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Kategorie: Sachbuch

James Hamblin: Natürlich waschen! – Was unsere Haut wirklich gesund hält

James Hamblin: Natürlich waschen! – Was unsere Haut wirklich gesund hält

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Schon morgens folgen wir einer Routine, die unserer Körperpflege dient. Wir duschen, cremen und desodorieren. Dabei helfen uns zahlreiche Pflegemittel. Mit der Liste der Inhaltsstoffe kann kaum jemand etwas anfangen, mit den Werbeversprechen auf der Vorderseite der Flaschen und Tiegel dagegen schon.

James Hamblin betrachtet die Produkte der Kosmetikindustrie kritisch und lässt sich von den Werbeslogans nicht beeindrucken. Selbst wer viel Aufmerksamkeit in seine Hautpflege steckt, hat kaum gesündere und strahlendere Haut. Manche Produkte schaden sogar mehr, als sie nutzen. Nebenwirkungen sind nicht auszuschließen. Woran liegt das? Und was braucht die Haut tatsächlich?

Doch erst mal wird zurückgespult. James Hamblin, ein ehemaliger Arzt, geht in die Zeit zurück, in der Wasser und Seife für die Körperreinigung ausreichten. Die Erfindung der Seife war eine beachtliche Errungenschaft; Grundstein für einen Seifenboom und die Entwicklung zahlreicher Hygieneprodukte. Unternehmen verbesserten die Produktionsprozesse, entwickelten Marketingstrategien, vergrößerten ihren Gewinn und wuchsen. Und heute stehen wir vor meterlange Regalen mit Kosmetikprodukten, die jeder haben sollte, der gepflegt erscheinen möchte.

Doch gibt es auch Menschen, die sich hier entziehen, auch weil die Umwelt darunter leidet. Dem ersten Satz im Buch kann die Leserschaft entnehmen, dass der Autor vor fünf Jahren aufgehört hat, zu duschen. Er verwendet die üblichen Körperpflegeprodukte nicht mehr und hat sein Leben geändert. Aus dem Arzt ist ein an Prävention interessierter Journalist geworden.

Im Buch geht es um das Mikrobiom der Haut bzw. unsere Hautbarriere, die unter den Pflegeprodukten leidet. Es regt dazu an, Gewohnheiten zu überdenken. Der Autor geht der Frage nach, was Hautpflege bewirkt und welche gesundheitlichen Schäden sie anrichten kann. Bestimmte Inhaltsstoffe werden unter die Lupe genommen. Wobei hier nicht alles auf den deutschen Markt übertragen werden kann. Im Anhang lässt sich nachlesen, welche Anforderungen Kosmetikprodukte in der EU erfüllen müssen und wie das kontrolliert wird.

Das Buch ist spannend und sehr aufschlussreich. Es räumt mit der Vorstellung von einer optimalen Körperpflege und ihrem Gesundheitswert auf. Dabei stützt er sich auch auf die Meinung von Ärzten verschiedener Fachrichtungen, Forschern und kleinen Herstellern von natürlicher Kosmetik. Interessant ist auch die Entwicklung von Produkten, die bei Problemhaut tatsächlich helfen könnten. Es ist ein weites Feld und sehr interessant, hier einzutauchen.

Rezension von Heike Rau

James Hamblin
Natürlich waschen! – Was unsere Haut wirklich gesund hält
Aus dem amerikanischen Englisch von Christine Ammann
256 Seiten, gebunden
Kunstmann, September 2021
ISBN-10: 3956144619
ISBN-13: 978-3956144615
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Lucy Pollock: Das Buch über das Älterwerden

Lucy Pollock: Das Buch über das Älterwerden

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Die in England bekannte Geriaterin Dr. Lucy Pollock hat ein Sachbuch über das Altern geschrieben.
Es zeichnet sich dadurch aus, dass es voller Verständnis, liebevoller Einfühlung und Wissen um die Malaisen des Altwerdens geschrieben worden ist.

Dass wir heutzutage viel älter werden als in vergangenen Zeiten, ist eine Binsenweisheit.
Gerade deshalb sind Einschränkungen in zahlreichen körperlichen Befindlichkeiten fast immer mit diesem langen Leben verbunden. Nur wenigen ist es gegeben, gesund und munter erst hochbetagt zu sterben.

Dr. Pollock erzählt von ihren Erfahrungen und führt Beispiele über ihren Umgang mit älteren Menschen an. Sie berichtet von deren Eigenheiten, Ängsten und Verleugnungen, wenn der Köper unangenehme Erscheinungen aufweist. Auch bezieht sie nahe Angehörige mit ein und bespricht die wichtigsten Fragen und nur verschämt geäußerten Selbstzweifel auf ganz natürliche und ungezwungene Art und Weise.

Die Geriaterin widmet lange Kapitel der Inkontinenz, die mit zu den unangenehmen Begleiterscheinungen des Alterns gehört. Welche Mittel gibt es, um Abhilfe zu schaffen?
Hier setzt die Fachfrau an. Sie beschreibt Medikamente, Physiotherapie und Eigenhilfe, um dem Übel beizukommen. Sie macht Mut, sich mit der neuen Lebenslage auseinanderzusetzen und falsche Scham abzulegen.

Ein sehr langes Kapitel widmet die Autorin Medikamenten, die sich in ungeheurer Zahl über Jahre angesammelt haben. Zuweilen weiß keiner mehr, wofür sie ursprünglich verordnet wurden. Auch die Verträglichkeit der Medikamente untereinander in ihrer Anwendung müssten gründlich erforscht werden. Dr. Pollock geht diesen Fragen mit viel Verständnis für ihr Gegenüber nach. Die Liste der Medikamente werden gemeinsam mit ihrem/ihrer Patient*in besprochen und auf die Notwendigkeit zur Einnahme überprüft.

Nach und nach handelt Dr. Pollock die ganze Liste erwähnenswerter Vorsorgevorkehrungen ab.
Ob Demenz, Patientenverfügungen, Wiederbelebung nach Ausfall wichtiger Organe, Geschäftsfähigkeit und Behandlung multimorbider Krankheitszustände etc.: alles wird gründlich erklärt und mit Beispielen aus der Praxis belegt.

Die Begegnungen mit Patienten*innen und deren Angehörigen während ihrer langjährigen Praxis haben offensichtlich ihr Menschenbild geprägt. Aus Sachfragen werden auf diese Weise lebendige Geschichten mit menschlichem Gesicht. Rührend, anteilnehmend, teilweise gar humorvoll, zeigt sie uns ihre Patienten: wer sie sind, welche Geschichte sie haben, wie sie sich in den jeweiligen Situationen verhalten, wie die Angehörigen reagieren, und wie man sich mit diesen ganzen z.T. schweren Schicksalen auseinandersetzt.

Selbst als Laie ist dieses Buch für alle Angehörigen und vielleicht sogar den/die Leser*in von hohem Interesse.

Ich kann es gerne empfehlen als Hilfe für die langen Jahre, in denen man noch lebt aber schon von zahlreichen Einschränkungen betroffen ist! Dr. Lucy Pollock scheint eine wahre Menschenfreundin zu sein. Sie lebt in Somerset, wo sie sich als Beraterin und Betreuerin für ältere Menschen betätigt.

Dr. Lucy Pollock
Das Buch über das Älterwerden
DuMont Buchverlag, Mai 2021
340 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3832181504
ISBN-13: 978-3832181505
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Lori Gottlieb: Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden

Lori Gottlieb: Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden

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In diesem Buch kann man lernen, was Therapie für den Menschen bedeuten kann! Es gleicht stellenweise einem Sachbuch über den Verlauf von Therapien.

Lori Gottlieb ist Therapeutin und gerät selber in eine psychische Krise. Sie weiß sich keinen Rat, als eine Freundin ihr zuredet, sich therapeutisch helfen zu lassen. An wen aber kann sich eine Therapeutin wenden?
Nahestehende Kollegen dürfen es der mangelnden Distanz wegen nicht sein.
Lori beschreibt ihre Verzweiflung und ihre Suche nach einem für sie geeigneten Therapeuten.

In den folgenden Kapiteln wechseln Erfahrungen als aktive Therapeutin mit denen, sich selbst als Ratsuchende in einem therapeutischen Prozess zu befinden.

Spannend sind therapeutische Prozesse schon deshalb, weil sie die intimsten Gedanken und Gefühle zwischen Klient und Therapeut beleuchten. In den Falldarstellungen von Lori Gottlieb werden Nöte der Klienten so beschrieben, dass man jeweils mit Spannung deren weiteren Verlauf nachgeht.

Die Autorin beschreibt, wie Therapeuten in einer möglichst neutralen Position bleiben, um sich ganz auf das Gegenüber einzulassen. Projektionen sind Teil eines Geschehens, in dem es um die Aufschlüsselung verborgener Erlebnisse und Erinnerungen geht. Der Therapeut hört zu, nimmt das gesprochene Wort und bemüht sich um die Wahrnehmung unausgesprochener Gefühle, um seine Beobachtungen mit eigenen Worten dem Klienten widerzuspiegeln.

Die Beziehung zwischen Therapeut und Klient spielt eine herausragende Rolle.
Ist man sich sympathisch? Meint man, dass sich ein Gesprächsklima entwickelt, in dem man mit Mitteilungen, Fragen und Einfühlung an die Wurzeln verschütteter Erinnerungen gelangen kann? Diese bieten fast immer den Schlüssel zu dem, was gegenwärtig passiert.

Fachbegriffe wie Übertragung und Gegenübertragung sind ebenso Thema wie die so genannten blinden Flecken, mit denen eigene unbewusste Erfahrungen mit denen der Ratsuchenden kollidieren.

In Kontrollstunden, Supervision genannt, die verantwortungsbewusste Therapeuten fast immer besuchen, gelingt es häufig, die Verknotungen und dunklen Seiten auf dem Weg zur Erkenntnis zu lichten. In der Gruppe können die Einfälle beobachtender Kollegen Wegweiser zu weiterem Vorgehen werden.

Lori Gottlieb hat eine überzeugende Art, mit Originaltexten, Gesprächen und zahlreichen menschlichen Begegnungen den Therapievorgang mit Leben zu füllen.
Dass sie sich selber einschließt, zeigt die menschlichen Seite des Erlebens.

Es ist eine aufschlussreiche Darstellung therapeutischer Prozesse und ihrer Folgen für den Ratsuchenden. Man kann über dieses Buch etwaige Ängste vor Therapien überwinden und den möglichen Bedarf einer eigenen Therapie zuversichtlich entgegensehen.

Lori Gottlieb
Vielleicht solltest du mal mit jemandem darüber reden
hanserblau, 6. Edition, 27. April 2020
496 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3446266046
ISBN-13: 978-3446266049
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Julian Barnes: Der Mann im roten Rock

Julian Barnes: Der Mann im roten Rock

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Nach seinen zahlreichen wunderbaren Romanen und auch philosophischen Schriften, z.B. „Nichts, was man fürchten müsste“, hat Julian Barnes dieses Mal ein Sachbuch geschrieben.
Anhand der Geschichte eines berühmten französischen Arztes im 19. Jahrhundert, Dr. Samuel Pozzi, beschreibt er rückblickend die als belle Époque bezeichnete Zeit in Frankreich und England.
Die Fülle von Namen, Daten, kulturellen Strömungen und Verbindungen zwischen einzelnen Personen sind zu Beginn fast ein wenig überwältigend

Dr. Pozzi, der Mann im roten Rock, war ein Intellektueller und Freigeist. Er stammte aus einem Dorf in Frankreich und geriet in Paris dank seines Berufs als Arzt in die Gesellschaft aus Intellektuellen, Künstlern, Parvenüs, Dandys, Homosexuellen und ganz allgemein der Dekadenz.

Er suchte Kontakte zu Herzögen, Prinzen und Grafen und stieg in der Pariser Gesellschaft hoch geehrt auf. Als hervorragender Arzt und nach einiger Zeit auch weltberühmter Chirurg genoss er allseits Anerkennung und Ruhm. Eine Unzahl bekannter Persönlichkeiten aus den Bereichen schöner Künste, Maler des Impressionismus und vieler bekannter Schriftsteller gehörten zu seinem Umfeld.

Er wird vom Autor als kultiviert, weitgereist, charismatisch, gutaussehend und charmant beschrieben. Er hatte reich geheiratet. Seine Ehe scheiterte an den womöglich nicht zu vereinbarenden gegenseitigen Erwartungen und der in dieser Zeit herrschenden Sexualmoral. Dass die Ehe dennoch dreißig Jahre hielt, lag an dem schönen Schein, den man allenthalben zu wahren wusste.

Barnes ging es um eine Geschichte der Zeit, in der alle jene zur Darstellung kommen, die das Kolorit dieser Epoche mitbestimmten: Künstler, Wissenschaftler (auch Darwin findet Erwähnung), Schriftsteller und die ganze auf Erfolg und Berühmtheit geeichte Gesellschaft. Es würde den Rahmen dieser Besprechung sprengen, wenn ich alle Namen aufzählen würde.
Paris bot das morbide Klima, das dem eher nüchternen Leben in England gegenüberstand.

Man kann sich ein Bild machen von den überragenden Künstlern jener Zeit, die voller explosiver Kraft, Kreativität und Schöpfungswillen waren. Man behält die vielen Beziehungen untereinander nicht im Detail, denn der Stoff ist zu umfangreich. Es gibt allenfalls einen Wiedererkennungswert.

Alle diese Berühmtheiten kannten sich untereinander, liebten oder hassten sich: überragend blieb die Figur der Dr. Pozzi, auch „Docteur Dieu“ genannt, um den herum Julian Barnes sein Zeitgemälde entstehen ließ. Pozzi war zu intelligent, um sich in das allgemeine Klatschgeschehen, das dort herrschte, einzufädeln. Er blieb der beliebte Arzt, der überall gerne gesehen war.

Julian Barnes musste für sein Werk recherchieren, Textstellen bekannter Autoren hinzuziehen, Bezüge zwischen den Personen und Schriftstellern herstellen, um auf diese Weise die Zeit des Aufbruchs in der Wissenschaft und der Kunst, aber auch der Dekadenz in den Fokus zu nehmen.

Während man beim Lesen über den Umfang des zusammengetragenen Materials staunt, findet man im Nachwort den bekannten Julian Barnes wieder, der in einem sehr persönlichen Schlusswort noch einmal beschreibt, was den Helden der Geschichte auszeichnet.

Pozzi, Zitat, der „rational, wissenschaftlich, fortschrittlich, international und unentwegt wissbegierig war; der jeden neuen Tag mit Begeisterung und Neugier begrüßte; der sein Leben mit Medizin, Kunst, Büchern, Reisen, Gesellschaft, Politik“ und so fort „verbrachte“ war ein Ausnahmetalent.

Im Anhang gibt es sowohl Literaturhinweise als auch Hinweise auf die zahlreichen Bildtafeln und Fotos.

Für den gebildeten Leser ist das Buch eine umfassende Bildungslektüre, das man gerne empfehlen möchte.

Julian Barnes
Der Mann im roten Rock
Kiepenheuer & Witsch, Januar 2021
304 Seiten, gebunden
ISBN-10: 3462054767
ISBN-13: 978-3462054767
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Prof. Dr. Axel Buether: Die geheimnisvolle Macht der Farben – Wie sie unser Verhalten und Empfinden beeinflussen

Prof. Dr. Axel Buether: Die geheimnisvolle Macht der Farben – Wie sie unser Verhalten und Empfinden beeinflussen

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Unsere Welt ist voller Farben. Mal nehmen wir sie nebenbei wahr, mal ganz bewusst. Wir wissen, dass sie eine bestimmte Wirkung haben können und uns und andere beeinflussen. Prof. Dr. Axel Buether betrachtet nun die Farben aus wissenschaftlicher Sicht und deckt ihre wahre Macht auf.

Zunächst geht es allgemein um Farben. Wobei „allgemein“ sicher das falsche Wort ist. Denn es wird sehr ausführlich gezeigt, wie das Farbsehen funktioniert, welche Funktionen Farben in der Natur haben, welche Sinne von den Farben angesprochen werden und was das Farbsehen im Alltag für uns bedeutet und wie es uns beeinflusst.

Längst ordnen wir uns bestimmten Farben unter und hinterfragen das nicht. Wir bleiben stehen, wenn die Ampel rot ist, wir werden müde, wenn die Dunkelheit hereinbricht, wir verbinden Lavendelduft mit einer Farbe und auch unser Geschmackssinn interessiert sich für Farben. Wobei wir hier aufpassen und uns nicht von künstlichen Farben beeinflussen lassen sollten. Verpackungsfarben bestimmen sogar unser Einkaufsverhalten. Ob wir uns in unserem Zuhause wohlfühlen oder nicht, hängt auch vom Farbkonzept ab. Der Autor zeigt viele weitere spannende Erkenntnisse auf.

Farben wirken nicht auf jeden gleich. Es gibt nicht die eine Lieblingsfarbe. Mitunter ändert sich der Geschmack oder folgt einfach der neuesten Mode. Manche Farben wecken die Kreativität, andere wirken entspannend.

13 Farben mit ihren Abstufungen werden hinsichtlich ihrer Symbolkraft untersucht. Das Wirkspektrum wird in Bildtafeln visualisiert. Die Ausführungen des Autors zu den verschiedenen Farben erlauben es dem Leser, Farben differenzierter zu betrachten oder wahrzunehmen. Das ermöglicht interessante Rückschlüsse auf den eigenen Umgang mit Farben, die sich nun gezielter hinsichtlich ihrer Wirkung nutzen lassen.

Das Buch folgt einem hohen Anspruch und ist doch sehr gut lesbar. Der Autor versteht es, Sachverhalte unterhaltsam und verständlich zu beschreiben.

Rezension von Heike Rau

Prof. Dr. Axel Buether
Die geheimnisvolle Macht der Farben – Wie sie unser Verhalten und Empfinden beeinflussen
320 Seiten, gebunden
Droemer, 4. Edition, Oktober 2020
ISBN-10 : 3426277875
ISBN-13 : 978-3426277874
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Juli Zeh: Corpus Delicti – Ein Prozess

Juli Zeh: Corpus Delicti – Ein Prozess

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Von Juli Zeh ein Buch zu lesen bedeutet stets eine Denkakrobatik, um in unsere gesellschaftsgeschichtliche Gegenwart zu gelangen.

Was jedoch an diesem Werk „Fragen zu Corpus Delicti“ besonders nett ist, das ist die Art der Erklärungen, wie sie an ihr Scheiben herangeht. In Form eines fiktiven Interviews schreibt sie so, als sei man ihr Gesprächspartner, dem sie ein wenig vermitteln will, wie sie an ihre Texte kommt, und wie sie einen Roman oder, in diesem Fall ein Theaterstück, entstehen lässt.

Man lernt sie kennen als einen Menschen, der sich permanent mit Gesellschaft, Politik und allgemeinen philosophischen Fragen unseres Daseins auseinandersetzt. Aus diesem Denken heraus entwickelt sie ihre Figuren, die denn auch in unserer Zeit leben. Sie müssen sich den Fragen und Lebensfragen der Gegenwart stellen. Als Beispiel sei ihr Roman „Unterleuten“ genannt, der ein Stück gegenwärtiger Gesellschaftsgeschichte spiegelt.

„Fragen zu Corpus Delicti“ aber ist anders als ihre Romane. Das Buch war ursprünglich als Theaterstück konzipiert. Die Anfrage, diesen Stoff zu bearbeiten, hat sie zunächst irritiert. Das Stichwort dazu war „Mittelalter“. Selbstverständlich muss das Stück in der Gegenwart bleiben; so fällt ihr das Wort „Hexenjagd“ dazu ein, und das ist synonym für „Hexenjagden“ aller Art und zu jeder Zeit.
Auf diese Weise ist das Thema zu dieser Schrift entstanden.

Hauptprotagonistin ist Mia. Sie ist zuerst angepasst an ein System, die so genannte Methode, in dem es nur noch Gesundheit gibt. Mit einem unter die Haut gepflanzten Chip wird der Mensch in seinem Zustand ständig kontrolliert. Wer sich dieser Kontrolle entzieht, wird zum Angeklagten. Mia wandelt sich zum Individuum mit eigenen Ansichten, was in diesem System nicht erlaubt ist.

Sie wird zum Tod (durch Einfrieren) verurteilt. Der Tod aber hätte sie zur Märtyrerin gemacht. Also wird sie begnadigt, was angesichts der Lage in diesem Staat einer wirklichen Qual gleichkommt, denn sie wird in ein Sanatorium verbannt. Dazu lässt sich Juli Zeh vom Text des Zauberbergs von Thomas Mann inspirieren.

Die Autorin zeigt in Teilen ihre eigene Gegenwartsgeschichte (Haus, Mann, Kinder, Arbeit), was zu dem Eindruck führt, dass man sich im Gespräch mit ihr zu befinden glaubt.

Der Text ist zutiefst durchdrungen von den Einsichten der Aufklärung. Er zeigt Denkmuster des dialektischen Denkens. Um das zu verdeutlichen, führt sie die Erfahrung verschiedener Gefühlslagen auf: Trauer gegen Freude, Schmerz gegen Glück, Gesundheit gegen Krankheit und hell gegen dunkel etc. Erst die Polarität des Einen wie des Anderen lässt uns erfahren, dass es diese Empfindungen gibt.

Aus dem Text kann man u.a. herauslesen, was es mit der Freiheit des Geistes auf sich hat. Erst die Möglichkeit, eigene Entscheidungen treffen zu können und eigene Meinungen zu entwickeln, befähigen uns zur Demokratie. Bezugnahmen gibt es neben vielen anderen zu Adornos und Horkheimers philosophischen Thesen zur „Dialektik der Aufklärung“ (S. 175) und zu Kant.

Dieses Buch ist in der Vielfalt der Thesen zu unserem Tun und Sein und den Grundgedanken dazu beeindruckend.

Man liest konzentriert und gebannt, wie sich Juli Zeh ihrem Sujet aus unterschiedlichen Sichtweisen nähert.

Dass sie hier viel über ihr eigenes Denken spricht, macht sie nahbar. Und bei so vielen ihrer Einsichten dachte ich: genau das habe ich auch schon gedacht, ohne es so formulieren zu können.
Beispiel S. 153: wie wir Menschen wirklich sind!

Um ihre Bücher mit den gesellschaftspolitischen Themen zu verstehen, ist dies Buch eine wirkliche Hilfe.

Juli Zeh
Corpus Delicti: Ein Prozess
272 Seiten, broschiert
btb Verlag, Auflage: 01, August 2010
ISBN-10: 3442740665
ISBN-13: 978-3442740666
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Karl Schlögel: der Duft der Imperien

Karl Schlögel: der Duft der Imperien

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Anhand von Düften Zeitgeschichte darzustellen, das ist eine originelle Idee. Karl Schlögel hat sich dieser Aufgabe unterzogen. Er beschreibt die Jahrhundertwende vom 19. bis weit ins zwanzigste Jahrhundert. Es geht um die Düfte von Chanel Nr. 5 in Frankreich und Rotes Moskau in Russland.

Noch herrschen in Russland die Zaren. Karl Schlögel bemüht eine Vielzahl der Namen von Personen, die an der Entwicklung der beiden Düfte maßgeblich beteiligt waren.

In Wirklichkeit geht es um die Zuordnung der Düfte, die unweigerlich mit Orten und mit Geschichte verbunden waren. Karl Schlögel erinnert an das berühmte Beispiel von M. Proust, dem bei dem Duft von Madeleines Erinnerungen an seine Urlaube mit seiner Großmutter kamen.

Sehr entscheidend bei der Namensgebung und Etablierung der beiden Düfte waren Polina Shemtschushina Molotowa in Russland und Coco Chanel in Frankreich. Molotowa war die Frau des späteren Außenministers der Sowjetunion, Molotow.

Coco Chanel ist die berühmte Modedame in Paris. Beide waren in die jeweiligen politischen Verhältnisse mit verwickelt.

Chanel hatte sich aus armen Verhältnissen stammend in die Welt der high society hochgearbeitet und verkehrte mit allen Großen von Rang und Namen der dreißiger Jahre. Sie war im Grunde unpolitisch wechselte aber gelegentlich die Seiten.

Ihre Kontakte pflegte sie in England ebenso wie in Frankreich und Deutschland. Unter ihnen gab es Künstler, Politiker und hoch gebildete Schichten aus Intellektuellen und Schriftstellern. Auf diese Weise konnte sie auch ihren Einfluss geltend machen, um ihren Landsleuten in prekären Situationen zu helfen.

In Russland ist es die russische Revolution, die das gesellschaftlichen Leben veränderte. Nicht aber die Sehnsucht nach den gepflegten Düften!

Molotowa agiert politisch und tritt 1918 der Partei der Bolschewiki bei. Nach langen Jahren politischer Arbeit wurde sie als Jüdin 1949 zu fünf Jahren Verbannung verurteilt.

Ihr Weg durch zahlreiche hohe Ämter in Politik und Wirtschaft findet ausführlich Erwähnung in den Darstellungen von Karl Schlögel. U.a. war sie auch für die Kosmetikindustrie tätig, daher ihre Verbindung zu dem russischen Parfum Rotes Moskau.

Im Mittelpunkt der beschriebenen Ereignisse stehen die dreißiger Jahre, in denen Nationalsozialismus, die Folgen der russischen Revolution, Verfolgung und Krieg zu den zentralen Ereignissen des Jahrhunderts wurden.

Viele interessante Einzelheiten zum Regime unter Stalin machen immer wieder Staunen, wie die Anhänger Stalins jede noch so infame Strafe hinnahmen, ohne von ihm abzufallen.

Der Autor hat zahlreiche Einzelheiten zu den gesellschaftlichen Verbindungen der beiden Frauen in ihrer Zeit parat. Er hat für seine Ausführungen alles gründlich recherchiert.

In der Gegenüberstellung der beiden Frauen Coco Chanel und Polina Molotowa ersteht ein ganzes Jahrhundert mit den unterschiedlichen Tendenzen: Luxus, Reichtum, Bürgertum (Chanel) gegen Funktionärsmacht, Intrigen, politische Dominanz in allen gesellschaftlichen Bereichen ( Molotowa).

Ein hoch gelungenes aber dank der unzähligen Namensnennungen nicht ganz leicht zu lesendes Werk. Für Geschichtsinteressierte eine ganz neue Art, die Entwicklungen des vergangenen Jahrhunderts zu betrachten.

Eine lange Reihe von Anmerkungen vervollständigen das Werk zu einem ausgezeichneten Zeitdokument auf dem Weg über die „Düfte“!

Karl Schlögel
Der Duft der Imperien
224 Seiten, gebunden
Hanser Verlag, 2. Auflage, Februar 2020
ISBN-10: 3446265821
ISBN-13: 978-3446265820
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Andreas Dohmen: Wie digital wollen wir leben? – Die wichtigste Entscheidung für unsere Zukunft

Andreas Dohmen: Wie digital wollen wir leben? – Die wichtigste Entscheidung für unsere Zukunft

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Es geht spürbar voran mit der Digitalisierung, auch wenn es hin und wieder Kritik an der Vorgehensweise gibt. Vieles ist leichter geworden oder komplizierter. Es kommt auf die Meinung des Einzelnen an und seine Fähigkeiten. Wie auch immer, „Wie digital wollen leben?“ ist für jeden zu empfehlen. Es ist wichtig, sich mit der Digitalisierung zu beschäftigen und das nötige Wissen aufzubauen.

Die Unterüberschriften zu den einzelnen Kapiteln sind als Fragen formuliert. So ist schnell herausgefiltert, was persönlich interessiert. Nun, bei mir waren es keine einzelnen Fragen, sondern das ganze Buch. Ich habe es mit großem Interesse von vorn bis hinten durchgelesen. Selbst wer bereits ein Verständnis für die verschiedenen Aspekte entwickelt hat, kann hier noch mal in die Tiefe gehen und seine Vorstellungen mit Fakten unterlegen. Was bedeutet Künstliche Intelligenz? Was ist 3D-Druck? Was versteht man unter Kryptowährung? Wo steht Deutschland mit der Digitalisierung im internationalen Vergleich? Wie sieht es mit dem Datenschutz aus? Wie wird sich die Digitalisierung weiterentwickeln? Das sind durchweg spannende Fragen!

Andreas Dohmen weiß, wovon er spricht. Dafür steht sein beeindruckender beruflicher Werdegang. Es gelingt ihm ausgesprochen gut, selbst komplizierte Sachverhalte anschaulich darzustellen und verständlich zu erklären. Das geschieht ab und an auch mal mit einem Augenzwinkern. So überträgt sich seine Interesse für das Thema leicht auf den Leser. Vorwissen ist nicht nötig, auch wenn sicher jeder schon auf die eine oder andere Weise Bekanntschaft mit der Digitalisierung gemacht hat, und sei es nur bei der Nutzung eines PCs oder Smartphones. Deshalb gibt es viele zusätzliche Ratschläge zur Verbesserung der eigenen Datensicherheit. Sehr gut gefallen haben mir zudem die Impulse zum Nachdenken. Es geht hier um Zukunftsaussichten, Möglichkeiten und Herausforderungen, die mit der Digitalisierung zu bewältigen sind. Es ist spannend, sich damit zu beschäftigen!

Rezension von Heike Rau

Andreas Dohmen
Wie digital wollen wir leben? – Die wichtigste Entscheidung für unsere Zukunft
272 Seiten, gebunden
Patmos Verlag
ISBN-10: 3843611513
ISBN-13: 978-3843611510
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Prof. Dr. Achim Gruber: Das Kuscheltierdrama – Ein Tierpathologe über das stille Leiden der Haustiere

Prof. Dr. Achim Gruber: Das Kuscheltierdrama – Ein Tierpathologe über das stille Leiden der Haustiere

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Haustiere leben in vielen Haushalten. Von gut 30 Millionen Tieren ist hier die Rede. Meist entsteht eine extrem tiefe Nähe. Doch diese zunehmende Verbundenheit birgt auch Gefahren für Tier und Mensch. Prof. Dr. Achim Gruber kennt diese. Er ist Tier-Pathologe und -Forensiker. Er möchte mit seinem Buch aufklären. Er übt Kritik und gibt Tipps zur Vermeidung von Tierleid, denn viele Fehler entstehen aus Unkenntnis oder falsch verstandener Tierliebe. Er setzt sich ein für ein gutes Verhältnis von Mensch und Haustier.

Viele Tiere, die auf unerklärlich zu Tode gekommen sind, kommen zur Untersuchung in die Tierpathologie. Was auf dem Seziertisch offen gelegt wird, kann man im Buch nachlesen. Jeder Fall macht sprachlos. Tiere sterben, weil sie dem Tierarzt zu spät vorgestellt werden, weil sie nicht artgerecht versorgt werden oder weil bereits in der Züchtung ein Fehler gemacht wurde. Nicht nur bei den an Krimis erinnernden Fällen ist detektivisches Gespür gefragt.

Jeder kennt diese kleinen, süßen Hunde, die durch ihr Aussehen, ihr Schnaufen und ihr atemloses Röcheln auf sich aufmerksam machen. Dass die Tiere stark beeinträchtigt sind, nimmt niemand zur Kenntnis. Das ist typisch für die Rasse, heißt es. Tatsächlich werden die Hunde immer mehr in diese Richtung überzüchtet. Es gibt viele weitere Beispiele, denn es trifft nicht nur Hunde. Auch damit kann sich der Leser einmal beschäftigen.

Im Buch geht es außerdem um übertragbare Krankheiten zwischen Tier und Mensch und umgekehrt. Prof. Dr. Achim Gruber betreibt hier Aufklärungsarbeit. Denn mit dem entsprechenden Wissen kann viel Leid vermieden werden.

Man könnte glauben, dass ein Buch, das sich mit Tierleid beschäftigt für empathische Menschen kaum lesbar ist. Aber dem Autor gelingt es, einen Ton anzuschlagen, der passend ist. Er appelliert dabei natürlich an das Mitgefühl. Seine Arbeit macht er mit Leidenschaft! Und genauso setzt er sich auch für die Tiere ein. Hinschauen statt wegschauen, da muss man durch! Nur durch ein Umdenken, kann sich die die Situation für unsere Haustiere verbessern. Dabei ist auch Psychologie im Spiel. Haustierhalter können mit dem nötigen Wissen, mit Einsicht und einer Verhaltensänderung dazu beitragen, viele Kuscheltierdramen vermeiden.

Rezension von Heike Rau

Prof. Dr. Achim Gruber
Das Kuscheltierdrama – Ein Tierpathologe über das stille Leiden der Haustiere
312 Seiten, gebunden
Droemer Verlag
ISBN-10: 3426277816
ISBN-13: 978-3426277812
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Irene Götz (Hrsg.): Kein Ruhestand – Wie Frauen mit Altersarmut umgehen

Irene Götz (Hrsg.): Kein Ruhestand – Wie Frauen mit Altersarmut umgehen

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Im Rahmen des DFG-Forschungsprojektes, das Prof. Irene Götz leitete, wurden Frauen im Alter zwischen 63 und 85 Jahren interviewt. Sie stammen aus unterschiedlichen sozialen Schichten, haben aber eins gemeinsam: Das Geld ist knapp. Die Frauen leben von niedrigen Renten, sowie von ergänzender Grundsicherung oder einem kleinen Zusatzverdienst bzw. der Aufwandsentschädigung aus einem Ehrenamt.

Doch was heißt es, im Rentenalter mit wenig Geld auskommen zu müssen? Was bedeutet das im Alltag? Wie gehen die Frauen damit um, wie gestalten sie ihr Leben und auf welche Ressourcen können sie zurückgreifen? Diese Fragen sollen in den Interviews beantwortet werden. Der Leser erfährt ein Stück Lebensgeschichte. Dabei kristallisieren sich die Ursachen für die Altersarmut heraus. Selbst wer immer gearbeitet hat, kann im Alter von Armut betroffen sein. Das kann an den Lebensumständen liegen, am niedrigen Lohn, an Teilzeitarbeit oder an Zeiten, die sich eine Frau ausschließlich der Familie gewidmet hat. Auch hohe Mietkosten, etwa in einer Großstadt, können die Rente unverhältnismäßig schmälern.

Es wird persönlich im Buch, aber die interviewten Frauen sind bereit, viel von sich preiszugeben. Sie zeigen, wie sie mit der Situation umgehen und welche Strategien sie nutzen, um mit der knappen Rente auszukommen. Es geht aber nicht nur um die damit verbundene Sparsamkeit, sonder auch um Unabhängigkeit, Selbstbestimmung, um Teilhabe am Leben und damit den Erhalt von Lebensqualität, solange es möglich ist. Daraus resultieren natürlich auch Zukunftsängste, falls sich Situation und Gesundheit weiter verschlechtern.

Die Bestandsaufnahme analysiert die politischen und gesellschaftlichen Ursachen für Altersarmut auf und zeigt, dass Änderungen dringend nötig sind. Das ist ein ausgesprochen aktuelles Thema, aber auch ein sehr weites. Das Buch kann dazu beitragen, ein Nachdenken und Diskutieren anzuregen.

Für den Moment ist es wichtig zu wissen, wo es Unterstützung gibt oder wo man sich nach Hilfsangeboten erkundigen kann. Hier hilft der Anhang des Buches mit Adressen und Anlaufstellen weiter. Damit ist es Buch auch als Ratgeber anzusehen.

Rezension von Heike Rau

Irene Götz (Hrsg.)
Kein Ruhestand – Wie Frauen mit Altersarmut umgehen
Unter Mitarbeit von Esther Gajek, Alex Rau, Marcia von Rebay, Petra Schweiger, Noémi Sebök-Polyfka
280 Seiten, broschiert mit Schutzumschlag
Verlag Antje Kunstmann
ISBN-10: 3956142926
ISBN-13: 978-3956142925
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