen aus Kies, Steinen, Ziegeln oder Platten. Die Pflanzen selbst werden in verschiedenen Mustern und einer bestimmten Farbauswahl angepflanzt. Unterschiedliche Stilrichtungen können so nachempfunden werden.

Natürlich können die Kräuter, wenn der Platz im Garten fehlt, auch in Töpfen oder Balkonkästen kultiviert werden. Das ist ein schöner duftender Blickfang auf Treppen, Fenstersimsen oder der Balkonbrüstung. Zu beachten sind hier die Anforderungen, die die Pflanze an Licht- und Platzverhältnisse stellt.

Der Pflege der Kräuter kommt besondere Beachtung zu, egal ob man selbst Kräuter aus Samen ziehen will oder welche kauft. Wuchernde Kräuter wie Pfefferminze müssen im Zaum gehalten werden. Lavendel beispielsweise muss zwei Mal im Jahr zurückgeschnitten werden. Beim Basilikum müssen die Knospen entfernt werden, damit die Blätter nicht bitter schmecken.

Ein Kapitel ist dem Konservieren der Kräuter vorbehalten. Viele Kräuter können getrocknet werden. Eine weitere Möglichkeit ist das Einfrieren. Sehr beliebt ist auch das Einlegen der Kräuter in Essig.
Kräuter können aber auch zur Herstellung von Duftsäckchen, Potpourris oder Kräutersäckchen genommen werden.

In einem kleinen Lexikon sind die beliebtesten Kräuter in Wort und Bild zusammengefasst. Es gibt Hinweise zu den Bedürfnissen der Pflanzen und Tipps zur Verwendung.

Für ein so kleines Büchlein, hat „Kräutergärten“ wirklich allerhand zu bieten. Der Hobbygärtner kann sich schnell einen Überblick über alles Wissenswerte verschaffen. Die vielen Fotos regen geradezu an, das Angebotene auszuprobieren. Die Erklärungen sind leicht verständlich und nachvollziehbar. So ist das Preis-Leistungsverhältnis sehr gut.

Rezension von Heike Rau

Richard Rosenfeld
Royal Horticultural Society
Kräutergärten
Expertenwissen für Hobbygärtner
80 Seiten, Taschenbuch
Dorling Kindersley
ISBN: 3-8310-0103-0
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Der Baumkrieger

Der Baumkrieger

Moses Wine ist Privatdetektiv mit politischer Vergangenheit. Als er erfährt, dass sein Sohn von der Polizei gesucht wird, kommt Bewegung in sein eingefahrenes Leben. Sein Sohn hat nicht nur ein Kavaliersdelikt auf dem Kerbholz. Er soll zu einer Gruppe von Umweltaktivisten „Hüter des Waldes“ gehören, die Schuld am Tod eines Holzfällers sein sollen.
Zusammen mit seiner ebenfalls auf den Plan gerufenen Exfrau, reist er nach Nordkalifornien, um seinem Sohn zu helfen.
Doch der will keine Hilfe, gleich welcher Art, von seinen Eltern. Sie sollen dahin gehen, wo sie hergekommen sind, nach Hause.
Moses Wine lässt nicht locker. Er glaubt, auch wenn das zeitweise schwer ist, an die Unschuld seines Sohnes und drängt sich weiter auf, um Licht in diese Sache zu bringen. Zum Glück kann man nur sagen!

Moses Wine ist ein sympathischer Privatdetektiv, der nicht auf den Kopf und schon gar nicht auf den Mund gefallen ist. Geschildert wird der Krimi aus seiner Perspektive. Der Plot ist spannend und immer aktuell. Die Lage wird immer dramatischer. Hilfe bekommt Wine auch noch von der angeblichen Journalistin Samantha Backus, für die er Exfrau und derzeitige Freundin sausen lässt. Sie ist eine interessante Figur, ahnt man doch bald, dass sie mehr sein muss, als eine Journalistin. Zusammen mir ihr muss sich Wine gegen eine Reihe zwielichtiger Gestalten zur Wehr setzen. Und bald ist klar, sie sind einer Sache auf der Spur, die eine Nummer zu groß für sie sein könnte. Wem können sie noch vertrauen?
Neben der Umweltproblematik steht auch der Vater-Sohn Konflikt zur Debatte. Moses Wine kann selbst auf eine politische Vergangenheit zurückblicken. Nun muss er sich fragen, ob seine Erziehung am Ende Schuld an der Sache ist.

Im Anhang befinden sich ausführliche Informationen über den Autor, eine Bibliographie und ein aufschlussreiches Interview, das der Herausgeber der metro-Reihe Thomas Wörtche mit Roger L. Simon führte

Über den Autor:
Roger L. Simon ist Jahrgang 1943. Nach der Yale School of Drama zog er nach Kalifornien. Roger L. Simon ist Autor, Drehbuchautor und Regisseur. 1974 erschien sein erster Moses-Wine-Roman. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

Rezension von Heike Rau

Roger L. Simon
Der Baumkrieger
Aus dem Englischen von Jürgen Bürger
255 Seiten, Taschenbuch
Unionsverlag, Zürich
Reihe: metro, herausgegeben von Thomas Wörtche
ISBN: 3-293-20278-0
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Das Lexikon der Wunder

Das Lexikon der Wunder

Werner Fuld hat im „Lexikon der Wunder“ Geschichten zusammengestellt, die geheimnisvoll, rätselhaft, gruslig, haarsträubend, aufregend, aber vor allem unterhaltsam sind. Jedem steht es heute frei, so der Autor im Vorwort, an ein Wunder seiner Wahl zu glauben.

Besonders spannend ist die Geschichte eines ägyptischen Mumiensargs, der aus der Zeit von Amen-Ra stammt. Schon bevor er im Britischen Museum angekommen war, besiegelte er das Schicksal von dreizehn Menschen. Angeblich hat der Fluch, der auf dem Sarg lastet, sogar den Ausbruch des 1. Weltkrieges beeinflusst.

Ausgesprochen merkwürdig ist die Geschichte über ein gerupftes Huhn, welches nachdem sein Herr gestorben war, in der Gegend herumspukte.

Man liest vom bekanntesten Gespenst Irlands, von Feuerspuk und Spukhäusern, von Doppelgängererlebnissen, Elfen, Geisterschiffen, Kugelblitzen, seltsamen Naturerscheinungen, rechnenden Pferde, Fällen von Reinkarnation oder Selbstentzündung.

Beim Lesen, und das macht so mache Geschichte beängstigend glaubwürdig, trifft man immer wieder auf bekannte Persönlichkeiten. Dazu gehören beispielsweise der Schriftsteller Victor Hugo, der Dichter William Butler Yeats, die Autorin Agatha Christie oder Prinz Louis Ferdinand von Preußen. Doch so manches Wunder wird auch entzaubert und als Schwindel aufgedeckt.

Es macht einfach Spaß, in diesem Buch zu schmökern, sich selbst ein Urteil über Wunder oder Schwindel zu bilden. Bekanntes wechselt sich mit weniger Bekanntem ab. Die Beiträge sind gut geschrieben und sorgen so für viele Stunden kurzweilige Unterhaltung. Interessant zum Thema ist auch das umfassende Vorwort von Werner Fuld.

Über den Autor:
Werner Fuld ist Jahrgang 1947. Er schrieb u.a. Biographien und veröffentlichte Anekdoten. Bereits bei Eichborn erschienen ist sein „Lexikon der Fälschungen“ und sein „Das Lexikon der letzen Worte“. Der Autor und Literaturkritiker lebt in der Nähe von München.

Rezension von Heike Rau

Werner Fuld
Das Lexikon der Wunder
Unerklärliche Phänomene von Auferstehung bis Zwerg
320 Seiten, gebunden
Eichborn Verlag
ISBN: 3-8218-1617-1
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Segel aus Stein

Segel aus Stein

Auf der Suche nach seinem Vater verschwindet Axel Osvald in Schottland spurlos. Seine Tochter Johanna Osvald wendet sich an Kommissar Erik Winter, einem ehemaligen Freund. Axel Osvald wird schließlich gefunden. Hat sein Tod etwas mit den anonymen Briefen und mit dem mysteriösen Verschwinden seines Vaters zu tun? Erik Winter geht den mehr als kärglichen Spuren nach, die bis zurück zum 2. Weltkrieg führen.
Seine Kollegin Aneta Djanali ist zeitgleich mit einem ebenfalls sehr undurchsichtigen Fall beschäftigt. Es geht um eine Frau, die anscheinend von ihrem Ex-Mann misshandelt wurde oder wird. Besorgte Nachbarn hatten der Polizei Mitteilung gemacht. Doch es gestaltet sich für Djanali schwierig, überhaupt Kontakt zu dieser Frau aufzunehmen.

Es fällt schwer, Zugang zu diesem Krimi zu bekommen. Die beiden Fälle werden nebeneinander erzählt. Das hin- und herspringen erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Auch Spannung will nicht so recht aufkommen. Der Autor hält sich oft an Nebensächlichkeiten auf, die die Handlung nicht wirklich voranbringen. Dazu kommt, dass der Autor immer wieder englischsprachige Dialoge einbindet, die auch nicht in einem Anhang übersetzt werden. Das verwirrt.
Erst zum Ende, als endlich etwas Licht in das Dunkel kommt, gewinnt das Buch an Spannung. Positiv aufgefallen sind die tiefen Einblicke in die Gedankenwelt der allerdings etwas schwerfällig wirkenden Ermittler, die dieses verworrene Puzzle mühsam zusammensetzen müssen.
So ist das Buch wohl nur Lesern zu empfehlen, die bewusst auf Action zugunsten von Tiefgründigkeit verzichten wollen.

Über den Autor:
Åke Edwardson ist Jahrgang 1953. Er lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Göteborg. Bevor er sich dem Schreiben von Romanen widmete, arbeitete er als Journalist, schrieb Sachbücher und unterrichtete an der Universität von Göteborg Creative Writing. „Segel aus Stein“ ist sein sechste Krimi um Kommissar Erik Winter.

Rezension von Heike Rau

Åke Edwardson
Segel aus Stein
511 Seiten, gebunden
Claassen Verlag
ISBN: 3-546-00296-2
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Piraten!

Piraten!

Nancy führt ein recht sorgloses Leben als Tochter eines reichen Kaufmanns in Bristol. Bei einem Unwetter verliert ihr Vater seine Schiffe bis auf eins. Die Fracht ist nicht versichert. Er steht vor dem Ruin. Schließlich erleidet er einen Schlaganfall. Sein letzter Wunsch auf dem Sterbebett ist, dass Nancy nach Jamaika auf seine Zuckerrohrplantagen reisen soll. Sie wird nicht nach ihrer Meinung gefragt. Der Vater und die Brüder haben Nancy genauso verkauft wie ihre Sklaven. Sie soll mit dem unsympathischen Bartholome, einem reichen brasilianischen Pflanzer mit bewegter Vergangenheit, verheiratet werden. Doch ewige Treue hat sie William, mittlerweile Marineoffizier, geschworen, besiegelt mit einem Ring, einem Männerring aus schwerem Gold, den sie an einer Kette um den Hals trägt. Nach einem tragischen Vorfall, bleibt ihr keine Wahl. Sie flieht zusammen mit der Sklavin Minerva von der Zuckerrohrplantage. Beide heuern schließlich auf einem Piratenschiff an. Ein abenteuerliches und vor allem gefahrvolles Leben beginnt.

Die Geschichte der zwei jungen Frauen Nancy und Minerva zu verfolgen, ist außerordentlich spannend. Die Autorin erzählt mit Tempo ihre aufwühlende und ergreifende Geschichte. Natürlich kann auch ein Jugendbuch über Piraten nicht ohne das Beschreiben von Brutalität und rauen Sitten auskommen. Schon gar nicht, wenn so junge Frauen sich zwischen harten Männern behaupten müssen. Celia Rees gelingt diese Gratwanderung. Sie erzählt sehr realistisch und glaubwürdig ohne Übertreibung, denn diese Seite gehört nun mal unbedingt dazu.
Aber es ist auch die Geschichte einer Liebe, die fast ohne Hoffnung beginnt. Nancy und William werden immer wieder getrennt. Sie müssen von kurzen Begegnungen lange zehren und dennoch halten sie in ihren Gedanken immer an ihrer Liebe fest.
Und es ist die Geschichte einer tiefen Freundschaft. Nancy und Minerva schweißt das Schicksal und der Drang nach Freiheit zusammen. Doch sie sind noch durch ein anderes Band verbunden, von dem sie aber zunächst nichts ahnen.
So erfüllt sich wohl jede Erwartung, die man an ein Buch über Piraten stellen könnte. Unbedingt lesen!

Über die Autorin:
Celia Rees wuchs in den West Midlands in England auf. Sie studierte Geschichte und Politik an der Warwick University und war danach 17 Jahre Englischlehrerin. Auf Deutsch erschienen bisher ihre Jugendromane „Der Herr der Stürme“, „Hexenkind“ und „Hexenschwestern“. Heute lebt Celia Rees mit ihrer Familie in Leamington Spa, England.

Rezension von Heike Rau

Celia Rees
Piraten!
Aus dem Englischen von Monika Schmalz
384 Seiten, gebunden
historischer Jugendroman
Berlin Verlag / Bloomsbury Kinder- und Jugendbücher
ISBN: 38270-5004-9
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Steig ein mein Kind, wir reisen durchs Jahr!

Steig ein mein Kind, wir reisen durchs Jahr!

In diesem Buch sind die schönsten von Else Wenz-Vietor illustrierten Geschichten, Verse und Lieder versammelt. Gedacht ist das Hausbuch aber nicht nur für Kinder, sondern für die ganze Familie.

Die Geschichten, Verse und Lieder sind nach Jahreszeiten geordnet. Bekannte und weniger bekannt Texte reihen sich aneinander. Allen geläufig sicher die Lieder „Frühlings Ankunft“ oder „Von meinem Blümchen“ von Hoffmann von Fallersleben. Freuen kann sich der Leser auch über „Däumelinchen“ von Hans Christian Andersen, „Grünbart, das Moosmännchen“ von Albert Sixtus und „Der kleine Häwelmann“ von Theodor Storm. Dazu kommen Rezepte in Versform, die auch nachgemacht werden können wie „Keks zum Ausstechen“ oder „Pfannkuchen“ von Adolf Holst.

Die besondere Aufmerksamkeit des Betrachters ziehen aber die Illustrationen auf sich, die genau so sind, wie Kinder sie am meisten mögen. Die Tiere in bunter Bekleidung, die Kinder meist barfuß und mit ihren roten, gesunden Apfelbäckchen, die farbenfrohen Wiesenblumen, die Nixen und die Kobolde mit Strubbelhaar. Fast alles spielt sich draußen ab, in der Natur.

Bei Erwachsenen weckt das Buch Erinnerungen an die eigene Kindheit. Wie schön, nun endlich die bekannten Verse, Lieder und Geschichten mit den, zugegeben heute wohl etwas altmodischen wirkenden, Illustrationen von Else Wenz-Vietor in so einem aufwändig gestalteten Hausbuch wiederzuentdecken, egal ob zum Vorlesen für die Kinder und Enkelkinder oder zum Verschenken an dieselben.

Wer nun neugierig geworden ist, und mehr wissen möchte über Else Wenz-Vietor, kann alles Wissenswerte im sehr ausführlichen Anhang erfahren, der von Ingrid Lohan-Wenz verfasst wurde.

Rezension von Heike Rau

Steig ein mein Kind, wir reisen durchs Jahr!
Verse, Lieder und Geschichten
illustriert von Else Wenz-Vietor
176 farbige Seiten, Hardcover
Lappan Verlag
ISBN: 3-8303-1072-2
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Ditte und Giovanni Bandini: Das Buch der Elfen und Feen

Ditte und Giovanni Bandini: Das Buch der Elfen und Feen

Groß und Klein kennt sie, die Feen und Elfen. Sie üben eine ganz besondere Faszination auf uns Menschen aus. Ditte und Giovanni Bandini versuchen, diesen zauberhaften Wesen auf die Spur zu kommen. Was sie herausgefunden haben, erzählen sie auf unterhaltsame Weise.
Sie haben Gedichte zusammengetragen, Sagen und Zeichnungen. Sie beschäftigen sich mit Frau Holle, Frau Perchta, den Waldweiblein oder der Zahnfee. Sie erzählen von verschiedenen Gegenden, beispielsweise von Schottland, Irland, Skandinavien oder Deutschland. Ihr Augenmerk richtet sich natürlich auch auf andere Autoren. Beispielsweise Geoffrey Chaucer mit den „Canterbury-Erzählungen“, William Shakespeare mit dem „Sommernachtstraum“ oder James M. Barrie mit „Peter Pan“. Sogar Augenzeugenberichte werden im Buch wiedergegeben, ganz ohne Wertung.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Bildtafeln in der Mitte des Bandes. In aller Ruhe kann man „Feen im Vogelnest“ von John Anster Fitzgerald, „Meerjungfrau“ von John William Waterhouse oder „Die Morgenelfe“ von Fritz Zuber-Bühler betrachten.
Zusammengetragen wurde auch ein Liste mit Feen- und Elfenseiten aus dem Internet, denn auch dort sind diese Wesen nun zu finden. Dazu gibt es ein Glossar und ein Register.

Das Buch ist für Fans der Feen und Elfen ein Muss. Die Autoren vermitteln mit viel Humor ihre zahlreiche Informationen. So steht einer unterhaltsamen Lektüre nichts im Wege. Erwähnenswert ist auch die auffallend schöne Gestaltung des Buches mit vielen Zeichnungen und einem stimmungsvollen Cover.

Über die Autoren:
Ditte Bandini studierte Völkerkunde, Religionsgeschichte und Indologie. Sie arbeitet an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und als freie Schriftstellerin und Übersetzerin.
Giovanni Bandini studierte Indologie, Vergleichende Religionswissenschaft und Indische Kunstgeschichte. Er arbeitet als freier Übersetzer.

Rezension von Heike Rau

Ditte und Giovanni Bandini
Das Buch der Elfen und Feen
300 Seiten, Klappenbroschur
Deutscher Taschenbuch Verlag, München
dtv premium
ISBN: 3-423-23485-6
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Leben, Natur, Wissenschaft-Alles, was man wissen muss

Leben, Natur, Wissenschaft-Alles, was man wissen muss

Die Entfaltung des Lebens
Unser Lebensraum
Leben im Universum
MenschenLeben
Leben mit Bewusstsein und Gehirn

Das sind die Themen, die in diesem Buch zusammengestellt sind. Alles was man über das Leben, die Natur und die Wissenschaft wissen sollte. Es geht um naturwissenschaftliche Grundlagen und um die Evolution des Lebens und um die Entwicklung unserer Kultur. Besonders interessant ist auch der Blick in die Vergangenheit oder auf große intellektuelle Leistungen der Menschen und auf wissenschaftliche und technische Errungenschaften und ihrer Bedeutung für die Gesellschaft.

608 Seiten Wissen stellen die Autoren dem Leser zu Verfügung. Was sofort auffällt, ist der überraschend leicht lesbare Stil, in welchem dieses umfassende Werk gehalten ist. Man braucht selbst kein Wissenschaftler zu sein, um es lesen und verstehen zu können. Es werden Fragen geklärt und Wissenslücken gefüllt, die wohl jeder Mensch hat.

Beispielsweise stößt man auf folgende interessante und aufregende Fragen im Buch:

S. 147 „Wo mag der Ort, an dem ich mich gerade befinde, wohl vor 250
Millionen Jahren gewesen sein?“
S. 164 „Warum waren die Gebirge auf der Erde nicht gleichmäßig verteilt?“
S. 267 „Wo kommt es her, das Universum?“
S. 281 „Wo genau in der weiten Welt des Kosmos befinden wir uns?“
S. 324 „Wie ist der Stand der Wissenschaft in Sachen grüne Männchen vom Mars?“
S. 342 „Warum ist unser Gehirn überhaupt so groß geworden?“
S. 351 „Was wissen wir über unser Genom?“
S. 535 „Inwieweit ist es möglich, wenigstens für den Zeitraum eines Menschenlebens Zukunftsprognosen abzugeben?“

Das Buch, in dem man einfach so schmökern und von Interessengebiet zu Interessengebiet springen kann, lässt sich auch sehr gut als Nachschlagewerk verwenden. Personenregister und Sachregister sind vorhanden. Dazu gibt es eine Zeittafel der Wissenschaften und eine kommentierte Liste zu großen Büchern der Wissenschaften und eine ebenfalls kommentierte Liste mit Büchern zum Weiterlesen für Interessierte.

Rezension von Heike Rau

Detlev Ganten / Thomas Deichmann / Thilo Spahl
Leben, Natur, Wissenschaft
Alles, was man wissen muss
608 Seiten, gebunden
Eichborn Verlag
ISBN: 3-8218-3981-3
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Darum

Darum

Jan Haigerer, Journalist, erschießt eines Abends in einer Bar einen Mann mit einer roten Jacke. Kein Mensch bringt ihn zunächst mit dieser Tat in Verbindung, schon gar nicht die Polizei. Sein Geständnis wird als Reaktion auf den Schock gewertet. Erst als festgestellt wird, dass seine Fingerabdrücke auf der Tatwaffe sind, und nur seine, kommt die Polizei nicht umhin, ihn zu verhaften.
Trotzdem glaubt keiner, dass der liebenswerte Jan Haigerer ein Mörder ist. Nicht seine Freunde, nicht seine Kollegen und auch immer noch nicht die Polizei. Sie alle sind überrascht, erschrocken und schockiert. Jan ist einfach nicht der Typ dazu. Außerdem fehlt jegliches Motiv. Und doch ist es so gut wie bewiesen.

Das Spannende an diesem Krimi ist, dass man sehr, sehr lange nichts über das Opfer, den mit der roten Jacke, erfährt. Als wäre er ein Fremder gewesen, der zur falschen Zeit am falschen Ort war. Zudem fehlt das Motiv. War es Zufall, dass Haigerer ausgerechnet den mit roten Jacke erschossen hat? Oder hatte er doch Gründe? Jan Haigerer schweigt sich aus. Auch das Gericht tappt im Dunkeln. Doch etwas schmort hinter der Fassade. Nichts stimmt an der ganzen Sache. Warum will Jan unbedingt als Mörder verurteilt werden für eine Tat, die er „Darum“ begangen hat? Wieso geht es ihm gesundheitlich immer schlechter? Warum lenkt er nicht ein.

Dieser Krimi wirft viele Fragen auf, die unbedingt beantwortet werden müssen. So kann man das Buch einfach nicht aus der Hand legen, bis man zuende gelesen hat. Das ständige Verwirrspiel macht neugierig. Die halbe Welt vergeht sich in interessanten Mutmaßungen, die Lage wird verkannt. Die Spannung wird gehalten durch das nicht nachvollziehbare Verhalten von Haigerer, der die Geschichte aus seiner Sicht erzählt. Am Ende ist der Mord dann doch nachvollziehbar und das Motiv eine echte Überraschung.

Über den Autor:
Daniel Glattauer ist Jahrgang 1960. Er ist seit 1985 als Journalist und Autor tätig. Seit 1989 schreibt er für „Der Standard“ Gerichtsreportagen, Feuilletons und Kolumnen.

Rezension von Heike Rau

Daniel Glattauer
Darum
302 Seiten, gebunden
Franz Deuticke Verlag
ISBN: 3-216-30677-1
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