Schritt für Schritt zur Bonsaikunst

Schritt für Schritt zur Bonsaikunst

Zunächst stimmt der Autor in einem Vorwort auf das immer mehr Anhänger findende Hobby ein. Schnell wird klar, Bonsai-Bäumchen zu züchten, ist ein anspruchsvolles, aber auch sehr entspannend wirkendes Hobby, das erst einmal gelernt sein will. Doch zunächst müssen die Vorraussetzungen geschaffen werden. Wolfgang Kohlhepp erklärt genau, welche räumlichen Vorrausetzungen gegeben sein müssen und welche Werkzeuge, Materialien und Gefäße gebraucht werden.

Erklärt wird, wie ein Bonsai entsteht und welches Ausgangsmaterial für Bonsai-Pflanzen in Frage kommt. Ein Bonsai kann aus Samen, durch Stecklinge oder Veredelung gewonnen werden. Besondere Freude macht es sicher auch, einen Findling, also eine Ausgangspflanze, direkt in der Natur auszusuchen. Gezogen werden können die kleinen Bäumchen in allen möglichen Formen. Dabei ist die Natur der beste Lehrmeister. Vorgestellt werden die Grundstilarten in Wort und Bild.

Auf die richtige Pflege und Geduld im Umgang mit den Bonsai-Bäumchen kommt es an. Dabei wird unterschieden zwischen Bonsai für den Garten und Bonsai fürs Haus. Egal, ob es ums Umtopfen, Überwintern, Äste- bzw. Blätterschneiden oder um das Drahten geht, um den richtigen Standort, das Düngen oder Wässern, alles wir genau erklärt. Zudem wird erläutert, was bei Krankheiten und Schädlingsbefall zu tun ist.

Schritt für Schritt wird die Pflege verschiedener Baumarten wie Felsen-Ahorn, Rot-Buche, chinesischer Wachholder, Zier-Apfel, Berg-Kiefer, Winter-Linde für draußen oder Drillingsblume, Olive oder Granatapfel für drinnen erklärt. Ein ganz besonderer Spaß sind sicherlich die kleinen Bäumchen zum Naschen, wie Gartenheidelbeere, Johannisbeere oder Stachelbeere.

Auffallend ist die geschmackvolle Gestaltung des Buches. Es gibt viel Fotos mit wunderschönen und sehr alten Bonsai-Bäumen. Wahre Hingucker sind die Aquarelle, die vom Verfasser des Buches selbst stammen und die auf die jeweiligen Kapitel einstimmen. Die genauen, verständlichen und zum Nachmachen motivierenden Beschreibungen ergänzen sich perfekt mit den anschaulichen Zeichnungen. Anfängern wird das nötige Grundwissen vermittelt. Der Autor geht aber noch darüber hinaus und bietet allen Bonsai-Liebhabern viel Wissenswertes.

Fazit: Ein sehr anschauliches Buch, mit erprobten Pflegeanleitungen und vielen Tipps und Tricks eines erfahrenen Bonsai-Züchters.

Über den Autor:
Wolfgang Kohlhepp widmet sich bereits seit Jahrzehnten der Bonsai-Gestaltung Er besitz nicht nur einen im japanischen Stil selbst gestalteten Garten, sondern auch eine eindrucksvolle Bonsai-Sammlung. Die Fachbeiträge und Zeichnungen des geschätzten Kenners der Bonsai-Szene wurden im In- und Ausland veröffentlicht.

Rezension von Heike Rau

Wolfgang Kohlhepp
Schritt für Schritt zur Bonsaikunst
159 Seiten, über 220 Aquarelle und Fotos
Verlag Eugen Ulmer
ISBN: 3-8001-4622-3
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Das Haus der vergessenen Bilder

Das Haus der vergessenen Bilder

Als Gerard aus reiner Neugier im Zimmer seiner Mutter herumschnüffelt, findet er ein Foto einer unbekannten Frau und eine Geschichte, die möglicherweise von dieser geschrieben worden ist. Seine Mutter erwischt ihn und gerät aus der Fassung. Gerards Fragen zum Foto weicht sie jedoch aus.
Gerard wird älter. Durch Penfriends International in London wird ihm eine Brieffreundschaft zu Alice Jessel vermittelt, die von Anfang an sehr intensiv ist. Ihr schreibt er von seiner Vergangenheit und er erzählt ihr von Staplefield, dem einstigen Wohnsitz der Familie in England, der ihm durch die Geschichten seiner Mutter so vertraut ist und Sehnsüchte in ihm weckt, ist er doch soweit entfernt von Staplefield, hier in Australien.
Doch Alice meidet seine Nähe, da sie krank ist. Sie macht ihm aber Hoffnung, ihn in ein oder zwei Jahren sehen zu wollen. Nun haben beide, Mutter und Sohn, etwas zu verschweigen. Gerard erzählt nichts über Alice und seine Mutter Phyllis erzählt nichts mehr über ihre Vergangenheit. Die Jahre vergehen. Erst kurz bevor Gerard nach England reist, erzählt die Mutter noch einmal von Staplefield und der Frau auf dem Foto. Plötzlich soll Staplefield abgebrannt sein und gar nicht mehr existieren.
Gerard will die geheimnisvolle Familiengeschichte entwirren. Dabei helfen ihm die Geistergeschichten von Viola, die seine Großmutter gewesen ist. Doch herauszufinden wie viel Wahrheit in den Geschichten steckt, wird ein sehr gefährliches Unterfangen, das ihn immer tiefer die Welt der Toten zu treiben scheint.

Von Anfang an weht durch dieses Buch eine kaum fassbare unheimliche Atmosphäre, die besonders durch die eingeflochtenen Schauergeschichten von Gerards Großmutter Viola Hatherley verstärkt wird. Schnell wird klar, dass diese mit der Vergangenheit der Familie eng zusammenhängen und keineswegs reine Fiktion sind. Zwischen den Zeilen liegen alte Familiengeheimnisse verborgen. Gerard versucht, Licht ins Dunkel zu bringen und stößt auf die Lügen seiner Mutter. Er dringt ein, in die Welt der toten Verwandten, die, so scheint es, seine Nachforschungen verhindern wollen und dabei sogar seinen Tod in Kauf nehmen. Zum Ende hin, wird das Buch immer dramatischer, besonders dann, als sich zeigt, welche Rolle seine geliebte Brieffreundin Alice eigentlich spielt. Der Schluss ist wirklich spannend, aber leider auch ein wenig verwirrend, als sich das ganze Ausmaß der Familientragödie zeigt.

Über den Autor:
John Harwood stammt aus Australien. Er lehrte an der Universität von Southern Australia Englische Literatur. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Adelaide.

Rezension von Heike Rau

John Harwood
Das Haus der vergessenen Bilder
Aus dem Englischen von Susanne Goga-Klinkenberg
348 Seiten, gebunden
Krüger Verlag
ISBN: 3-8105-0933-7
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Jamie Oliver: Kochen für Freunde

Jamie Oliver: Kochen für Freunde

Jamie Oliver ist verrückt nach Kräutern. Ohne frische Kräuter geht beim Kochen seiner Meinung nach nichts. So erzählt er am Anfang des Buches, welche Erfahrungen er mit der Anzucht von Kräutern gemacht hat und gibt zahlreiche Tipps. Weiter geht es mit leckeren Rezepten für ein herzhaftes Frühstück. Der Koch beschreibt die Zubereitung vom Schinken-Sandwich, Toast mit Fleischtomaten, Basilikum, gekochtem Schinken und Käse oder Megamüsli so bildhaft und geschmacklich vorstellbar, dass einem schon beim Lesen das Wasser im Munde zusammenläuft. Auch die kleinen Snacks und Knabbereien lassen den Magen vor Vorfreude grummeln. Es folgen einfache Salate und Dressings, interessante Suppenkreationen und Nudelgerichte. In einem weiteren Kapitel werden Gerichte mit Fisch oder Muscheln vorgestellt. Es gibt Wolfsbarsch mit Kräuterfüllung in Alufolie oder gebratene Forelle, dazu Kartoffeln mit Meerrettich-Walnuss-Sahne, um zwei Beispiele zu nennen. Fleisch und Geflügelgerichte wie gebratenes Kotelettstück mit Pfirsichen oder Rindfleisch-Carpaccio mit Kräuterkruste folgen. Ein weiteres Kapitel ist dem Gemüse gewidmet. Es gibt in Folie gebackene Rote Bete mit Knoblauch, Majoran und Balsamico-Essig oder Fenchel aus dem Ofen mit Knoblauch, Butter und Wermut. Es folgen leckere Brotrezepte und verschiedene Pizzas. Auch Rezepte von Desserts und Kuchen fehlen nicht. Danach werden eine Reihe von Drinks und Cocktails empfohlen, wobei die Frucht-Shakes besonders lecker aussehen. Den Schluss bilden Rezepte zu Brühen, Saucen und Salsas.

Die Rezeptauswahl ist sehr vielfältig. Jamie Oliver stellt nicht nur einfache Rezepte vor, sondern auch zunächst recht abenteuerlich klingende, mit denen man aber seine Freunde garantiert überraschen und vor allem beeindrucken kann. Die Zutatenlisten sind überschaubar und die Zubereitungsbeschreibungen sehr ausführlich und auch für Laien gut nachvollziehbar. Dabei muss man sich gar nicht immer so genau an die Anweisungen halten. Jamie Oliver regt die Fantasie des Lesers an und ermuntert dazu, auch die eigene Kreativität mit einzubringen. Die vorgestellten Gerichte sind meist für 4 bis 6 Personen ausgelegt. Verwendet werden vorwiegend frische Zutaten. Aber auch eine Liste der Dinge, die man immer im Haus haben sollte, fehlt nicht.
Eins steht fest, mit diesem Kochbuch ist Schluss mit dem ewigen Einerlei und langweiligen Gerichten in der Küche. Die locker-leichten Kommentare von Jamie Olivier machen Spaß und wirken anregend auf den Appetit. So macht es Spaß, für Freunde zu kochen. Die vielen ganzseitigen Fotos sind oftmals kleine Kunstwerke. So ist auch die Gestaltung des Kochbuchs als sehr gelungen zu bezeichnen.

Über den Autor:
Jamie Oliver ist in Clavering/Essex aufgewachsen. Bereits im Alter von acht Jahren lernte er im Pub seiner Eltern kochen. Er studierte am Westminster Catering College in London. Zusammengearbeitet hat er schon mit einigen der renommiertesten britischen Küchenchefs. Jamie Oliver war beratender Küchenchef des Restaurants „Monte´s“ in Knightsbridge. Mittlerweile hat er ein eigenes Restaurant „Fifteen“ eröffnet. Seine Kochsendungen werden von Millionen Fernsehzuschauern verfolgt. Jamie Oliver lebt mit seiner Frau Jools und seinen beiden Kindern in London.

Rezension von Heike Rau

Jamie Oliver
Kochen für Freunde
Neue geniale Rezepte
Aus dem Englischen von Susanne Vogel
288 Seiten, gebunden, über 300 Farbfotografien
Dorling Kindersley Verlag
ISBN: 3-8310-0654-7
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Der Sommer, als Lucy vier war

Der Sommer, als Lucy vier war

Als Anna erfährt, dass sie schwanger ist, will sie es nicht glauben. Sie kann sich nicht vorstellen, eine Mutter zu sein. Sie ist viel zu jung und nicht verheiratet. Außerdem beschäftigt sie sich mit wichtigen Dingen. Sie ist graduierte Studentin, Fotografin. Anna lässt abtreiben. Es bleibt ihr Geheimnis.

Auch Cerise ist schwanger. Obwohl ihre Mutter ihr zur Abtreibung rät, bringt sie ihr Baby zur Welt. Sie sucht sich Hilfe bei der LifeRight-Organisation, findet eine kleine Wohnung. Ihr Freund sucht sich eine andere Freundin.

10 Jahre später.
Cerise lebt immer noch in ärmlichen Verhältnissen in der kleinen Wohnung. Sie arbeitet in einem Altenheim, lernt Jake kennen und wird wieder schwanger. Travis wird geboren. Cerise ist weiterhin auf sich allein gestellt. Travis Vater ist arbeitslos, kann keinen Unterhalt zahlen. Weil auch Cerise wegen Travis nicht mehr arbeiten kann, zieht sie mit Sohn und Tochter um, um ein Weiterbildungsangebot anzunehmen, das sie als ihre letzte Chance sieht. Doch in der neuen Stadt geschieht ein Unglück, das Cerise vollends aus der Bahn wirft.

Anna führt ein privilegiertes Leben. Sie ist mit Elliot verheiratet, lebt in einem schönen Haus. Das Paar hat eine Tochter namens Lucy. Doch als Eliot arbeitslos wird, ist Anna wieder schwanger. Die kleine Familie muss ebenfalls umziehen. Die neugeborene Tochter Ellen ist krank. Da Anna vorläufig nicht wieder als Fotografin arbeiten kann, plagen sie neben den Ängsten um ihre Kinder auch Zukunftsängste.

Anna und Cerise sind zwei vom Charakter her völlig unterschiedlich Frauen. Sie stammen zudem aus, fast könnte man sagen, unterschiedlichen Welten.
Mit Spannung verfolgt man die Lebenswege der beiden Frauen. Jede versucht ihr Leben in den Griff zu bekommen, den Alltag zu meistern. Das verbindet die Frauen ebenso, wie ihre uneingeschränkte Liebe zu ihren Kindern.
Zunächst laufen die Geschichten von Cerise und Anna parallel. Doch als Leser wartet man darauf, dass sich begegnen und zueinander finden.
Die Autorin schreibt mit viel Feingefühl, ohne zu werten. Das Buch geht unter die Haut und ist sehr bewegend und aufwühlend.
Nach dem Lesen des Buches fühlt man sich nicht mehr sicher. Das Schicksal ist unberechenbar, man kann nicht sagen, was das Leben bereit hält, inwieweit man beeinflussen kann, was geschieht. Doch das Buch macht auch Hoffnung, sorgt dafür, dass man sich an Glücksmomente erinnert und sie in Gedanken festhält. Es vermittelt aber auch, dass ein Neuanfang im Leben immer möglich ist, wie schwer es auch sein mag.

Über die Autorin
Jean Hegland lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im Norden Kaliforniens.

Rezension von Heike Rau

Jean Hegland
Der Sommer, als Lucy vier war
Aus dem Amerikanischen von Veronika Cordes
432 Seiten, gebunden
Krüger Verlag
ISBN: 3-8105-0868-3
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Oliven

Oliven

Oliven und Olivenöl finden wegen ihrer Gesundheitswirkung auch in unserer Küche immer häufiger Verwendung. Wer Näheres über die Steinfrüchte erfahren möchte, wird hier umfassend zu allen wissenswerten Themen informiert.

Im ersten Teil des Buches geht es um die Hintergründe. Nachlesen kann man Wissenswertes zur Geschichte des Olivenbaumes und Mythologisches über den Baum der Weisheit, des Friedens, der Hoffnung und des Lichts. Interessant ist es zu erfahren, woher der Name Olive kommt, wie Olivenbäume kultiviert werden, wie die Oliven geerntet und weiterverarbeitet werden und das wertvolle Öl gewonnen wird. Zudem werden die verschiedenen Olivensorten aufgelistet und genau erklärt.

Im zweiten Teil geht es um die Anzucht und Pflege von Olivenbäumchen im eigenen Heim. Die kann man nämlich selber ziehen und sich so ein bisschen Urlaubsgefühl und mediterranes Flair nach Hause holen. Die verschiedenen Möglichkeiten wie beispielsweise die Anzucht aus Samen oder die Vermehrung durch Stecklinge werden genau besprochen. Pflegehinweise sind ausführlich dargestellt.

Der dritte Teil des Buches „Fit und Gesund“ ist dem Lebenselixier Olivenöl gewidmet. Beschrieben wird beispielsweise eingehend, welche wertvollen Inhaltsstoffe das Olivenöl besitzt und, das dürfte besonders interessant sein, welche Gesundheitswirkung es hat. Aber Olivenöl wird nicht nur in der Küche verwendet, auch in der Körperpflege ist es von Bedeutung.

Im vierten Teil wird eine Reihe feiner Rezepte vorgestellt. Es gibt Einkaufstipps und Hinweise auf Dinge, die man unbedingt beachten sollte, wenn man mit Olivenöl braten, backen oder frittieren, Oliven selbst einlegen oder Kräuteröl herstellen möchte. Im Rezeptteil findet man Vorschläge wie griechischen Salat, Kartoffelsalat mit Oliven, Spagetti mit Olivenöl und Knoblauch, Hähnchentopf mit Oliven, Fisch im Tomatenbett mit Oliven oder Olivenbrot, welches sich auch im Backautomaten zubereiten lässt.

Mit diesem Buch ist jeder Leser gut beraten, der sich umfassend über Oliven und Olivenöl und seine Gesundheitswirkung informieren möchte. Es ist übersichtlich gestaltet und in verschiedene Kapitel unterteilt, so dass man sich schnell einen Überblick verschaffen kann. Die ausführlichen Textbeiträge sind gut verständlich und mit informativen Fotos versehen. Die Rezeptvorschläge sind durch die Schritt-für-Schritt-Anleitungen leicht nachvollziehbar. Ein Register ist vorhanden. Auch Literaturtipps zu weiterführenden Büchern fehlen nicht.

Über die Autorin:
Die Diplombiologin Dr. Gabriele Lehari ist seit vielen Jahren als Sachbuchautorin tätig. Sie hat über 20 Bücher in den Bereichen Natur, Umwelt, Garten und Tier veröffentlich. Sie ist eine erfahrene Hobbygärtnerin.

Rezension von Heike Rau

Gabriele Lehari
Oliven
78 Seiten, Klappenbroschur, 50 Farbfotos
Reihe: Garten-Fit
Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart
ISBN: 3-8001-4594-4
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Bodytalk

Bodytalk

Jeder will schön sein, fit und schlank. Besonders Jugendliche betrachten sich kritisch, wollen sich mit ihrem Aussehen nicht abfinden. Kaum einer ist mehr zufrieden mit sich. Und tatsächlich kann heutzutage einiges getan werden, um das eigene Aussehen zu verbessern.

Doch was ist Schönheit überhaupt? Was empfinden wir als schön? Im Buch sind perfekt aussehende Menschen dargestellt. Doch sind sie am Computer entstanden. Auch in den Medien wird uns die perfekte Schönheit nur vorgegaukelt. Ein Fotoprogramm sorgt dafür, dass alle Pickel und Falten verschwinden. Vergleicht man sich selbst mit den Schönheiten der Hochglanzmagazine, könnte man verzweifeln. Natürlichkeit ist nicht mehr gefragt.

Der Schönheitswahn hat Folgen. Etwas an sich machen zu lassen, scheint normal zu werden. Oftmals schon bei jungen Mädchen. Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie nehmen zu. Die jungen Frauen machen ihr Leben am eigenen Gewicht fest. Die jungen Männer dagegen strampeln sich im Fitnessstudio ab, um männlicher zu erscheinen. Der Waschbrettbauch ist ein Muss. Bald reicht einfaches Training nicht mehr aus. Mit fraglichen Nahrungsergänzungsmitteln, Hormonen und Amphetaminen wird nachgelegt.

Andrea Hauner und Elke Reichart haben sich einem sehr ernsten Thema angenommen. Im Buch gibt es Beiträge von Ärzten, Psychologen, Wissenschaftlern und Künstlern, die sich mit dem Schlankheitswahn, der Pubertät, der Liebe, Schönheitsoperationen usw. auseinandersetzen. Aber auch die Jugendlichen selbst kommen zu Wort. Die einzelnen Beiträge sind leicht verständlich. Schwierige Begriffe werden gleich im Text erklärt. Das Buch konfrontiert den Leser mit dem Schönheitskult und seinen Folgen und rückt damit die oftmals verschobene Körperwahrnehmung wieder ins rechte Licht. Bleibt zu hoffen, dass einige nach dem Lesen des Buches ihren Körper mit seinen Schwächen wieder besser akzeptieren können, den Kampf gegen den eigenen Körper aufgeben und wieder lernen, andere Schwerpunkte in ihrem Leben zu setzen.

Über die Autorinnen:

Andrea Hauner, Jahrgang 1959, studierte Germanistik und Geschichte. Sie arbeitete als Autorin und Fernsehjournalistin für das ZDF, ARD und ARTE. Andrea Hauner lebt in der Schweiz.

Elke Reichert, Absolventin der Deutschen Journalistikschule in München, arbeitet unter anderem bei Tageszeitungen, beim ZDF und als freie Journalistin in Südafrika. Sie lebt bei München und schreibt als Autorin mit dem Schwerpunkt Medizin.

Rezension von Heike Rau

Andrea Hauner & Elke Reichart
Bodytalk
Der riskante Kult um Körper und Schönheit
206 Seiten, broschiert
Reihe Hanser
Deutscher Taschenbuch Verlag, München
ISBN: 3-423-62203-2
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Miststück

Miststück

Privatdetektivin Casey Jones ist einigermaßen überraschst, als ihr Exehemann Jeff, den sie als menschliches Gegenstück zu Herpes bezeichnet, nach so vielen Jahren bei ihr im Büro auftaucht und sie ganz unverfroren um Mithilfe bei einem Kokaindeal bittet. Kaum hat sie ihn vergrault, taucht Tawny Bledsoe, übel zusammengeschlagen, bei ihr auf. Angeblich hat ihr Ehemann ihr das angetan. Und er hat auch noch die 4jährige Tochter entführt, obwohl Tawny das Sorgerecht zugesprochen wurde. So etwas ist dem Commissioner für das Wake County Robert Price eigentlich nicht zuzutrauen. Tawny Bledsoe nutzt ihr schauspielerisches Talent, um Casey zu überreden, den Fall zu übernehmen. Und da von irgendwas schließlich die Miete bezahlt werden muss, macht sie es.
Casey braucht nicht lange, um herauszufinden, wo Robert Price sich mit dem Kind aufhält. Bei der Übergabe des Kindes an seine Mutter geht es aber dann sehr brutal zu. Tawny hat einen Schlägertyp im Schlepptau, der Robert Price unnötigerweise übel zurichtet. Casey, die sich im Hintergrund hält, ahnt, dass hier etwas nicht stimmt. Ihre Ahnung bestätigt sich, als der Scheck platzt, mit dem sie bezahlt wurde. Einige Tage später wird Boomer Cockshutt, der besagte Schlägertyp, tot aufgefunden und Robert Price wird verdächtigt, der Mörder gewesen zu sein. Tawny taucht mit ihrer Tochter unter, angeblich aus Angst vor ihrem, wie sie behauptet, brutalen Mann. Casey Jones denkt nicht daran, die Vorkommnisse auf sich beruhen zu lassen. Sie ist neugierig geworden. Der ganze Fall stinkt zum Himmel. Außerdem lässt sie sich nicht gern verarschen, sie will ihr Geld.

Die Figur Casey Jones ist unglaublich. Sie ist direkt, sarkastisch und richtig bissig. Ihren Beobachtungen und Kommentaren zu folgen, macht einfach Spaß „Er saß mir gegenüber, stopfte sich Käsekräcker in die Luke rein und schlappte an seiner Cola.“ Ihre Gefühle stellen sich sehr nachvollziehbar dar. „Innerlich fühlte ich mich, als hätte ich eine Ladung mexikanische Springbohnen verschluckt.“ Obwohl sie sich so rotzfrech und respektlos darstellt, hat sie das Herz auf dem rechten Fleck. Sie lebt ihr Leben und setzt sich durch, obwohl sie Knasterfahrung hat, ihre Lizenz gefälscht ist und sie eigentlich keine Waffe bei sich tragen dürfte.
Der Fall zeigt sich zunächst recht unkompliziert. Hier wird der Leser genauso aufs Glatteis geführt wie die Ermittlerin. Doch die Spannung steigt stetig, der Fall wird immer undurchsichtiger und bald ist klar, dass viel mehr dahinter steckt. Als der Mord an Cockshut geschieht wird es ernst. Doch Casey Jones, das muss man ihr lassen, beißt sich regelrecht fest an dem Fall. Sie zieht alle Register und lässt ihre Kontakte spielen, um den Mörder und dem hinterhältigen Spiel Tawnys auf die Spur zu kommen.

Fazit: Flotter Krimi mit einer sehr unkonventionellen Ermittlerin. Sehr zu empfehlen!

Über die Autorin:
Kathy Munger, 1956 auf Hawaii geboren, wuchs in Raleigh, North Carolina, auf. Nach einigen Jahren in New York lebt sie heute wieder dort. Ihre Romane um Casey Jones wurden verfilmt. Die Autorin ist Mitglied der respektlosen neo-feministischen Schriftstellerinnen-Gruppe „Tart Noir“.

Rezension von Heike Rau

Katy Munger
Miststück
Ein Fall für Casey Jones
Aus dem Englischen von Tom Appleton
380 Seiten, broschiert
Reihe: metro
Unionsverlag, Zürich
ISBN: 3-293-20311-6
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Flora Garten Kalender 2005

Flora Garten Kalender 2005

In erster Linie sind dem Kalender alle anstehenden Gartenarbeiten im Verlauf des Jahres zu entnehmen. Jeweils zu Beginn eines neuen Monats werden die Monatsarbeiten für Ziergarten, Gemüsegarten, Obstgarten oder Wassergarten zusammengefasst. Im Wetterkalender können eigene Beobachtungen Tag für Tag aufgezeichnet und die Mondphasen beobachtet werden. Platz für weitere eigene Notizen ist vorhanden, wenn auch sehr knapp bemessen.
Neue und alte Obstsorten, aber auch interessante, recht unbekannte Gemüsesorten werden vorgestellt. Es gibt interessante Tipps, mit denen man Kinder spielerisch in die Gartenarbeit einbinden kann, Buchtipps, Ratschläge für intelligente Faule, Rezepte, floristische Ideen zum Nachmachen, Pflanzenporträts und vieles mehr. Vorhanden sind wichtige Saat-, Pflanz- und Erntetabellen, ein Kulturkalender der wichtigsten Gemüsearten, eine Tabelle mit Kombinationsmöglichkeiten für Mischkultur und eine Tabelle mit giftigen Pflanzen. Wichtige Daten zu Messen, Ausstellungen und Blumenfesten sind ebenso aufgelistet und dem Kalender zu entnehmen, wie Adressen zu Pflanzenschutzfragen, Informationsmöglichkeiten und Fortbildung, Adressen zur Bodenuntersuchung oder Bezugsquellen von Saatgut, Nützlingen bzw. biologischem Pflanzenschutz, Gartenbauverbänden und mehr.

Beispiel: Monat Januar
Auch im Monat Januar gibt es schon einiges zu tun. Lauch- und Grünkohl können geerntet werden, die Vögel werden mit Samen und Getreide versorgt, Lagerräume hin und wieder gelüftet, eingelagertes Gemüse kontrolliert. Bei über 4 Grad und zunehmendem Mond werden Obstbäume auf Fruchtansatz geschnitten. Auf der Fensterbank lassen sich Radieschen, Kerbel oder Kresse ziehen. Im Pflanzenporträt wird der Seidelbast vorgestellt. In den Monatsarbeiten für den Ziergarten wird beispielsweise daran erinnert, die Saatgutvorräte zu kontrollieren und neues Saatgut zu bestellen. Überwinternde Blumenzwiebeln- und Knollen müssen begutachtet werden. An frostfreien Tagen besteht die Möglichkeit Ziergehölze und Hecken auszulichten. Im Tipp wird erklärt, wie Holzasche als Düngerergänzung verwendet werde kann. Als Rezept gibt es leckere Käse-Kartoffel-Laibchen. Vorgestellt werden zudem Teekräuter und verschiedene empfehlenswerte Mischungen.

Mit diesem informativen und sehr abwechslungsreichen Kalender kommt man gut durchs Gartenjahr. Er beinhaltet einen umfassenden Ratgeber für jeden Gartenfreund und bietet unzählige Tipps und Tricks von Gartenprofis. Die gute Übersichtlichkeit sorgt dafür, dass man nicht den Überblick verliert. Die Texte sind leicht verständlich und gut nachvollziehbar. Die vielen ansprechenden Fotos erfreuen das Auge und machen Lust auf die bevorstehende neue Gartensaison.

Fazit: Kalender und Ratgeber in einem. Für Hobbygärten eine Quelle zahlreicher Anleitungen, Tipps und Tricks.

Rezension von Heike Rau

Flora Garten
Kalender 2005
208 Seiten, Spiralbindung, 120 Fotos, 25 Zeichnungen
Verlag Eugen Ulmer
Österreichischer Agrarverlag
ISBN: 3-8001-4605-3
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Das Zwergenbuch

Das Zwergenbuch

Wer kennt sie nicht, die Zwerge, Kobolde, Heinzelmännchen, die Wichtel, die Trolle und die Klabautermänner. Ditte und Giovanni Bandini haben sich auf ihre Spuren begeben. Sie haben ihre Charaktereigenschaften, ihr Aussehen, ihre Eigenheiten und ihre Vorlieben ergründet. Sie erforschten die Herkunft der Zwerge, fassen zusammen, was ihnen nachgesagt wird und geben Antwort auf die Frage, warum die Zwerge verschwunden sind, bzw. nur noch als Gartenzwerge in den Vorgärten zu sehen sind.

Doch wie sehen die Zwerge überhaupt aus. Stimmt das Bild vom kleinwüchsigen Mann mit roter Zipfelmütze und langem Bart? Nachgesagt wird ihnen oft auch, hässlich zu sein, kurzbeinig, dickleibig und alt. Von Region zu Region werden sie unterschiedlich beschrieben. Auch ihre Kleidung variiert. Besonders interessant ist es natürlich zu erfahren, inwieweit sich Zwerge, Kobolde und Heinzelmännchen überhaupt voneinander unterscheiden. Auch den Unterschieden zwischen Märchen- und Sagenzwerg nehmen die Autoren sich an. Ein eigenes Kapitel ist zwei Zwergenkönigen gewidmet, Alberich und Laurin. Auch die Darstellung der Zwerge im Kinderbuch wird behandelt. Und die Gartenzwerge haben ebenfalls ein eigenes Kapitel. Sehr spannend ist die Frage nach dem Verbleib der Zwerge. Die Autoren stellen hier die wenigen Theorien vor, die es gibt.

Ditte und Giovanni Bandini erzählen auf lockere und sehr unterhaltsame Weise und mit viel Witz und Charme über die Zwerge. Sie haben ausführlich recherchiert, so gibt sehr viel Interessantes zu erfahren. Bekanntes und wenig Bekanntes wird in Zusammenhang gebracht, Schlüsse daraus gezogen und Thesen aufgestellt. Erzählt werden zudem eine Reihe von bedeutenden Sagen. Das Buch ist ansprechend mit schwarz-weißen Zeichnungen illustriert. In der Mitte des Buches ist eine Reihe mit farbigen Abbildungen zu sehen. Mit im Buch ist ein kleines Zwergenglossar und zum schnellen Nachschlagen ein Register.

Fazit: Ein spannendes, sehr unterhaltsames Buch für alle, die sich für die Geschichte der kleinwüchsigen Wesen interessieren, mit jeder Menge Informationen und Hintergrundwissen, tollen Abbildungen und vielen Sagen.

Über die Autoren:
Ditte Bandini, Jahrgang 1956, studierte Völkerkunde, Religionsgeschichte und Indologie. Sie arbeitet an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und als freie Schriftstellerin und Übersetzerin.
Giovanni Bandini, Jahrgang 1951, studierte Indologie, Vergleichende Religionswissenschaft und Indische Kunstgeschichte. Er arbeitet als freier Übersetzer.

Rezension von Heike Rau

Ditte und Giovanni Bandini
Das Zwergenbuch
238 Seiten, Klappenbroschur
dtv premium
Deutscher Taschenbuchverlag, München
ISBN: 3-423-24441-0

Kleiner Hinweis: Auch in unserer Datenbank zu finden: Ditte und Giovanni Bandini mit „Das Buch der Elfen und Feen“.
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Walfred Goreng

Walfred Goreng

Walfred Goreng
herausgegeben von Armin Rößler und Dieter Schmitt
190 Seiten
9,95 Euro
ISBN 3-938065-04-4
Wurdack Verlag
http://www.wurdackverlag.de/verlag/bgoreng.html

Klappentext:

Die Zukunft ist voller Fragen:
Wovor fürchtet sich der Programmierer Chris? Ist Njomwegs Krankheit, die nur Kinder befällt, wirklich unheilbar? Und was hat Ökonomie mit Raumfahrt zu tun?

Interkulturelle Probleme gibt es auch morgen:
Ein Computerfehler löst diplomatische Verwirrungen aus, ein Fluch hingegen schafft Frieden; und die Lärmempfindlichkeit wandelnder Kakteen führt zum Zusammenbruch des interplanetaren Handels.

… und mysteriöse Verbrechen ebenfalls:
Einem Starpianisten werden die Hände gestohlen, die Blautigerkatze Walfred ist unauffindbar, Polizisten aus Vergangenheit und Zukunft jagen einen Verbrecher und irgendjemand stiehlt Blut.

26 Autoren entführen den Leser in skurrile, sonderbare und beängstigende Zukunftswelten. Und wo ist der Ausgang? Natürlich am Ende des Buches.

Fazit:
Ein durchwachsenes Buch mit etwas zu wenig Höhepunkten und zuviel Durchschnittlichem. Trotzdem eine durchaus lohnenswerte Sammlung von SF-Geschichten. Wenn man bedenkt, dass die meisten der in der Anthologie vertretenen erst am Anfang ihrer Schaffensperiode stehen.
Trotzdem: Es ist der zweite SF-Band der Storyolympiade. Für den geplanten dritten Band würde man sich doch eine Steigerung wünschen.
Zum Anlesen empfehle ich Uwe Herrman (Geheimnis der unentschlossenen Treppe), Edgar Güttge (Dezibel) und Thorsten Küper (Njomwegs Krankheit)

Zu den Geschichten:

Markus Kastenholz – Walfred Goreng
Flüssig geschrieben aber insgesamt ziemlich platt.

Thorsten Küper – Njomwegs Krankheit
Handelt von einer Verschwörung aufgrund eines Virus. Gewohnt gute Geschichte, wie man es von Thorsten Küper gewohnt ist

Heidrun Jänchen – Omega
Geschichte über eine geheimnisvolle Mordserie, sehr stimmungsvoll, eine deutliche Steigerung zu der Geschichte aus Deus Ex Machina

Dieter Schmitt – Arbeitstag
Eine Geschichte, die mehr eine Kritik an der Gegenwart, als eine Zukunftsgeschichte ist, ebenso eine deutliche Steigerung zu der Geschichte aus Deus Ex Machina. Gefällt.

Helmuth W. Mommers, Ernst Vlcek & Uschi Zietsch – All inclusive
Solider Inhalt, der an sich nichts Neues bietet, aber flüssig und mit Freunde zu lesen ist.

Peter Hohmann – Tag des Glücks
Geschichte, die mit einem Nachkatastrophenszenario spielt. Ein wenig zu sehr auf den Plot ausgerichtet

V. Groß – Maschinelle Gelassenheit
Ein wenig verwirrend und unfertig aus meiner Sicht. Hätte man mehr draus machen können. Gerade atmosphärisch wäre eine Steigerung möglich gewesen, auch wirkten die Szenen generell verwirrend. Gute Ansätze, blieb auch im Gedächtnis haften.

Melanie Metzenthin – Vom Fluch des Fortschritts
Ich schwanke zwischen überflüssig und witzig. Sagen wir eine witzige aber ein wenig unorginelle Parteiwerbung.

Lutz Herrmann – Corona
Verschwörungstherorie, ganz nett.
Uwe Hermann – Das Geheimnis der unentschlossenen Treppe
Die unentschlossene Treppe bietet zwar vom Inhalt her auch eher etwas konventionelles (Zeitreisen), ist aber mitreißend geschrieben und für mich einer der Höhepunkte des Buches, wenn nicht gar DER Höhepunkt. Hut ab!

Thomas Kohlschmidt – Mein Schicksal in deinen Händen
Voraussehbar konstruierter Krimi mit vorhersehbarem Plot, der zudem noch auf zwingend moralisch macht. Es ist eigentlich alles da, das es eine gute Geschichte wird, aber die Personen bleiben blass und die Spannung in einem anderen Sternensystem.

Petra Vennekohl – Vascul
Eine Stimmungsvolle Geschichte über Kolonisten auf einem anderen Planeten. . Denke, der Autorin würden längere Geschichten besser zu Gesicht stehen, aber ist auch so gut.
Andreas Flögel – Der Besuch
Flüssig und nett, allerdings inhaltlich ein wenig mager.

Frank Hoese – Erstkontakt
Böse und ironisch, lebt von der Hauptperson. Gefiel bis dahin am besten, hätte aber ein wenig Kürzung vertragen.

Klaus Eylmann – Mamma
Da bin ich hin- und her gerissen. Zu Anfang bekommt die Fantasie Flügel, fällt aber gegen Ende ab, und die ganze Nudelgeschichte wirkt ein wenig aufgesetzt.

Barbara Schinko – Dies ist eine Warnung
Geschichte von Weltraumbesuchern, die zur Erde (Ursprungsplanet) zurückkehren. Fand ich ziemlich mäßig

Stefan Wogawa – Ein Alien kommt selten allein
Eine Geschichte über Diplomaten. Sehr humorvoll, typischer Pulp mit Übertreibung, mein aktueller Favorit

Dietmar Preuß – Der Kampf gegen die Baumfresser
Eine wirre Geschichte, deren Sinn sich mir verschließt.

Andrea Tillmanns – Träume
Stimmungsvoll, aber irgendwie habe ich den Sinn nicht ganz verstanden. Denke, die Idee hätte auch eine längere Geschichte verdient.

Uwe Hermann – Das Geheimnis der unentschlossenen Treppe
Die unentschlossene Treppe bietet zwar vom Inhalt her auch eher etwas konventionelles (Zeitreisen), ist aber mitreißend geschrieben und für mich einer der Höhepunkte des Buches, wenn nicht gar DER Höhepunkt. Hut ab!

Birgit Erwin – Himmelfahrtskommando
Hat mir gar nicht zugesagt.

Robert Kerber : Der Bibliothekar:
Tolle Idee, guter Spannungsaufbau, interessante Charaktere und sehr stimmungsvoll. Trotzdem wirkt die Geschichte fragmentarisch, es werden viele Fäden gesponnen, doch meines Erachtens nur bedingt zu einer fertigen Geschichte verwoben. Da steckt noch Potential drin.

Edgar Güttge – Dezibel
Klasse Parodie auf den Behördenwahnsinn. Gefiel mir außerordentlich gut.

Veronika Fischer – Nachmittagsprogramm
Unterhaltsame Geschichte, die schön zu lesen war, ohne etwas Neues zu bieten. Hätte man mehr draus machen können.

Roland Triankowski – Ausgang
Eine gute Geschichte über Sichtweisen und Ebenen, wobei das Ende ein wenig unspektakulär war. Gefiel mir richtiggehend gut.
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