Das Perlenmedaillon

Das Perlenmedaillon

Nach langer Reise kommt Anna mit Ihrem Vater und dem Bruder in Katzwang beim Müller Endres Preißler im Mai 1490 an. Er braucht dringend Hilfe auf seinem Hof. Und die kleine Familie hofft, dass sich nun alles zum Guten wendet. Doch Preißler stellt Anna nach. Und als es brenzlig wird, kommt Anna der Wolf zu Hilfe. Das Tier gehorcht ihr bedingungslos, hat sie ihn doch einst als Junges im Wald gefunden und aufgezogen. Der Müller überlebt den Angriff des Wolfs nicht. Anna hat keine Wahl. Sie muss fortgehen. Dahin, wo sie niemand kennt. Sie entscheidet sich für Nürnberg. Hier verdient sie ihren Lebensunterhalt als Hübschlerin. Um auf eigenen Beinen stehen zu können, versetzt sie das Perlenmedaillon im Pfandhaus. Ihre Liebe gilt einem Mönch, doch das gesteht sie sich erst sehr spät ein. Hoffnung auf Erfüllung ihrer Liebe zu Philipp, dem Bruder Helenas, hat sie zunächst nicht.

Helena hat ihren ersten gesellschaftlichen Auftritt. Die junge Frau soll bei dieser Gelegenheit an den Mann gebracht werden. Was ihre Eltern aber nicht wissen ist, dass Helena sich längst verliebt hat. In ihren Cousin und Ziehbruder Niklas. Doch bald wird das Ausmaß der heimlichen Verbindung deutlich. Helena ist schwanger. Mit den Eltern kommt es zu einem handfesten Streit. Im Handgemenge verliert Helena ihr, von der Großmutter geerbtes, Perlenmedaillon. Die Hübschlerin Anna, die sich zu dieser Zeit im Haus auf und natürlich versteckt hält, nimmt es an sich. Helena wird ins Kloster Sankt Klara geschickt, um ihr Kind heimlich zur Welt bringen zu können. Hier begegnet sie an der Pforte ebendieser Hübschlerin und ihre Blicke treffen sich.
Helena darf ihr Kind nach der Geburt nicht behalten. Sie soll in eine vom Vater arrangierte Ehe gehen. Schweren Herzens fügt sie sich und heiratet Konrad Heller. Doch der hat es nur auf ihr Geld abgesehen und bringt ihr nichts als Hass entgegen. Seit sie das Medaillon nicht mehr hat, scheint sich das Glück von Helena abgewendet zu haben.

Niklas geht mit einem Kaufmannszug nach Venedig. Hier hat er es nicht leicht, ein Auskommen zu finden. Doch wie durch Zufall findet sich doch noch eine Möglichkeit und er kann weiter als Goldschmied arbeiten. Doch bald wird er in gefährliche Geschäfte verwickelt. Als ihm das bewusst wird, steckt er schon viel zu tief drin. Seine große Liebe Helena kann er nicht vergessen. Lange Zeit schreiben sich die beiden über den Maler Albrecht Dürer Briefe, bis Konrad dahinter kommt. Und doch keimt wieder etwas Hoffnung in Niklas auf, als das Perlenmedaillon ausgerechnet in seine Hände gerät. Es gehörte einem Pfandleiher auf Pilgerfahrt, der einem Raubmord zum Opfer gefallen ist.

Drei ganz verschiedene Schicksale sind es, die im Buch miteinander verflochten werden. Dabei ist jede Geschichte für sich schon spannend genug. Doch die Autorin verbindet diese Erzählstränge ganz geschickt miteinander, wobei das Perlenmedaillon eine entscheidende Rolle spielt. Die Autorin versteht es zu fesseln, füllt die Geschichten mit Dramatik, die berührt und zu Tränen rührt. Das Buch ist mit einer Leidenschaft geschrieben, die man spüren kann. Ganz mühelos liest man sich durch die fast 600 Seiten. Die Idee zu diesem historischen Roman entstand, so erfährt man im Nachwort, während einer Forschungsarbeit über Frauenleben im Mittelalter, als der Autorin eine Biographie der Nürnberger Patrizierin Dorothea Landauer in die Hände fiel. Helenas Leben ist dem Leben dieser Frau in vieler Hinsicht nachempfunden. Und so sind die Hintergründe wieder perfekt recherchiert. Die Szenerie wirkt dadurch sehr wirklich. Dabei sind es die Details, die besonders aufwändig herausgearbeitet wurden. Kleine Dinge, die die Geschichte mit Leben füllen, sie so glaubwürdig machen und dem Leser ein Gefühl dafür vermitteln, wie es war, in dieser längst vergangenen Zeit zu leben, in der Frauen keinen leichten Stand hatten. Unbedingt Lesen!

Über die Autorin:
Die aus Franken stammende Historikerin arbeitet als Ausstellungsplanerin im Museum von Schwabach. Bereits erschienen von ihr ist der historische Roman „Die Markgräfin“.

Rezension von Heike Rau

Sabine Weigand
Das Perlenmedaillon
590 Seiten, gebunden
Krüger im S. Fischerverlag, Frankfurt am Main
ISBN: 3-8105-2660-6
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Abenteuer Mongolei

Abenteuer Mongolei

Für Veronika Mesarosch soll ein lang gehegter Traum in Erfüllung gehen. Sie ist beeindruckt von der Mongolei, wollte schon immer mit dem Pferd durch dieses Land reiten, einmal selbst wie ein Nomade leben. In Andreas Hutter hat sie einen Partner gefunden, der ihre Leidenschaft teilt. Durch bereits erlebte Abenteuer wissen die beiden, dass sie ein gutes Team sind.

Die Vorbereitungen für dieses Unternehmen sind aufwändig. Und dennoch ist es eines Tages geschafft. Veronika Mesarosch und Andreas Hutter sind startklar. Los geht es im Westen des Landes, im Altai-Gebirge. Die Pläne sehen vor, dass die beiden durch die Wüste Gobi reiten, um zum Hangaj-Gebirge zu kommen. Danach soll die Reise durch typisches mongolisches Hügelland und weiter zur bewaldeten Nordmongolei hin zum Ziel, dem Hövsgöl-See, gehen.

Sieben Monate dauert die Reise und ist damit jahreszeitenübergreifend. Vom Sommer bis in den Dezember hinein. Beide Autoren erzählen von ihren Erlebnissen. Andreas Hutter übernimmt den ersten, Veronika Mesarosch den zweiten Teil. Sie erzählen vom Kauf der Pferde, ihren Schwierigkeiten mit den Behörden. Sie wandern mit ihren Pferden durch Sümpfe, üppig bewachsene Berghänge hinauf, bezwingen die Wüste, reiten durch karge Landschaften und dichte Lärchenwälder und durch kleine Dörfer. Sie lernen Menschen und Traditionen kennen und genießen die Gastfreundschaft der Nomaden. Sie lernen die Sprache (Während Andreas Hutter in den sieben Monaten nur ein paar Worte lernt, versteht Veronika Mesarosch die Sprache schon nach ein paar Wochen recht gut.), und die Traditionen kennen, werden mit unberechenbaren Wetter fertig, erleben Hochstimmung, aber auch Rückschläge und beweisen trotz mancher Streitpunkte Durchhaltevermögen.

Beide schreiben voller Sensibilität für das fremde Land. Sie beschreiben perfekt, was sie gesehen haben, lassen dabei ihren Gefühlen viel Raum. Ihre Beschreibungen von Land und Leuten sind voller Tiefgang. Und auch die Fotos begeistern, sind sie doch die perfekte Ergänzung zum Geschriebenen. Dargestellt werden oftmals die Menschen, die dem Paar begegneten, aber auch die kargen Landschaften, die dennoch voller Schönheit und unglaublicher Weite sind. Über das perfekt eingefangen Spiel des Lichts in so manchen Fotos, welches die Farben zum Leuchten bringt und für eine einzigartige Stimmung sorgt, kann man nur staunen. Den Leser wird dies mit Sehnsucht erfüllen und für Fernweh sorgen.

Über die Autoren:
Andreas Hutter wurde 1964 geboren. Er ist Fotograf, Autor und Reiseleiter. Nach kleinen Abenteuern folgten ausgedehnte Kletter-, Kanu-, Pferde-, und Hundeschlittentouren nach Nordeuropa, Nord- und Südamerika, Asien und Afrika.
Veronika Mesarosch wurde 1965 geboren. Sie ist als Tänzerin und Kindergärtnerin ausgebildet, machte aber dann ihr Hobby, das Reiten, zum Beruf. Die Reitpädagogin unternahm mit Andreas Hutter viele Abenteuerreisen. Das Paar leb in Luzern.

Rezension von Heike Rau

Andreas Hutter / Veronika Mesarosch
Abenteuer Mongolei
Zu Pferd durch das Land Dschingis Khans
128 Seiten, gebunden, mit zahlreichen Fotos
Verlag J. Neumann-Neudamm, Melsungen
ISBN: 3-7888-1032-7
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Nymphensittiche

Nymphensittiche

Kurt Kolar beschreibt den Nymphensittich als idealen Stubenvogel. Er ist gesellig und findet schnell Anschluss an den Menschen. Dabei ist er robust und in der Haltung wenig anspruchsvoll. Da ein Nymphensittich aber einen Partner braucht, sollte man schon die Anschaffung von zwei Vögeln planen.

Kennt man sich mit Nymphensittichen noch nicht aus, ist die Lektüre des Buches sehr zu empfehlen. Der Autor erzählt, woher die Vögel stammen, wie ihr natürlicher Lebensraum aussieht, welche faszinierenden Fähigkeiten sie besitzen und wie sie sich verhalten. Er berichtet, wo man die Vögel kaufen kann und zeigt auf, woran man gesunde Vögel erkennt.

Zuvor müssen aber einige Dinge durchdacht werden. Herumfliegende Körnerhülsen und Kothäufchen muss man tolerieren können. Auch Zeit für die Pflege des Käfigs oder zur Beaufsichtigung bei Freiflug muss man haben. Der Autor stellt eine Liste zur Verfügung, so dass man schnell erkennen kann, auf was genau man sich einlässt. Natürlich erklärt er auch, wie der Käfig oder die Voliere aussehen müssen und welcher Standort geeignet ist. Auch das Zubehör ist ein Thema, denn die neugierigen Vögel brauchen Beschäftigung.

Der Autor erzählt, was man tun muss, damit die Vögel sich schnell eingewöhnen, heimisch fühlen und bald handzahm werden. Er erklärt die Körper- und die Lautsprache der Vögel und wie sie sich gegenüber ihren Artgenossen verhalten. Auch welches Körnerfutter die Tiere brauchen und was sonst noch für eine gesunde Ernährung nötig ist, wird aufgezeigt. Der Leser erfährt genau, was er tun muss, damit die Vögel gesund bleiben. Dennoch kann auch bei guter Pflege ein Vogel mal krank werden. Deshalb gibt es auch ein Kapitel indem man sich über Vogelkrankheiten informieren kann und darüber was zu tun ist, bzw. wann ein Tierarztbesuch unumgänglich ist. Für alle die Nymphensittiche züchten möchten, gibt es ebenfalls erste Informationen.

Für Anfänger in der Vogelhaltung ist das Buch ideal, egal ob man nun schon Nymphensittiche besitzt oder sie demnächst anschaffen will. Die Texte sind sehr informativ und gut zu lesen. Man kann sehr genau herauslesen, welche Ansprüche die Tiere haben und wie sie zu erfüllen sind. Die zahlreichen Tipps und Tricks sind sehr nützlich und leicht umzusetzen. Was besonders wichtig ist, wird immer noch einmal in Kästchen zusammengefasst. Die Fotos stimmen auf die geselligen Vögel mit dem lustigen Federhäubchen ein. Interessant ist auch die Kinderseite. So wird es Kindern bestimmt Freude machen für ihre gefiederten Freunde Zweige von Weide oder Haselnuss zu sammeln, in den Käfig zu stecken und dann darüber zu staunen, wie die Vögel sich mit viel Vergnügen daran machen, diese anzuknabbern.

Über den Autor:
Kurt Kolar ist Zoologe, Verhaltensforscher und war Direktor des Wiener Tierparks Schönbrunn.

Rezension von Heike Rau

Kurt Kolar
Nymphensittiche
Zärtlich – clever – fit
64 Seiten, broschiert, 60 Farbfotos
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
ISBN: 3-8001-4485-9
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Feuerpfad

Feuerpfad

Das Medaillon sollte ein Glücksbringer sein. Lucretia van der Mylen hatte es nach ihren ganz besonderen Wünschen extra anfertigen lassen. Hoffte, die Batavia würde sie sicher zu ihrem Mann bringen. Zwar schlägt eine Meuterei fehl, doch das Schiff kommt vom Kurs ab und erleidet am 4. Juni 1629, sieben Monate nach dem Auslaufen, vor den Inseln Houtman Abrolhos Schiffbruch.

Jahrhunderte später bekommt Henriette Galloway das Medaillon von Paul Trewinnard als Symbol der Liebe geschenkt. Sie kam vor Jahren mit ihrem Mann Terence nach Australien auf die Farm. Doch sie leidet an der Unbrechbarkeit und Lieblosigkeit ihres Mannes. Von dem besitzergreifenden Terence wird sie sich dennoch niemals trennen können. Die Liebe zu Paul, aus der ein Kind hervorgegangen ist, muss um jeden Preis geheim bleiben. Das Medaillon ist aber auch ein Abschiedsgeschenk, denn Pauls Leben wird von einer schweren Krankheit bedroht. Außerdem bewahrt es, mit den Fotos von Paul und Henrietta im Inneren, das Geheimnis um Kits wirklichen Vater.

Das Medaillon nimmt einen interessanten Weg durch die Zeit und wechselt den Besitzer bis sich letztendlich der Kreis wieder schließt. So gibt es verschiedene Erzählstränge in diesem Buch, die aber stets durch das Medaillon in Verbindung stehen. Inhaltlich ist dieser Roman also sehr vielschichtig. Es ist ein Genuss, das Buch zu lesen, sich in die Schicksale der Medaillon-Besitzer zu vertiefen. Immer geht es um Liebe und Hass, um Leidenschaftliches und Schicksalhaftes, um Glück und Unglück und um Hoffnung. Von den Geschehnissen wird man in den Bann gezogen und fiebert mit den Helden des Buches mit. Und es ist einfach gut geschrieben, mit viel Feingefühl und einem sicheren Gespür für Stimmungen. Unbedingt Lesen!

Über die Autorin:
Judy Nunn ist als Schauspielerin in Australien sehr bekannt. Sie spielte die Hauptrollen in zahlreichen TV-Serien. Aber auch als Bühnenschauspielerin machte sie sich in Australien und England einen Namen. Als Romanautorin ist sie international erfolgreich, dabei ist „Feuerpfad“ ihr erster Roman der in Deutschland erschien.

Rezension von Heike Rau

Judy Nunn
Feuerpfad
Aus dem australischen Englisch von Marion Balkenhol
554 Seiten, gebunden
Krüger Verlag
ISBN: 3-8105-1315-6
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Georg Gaßner: Hamster

Georg Gaßner: Hamster

Ein Hamster eignet sich gut als Haustier. Auch für Menschen, die tagsüber arbeiten. Das kleine Nagetier ist dämmerungs- und nachtaktiv und verschläft den Tag. Abends dann kann man ihn beobachten, wie er Vorräte hamstert, buddelt, nagt oder seine Reviergrenzen abläuft. Dazu kommt, dass der Hamster wenig Kosten verursacht, hat man erst einmal einen Käfig. Er ist zudem recht pflegeleicht und auch für Anfänger geeignet. Dennoch sollte man sich umfassend über die kleinen Nager informieren. In diesem Sinne ist das vorliegende Buch sehr empfehlenswert.

Zunächst informiert der Autor über die Herkunft des Hamsters, wie er zum Haustier wurde und über die verschiedenen Arten, die es gibt. Er zeigt auf, welche faszinierenden Fähigkeiten der Hamster hat und wie er sich typischerweise verhält. Aber auch was der zukünftige Besitzer eines Hamsters vor dem Kauf bedenken sollte, wird erörtert. Außerdem erhält der Leser Hilfestellung bei der Auswahl seines Hamsters.

Im nächsten Kapitel wird erklärt, wie der Hamster untergebracht werden sollte und welches Käfigzubehör sinnvoll ist. Der Leser erfährt, wie er mit seinem kleinen unternehmungslustigen Tier am besten Freundschaft schließt und es
ausreichend beschäftigen kann. Geeignetes Futter und Zusatzfutter werden empfohlen. Alles was den Hamster gesund hält, kommt zur Sprache, so zum Beispiel auch, welche Äste man ihm zum Nagen anbieten kann. Abgesprochen werden die nötigen Pflegearbeiten, aber auch, wie man im Falle eines Falles erste Hilfe leisten kann und wann ein Tierarztbesuch unumgänglich ist. Natürlich geht es in einem Kapitel auch um den Nachwuchs. Es gibt eine Infoecke mit interessanten Adressen und auch Links im Internet und ein Register. Den Schluss macht eine Kinderseite mit spannenden Informationen.

Der Autor ist Spezialist für Kleinsäuger. Er weiß, was die kleinen Hamster brauchen. So ist das Buch besonders für Anfänger in der Hamsterhaltung geeignet. Aber auch alle, die bereits ein Tier besitzen finden hilfreiche Ratschläge und Tipps. Die Texte sind sehr gut verständlich. Dazu kommt, dass das Buch sehr gut durchstrukturiert ist. Infokästen, Spezialzeiten und interessante Zusatzinformationen lockern den Textfluss auf. Dazu kommen die vielen Fotos. Man staunt, wie gut das typische Wesen der kleinen Nager vom Fotograf eingefangen wurde.

Rezension von Heike Rau

Georg Gaßner
Hamster
liebenswert – putzig – aktiv
64 Seiten, broschiert, mit 60 Farbfotos
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
ISBN: 3-8001-4484-0
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Das große Lexikon der Homöopathie

Das große Lexikon der Homöopathie

Homöopathie ist eine immer beliebter werdende ganzheitliche, sanfte Heilmethode, abgestimmt auf das Krankheitsbild jedes einzelnen Patienten. Dr. Andrew Lockie führt mit seinem Buch in die Grundlagen und die Wirkungsweise der Homöopathie ein.

Zunächst geht es um die Geschichte, die Ursprünge und die Entwicklung der Homöopathie. Hier fällt natürlich auch der Name Dr. Samuel Christian Hahnemann. Der 1755 in Meißen geborene Arzt entwickelte das Heilverfahren, das er Homöopathie nannte. Seit er seine Theorien entwickelte, wurden mehr als 4000 Substanzen aus dem Pflanzen-, Tier- und Mineralienbereich geprüft und in einer Arzneimittellehre zusammengestellt, die mehr als 2000 Homöopathika enthält.

Erklärt wird im Buch genau, wie homöopathische Mittel hergestellt werden. Das aber nur zur Information. Es wird aus verständlichen Gründen davon abgeraten, solche Arzneimittel selbst herzustellen.
Wichtige pflanzliche, mineralische Mittel und tierische Substanzen als Ausgangsmaterial für homöopathische Mittel werden nun in aller Ausführlichkeit und mit Bild vorgestellt. Auch seltener gebrauchte Mittel finden anschließend Beachtung.
Aufgezeigt wird, wie man sich einen Besuch beim Homöopathen vorstellen muss. Hier wird auch von verschiedensten schweren Fällen (alle mit erstaunlichen Heilerfolgen) berichtet. Hieran kann man gut ablesen, wie in einer homöopathischen Praxis gearbeitet wird.

Die homöopathische Selbstbehandlung spielt in diesem Buch eine große Rolle. Doch hier braucht man schon Erfahrung und Urteilsfähigkeit, um Krankheitsbilder richtig einschätzen und das entsprechende Heilmittel finden zu können. Das Kapitel ist aber hierbei in seiner Ausführlichkeit eine große Hilfe. Bei kleineren Beschwerden und Verletzungen können Homöopathika unbedenklich verwendet werden. Zudem gibt im Buch zahlreiche Hinweise darauf, wann besser ein Arzt aufgesucht werden sollte oder muss.
Gegliedert ist das Buch nach den verschiedenen möglichen Beschwerdebildern, die dann noch einmal differenziert werden. Dargestellt werden zudem körperliche und psychische Symptome und unter welchen Umständen sich das Beschwerdebild bessert oder verschlechtert. Anschließend kann man der Tabelle das geeignete Mittel und die entsprechende Dosierung entnehmen.
Es folgen Hinweise zur Ersten Hilfe bei akuten Problemen und eine Zusammenstellung eines Erste-Hilfe-Sets.

„Das große Lexikon der Homöopathie“ ist ein Buch, mit dem man sich die Grundlagen der Homöopathie mit den Wirkstoffen und Anwendungsgebieten gut aneignen kann. Es ist sehr übersichtlich gestaltet, so dass eine Orientierung leicht fällt. Die Texte sind verständlich geschrieben. Es gibt zahlreiche Fotos, viele übersichtliche Tabellen und Checklisten. Zusammengenommen erleichtern diese Informationen die Behandlung kleinerer Beschwerden in Familien, die mehr Eigenverantwortung für die Gesundheit jedes einzelnen Mitgliedes übernehmen möchten. Aber auch begleitende Behandlungsmöglichkeiten der Homöopathen bei chronischen oder schweren Krankheiten werden dargestellt. Zusätzlich gibt es viele grundsätzliche Tipps für Gesundheit und Wohlbefinden.

Über den Autor:
Dr. Andrew Lockie absolvierte nach dem Studium der Medizin eine Ausbildung zum Homöopathen und eröffnete 1978 in London seine erste homöopathische Praxis. Heute hat er eine Praxis in Guildford und lebt mit seiner Familie in der Grafschaft Surrey. Er verfasste mehrere erfolgreiche Bücher, zahlreiche Beiträge für Zeitungen, Zeitschriften und medizinische Fachpublikationen und ist in Großbritannien durch seine Fernsehsendungen zu Gesundheitsthemen bekannt.

Rezension von Heike Rau

Dr. Andrew Lockie
Das große Lexikon der Homöopathie
Wirkstoffe & Heilmethoden
228 Seiten, gebunden, mit über 650 Abbildungen
Dorling Kindersley Verlag, Stuttgart / München
ISBN: 3-8310-0005-0
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Storys aus dem Baguette

Storys aus dem Baguette

Liebesgeschichten und andere Ungereimtheiten

„Johann Willibald Sentega schreibt Geschichten, die so merkwürdig sind, dass die Leute den Kopf schütteln. Meine Damen und Herren möchte ich rufen“ – das mag stimmen, aber nicht nur er. Ich kenne da noch einen – „was sind schon die Sonette eines Shakespeare, die Arien eines Puccini, die Farben eines Chagall“ gegen seine Storys aus einem Baguette, die von Liebesgeschichten und anderen Ungereimtheiten berichten?

Wobei die Ungereimtheiten überwiegen. Oder haben Sie schon mal einen Zettel aus einem Baguette gezogen, darauf eine Geschichte stand? Sehen Sie, ich auch nicht. Merkwürdig und ärgerlich dazu. Vielleicht nur deshalb merkwürdig, weil es mir bisher nicht widerfuhr. Was meinen Sie?

Ich denke mir meinen Teil und lese weiter. Von Rinaldo, der auf einem Platz so laut und mit melodischer Betonung Attenzione ruft, dass ein Mädchen auf dem Fahrrad seinen Kopf dreht. „Ihr Blick folgt den Bällen, die von seinen Händen zum Himmel steigen und vom Himmel in seine Hände fallen. Ting-ting, ting-ting. Wie an der Schnur eines Jojos geht der Blick der Radfahrerin hoch und runter. An der nächsten Kurve fährt sie geradeaus und landet kopfüber im Gras.“ Schön und gut, das kann jedem passieren. Ich muss sogar gestehen, dass ich schadenfroh gelacht habe bei der Landung im Gras, denn schließlich lag ich auch schon im Dreck, nicht nur im Gras. Neugierig will ich wissen, wie es weitergeht. Und was muss ich da erfahren? Dass dieser Rinaldo selbst mit Sternen jongliert und auch der Mond nicht sicher ist vor seinen Händen. Und das soll ich glauben? Nichts als Tagträume und Nachtgespinste!

Da wende ich mich doch lieber dem Fräulein Fabienne zu, die einer vernünftigen Arbeit nachgeht. In einem Call Center sitzt sie an der Hotline für unzufriedene Kunden. Alle Achtung, wie sie das meistert. Gekonnt pendelt ihre Aufmerksamkeit zwischen der Stimme von „Kasimir Kern, der offenbar allen Grund hat, sich zu beschweren“ und der Mappe mit Tipps hin und her. Fabienne macht alles so wie im richtigen Leben. Erst ist sie unbeteiligt freundlich, dann etwas lauter und schließlich sagt sie dem Herrn die Meinung. So kenne ich es auch, wenn ich mich beschwere über die Verspätung oder falsche Lieferung meiner Bestellungen. In das Fräulein vom Dienst hab ich mich aber noch nie verliebt, wie Kasimir Kern es tut. Dabei kennt er doch nur ihre Stimme. Hm, vielleicht ist er Stimmenfetischist. Möglich ist alles, und dennoch merkwürdig, nicht wahr?

Stundenlang könnte ich Ihnen von Ungereimtheiten berichten, die mir in dem Buch begegnet sind. Von Onkel Timo zum Beispiel, der im Lotto gewonnen hatte. Ein glückliches Leben war der Hauptgewinn. Neidisch? Fehlanzeige, denn Onkel Timo hat den Gewinn nicht gewürdigt. Er hat weder Luftsprünge vollführt, noch Wahnsinn gerufen, wie in solchen Augenblicken üblich: „Die Aussicht auf ein glückliches Leben ist allerdings nicht jedermanns Sache. Ein Cabrio oder ein Rasenmäher hätten dagegen einen praktischen Nutzen“ für diesen komischen Timo.

Eines möchte ich Ihnen unbedingt verraten: das Buch ist trotz der „Ungereimtheiten“ bezaubernd im wahrsten Sinne. Ach, Sie meinen, es bezaubert wegen und nicht trotz der Merkwürdigkeiten. Da ist was dran. Peter Pan für Erwachsene, würde ich sagen. Kleine Skizzen, mit leichter Hand gezeichnet. Das Bemerkenswerte daran ist, dass es Detailskizzen sind. Erst zusammen entfalten sie ihre Wirkung. Im Konzert hört man die feinen Töne der einzelnen Geschichten heraus. Das Sammelsurium an Menschlichem und Skurrilem wird durch die Wiederholung sichtbar. Die Brechung des Plausiblen und seine Umkehr ins Irrationale, Wundersame erzeugt Spannung und Staunen. Bei manchen Geschichten geht dem Autor die Lust am Schreiben durch wie wild gewordene Gäule. „und spürte, wie das Licht und die Farben des Tals ihn in einen Rausch versetzten, der eine Schwindel erregende Leichtigkeit erzeugte und ihn für Augenblicke eins mit der flirrenden Sphäre der Landschaft werden ließ.“ Genau das ist es, was ich beim Lesen empfinde: Leichtigkeit, Virtuosität, ein sprühender Wortreigen, der fasziniert.

Ich kann Ihnen das Buch zwar empfehlen, für Risiken und Nebenwirkungen aber wenden Sie sich an des Autors Schalk und Ironie.

Rezension von Dorothea Gilde

Andreas Heidtmann
Storys aus dem Baguette
127 Seiten gebunden
Athena Verlag 2005
ISBN 3-89896-239-3Bestellen

Männersache

Männersache

Im Jahre 1485. Der spitzfindige Hallenser Kaufmann Philipp Gervinus reist nach Magdeburg, während seine Waren auf der „Santa Anna“ ihre Reise antreten. Gervinus will mit Hilfe seines Geschäftsfreundes, dem Schöffen Marcus Alemann, sicherstellen, dass seine Waren auch ankommen und er das Versprechen, dass er dem eigenwilligen Bischof Ernst von Wettin gegeben hat, einlösen kann. Schnellstmöglich muss die Ware also von Hamburg nach Magdeburg gebracht werden, wo der Bischof im Moment weilt. Da kommt es sehr gelegen, dass Alemanns Sohn und dessen hochschwangere Frau auf dem Weg nach Hamburg sind. So scheint alles gut zu laufen, bis der Kapitän der „Santa Anna“ tot im Hafenbecken schwimmend aufgefunden wird. Da die Leiche schlimme rote Pusteln im Gesicht hat, wird das Schiff kurzerhand unter Quarantäne gestellt und auch die Ladung bleibt, wo sie ist.
Um Gervinus’ Geschäfte steht es damit schlecht. Und in welchen seltsamen Geschäften Marcus Alemann gerade unterwegs ist, mag seine Frau, die aus der Ferne eines seltsame Treffen ihres Mannes beobachtet, nicht sagen. Jedoch steht er bald unter Verdacht einen Mord am Bischof geplant zu haben, bei dessen versuchter Ausführung er jedoch festgesetzt wird. Ihre einzige Hoffnung liegt auf Gervinus, der ja aufgrund seiner Geschäfte Kontakt zum Bischof hat. Er soll sich für seinen alten Geschäftsfreund einsetzen. Doch der ist mit seinen eigenen Machenschaften zur Genüge ausgelastet und hat zudem etwas ganz anderes im Sinn.

„Männersache“ ist ein spannender Hansekrimi. Es geht um dubiose Geschäfte, Machtspielchen und Intrigen. Dabei kommt die Handlung ordentlich in Fahrt. Besonders interessant ist die Figur des hintertriebenen Hallenser Kaufmanns Philipp Gervinus, den man aber gar nicht so leicht zu durchschauen vermag. Aber auch die Figur der Ehefrau des Schöffen Alemann in dieser „Männersache“ ist für einige Überraschungen gut. Der Krimi ist kurzweilig und mit viel Humor und Ironie geschrieben. So mache Situation wird unglaublich ausdrucksstark und mit viel Augenzwinkern beschrieben, so dass man um das schöne Gefühl der Schadenfreude nicht herumkommt. Dabei ist es die gekonnte Wortwahl, die zum Staunen bringt. Auch die vielen Wendungen und unerwarteten Ereignisse tragen zu einer guten Unterhaltung bei. Dazu kommt der gut recherchierte Hintergrund. Unbedingt lesen!

Über die Autorinnen:
Waltraut Lewin und ihre Tochter Miriam Margraf haben bisher mehr als 12 Bücher veröffentlicht. Beide leben in Berlin.

Rezension von Heike Rau

Waltraut Lewin / Miriam Margraf
Männersache
Ein Hansekrimi
204 Seiten, broschiert
Die Hanse / EVA Europäische Verlagsanstalt, Hamburg
ISBN: 3-434-52816-4
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Peter James: Stirb ewig

Peter James: Stirb ewig

Für den Junggesellenabend haben sich Michaels Freunde eine ganz besondere Überraschung ausgedacht. Ehe er sich versieht, liegt der junge Mann in einem Sarg unter der Erde irgendwo im Wald. Zusammen mit einer Flasche Whiskey, einem Herrenmagazin, einer Taschenlampe und einem Walkie-Talkie, damit keine Langeweile aufkommt. Die Freunde lassen Michael dann allein, um einen fantastischen Abend in einem Club zu genießen. Doch es kommt anders. Ein Unfall reißt Luke, Pete und Robbo aus dem Leben, nur Josh überlebt schwer verletzt, stirbt jedoch auch wenig später im Krankenhaus.

Die Braut ist am Verzweifeln. Ashley hat keine Ahnung, wo sich ihr Zukünftiger befindet. Eigentlich müsste zumindest sein Geschäftspartner Mark Warren Bescheid wissen. Er wäre beim Junggesellenabend dabei gewesen, wenn sein Flug nicht Verspätung gehabt hätte. Doch der junge Mann gibt vor, keine Ahnung zu haben.

Phil Wheeler und sein erwachsener Sohn Davey, der geistig zurückgeblieben ist, kommen mit ihrem Abschleppwagen zur Unfallstelle. Während der Vater mit der Polizei redet, findet Davey ein Funkgerät. Er sagt jedoch nichts von seinem Fund.

Inspektor Roy Grace wird mit dem mysteriösen Fall betraut. Er soll herausfinden, was wirklich hinter der Geschichte steckt und wo Michael Harrison sich aufhält. Was er und sein Team im Laufe der Ermittlungen herausfinden, sprengt jedes Vorstellungsvermögen.

Dieser Junggesellenscherz allein ist schon makaber genug und dürfte jedem Leser Gänsehaut über den Rücken jagen. Was wirklich dahinter steckt, kann man nicht ahnen, denn es ist nur ein Teil eines unglaublichen Verbrechens, dass da mit Kaltschnäuzigkeit geplant wurde. Hier sind gute Schauspieler am Werk, die auch die Polizei und damit Inspektor Roy Grace ein ums andere Mal auf den Holzweg führen. Dabei ist die Zeit knapp wie nie. Im Sarg steigt das Wasser und die einzige mögliche Kontaktperson verkennt die Lage. Glaubt, alles sei ein Spiel.
Immer wieder wird der Leser mit neuen Wendungen konfrontiert. Immer mehr entwickelt sich die Geschichte zum rasanten Thriller. Der Autor macht es ordentlich spannend und nur ganz langsam wird deutlich, wer die Fäden zieht. Da muss man schon sehen, dass man die Nerven behält. Die Figuren sind gut ausgearbeitet. Besonders der feinfühlige Inspektor Grace, der dem Übersinnlichen nicht abgeneigt ist, und damit für Überraschungen sorgt. Die Handlung bleibt trotzdem schlüssig, auch wenn man so einiges in diesem Sinne nicht erklären kann. Vielleicht ist es gerade die Mischung aus Horror, Krimi und Übersinnlichem, die dieses Buch so faszinierend macht. Also, für alle mit starken Nerven: Unbedingt lesen!

Über den Autor:
Peter James wurde 1948 geboren. Der Schriftsteller und Filmproduzent mag schnelle Autos und hat ein Faible für das Übersinnliche. Er lebte viele Jahre in den USA und war dort als Drehbuchautor und Filmproduzent tätig. Mittlerweile leitet er seine eigene Filmproduktionsfirma in England. Peter James lebt in Sussex und in London.

Rezension von Heike Rau

Peter James
Stirb ewig
Aus dem Englischen von Susanne Goga-Klinkenberg
332 Seiten, gebunden
Scherz Verlag
ISBN: 3-502-10029-2
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Isabel Abedi: Whisper

Isabel Abedi: Whisper

Noas Mutter Kat, eine berühmte Schauspielerin, hat das Haus auf dem Land gemietet, ohne es vorher zu besichtigen. In dem 500 Jahre alten Gebäude will sie zukünftig die Ferien mit Noa und Gilbert, dem sie freundschaftlich verbunden ist, verbringen. Das Fachwerkhaus ist ziemlich heruntergekommen. Doch ein junger Mann aus dem Dorf wird beim Renovieren helfen. David leistet ganze Arbeit und macht seine Sache von Anfang an gut. Ausgerechnet er ist es, der angeregt von Gilbert vorschlägt, mit Hilfe eines Spiels, die Geister anzurufen. Es scheint tatsächlich zu funktionieren. Und als Kat und Gilbert den Raum verlassen, spielen Noa und David allein weiter. Wieder bekommen sie Kontakt. Ein Mädchen namens Eliza kommt aus dem Geisterreich zu ihnen und behauptet, vor 30 Jahren auf dem Dachboden ermordet wurden zu sein. Tatsächlich deutet einiges darauf hin, dass auf dem Boden etwas Schreckliches passiert sein muss. Welche dunkle Vergangenheit liegt nur über dem Haus? Wenn wirklich ein Mord geschehen ist, dann läuft der Mörder noch frei herum. Noa will der Sache auf den Grund gehen. Doch die Geschichte scheint sich zu wiederholen und bald ist auch Noa in ernster Gefahr.

Vom Thema her ist die Geschichte sicherlich nicht neu. Aber die Autorin überzeugt mit einer gelungenen Umsetzung. Immer unheimlicher und beängstigender wird die Geschichte, bis man sich einer ordentlichen Gänsehaut nicht mehr erwehren kann. Die Autorin schafft eine perfekt passende Stimmung. Aber es geht um mehr als den alten unaufgeklärten Mord. Es geht auch um eine sehr konfliktreiche Mutter- und Tochterbeziehung und um die erste große Liebe zwischen Noa und David. Diese Mischung macht das Buch gerade für Jugendliche so fesselnd. Die Frage nach dem Mörder beschäftigt sehr. Die Dorfbewohner geben sich betont unwissend, wollen nichts offenbaren. Und doch muss einer von ihnen der Täter sein. Nach und nach entwickelt sich ein spannendes, aber auch sehr gefährliches Katz- und Mausspiel. Immer wieder glaubt man etwas zu ahnen und doch ist das Ende sehr überraschend.

Über die Autorin:
Isabel Abedi, Jahrgang 1967, hat 13 Jahre als Webetexterin gearbeitet. Inzwischen hat sie mehrere Kinderbücher veröffentlicht, von denen einige ausgezeichnet und in andere Sprachen übersetzt wurden. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Hamburg.

Rezension von Heike Rau

Isabel Abedi
Whisper
275 Seiten, gebunden
ab 12 Jahren
Arena Verlag, Würzburg
ISBN: 3-401-05369-8
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