Ein Fremder im Haus

Ein Fremder im Haus

Die Spielwiese im Garten vorm Haus von Anna und Thomas ist eingezäunt. Deshalb kann Anna unbesorgt kurz ins Haus gehen, um nach der kranken, weinenden Tracy zu sehen. Als die Mutter wieder in den Garten kommt, ist Söhnchen Paul verschwunden. Dabei sind nur ein paar Minuten vergangen. Das Tor der Einzäunung steht offen. Zunächst glaubt sie noch, Paul ist vielleicht einem Kätzchen hinterhergelaufen. Doch Anna sucht ihren Sohn vergeblich. Ohnehin war das Gartentor mit einer Kindersicherung versehen, so dass Paul es eigentlich nicht allein hätte öffnen können. Obwohl auch die Polizei alles tut und jeder noch so kleinen Spur unter Leitung von Detective Mario Ferraro nachgeht, bleibt der Junge verschwunden.

Während Thomas, Pauls Vater, im Laufe der Jahre davon ausgeht, dass sein Sohn tot sein muss, verliert Anna die Hoffnung nie. All die Jahre glaubt sie, ihren Sohn irgendwann wohlbehalten zurückzubekommen. Als ihr Traum dann wahr wird, kann sie es trotzdem kaum glauben. 15 Jahre alt ist Paul, als er gefunden wird. Albert Rambo hatte Paul entführt und ihn gemeinsam mit seiner Frau aufgezogen. Die Frau, die Paul für seine Mutter gehalten hat, ist nun verstorben. Paul ist nicht der Junge, den Anna erwartet hat und auch für Thomas und seine Schwester Tracy ist er ein Fremder. Und Anna ist immer noch voller Angst. Albert Rambo, der Entführer, ist noch nicht gefasst worden. Sie ahnt, dass er kommen wird, um Paul zu sich zurückzuholen.

„Ein Fremder im Haus“ ist ein psychologisch ausgefeilter Psychothriller, aber auch eine Familientragödie. Obwohl das unglaubliche Wunder geschieht und Paul über zehn Jahre nach seiner Entführung nach Hause zurückkehrt, nimmt das Drama kein Ende. Im Gegenteil. Und Anna, die Einzige die ahnt, das etwas nicht stimmt, ohne das näher benennen zu können, scheint durchzudrehen. So glaubt zumindest ihr Mann. Dabei folgt sie nur ihrer Intuition und vertraut auf ihr Gefühl. Dem Leser verrät die Autorin viel eher, wo die Gefahr lauert, während die Polizei noch im Dunkeln tappt. Dabei ist Detective Ferraro wirklich bemüht, Licht ins Dunkel zu bringen. Wenigstens er nimmt Anna ernst. Auch er hat all die Jahre nicht aufgegeben nach Hinweisen zu Pauls Verbleib zu suchen.

Immer wieder wechselt die Autorin die Erzählperspektive, gibt dem Leser neue Einblicke. So ist es sehr spannend zu verfolgen, wie Anna nach und nach Puzzleteile sammelt und zusammensetzt. Dabei weiß sie lange nicht, aus welcher Richtung die Gefahr für Paul und schließlich für die ganze Familie kommt.

Dennoch lässt hin und wieder die Glaubwürdigkeit einzelner Protagonisten zu wünschen übrig. Die Autorin bedient sich zu vieler Klischees. Anna muss zu Hause gegen zu viele Hindernisse anrennen. Nicht nur gegen einen völlig verständnislosen Ehemann, der, nach doch langjähriger Ehe, übertrieben negativ dargestellt wird oder auch gegen die Tochter, die mit sämtlichen Pubertätsproblemen ihre Eltern nervt. Sieht man davon ab, liest sich das Buch aber gut.

Rezension von Heike Rau

Patricia MacDonald
Ein Fremder im Haus
Psychothriller
Deutsch von Nina Pallandt
338 Seiten, Klappenbroschur
dtv premium
Deutscher Taschenbuch Verlag, München
ISBN: 3-423-24508-5
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Wilder Mann

Wilder Mann

« Anywhere out of the world »
Jürgen Cleffmann: Wilder Mann. Erzählungen
Allitera, 2006

Leise und ohne Werbetrommel erschien vor einigen Tagen ein Erzählband. Sein Autor ist Jürgen Cleffmann und es scheint, als möchte er nicht als sondern mit „Wilder Mann“ ins Rampenlicht treten. Eine Metapher, die auf das berufliche Umfeld des Autors hinweist. Hat er sich die Kunst der kleinen Form, der Kurzgeschichte zur Aufgabe gemacht, weil sie an Szenen aus einem Theaterstück erinnert? Oder war es innerer Zwang, der den Inhalten die Form vorschrieb?

Wie auch immer, eines wird schnell klar. Dosierung ist unumgänglich, denn der Leser stößt bald an Grenzen der Belastbarkeit. Da sitzt er vielleicht in seiner Reihenhausidylle und möchte zur Entspannung einen Cleffmann lesen. Trügerische Idylle. Der Bissen bleibt im Hals stecken und der Leser schließt das Buch. Aber nur für den Moment.

Denn es geht in den Kleinstudien nicht um das Vordergründige, zum Beispiel U-Bahnfahren in Sturzgeburt, Geburtstag in Die Umarmung, oder Müllabfuhr in Glück und Glas. Es ist offensichtlich auch nicht Absicht des Autors, den Leser zu hoffieren, ihn sich in den Stories einrichten zu lassen. Die Handlungsstränge in manchen Episoden geben den zerrissenen Zustand der Figuren wieder. Alles Sinnsuchende, die umherirren, vernichten, wegwerfen, klären oder von vorne anfangen. Das Hamsterrad quietscht und entmutigt.

Auch den Leser. Irgendwann stellt er sich die Frage: Warum weiterlesen? Gibt es einen Hoffnungsschimmer? Entlässt Cleffmann vielleicht den Hamster aus seinem Rad? Leider nicht. Nur an wenigen Stellen werfen Tagträume einen gnädigen Schleier über die alltägliche Trostlosigkeit. Deshalb auch die Notwendigkeit der Dosierung. Und genau darin liegt der Impetus, das Buch am nächsten Tag wieder aufzuschlagen, weiter zu suchen nach dem einen Sonnenstrahl, der das Elend durchbricht.

Und er findet ihn. In einem Schmetterling. Eine Frau weint: „Weint sie? Kotzt sie? Hat sie eine Fehlgeburt?“ Das Absurde scheint auf. Aber die Frau ist zartfühlend, mit schlanken Fingern? So eine weint und kotzt doch nicht. Nein, sie hält einen Schmetterling. Aufatmen, wenigstens für einen Augenblick. Schmerzhaft und wehmütig in Jäger, Sammler, Fallensteller.

In einer Sprache, die mit minimalen Mitteln auskommt, gelingt es Jürgen Cleffmann, seine Ohnmacht begreifbar zu machen und sich von den Gespenstern zu befreien, die ihn jagen. Er muss sie loswerden, um atmen zu können. Dass dafür der Leser in Atemnot gerät, spricht für diesen Autor, den die SZ eine Entdeckung nennt und sich fragt, warum man von ihm bisher so wenig gelesen hat. Baudelaire mag einem einfallen, der in einem seiner Petits Poèmes en Prose sein Herz befragte, wo es leben möchte, wenn es frei wäre, sich einen Ort zu wünschen. Und das Herz antwortete nach langem Schweigen: Anywhere out of the world.

Rezension von Dorothea Gilde

Über den Autor:
Jürgen Cleffmann, 1956 in Hamburg geboren, lebt in München, arbeitet am Theater. Er schreibt Theaterstücke, Erzählungen und Hörspiele. Veröffentlichungen (Auswahl): »Das Bunt« (Hörspiel BR, 2000), »Irgendwo hört der Spaß aber doch auf« (Prosa, 1999), »Nie wieder spielen« (Hörspiel, BR/ORF, 1997).

Jürgen Cleffmann
Wilder Mann
Jürgen Cleffmann: Wilder Mann. Erzählungen
ISBN:3865201709
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Der letzte Romantiker

Der letzte Romantiker

Koller sitzt so richtig in der Klemme. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als nach seinem kleinen Bruder Rocket zu rufen. Soll der ihn aus der verfahrenen Situation retten! Was genau passiert ist, will Koller aber nicht am Telefon verraten. Rocket hat es dann auch nicht leicht, bis zu seinem Bruder durchzudringen. Er muss eine Tür eintreten, bevor er das ganze Ausmaß der Katastrophe zu Gesicht bekommt. Koller liegt nackt im Bett. Und auch eine Frau ist anwesend. Die nackte Blondine ist tot und zwar richtig. Koller glaubt, dass es ein Herzkasper war, der sie beim Sex hinweggerafft hat. Das ist ziemlich unglaubwürdig, ist die Frau doch erst zwanzig. Leider besteht die Verbindung zwischen Koller und der Blondine noch. Er steckt gewissermaßen fest. Um die verkrampfte Situation zu entspannen, ist harte, unromantische Arbeit erforderlich. Zwar ist die Aktion erfolgreich, doch ein Sturz der jungen Dame konnte nicht vermieden werden. Nun hat die Tote auch noch ein schlimmes Loch im Kopf. Als hätte sie eine Begegnung mit einer Spitzhacke gehabt.

Die Polizei hinzuzuziehen, scheint abwegig. Flucht, so glaubt Koller, ist hier die bessere Option. Schließlich hat niemand etwas gesehen. Rocket dagegen glaubt, dass es schon besser wäre, die Polizei zu rufen. Schließlich ist hier kein Mord geschehen, sondern ein Unfall. Gerade als der Streit zu eskalieren droht, kommt Besuch. Koller holt die Knarre raus und verdonnert Cassidy zum Stillschweigen. Die junge Frau nimmt den Männern die Version vom Herzinfarkt nicht ab. Aber eins weiß sie genau, die Sache wird für Koller und Rocket tödlich enden. Die Tote ist die Tochter des Büffels. Er ist der Boss der lokalen Russen-Mafia. Ein rabiater Typ. Jetzt kann nur noch eine helfen. Koller und Rocket flüchten sich mit ihrer Geisel nach Hause – zu Mama.

Man kann nur vor diesem Hörbuch warnen. Man kann nicht nebenbei Auto fahren oder Hausarbeiten machen. Das Hörbuch hat ein sehr einnehmendes Wesen. Die 350 Minuten Laufzeit lassen sich schlecht unterbrechen. Das Buch ist viel zu spannend. Der Autor erzählt eine Geschichte die sich weit jenseits von Gut und Böse abspielt. Sie ist so urkomisch und fesselnd, dass es kaum zu übertreffen ist. Mal lacht man sich schlapp, man stöhnt man ungläubig auf, mal zieht man staunend die Augenbrauen hoch oder verzerrt schmerzhaft den Mund. Eine absurde Situation folgt der nächsten. Für Abwechslung beim Hören ist also gesorgt.
Die Charaktere sind perfekt ausgearbeitet. Dazu kommt, dass die Vorleser wirklich alles geben. Sie bringen die einzelnen Persönlichkeiten perfekt heraus und haben sichtlich Spaß daran. Ihre Begeisterung überträgt sich auch auf den Zuhörer.
Klar, das Hörbuch ist nichts für zartbesaitete Romantiker. Es geht ordentlich zur Sache. Da darf man nicht empfindlich sein. Allen anderen ist diese rabenschwarze Gaunerkomödie allerdings sehr zu empfehlen.

PS: Und alle, denen es gefallen hat, dürfen sich auf eine Verfilmung freuen. Till Schweiger hat beim Autor das Drehbuch in Auftrag gegeben.

Über den Autor:
Jochen Till wurde 1966 in Frankfurt am Main geboren. Er schrieb etlichen
Jugendbücher, z.B. „Ohrensausen“, für das er 2003 von der Jugendjury
für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. „Der letzte
Romantiker“ ist sein erster Roman für Erwachsene.

Rezension von Heike Rau

Jochen Till
Der letzte Romantiker
Sprecher: Michael Haase, Linus König, Dirk Pettenkofer, Nannette Waidmann
Live-Lesung
5 CDs, ca. 350 Minuten
Multibox mit Schuber
Produktion: Bild- und Tonwerkstatt Frankfurt und Eichborn Lido
ISBN: 3-8218-5411-1
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Dagmar H. Mueller: Amanda und ihr Wackelzahn

Dagmar H. Mueller: Amanda und ihr Wackelzahn

Amanda ist fünf. Das ist eigentlich ganz in Ordnung. Wenn sie doch nur schon einen Wackelzahn hätte. Ihr Bruder Benni ist sechs und hat mittlerweile im Oberkiefer schon eine große Zahnlücke. Damit gibt er mächtig an. Unten wackelt mittlerweile auch ein Zahn. Andauernd reißt er den Mund auf, um seinen Wackelzahn vorzuführen. Mama und Papa kommen aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Hin und weg sind sie vor Begeisterung.

Dann eines Tages hält Bennis Wackelzahn nichts mehr. Darüber ist er rundherum glücklich, kommt doch nun die Zahnfee und erfüllt ihm einen Wunsch. Das macht Amanda so neidisch. Sie will auch ein Geschenk. Da kommt ihr eine tolle Idee. Was wäre, wenn sie Bennis Wackelzahn stibitzt und ihn sich selbst unter das Kopfkissen legt. Die Zahnfee kann doch unmöglich wissen, von wem der Zahn tatsächlich stammt!

Die kleine Geschichte ist für Kinder sehr gut nachvollziehbar. Sie ist sehr einfühlsam, aber auch mit viel Humor erzählt. Auf Amandas Sorgen wird sensibel und mitfühlend eingegangen. Damit ist die Geschichte tröstlich und bereitet Kinder perfekt auf ihren ersten Wackelzahn vor. Gerade der erste ist doch ein besonderes Ereignis für Kinder. Das kann schon mal für Schmerzen sorgen. Aber die sind im Normalfall schnell weggesteckt, kommt doch dann die Zahnfee, um den Zahn gegen ein Geschenk einzutauschen. Kinder werden die spannende Geschichte schnell annehmen.

Auch die Zeichnungen gefallen gut. Sie sind sehr farbenfroh gestaltet. Kräftigen Farben wurde der Vorzug gegeben. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet. An ihrem Minenspiel sieht man genau, wie sie sich fühlen. So werden Amandas Kummer oder auch die Begeisterung der Eltern für Bennis Wackelzähne noch deutlicher. Aber es gibt auch viele liebevoll gezeichnete Details in den Bildern zu entdecken.

Rezension von Heike Rau

Dagmar H. Mueller / Kerstin Völker
Amanda und ihr Wackelzahn
Amanda wünscht sich einen Wackelzahn, damit auch zu ihr endlich die Zahnfee kommt
ISBN:3219111696
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Die Tochter der Schlange

Die Tochter der Schlange

Mit zwölf Jahren muss Lîahnee die Rolle als Hüterin des Volkes der Lehârn übernehmen. Eine Rolle, die sie nie hatte haben wollen. Sie hofft darauf, dass sich mit ihrem fünfzehnten Geburtstag, das ist der Tag an dem die offizielle Initiation stattfinden soll, ihre magischen Kräfte endlich entfalten. Doch nur mit der Hilfe ihres Bruders Minohem besteht sie die letzte Prüfung vor der Weißen Schlange.

Minohem besteht darauf, dass Lîahnee weiterhin den Schein wahrt. Das Volk soll nicht wissen, dass die Hüterin nicht über besondere magische Kräfte verfügt. Dennoch verlässt Minohem seine Schwester, um fortan weit weg im alten Turm zu wohnen. Die alten Bücher aus längst vergangenen Zeiten nehmen ihn gefangen. Bücher über Schwarze Magie, die er studieren möchte.

Bald gerät Lîahnee in eine Lage, vor der sie sich immer gefürchtet hat. Drachen fallen über das Land her und der Bruder wird gebraucht, um einen Abwehrzauber zu tun. Viel zu spät trifft er ein und dennoch gelingt es den Geschwistern abermals, das Volk zu täuschen. Doch als seltsame Wölfe das Land angreifen und er wieder helfen muss, behält er das Geheimnis nicht mehr für sich. Er behauptet selbst, und nur mit Hilfe von Lîahnee, die Wölfe verbannt zu haben. Es scheint, als gehe mit Minohem eine seltsame Wandlung vor.

Kaum ist Lîahnee im heiratsfähigen Alter, sagt sich Besuch an. Zunächst verhält sie sich abweisen Prinz Kenehal gegenüber. Doch dann entdecken die beiden Gemeinsamkeiten. Minohem erkennt, dass er seine Schwester verlieren wird und das macht ihn sehr wütend. Tatsächlich macht Prinz Kenehal bald darauf Lîahnee einen Heiratsantrag. Minohem erscheint zur Verlobung nicht. Aber Prinz Kenehal muss noch ein Versprechen einlösen und Minohem im alten Turm besuchen.

Von dieser Reise kommt er nicht zurück. Lîahnee, die sich auf die Suche nach ihrem Verlobten macht, muss erkennen, dass sie sich in ihrem Bruder getäuscht hat. Nicht nur Prinz Kenehal ist in erster Gefahr, auch sie selbst muss die Macht Minohems von nun an fürchten.

„Die Tochter der Schlange“ ist ein ganz besonderer Fantasy-Roman. Die Autorin verzichtet auf die gängigen Klischees und verzaubert den Leser mit einer Geschichte, die ausgesprochen gut gefällt. Die friedfertige Lîahnee muss erkennen, dass ihr Bruder sie getäuscht hat. Gegen seine schwarze Magie kommt sie nur sehr beschränkt an. Um überhaupt am Leben zu bleiben, muss sie einen hohen Preis zahlen und ohne ihre Erinnerungen in einem anderen Land weiterleben. Es gibt also zwei voneinander zunächst unabhängige Erzählstränge, die aber am Ende zusammengeführt werden. Auch wenn es immer wieder sehr spannende Szenen gibt, so ist das Buch doch eher ein ruhiges. Das mag am Schreibstil der Autorin liegen und am wunderbar leicht wirkenden Erzählrhythmus. Man kann sich sehr gut auf die Geschichte einlassen, versinkt regelrecht darin.

Über die Autorin:
Evelyne Okonnek wuchs im Schwarzwald auf. Sie studierte Germanistik und Spanisch und arbeitete nach verschiedenen Jobs ein paar Jahre in einer Werbeagentur. Die Autorin lebt und arbeitet in Nehren bei Tübingen.

Rezension von Heike Rau

Evelyne Okonnek
Die Tochter der Schlange
Reihe: Meister der Fantasy
348 Seiten, gebunden
Verlag Carl Ueberreuter, Wien
ISBN: 3-8000-5221-0
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Kreative Bastelhits

Kreative Bastelhits

Schon beim Durchblättern des Buches fällt auf, wie fantasievoll, lustig und farbenfroh die Bastelideen sind, aber auch wie anspruchsvoll. Es gibt „Lustige Basteltipps zum Spielen und Dekorieren“, „Fantasievolle Bastelideen für Spiele und Feste im Freien“ und „Kreative Ideen fürs Kinderzimmer“.

Noch recht einfach ist die Anfertigung der Gipsbilder, Pop-up-Karten, Windlichter und der Gipspilze. Das Basteln von Zucktüten oder Riesenfahnen erscheint da schon schwieriger. Eine Herausforderung sind die lustigen Stehlampen, das Nähen der wirklich toll aussehenden Dinkelhühner oder das Anfertigen eines Winddrachen. Sehr gut gefallen haben das Mobile mit Sonne, Mond und Sternen oder die tollen Autospielkisten. Hobbyhandwerker werden sich freuen über das Schlossregal, oder das Spielhäuschen.

Ob man nun gerne klebt, sägt oder näht, für jeden ist in diesem Buch etwas dabei. Dabei werden verschiedene Basteltechniken vorgestellt. Einige Vorschläge sind für Anfänger gut geeignet. Aber es werden vor allem fortgeschrittene Hobbybastler angesprochen, die über vielfältige Fähigkeiten und Geschick verfügen. An Material und Werkzeug muss sicher so einiges noch beschafft werden. Dabei macht es aber viel Spaß mit diesen unterschiedlichen Bastelmaterialen zu arbeiten.

Die Schritt-für-Schritt-Anleitungen sind eher kurz gehalten, aber sehr klar dargestellt. Dazu gibt immer sehr viele aussagekräftige Zeichnungen und Fotos an denen man sich ebenfalls orientieren kann. So kann man auch selbst ein bisschen Kreativität und Mut zum Improvisieren zeigen, und so beim Basteln auch gut eigene Ideen mit einbringen, um dann ganz individuelle Dinge für Kinder und mit den Kindern herzustellen. Hinten im Buch befinden sich zwei Seiten mit hilfreichen Vorlagen, die man herauskopieren kann.

Fazit: Hobbybastler werden an diesem sehr schön gestalteten Buch viel Freude haben. Die Bastelideen sind ganz besonders kreativ und sehr abwechslungsreich.

Rezension von Heike Rau

Bine Brändle
Kreative Bastelhits
80 Seiten, gebunden
Ravensburger Buchverlag
ISBN: 3-473-55612-2
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Die Gerechten

Die Gerechten

Will Monroe ist Journalist und neu bei der New York Times. Schon hat er seinen ersten Mordfall. Howard Macrae, ein Zuhälter, wurde auf offener Straße erschossen. Das klingt für den ersten Moment nicht sehr vielversprechend. Doch Monroe ringt seinem Chefredakteur die Erlaubnis ab, hier näher nachzuforschen. Monroe findet heraus, das Macrae auch ein gute Seite hatte, und auf erstaunliche Art und Weise Hilfsbereitschaft zeigte. Die Story, die Monroe daraus strickt, kommt zu seinem Erstaunen auf die Titelseite. Zwar zollen ihm seine Kollegen dafür Anerkennung, doch ihren Neid verhehlen sie nicht.

Kurz darauf wird Will Monroe versetzt. Nach Seattle. Dass er enttäuscht ist, ist gut zu verstehen. Doch Monroe beschließt, es seinen Kollegen zu zeigen. Er bekommt Kenntnis von einem weiteren Mord, der ihn interessiert. Die Sache sieht aus, wie ein Raubüberfall. Doch dem Opfer, Pat Paxter, fehlt ein Niere. Bei seinen Nachforschungen stößt Monroe auf Ungereimtheiten und Widersprüche. Hier will er nachhaken. Dann erhält er bei seiner Arbeit eine Nachricht, die ihm das Blut in den Adern gefrieren lässt. Seine Frau wurde entführt. Und der oder die Entführen warnen ihn eindringlich davor, die Polizei zu rufen.

Monroe sucht sich anderweitig Hilfe. Er bittet einen Freund, der sich mit Computern auskennt, herauszufinden, woher die Nachricht stammt. Die Spur führt in ein Internet-Café nach Crown Heights, Brooklyn. Das ist die größte chassidische Gemeinde Amerikas. Dennoch hält Monroe nichts, er will dort persönlich nach seiner Frau suchen. Schließlich ist er Journalist, und kann vorgeben über die Gemeinde einen Artikel schreiben zu wollen. Das kommt ihm allerdings teuer zu stehen.

„Die Gerechten“ ist ein Thriller mit religiösem Hintergrund. Die Handlung nimmt stetig an Spannung zu. Will Monroe gerät in eine Situation, wo alles, was er tut zwar möglicherweise Erfolg hat, genauso gut aber in einem Fiasko enden könnte. Er weiß nicht, mit wem er es zu tun hat und um was es genau geht. Ihm wird nicht offenbart, warum seine Frau entführt wurde. Er weiß nur, dass es nicht um Geld geht. Ständig wird er mit rätselhaften Hinweisen konfrontiert, welche ein Fremder, der ihm scheinbar helfen will, per SMS schickt. Und natürlich gibt es auch eine Verbindung zu den Morden, die Monroe näher beleuchten wollte. All das hält die Spannung hoch. Die Handlung hat Tempo, ist gut erzählt. Immer wieder gibt es interessante Wendungen und neue Situationen auf die Will Monroe sich einstellen muss. Mit angehaltenen Atem verfolgt man, wie er alles riskiert, um seine Frau zu finden. Was es mit ihrer Entführung auf sich hat, soll hier nicht verraten werden, denn das wird erst zum Ende hin klar. Der Autor löst diesen mysteriösen Kriminalfall aber perfekt und glaubwürdig auf.

Über den Autor:
Sam Bourne ist das Pseudonym von Jonathan Freedland, der 1967 geboren wurde. Er arbeitete nach seinem Politik- und Ökonomiestudium in Oxford als Reporter bei der „Washington Post“ und für „Newsweek“ und ist nun Redakteur und Kolumnist beim „Guardien“ in London. Außerdem leitet er eine Sendung bei BBC Radio 4. Er wurde für seine journalistische Tätigkeit mehrfach ausgezeichnet. Daneben hat er zwei Sachbücher publiziert, ein Memoir über die jüdische Identität seiner Familie. „Die Gerechten“ ist sein erster Roman.

Rezension von Heike Rau

Sam Bourne
Die Gerechten
Thriller
Aus dem Englischen von Rainer Schmidt
446 Seiten, gebunden
Scherz Verlag
ISBN: 3-502-10024-1
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Sturmflut

Sturmflut

Die Schwestern Armanda und Lidy wollen für einen Tag die Rollen tauschen. Armanda wird sich um Lidys kleine Tochter Nadja kümmern, während ihre Schwester Armandas Patenkind zum siebenten Geburtstag die Ballettschuhe bringen wird.

Alles ist genau geplant. Unbesorgt macht Lidy sich auf den Weg nach Zeeland, nicht ahnend, dass sie ihre Familie nicht wiedersehen wird. Armanda, die noch zu Hause bei ihren Eltern wohnt, kümmert sich wie abgesprochen um die kleine Tochter und abends geht sie mit Lidys Mann zur Familienfeier. Armanda und Sjoerd tanzen zusammen. Doch scheinen sie da noch zu wissen, wo ihnen Grenzen gesetzt sind.

Inzwischen braut sich ein Unwetter zusammen. Dass daraus eine Sturmflut ungekannten Ausmaßes wird, kann niemand ahnen. Armanda und mit ihr die ganze Familie, machen sich Sorgen. Lidy ist telefonisch nicht zu erreichen, so dass zu Hause niemand in Erfahrung bringen kann, wo sie genau ist und wie es ihr geht.

Fast zweitausend Menschen finden den Tod. Der Südwesten der Niederlande wird im Februar 1953 restlos verwüstet. Auch Lidy wird vermisst. Sie ist verschwunden, ohne eine Spur zu hinterlassen. Nach und nach übernimmt Armanda Lidys Leben und gibt ihr eigenes auf.

Margriet de Moor erzählt in ihrem Buch von zwei Schwestern, deren Leben eben noch eng verbunden sind und die dann plötzlich und unerwartet durch das Schicksal getrennt werden. Dabei werden die jeweiligen Geschichten der Schwestern mit zeitlicher Versetzung parallel erzählt und das mit einer ungeheuren Intensität. Auch die detaillierten Beschreibungen, der Naturkatastrophe vom Herannahen bis zum Ausbruch der Sturmflut verfehlen ihre Wirkung nicht.

Als Leser kann man sich dieser anspruchsvollen, gefühlvollen, aber auch schockierenden Geschichte nicht entziehen. Die Gefühle werden angesichts des Sturms durcheinandergewirbelt, auch beim Leser. Selbst, dass Armanda Lidys Mann und Tochter übernimmt, scheint einer unsichtbaren Gesetzmäßigkeit zu folgen, so unglaublich, so unfassbar diese Sache eigentlich ist. Doch die Autorin dringt so tief ein in die Gefühle ihrer Protagonisten, dass man ihr fasziniert folgt. Mit ihrem Roman beschwört sie das Vorstellungsvermögen des Lesers herauf. Fast kommt einem die Geschichte zu nahe, so tiefgründig ist sie.

Über die Autorin:
Margriet de Moor hat Klavier und Gesang studiert. Schon ihr erster Roman „Erst grau dann weiß dann blau“ wurde ein sensationeller Erfolg. Ihre Bücher werden in alle Weltsprache übersetzt.

Rezension von Heike Rau

Margriet de Moor
Sturmflut
Aus dem Niederländischen von Helga van Beuningen
352 Seiten, gebunden
Carl Hanser Verlag
ISBN: 3-446-20713-9
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Große Reise ins Feuer

Große Reise ins Feuer

Seyran Ates hat in diesem Buch ihren eigenen Lebensweg von der Türkei nach Deutschland als Migrantin beschrieben.
Ihre Eltern hatten sich ihre Heirat durch Flucht ertrotzt und waren in steter Liebe einander verbunden.
Sie zogen, um Arbeit zu finden, aus einem Dorf nach Istanbul.
Seyran hat zwei ältere Brüder, eine jüngere Schwester und einen jüngeren Bruder.
Als Seyran fünf Jahre alt war, ist ihre Mutter, an der sie sehr hing, verschwunden. Später ist auch der Vater weg. Sie bleibt bei Verwandten und versteht erst später, dass die Eltern als Gastarbeiter nach Deutschland gegangen sind.
Die Kinder werden etwas später erst nach Deutschland geholt.

Seyran empfindet ihr Leben sehr bald schon als Zumutung: sie muß ständig dienen und bedienen und heimst viele Schläge ein, mal vom Vater und mal vom älteren Bruder, auch von der Mutter.
Sie besucht die Grundschule und wird mit einem der besten Zeugnisse für das Gymnasium empfohlen.
So wechselt sie auf eine weiter führende Schule und kommt mehr und mehr mit ihrem häuslichen und außerhäuslichen Leben in Konflikte.
Die Freiheiten der deutschen Schülerinnen sind ihr nicht gegeben. Sie muß zu Hause die unterwürfige Tochter und Schwester sein, in der Schule aber lernt sie die Freiheit der Selbstbestimmung kennen.
Je länger sie in der Schule ist, zunächst noch abgelehnt, allmählich dank ihrer Leistungen anerkannt, desto schwerer fällt ihr der klimatische Wechsel.

Mit ca 17 Jahren beschließt sie, von zu Hause abzuhauen.
Es beginnt eine zermürbende Zeit, hin und her gerissen zwischen den Banden der Großfamilie, die sie liebt, und ihrem Freiheitsdrang.

Daneben macht sie eine ausgezeichnete Schülerinnenkarriere, wird Schulsprecherin, nimmt an Demonstrationen teil und benimmt sich in jeder Hinsicht sehr aufmüpfig.
Alles in allem ist Seyran Ates von ausgeprägter Charakterstärke und einem eisernen Willen beseelt, der sie viele Hürden überwinden lässt.
Am Ende studiert sie Jura.
Inzwischen schafft sie es, sich mit den Eltern, die sie lieben und die sie liebt, zu versöhnen, wenn auch von massiven Ängsten bei ihren diversen Besuchen begleitet.
Sie ist politisch aktiv, lebt in Wohngemeinschaften, lebt sieben Jahre mit einem guten Freund zusammen,–alles geduldet und am Ende auch respektiert von ihrer Familie.
Ein Attentat in einem Frauenberatungszentrum überlebt sie schwer verletzt und kann erst nach langer Zeit ihr Studium wieder aufnehmen und beenden.
Heute lebt sie als Anwältin in Berlin.
Viele Menschen haben ihr geholfen und zur Seite gestanden, was sie mit warmer Dankbarkeit erwähnt.

Ihr Leben ist ungewöhnlich und sicher nicht exemplarisch für allzu viele Migrantinnen aus der Türkei.
Im ersten Teil verdeutlicht sie sehr anschaulich die Konflikte, die das Leben zwischen zwei Kulturen heraufbeschwört. Einerseits die wichtige Funktion der Verwandten und das Geborgenheitsgefühl in der traditionellen Großfamilie, andererseits die Freiheit und Selbstbestimmung in einer westlich geprägten Kultur. Ihre Verzweiflung, diese beiden Welten nicht miteinander vereinbaren zu können, wirkt sehr authentisch.

Der letzte Teil des Buches ist voller idealistischer Vorstellungen, dass diese zwei Leben zu vereinigen doch möglich sein sollte. Hier befindet sich Seyran Ates nach meinem Gefühl noch auf einem Weg, der vielleicht eines Tages wünschenswert wäre, von dem wir aber nicht wirklich wissen, ob er in unserer Welt realisierbar ist.
Es ist ein interessantes, aufschlussreiches und sehr lesenswertes Buch, da Seyran Ates mit aufgeklärtem Geist aus ihrer so anderen Welt ín unsere gewechselt ist und weiterhin die Verbindung zu ihrer alten Welt pflegt und aufrechterhält.
Sie hat großartige Eltern, die sich über alle kulturellen Grenzen hinweg bemüht haben, ihr Kind anzunehmen und gelten zu lassen Das ist auch unter heutigen Bedingungen in türkischen Familien nicht unbedingt selbstverständlich.

Seyran Ates
Große Reise ins Feuer
Leben zwischen zwei Welten
ISBN:3871344524
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Traumgärten preiswert gestalte

Traumgärten preiswert gestalte

Natürlich gibt es das Gartenparadies nicht umsonst. Ohne Geld geht es nicht. Aber der Autor zeigt auf, wie man die vorhandenen finanziellen Mittel am besten einsetzten kann, um seinem Traum vom Garten möglichst nahe zu kommen.

Günstig ist es natürlich, wenn man handwerkliches Geschick, Lust an der Gestaltung, Fantasie, die Fähigkeit zu improvisieren und natürlich Geduld besitzt. Dann kann man Dienstleistungen mit Eigenleistungen kombinieren. Investitionen müssen gezielt eingesetzt werden. Um dabei Fehlinvestitionen zu verhindern, ist manchmal eine gute Beratung nötig.

Nicht alles im Garten muss im ersten Jahr fertiggestellt werden. Hier braucht man Geduld und muss weiter sparen. Oft kann man auch Gebrauchtes für den Garten nutzen. Alte Backsteine und Pflaster beispielsweise. Verwenden kann man auch, was schon da ist, wie große Steine beispielsweise. Auch die natürlichen Gegebenheiten im Garten bieten sich zur Gestaltung an. Ein Hanggrundstück kann vielleicht für einen Bachlauf genutzt werden.

Der Autor macht eine Reihe von Vorschlägen, die helfen Geld zu sparen. Am Anfang steht hier natürlich die Planung des neuen Gartens bzw. die Planung für die Umgestaltung eines bereits vorhandenen Grundstücks. Der Autor macht dem Leser bewusst, wo Einsparpotential besteht. Egal, ob es um das Anlegen von Wegen geht, die Zäune, schöne Sitzplätze, Blickfänge und Gestaltungselemente oder Orte zum Spielen für die Kinder. Natürlich ist auch die Auswahl der Pflanzen wichtig. Robusten, langlebigen Pflanzen ist der Vorzug zu geben. Viele Stauden kann man durch Teilung vermehren. Für den Gemüsegarten kann man bei einigen Pflanzen selbst Samen gewinnen.

Der Autor beschreibt auch, welche Arbeitsgeräte man unbedingt anschaffen sollte. Das richtige Werkzeug auszuwählen, ist wichtig. Dabei muss auf Qualität geachtet werden. Werkzeuge, die man nur selten braucht, können dagegen im Baumarkt preisgünstig ausgeliehen werden.

Im Buch gibt es eine Reihe von brauchbaren Tipps und Vorschlägen, die wirklich zu Einsparungen führen oder die helfen unnötige Geldausgaben zu vermeiden. Dabei bleibt der Autor realistisch. Falsche Vorstellungen werden nicht geweckt. Von den Kosten, die entstehen, gestaltet man einen Garten neu oder um, kann man sich ein Bild machen und so viel besser kalkulieren. Warum eine von vornherein gute Planung unerlässlich ist, erklärt der Autor ganz genau. Seine Ausführungen haben Hand und Fuß. Und auch wer bisher keinen Garten hatte, kann mit Hilfe des Buches feststellen, was auf ihn zukommt. Der Autor achtet aber auch darauf, dass der Garten nicht billig um jeden Preis wird. Auf Qualität muss geachtet werden. Was nützt es, wenn man die preisgünstigsten Baustoffe verwendet und dann wieder Geld für Reparaturarbeiten ausgeben muss. Genau das verursacht unüberschaubare Kosten und muss vermieden werden. Wer sparsam sein muss und dennoch seine Gartenträume wahr werden lassen will, ist gut mit diesem Buch beraten. Das ist schon mal eine Investition, die sich lohnt.

Über den Autor:
Tjards Wendebourg ist Dipl.-Ing. im Gartenbau. Er widmete sich viele Jahre der Gartenplanung von Privatpersonen. Bei der Fachzeitschrift DEGA (Ulmer) ist er zuständiger Redakteur für den Landschaftsbau. Im Dezember 2004 rief er das Gartenberatungsnetzwerk www.gartenbauen.info ins Leben.

Rezension von Heike Rau

Tjards Wendebourg
Traumgärten preiswert gestalten
121 Seiten, 110 Farbfotos, 13 s/w Abbildungen, 14 Tabellen
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
ISBN: 3-8001-4877-3
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