Fremde Gedanken – Fantastische Erzählungen

Fremde Gedanken – Fantastische Erzählungen

Eine Kriegerin und ein Zauberer, ein verliebter Außerirdischer, ein Wissenschaftler mit fremden Gedanken im Kopf oder eine mutige Drachenführerin, sie alle füllen die neun Geschichten mit Leben. Geschichten die in verschiedenen Zeiten spielen oder in fernen Welten oder scheinbar hier in unserer Nähe. Es geht um das Leben, das Überleben, unsere Träume und Sehnsüchte und natürlich die Liebe.

Den Einstand macht die Story „Geistesmacht“, die sich auf so faszinierende Art und Weise mit unserer Willenskraft und den dadurch erfüllbaren Träumen befasst. Sie zieht den Leser magisch hinein in das Buch. Sehr spannend ist „Fremde Gedanken“. Die Möglichkeit menschliches Wissen von einem Gehirn in ein anderes kopieren zu können, ist utopisch. Aber wer weiß, was die Zukunft bringt. „Die Nacht im Park“ liest man wohl mit einen Schmunzeln. Was wäre, wenn der eigene Partner, den man eigentlich für durch und durch menschlich hält, sich in einen Außerirdischen verwandeln würde? Eine abwegige Vorstellung? Und trotzdem wird dieses Szenario einmal durchgespielt. „Hallen aus Stahl“ dagegen stimmt nachdenklich. Die Menschen leben hier unterirdisch in Kuppelstädten auf dem Meeresboden, werden beherrscht von einer diktatorischen Regierung. Vor dieser Kulisse sucht ein Bruder seine ohne Wissen der Regierung geborene Zwillingsschwester, die nach dem Gesetz eigentlich kein Recht hat zu leben. Den gelungenen Abschluss bildet die eher heitere Geschichte „Verflixter Montag“, die unsere Einstellung zu eben diesem Wochentag durch einen vielsagenden Blick in die Zukunft ändern könnte.

Beeindruckend ist die Vielfalt der Geschichten, der gelungene Mix aus Science-Fiction und Fantasy. Die Autorin schreibt sehr flüssig und behält einen einheitlichen Stil bei. Sie setzt der Phantasie des Lesers keine Grenzen. Kurzweilige und abwechslungsreiche Unterhaltung wird so garantiert.

Heike Wolff ist Jahrgang 1973. Die Mitherausgeberin des LEseSTOFFs lebt in Leipzig. Nach zahlreichen Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften liegt nun mit „Fremde Gedanken“ ihr erstes Buch vor. www.wolffheike.de

Rezension von Heike Rau

Heike Wolff
Fremde Gedanken – Fantastische Erzählungen
148 Seiten, broschiert
Engelsdorfer Verlagsgesellschaft
ISBN: 3-937290-58-3

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Mutter & Sohn

Mutter & Sohn

Endlich darf er wieder im Stehen pinkeln. Lisa ist weg. Nach vier Jahren. Johannes Seidel fühlt sich eigentlich gut. Doch dann kommt der Brief, überrascht ihn in seinem wohlverdienten Urlaub. Die Firma will ihn abschieben nach Brasilien, will Platz machen für einen jüngeren Kollegen. Eine tolle Chance für ihn, er sei ja schließlich jetzt ohne familiäre Bande, ohne Lebensabschnittsgefährtin. Dabei riecht das Bett noch nach ihr. Es war ein Fehler, sich der Sekretärin Frau Zumgibel anzuvertrauen.
Brasilien. Er weiß von einem Kollegen, wie es dort ist. Nur im zugedröhnten Zustand kann man es dort aushalten. So ein Abenteuer auf die alten Tage will er sich sparen.
Dann kommt der Anruf. Von seiner Mutter, zu der er lieber Abstand hält. Sie ruft immer an, wenn er ein Tief hat. Sie hat ein Gespür dafür. Er erzählt ihr von dem Angebot, nach Brasilien zu gehen. Sie hält es für Abschiebung. Und wenn er dennoch zusagt? Den Gedanken ihren Sohn so weit weg wissen zu müssen, erträgt sie nicht. Sie will ihn sofort sehen. Und er kommt. Es ist für ihn völlig überraschend, seine Mutter im Rollstuhl sitzend vorzufinden. Und da sind sie wieder da, die familiären Bande. Sie wollen seinen Karrieresprung nach Brasilien verhindern. Er ist nicht mehr frei in seiner Entscheidung, auch wenn die Mutter ihm etwas anderes zu verstehen gibt – scheinbar zu verstehen gibt.

Auf der einen Seite steht Martin Seidel. 57 Jahre alt. Nun, wo Lisa ihn verlassen hat oder besser, seit er sie vertrieben hat, ein alleinstehender Mann. Er ist erfolglos, bald glatzköpfig und von so manchen Wehwehchen geplagt. Wie soll er wieder eine Frau finden? Doch so ganz allein ist er ja nicht. Er hat seine rechthaberische Mutter, mit der er es nie länger aushält. Krankhaft klammert sie sich an die vor 30 Jahren verstorbene Tochter, hält sie lebendig, lebt mit ihr zusammen. Das erträgt er nicht. Als die Mutter von Martins Brasilien-Plänen hört, klammert sie sich auch noch an einen Rollstuhl. Muss Martin sie nun pflegen? Er, der bildlich gesprochen ja eigentlich auch schon an Krücken geht? Das rückt die Abschiebung nach Brasilien in ein ganz anderes, in ein verlockendes Licht. Nur weg, alle Verpflichtungen hinter sich lassen! Doch da ist noch sein Gewissen, das ihm keine Ruhe lassen will.

Der Autor stellt eine Mutter-Sohn-Beziehung auf den Prüfstand und analysiert sie akribisch. Jeder von den beiden versucht mit allen Mitteln seine Interessen durchzusetzen. Keiner ist bereit von alten Gewohnheiten abzurücken oder Fehler der Vergangenheit einzuräumen. Auch wenn der Sohn den natürlichen Vorteil hat jünger zu sein als seine Mutter, er ist genauso unbeweglich und eingefahren in seinen Gedanken wie sie. Doch die Mutter will es nicht darauf ankommen lassen, dass der Sohn doch nach Brasilien gehen könnte. Vorsorglich übertreibt sie das Spiel und verhält sich ganz mies und unfair. Als Leser erwartet man das Ende mit Spannung und fragt sich, ob sie damit durchkommt.

Der Autor hat eine präzise Beobachtungsgabe und psychologisches Gespür für Stimmungen. Mit seinem Buch löst er widersprüchliche Gefühle aus. Mal bringt man Verständnis für die Situation auf, dann wieder nicht. Mal ist es urkomisch mal bitterernst und Verzweiflung kommt durch. Die Geschichte wirkt ernüchternd, aber sie ist nicht ohne Hoffnung.

Über den Autor:
Bernd Schroeder ist Jahrgang 1944. Der Autor und Regisseur zahlreicher Hör- und Fernsehspiele lebt in Köln. 1992 wurde er mit dem Bundesfilmpreis ausgezeichnet. Bernd Schroeder ist Mitglied des PEN.

Rezension von Heike Rau

Bernd Schroeder
Mutter & Sohn
Erzählung
164 Seiten, gebunden
Carl Hanser Verlag
ISBN: 3-446-20466-0
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Mord(s)fälle

Mord(s)fälle

Schaut ihr abends erst unterm Bett nach, ob da der böse Mann liegt? – Lasst ihr immer irgendwo nachts ein kleines Licht brennen, um den Einbrecher abzuschrecken oder um ihn gleich erkennen zu können, wenn er auftaucht? Kurzum, ängstigen euch die eigenen Fantasien?

Wenn ja, gehört ihr sicher nicht zur Gruppe derer, die sich vorm Einschlafen mit einem spannenden Kurzkrimi zu entspannen pflegen. Zum Glück gibt’s für jene auch Anthologien freundlicheren Inhalts!

Wer sich hingegen nach des Alltags Last und Frust und Einerlei in die Welt handfester Schlechtigkeiten entführen lassen will – sei es zur Unterhaltung oder zur inneren Würdigung der eigenen Werte -, der findet im Kurzkrimi eventuell die seelische Ausgeglichenheit für einen erholsamen Schlaf. Meist siegt im Krimi ja auch das Gute, und das ist ungemein beruhigend, – aber Verlass ist darauf heute auch nicht mehr… Und eben das sorgt für ein weiteres Spannungselement.

Selbstverständlich kann man Kurzkrimis nicht nur als Einschlafstimulanz lesen sondern auch zu anderen Tageszeiten…

Werden mehrere Kurzgeschichten verschiedener Autorinnen und Autoren zu einem Buch zusammengefasst, nennt man dies eine Anthologie. Und um eine solche handelt es sich bei der jüngst im Kontrast-Verlag, Pfalzfeld, erschienen Krimi-Sammlung „Mord(s)fälle“. Das in Klammern gesetzte „s“ generiert die Doppeldeutigkeit: Es geht um Mord (was nicht verwundert) und um mordsmäßig interessante Geschichten (was in diesem Buch meistens auch zutrifft) Auf dem Cover finden wir eine dicke „1“, was darauf hindeutet, dass irgendwann ein Band 2 geplant ist.

Das Buch entstand aus einer Ausschreibung des Verlages im Internet. Wer einen interessanten Krimi geschrieben hatte, konnte ihn einreichen. Nach einer Vorauswahl wurden die einzelnen Texte bewertet durch einen Schriftsteller, einen Kriminalbeamten und ein Verlagsmitglied. Die besten 20 Beiträge von weit über 200 Einsendungen wurden dann in „Mord(s)fälle“ veröffentlicht.

Ein Kompliment verdient die Vielseitigkeit, die wohl bei der Auswahl auch eine Rolle spielte. Hier ähnelt kein Krimi dem anderen, weder inhaltlich noch in der Schreibweise. Da werden mit bloßen Händen, Giften, Messern, Pistolen und Revolvern wenig geschätzte Mitmenschen ins Jenseits befördert. Mal geschieht dies sachlich kühl, mal zynisch, manchmal mischen sich schwarzer Humor und Erotik darunter. Doch alle Geschichten sind lesenswert und unterhaltsam.

Schmunzeln lässt schon die erste Geschichte von Heinz-Peter Baecker mit dem Titel „Die Gebrauchsanleitung.“ Da setzt ein Verleger doch tatsächlich die Mordidee seines Autors in die Tat um… Also, auch ein Hauch Selbstironie des Verlages ist in diesem Buch zu finden.

Irgendwo begegnen wir übrigens auch der Kommissarin Marion Zelenka, an deren virtueller Existenz ich nicht ganz unschuldig bin.

Ein wenig Kritik muss ich anbringen zum Lektorat. Egal, ob man nun ein Anhänger der alten oder der neuen Rechtschreibung ist, hier wäre mehr Aufmerksamkeit wünschenswert gewesen. Man glaubt da manchmal den Termindruck zu spüren, das fertige Buch auf der letzten Frankfurter Buchmesse präsentieren zu können. Da passieren dann auch „Verschlimmbesserungen“, wenn beispielsweise aus dem Autoren-Original „Not-Aus“ ein „Non-Stop“ gemacht werden soll, jedoch im gedruckten Text durch einen Dreher ein „Not-Spot“ daraus wird.

Abgesehen von diesen Äußerlichkeiten unterhält das Buch recht gut, auch für den kleinen „literarischen Hunger zwischendurch“. Neulich las ich eine Betrachtung, dass so richtige eingefleischte Krimifans in der realen Verbrechensstatistik weit unter Durchschnitt in Erscheinung treten. Seht ihr, – die wissen halt, was sie tun oder besser nicht tun! Mögen diese „Mord(s)fälle“ also – ganz im Gegensatz zur ersten Geschichte in dem Buch – auch erzieherisch wirken!

Die Titel und ihre Autoren:

Heinz-Peter Baecker: Die Gebrauchsanleitung
Jo Beer: Eine perfekte Geisel
Mareike Brombacher: Vier Dosen
Carmen Caputo: Makaber
Norbert Döring: Watt für ein Mordsurlaub
Susanne Frense-Schneider: Der verdiente Mord
Christiane Geldmacher: Bei Lektüre Mord
Ulrich K. Hefner: Das dreizehnte Bild
Fran Henz: Konzepte
Gabriele Keiser: Mutterseelenallein
Ursula Lange: Schlodderkappes und Bettelmann
Gerhard Merz: Verwehte Träume
Kurt Mühle: Am Haken
Karina v. Odenthal: Mitten ins Herz
Kristin von Palubitzki: Schwarzer Schlaf
Rosemarie Pfister: Endstation Sin City
Wolfgang Polifka: Kraut
Melanie Reißfelder: Letzte Worte
Reinhold Vollbom: Grüße aus dem Jenseits
Rainer Wedler: Vollmond

„Mord(s)fälle“
Anthologie mit 20 Beiträgen
Paperback, 152 Seiten, erschienen Herbst 2003
Kontrast-Verlag, D-56291 Pfalzfeld
www.kontrast-verlag.de
ISBN 3-935286-34-1
Preis: 9,90 EURO
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Vögel richtig füttern

Vögel richtig füttern

Damit Vögel wie Papageien, Finken oder Exoten gesund bleiben, muss besonderes Augenmerk auf die Fütterung gelegt werden. Das Grundwissen dazu bietet das hier vorgestellte Buch.

Am Äußeren des Vogels kann man erkennen, was er frisst. Es ist also notwendig, Schnabel, Hintergliedmaßen, Flügel und die Gefiederfarbe genau zu betrachten. Und auch die fünf Hauptsinne Sehen, Hören, Geschmack, Geruch und Tastsinn wirken bei der Suche, der Erkennung und so dem Verzehr von Nahrung zusammen. Das muss beachtet werden.

Anhand der Erläuterungen im Buch kann man leicht feststellen, was welcher Vogel frisst, was also in sein angeborenes Nahrungsschema passen würde.
Vermittelt wird aber auch, wie der Verdauungsapparat und der Stoffwechsel von Vögeln funktionieren.

Die Bestandteile des Futters werden genau unter die Lupe genommen, damit man weiß, was der Vogel in welcher Menge braucht. Das Füttern mit im Handel angebotenen Saatenmischungen reicht nicht aus, um den Vogel mit allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Verfügbare pflanzliche Futtermittel wie Getreide werden vorgestellt, aber auch geeignetes Grünfutter, Keimfutter, Futtermittel tierischer Herkunft, Lebendfutter und industriell hergestellte Futtermittel.

Auch ernährungsbedingte Krankheiten und Probleme finden in einem Kapitel Beachtung. Dazu gehören beispielsweise Überversorgung, Mangelerscheinungen, Ungleichgewicht in der Darmflora oder Vergiftungen.

„Vögel richtig füttern“ bietet kompakte Informationen zu allen wichtigen Themen rund um das Füttern. Tipps und Ratschläge sind verständlich formuliert und können in der Praxis leicht umgesetzt werden. Für alle, die schnell eine bestimmte Information suchen, gibt es ein Register. Gefallen haben auch die zahlreichen Fotos und die informativen Zeichnungen.

Über die Autoren:
Dr. Wolfgang Aeckerlein ist Fachtierarzt für Geflügel. Er ist anerkannter Spezialist für Geflügelkrankheiten und Vogelernährung.
Dr. Dietmar Steinmetz ist praktizierender Tierarzt und Fachtierarzt für Vögel.

Rezension von Heike Rau

Wolfgan Aeckerlein / Dietmar Steinmetz
Vögel richtig füttern
96 Seiten, gebunden
mit 49 Farbfotos und 21 Zeichnungen
Verlag Eugen Ulmer
ISBN: 3-8001-3545-0
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Fanny & Willy – Zwei Mäuse retten die Stadt

Fanny & Willy – Zwei Mäuse retten die Stadt

Willys Zuhause ist ein Müllplatz. Eines Tages wird hier eine Blechtonne abgeladen. Willy wird neugierig, weil ein Klopfgeräusch aus der Tonne zu hören ist. Mit einem Stemmeisen befreit er schließlich Oskar, den Kater. Der sieht zum Glück davon ab, Willy auf seinen Speiseplan zu setzten, weil dieser ihn soeben gerettet hat. Oskar ist ein Katzendetektiv und jagt angeblich sowieso lieber Verbrecher als Mäuse. In die Tonne hatte ihn eine Bande Ratten gelockt.
Als Oskar sich den vielen Dreck auf dem Müllplatz ansieht, kommt die Stadtmaus Fanny dazu. Sie ist auf der Flucht vor Eduard von Rattenschwanz und seiner Bande. Sie hat beobachtet, wie diese Giftdosen umhergetragen haben. Damit wollen sie die Herrschaft über die Stadt gewinnen. Dieser Plan muss unbedingt vereitelt werden.

Die kleine Geschichte ist sehr spannend und beschäftigt sich mit einem ernsten Thema, unserer Umwelt. Die Problematik wird Kindern auf spielerische Art und Weise sehr anschaulich näher gebracht. Sie werden angeregt, ihr eigenes Verhalten und das der anderen gegenüber der Natur einmal zu analysieren.
Gefallen haben auch die kunterbunten, liebevoll gezeichneten Illustrationen, die Kinder sicher sehr gerne länger betrachten werden.

Auf der CD ist die Geschichte aus dem Buch als Musical zu hören. Lieder und Texte wechseln sich ab. Es wird deutlich und verständlich gesprochen und gesungen. Die Stimmen passen hervorragend zu den einzelnen Figuren. Gelungene Soundeffekte sorgen zusätzlich für Abwechslung. Einigen Lieder sind so flott und unterhaltsam, dass manches Kind sicher aufspringen wird, um mitzutanzen. Dazu gehört beispielsweise das „Wegwerf-Lied“. Hitverdächtig ist auch das Lied „Ich bin ein kleiner Vogel“ über Anette, die Amsel. Manche Lieder dagegen sind passend zum Thema eher traurig gehalten und machen nachdenklich. Dazu gehören die Lieder „Was giftig ist“ und „Behüte die Natur“.

Buch und CD sind harmonisch aufeinander abgestimmt. Die Liedtexte und Noten finden sich mit Akkordbezifferung für die Gitarre und den Griffbildern im Buch. Auch die gesprochenen Dialoge sind vorhanden. So kann das Musical auch mit der Unterstützung von Erwachsenen beispielsweise in Schulen aufgeführt werden.

Rezension von Heike Rau

Das Buch:
Hermann Schulze-Berndt / Marion Thielen
Fanny & Willy
Zwei Mäuse retten die Stadt
64 Seiten, gebunden
Musikverlag Eifelkrone Musik und Buch
ISBN: 3-9809028-3-8

Die CD:
Hermann Schulze-Berndt / Werner Totzauer
Fanny & Willy
Zwei Mäuse retten die Stadt
Ein Musical für Kinder
Kinder-Musical-CD, Spielzeit 56:20 Minuten
Musikverlag Eifelkrone Musik und Buch
ISBN: 3-9809028-0-3
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Cupido

Cupido

Jilliane Hoffmans erster Roman ist ein außergewöhnliches Buch.

Die Autorin war lange Jahre stellvertretende Staatsanwältin in Florida, und sicher schöpfte sie bei ihrem ersten Kriminalroman aus diesem Erfahrens-und Wissensschatz.

Sie beginnt ihren spannenden Roman mit der Schilderung aus dem Leben einer jungen Studentin der Jurisprudenz. Sie steht kurz vor ihrem Anwaltsexamen; sie erlebt eine leichte und nicht sehr tief gehende Liebelei. Nach einem Abend, von dem sie sich viel versprochen hatte, mit ihrem Freund Michael, kommt sie enttäuscht in ihr Appartement zu später Nachtzeit nach Hause.
Parallel zu dieser Erzählung erlebt man einen Spanner, der es auf sie abgesehen hat. Es kommt zu einer folgenreichen, schweren Vergewaltung. Pause.

Zwölf Jahre später ist C. J., so heißt die Protagonistin, Staatsanwältin in Florida. Seit einem Jahr ist sie mit der Aufklärung einer Mordserie befasst. Der Mörder hat bereits elf Mädchen bestialisch vergewaltigt und ermordet, scheinbar immer nach dem gleichen Muster. Man kommt ihm nicht auf die Spur. Erst durch einen Zufall wird er bei einer unbeutenden Verkehrskontrolle entdeckt.
C.J. stellt bei einer Anhörung fest, daß er ihr ehemaliger Peiniger ist.
Im Konflikt, die Anklage zu vertreten, entscheidet sie sich nach inneren Qualen dafür.

In der Folge werden alle Details kriminalistischer Aufklärung beschrieben. Das amerikanische Rechtssystem mit seinen Feinheiten, Kompetenzen und Hierarchien wird ebenso detailgenau beschrieben, wie die Seelenqualen, durch die C.J. gehen muß , um die Konfrontationen mit dem Angeklagten und die Rechtsstreitigkeiten mit den verschiedenen Vertretern von Zuständigkeiten durchzustehen. Sie aber kämpft um den Fall und ihre Zuständigkeit!

J.Hoffman hat einen Erzählstil, der keine Atempause zuläßt. Spannend, packend , aufregend und bis zur letzten Seite voller Überraschungen, ist dieses ein neue Art , eine Kriminalgeschichte zu schreiben, die wirklich überzeugt.

Man muß das Buch einfach gelesen haben!
Cl.B.

Jilliane Hoffman
Cupido
Umwerfend spannend!
ISBN:3805207735
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SpongeBob SCHWAMMKOPF – Ein echt nasses Vergnügen

SpongeBob SCHWAMMKOPF – Ein echt nasses Vergnügen

Bekannt ist den Kindern der kleine Karate kämpfende Schwamm SpongeBob aus dem Fernsehen. Jetzt gibt es die spannenden Geschichten auch im Taschenbuchformat zum Lesen.

SpongeBob lebt im Ozean, weil es hier so schön nass ist. Eines Tages trifft er unter wirklich gefährlichen Umständen einen Außerirdischen. Der Außerirdische entpuppt sich als Eichhörnchen im Taucheranzug. Schwamm und Eichhörnchen Sandy werden Freude. Und um diese Freundschaft zu besiegeln, lädt Sandy SpongeBob zu sich nach Hause ein. SpongeBob muss durch eine Schleuse gehen, denn Eichhörnchen brauchen Luft zum Atmen. Bisher wusste SpongeBob nichts von Luft und diese hat eine wirklich seltsame Wirkung auf ihn. Sie lässt den Schwamm völlig austrocknen. SpongeBob dreht fast durch. Er stürzt sich in die Vogeltränke und auf das eiskalte Blumenwasser. Doch das reicht nicht aus, um seine Lebensgeister wieder zu wecken. Es sieht aus, als wäre es schlecht bestellt um die Freundschaft von Schwamm und Eichhörnchen.

Die kleine Geschichte um SpongeBob Schwammkopf und das Eichhörnchen Sandy ist sehr unterhaltsam für Kinder. Der Schwamm mit dem lustigen Aussehen gerät in eine wirklich missliche Lage. Doch SpongeBob ist einfallsreich und um eine rettende Idee nie verlegen. Zahlreiche Zeichnungen erhöhen das Lesevergnügen zusätzlich.

Rezension von Heike Rau

Terry Collins
SpongeBob SCHWAMMKOPF
Ein echt nasses Vergnügen
Mit Zeichnungen von Mark O’Hare
Basierend auf der Fernsehserie von Peter Burns,
Mr Laurence und Paul Tibitt
Aus dem Amerikanischen von Almuth Behrens
60 Seiten, broschiert
für Kinder von 7-11 Jahren
Egmont VGS Verlagsgesellschaft
ISBN: 3-8025-3330-5
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SpongeBob SCHWAMMKOPF – Mission Impossible unter Wasser

SpongeBob SCHWAMMKOPF – Mission Impossible unter Wasser

Bekannt ist den Kindern der kleine Karate kämpfende Schwamm SpongeBob aus dem Fernsehen. Jetzt gibt es die spannenden Geschichten auch im Taschenbuchformat zum Lesen.

SpongeBob absolviert Mrs Puffs Kurs an der Bootsfahrschule nun schon zum siebenundvierzigsten Mal. Mittlerweile kennt er alle Fragen und Antworten auswendig. Doch wenn der Praxisteil der Prüfung ansteht, packt ihn die Panik.
Als die Aufsichtsperson des Tages zu wählen ist, bleibt nur SpongeBob. Alle anderen Schüler waren schon dran. Der gelbe Schwamm ist ganz versessen auf diese Position, vertut die Zeit allerdings erst einmal mit dem Halten einer ellenlangen Rede, die keiner hören will. Wertvolle Zeit geht so verloren.
Trotzdem will SpongeBob den restlichen Tag nutzen und seinen Pflichten als Aufsichtsperson nun außerhalb der Schule in Bikini Bottom akribisch genau nachgehen. Dabei schießt er übers Ziel hinaus und erlebt eine höchst unangenehme Überraschung.

Auch diese Geschichte ist kurzweilig, lustig und spannend. SpongeBob verbreitet mit seiner Übereifrigkeit Angst und Schrecken und merkt nicht, dass alles schief läuft und völlig aus der Bahn gerät.

Rezension von Heike Rau

Annie Auerbach
SpongeBob SCHWAMMKOPF
Mission Impossible unter Wasser
Mit Zeichnungen von Mark O’Hare
Basierend auf der Fernsehserie von Peter Burns,
Mr Laurence und Jai Lender
Aus dem Amerikanischen von Almuth Behrens
56 Seiten, broschiert
für Kinder von 7-11 Jahren
Egmont VGS Verlagsgesellschaft
ISBN: 3-8025-3332-1
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„Black Box“

„Black Box“

Tarek ist Reporter. Besser gesagt, er war es. Bis vor einem Jahr. Da machte er einige grausige Entdeckung. Bedingt durch seinen Beruf fand er die Leiche eines Entführungsopfers. Er schoss Fotos von der Leiche und machte sich dann aus dem Staub. Die Fotos gab er aber nie an seinen Chefredakteur weiter, dass konnte er nicht. Deswegen wurde er gefeuert.
Nun schägt er sich als Taxifahrer durch und versucht dabei seine Alpträume zu vergessen.
Als er in einer Amzeige von einem Experiment liest, bei dem 9 Männer 2 Wochen lang von 12 anderen unter Gefängnisbedingungen gefangengehalten werden sollen (Bei einer Entschädigung von 200 DM/Tag) wittert er eine große Story.
Aber es steckt mehr dahinter. Er leidet unetr Klaustrophobie. Die „Haft“ bietet ihm die Möglichkeit, es sich selbst zu zeigen. Und seine Journalismuskarriere wieder in Gang zu bringen.
Er meldet sich und wird auch angenommen. Am Abend vor seiner Einkehr ins Gefängnis lernt er die Niederländerin Dora kennen. Es kommt zum One-Night Stand. Doch beide empfinden mehr, können es sich nicht sagen. Tarek nicht, weil er sowieso nicht so gut in sowas ist. Und Dora nicht, weil sie noch nicht wieder gefestigt ist, nachdem sie ein Jahr zuvor ihren Bruder verloren hat.
So geht Tarek ins Gefängnis. Schon nach kurzer Zeit wird klar, dass es sich nicht um eine Spielerei handelt. Denn die als Wärter eingeteilten
Versuchspersonen missbrauchen ihre Macht. Und die Projektleitung ordnet die Situation falsch ein. Den Insassen geht es schlecht, aufgrun schlechter Behandlung. Dazu gehören mangelnde Ernährung, Privatsphäre, Freiheiten und Strafen. Die schlimmste Strafe ist die 1×1 m große Black Box. Sie ist absolut schalldicht, ebenso ist es mit Licht. Tarek versucht alles um nicht in sie zu gelangen, denn er hat schon so seine Probleme mit der Enge des Gefängnisses, andererseits rebelliert etwas in ihm gegen die Behandlung. Doch er hat keinen Verbündeten, der einzige dem er trauen kann ist der undurchsichtige Steinhoff, ein Mitinsasse. Der aber scheint aus irgendinem Grund wenig kooperativ.
Die Lage im Gefängnis spitzt sich zu. Draußen wird Dora immer mehr vom Gefühl der Liebe zu Tarek erfasst, sie macht kehrt nach Deutschland, m ihn zu sehen, als sie ihn nicht findet, tut sie alles um ihn zu finden. Dabei kommt sie hinter Tarek’s Geheimnis. Ob sie ihm trotzdem hilft, und wie sich Tarek überhaupt aus seiner misslichen Lage befreit, sei nicht verraten.

Der Roman weißt teilweise wesentliche Unterschiede zum Film auf. Die beiden sind nicht zu vergleichen, da sie beide exzellent sind, aufgrund ihrer schnellen direkten, aber trotzdem präzisen Erzählweise.
Man hat sicher seinen Spaß mit Film und Buch, da man die Grundidee der Story auf zwei Arten erlebt.

Mario Giordano
„Black Box“
Der Roman zum Spielfilm „Das Experiment“ (D 2000)
ISBN:3499230461
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Quecksilber

Quecksilber

„Ein schönes Buch hast du mir da angetan … soviel Unterhaltung habe ich noch nie pro Zeile in einem Buch vor die Augen bekommen! Amélie Nothomb hat mich bisher mit allen Belangen der Kunst des Schreibens begeistert und beeindruckt, wenngleich ich erst 2/3 gelesen habe. Müsste ich nicht noch verdammt viel lernen, hätte mich dieses Buch wohl bis zum Schluss gefesselt! Witz (obgleich mir französischer Humor etwas sonderbar erscheint), Liebe, Krimi, grauenvolle Surrealität, Roman, Thriller … dieses Buch in ein Genre zu zwängen ist mir auch mit größter Anstrengung nicht gelungen. Unglaublich, mit wie viel Witz eine solch surreal ernste Thematik erzählt werden kann … du kannst mir glauben, ich habe mir schon das nächste Buch „Die Reinheit des Mörders“ bestellt. Nur irgendwie ist mir das Buch mit seinem Drang zur feministischen Bevormundung etwas ungewohnt.“

So oder so ähnlich habe ich reagiert, als ich das erste Mal wieder mit der Person gesprochen habe, die mir dieses Buch empfohlen hat. Es ließ sich natürlich nicht vermeiden, ein wenig Enthusiasmus mitschwingen zu lassen – dafür war ich zu sehr beeindruckt! Auch nachdem ich ein wenig Abstand zu dem Buch gewonnen hatte, hat sich meine Meinung nur Geringfügig verändert. Die Reaktion bezog sich auf das Werk „Quecksilber“ – „Die Reinheit des Mörder“ und „Die Metaphysik der Röhren“ habe ich mir danach sofort zu Gemüte geführt. Alle drei Romane (so untertitelt Diogenes die Bücher) dürften in Deutschland eher unbekannt sein, die Autorin selbst dürfte ebenfalls nur bestimmten Kreisen in Deutschland ein Begriff sein. Oder eben mir (und jetzt auch euch!), denn zugegeben hat mir lediglich ein kleiner Zufall diesen Floh ins Ohr gesetzt.

Zur Autorin: Die Belgierin Amélie Nothomb, 1967 in Kobe geboren, hat ihre Kindheit auf Grund des Berufes ihres Vaters in China und Japan verbracht. In Frankreich erstürmt sie seit Erscheinen ihres Erstlings „Die Reinheit des Mörders“ mit jedem neuen Buch die Bestsellerlisten. Momentan lebt sie in Paris und wurde durch „Mit Staunen und Zittern“ mit dem Preis ausgezeichnet. Insgesamt sind von ihr schon 6 Werke in Deutschland erschienen. Aber Schluss mit der mageren statistischen Biografie – beschäftigen wir uns etwas mit den Büchern!

Für mehr als drei Bücher hatte ich bisher noch keine Zeit (obgleich ich alle in kürzester Zeit verschlungen habe), dennoch versuche ich, auch euch einen Eindruck von dem zugänglich zu machen, was mich so begeistert hat. Erst einmal möchte ich ausgiebiges Lob aussprechen. An stilistischem Genie mangelt es Frau Nothomb auf jeden Fall nicht, was mitunter zur Kurzweile ihrer Bücher beiträgt. Das ganze Werk über fühlt man sich eingebunden und gefesselt in die Handlung und vergisst nicht selten die Zeit. Ja, leider sind die Romane ein sehr zeitloses Erlebnis, was nicht nur daran liegt, dass jeder der Romane nur mit Mühe über die 200 Seiten kommt. Aber diese 200 Seiten triefend vor Genialität sind keines Falls zu verachten! Doch nicht nur das haben „Die Reinheit des Mörder“, „Quecksilber“ und „Die Metaphysik der Röhren“ gemeinsam. Wirr, chaotisch – und eben genial, so befasst sich Nothomb durchweg mit Problemen im und durch das Leben und dessen Fragen. Diese werden elegant und nüchtern beantwort. Und zwar verpackt in eine Handlung – manchmal eine grausame, manchmal eine auf den ersten Blick schillernd schöne.
Beispiel „Quecksilber“: „Ein Blendwerk, glänzend wie Quecksilber, das uns in die Falle lockt mit seiner trügerischen Einfachheit. Fast ein Geschichte für Kinder, nur ein wenig grausamer. Dieses Buch ist ein Plädoyer für alle, die von der Schönheit besessen sind. Ein Freispruch für jede List aus Leidenschaft. Und eine Einladung zur Sinnlichkeit.“ So beschreibt es die „Lire“ und „Le Magazine littéraire“. Das Buch handelt von der Krankenschwester Francoise, die die angebliche Tochter Hazel des Kapitäns Loncours auf der einsamen Insel Mortes-Frontières pflegen soll. Dieser hat jedoch ein grausames Geheimnis zu Verbergen, auf das Francoise im Laufe des Romans trifft, jedoch durch ihre Nachforschungen selbst Opfer Loncours wird. Ein phantastischer philosophischer Thriller über Freundschaft, Liebe und deren Grenzen.

Ein absolutes Gegenstück zu „Quecksilber“ ist „Die Reinheit des Mörder“. Fast schon ein Lehrbuch für Zyniker – und absolut grausam. Der geniale Autor Prétextat Tach erfährt von seinem plötzlichen Tod in 2 Wochen – und lockt sofort die bedeutendsten Journalisten in sein Haus, um ihn zu interviewen. Unvorbereitete treten die Journalisten einer nach dem anderen ins Fettnäpfchen und kassieren ihre gerechte Strafe. In den geistreichsten Dialogen, die ich je gelesen habe, verschleißt Tach jeden einzelnen der vier Journalisten in einem atemberaubenden Verhör. Doch dann die Wende: die letzte und fünfte Journalistin betritt Tachs Raum. Ein intelligenter, überragender verbaler Schlagabtausch beginnt, in dem ein Mord aufgeklärt wird und schließlich ein unverhofftes Ende nimmt. „Wie herrlich kann Bosheit sein, wenn sie in guter Prosa daherkommt! Amélie Nothomb: eine prächtige Ladung Vitriol in die gepflegte Visage unserer Literatur. Eine Entdeckung!“, so empfindet es „Le Nouvel Observateur“. Tatsächlich, ein Roman, der überrascht, beunruhigt und verändert. Persönlich ist dieser Roman meiner bisher liebster unter den genannten drei. Zwar besteht „Die Reinheit des Mörders“ fast nur aus einem einzigen Dialog, was jedoch nichts daran verändert, dass dieser Roman inspiriert, anregt zum Nachdenken und Hinterfragen. Nachdem ich die letzte Seite umgeschlagen hatte, habe ich sogar bedauert, dass dieser wirklich brillante Autor Tach nicht real existiert, denn sonst würden seine 22 Bücher sicher alle samt meine Bücherregale füllen.
Wer jedoch Amélie Nothomb einmal lesen will, der sollte mit „Die Metaphysik der Röhren“ den Anfang machen. Zugegeben kein zugkräftiger Name, betrachtet man das Buch auf den ersten Blick. Nichtsdestotrotz beschreibt es treffend den Inhalt dieses Buches. Über diesen möchte ich nichts verraten – ihr sollt euch überraschen lassen! Doch eines kann man zu diesem Werk, in der Ich-Perspektive geschrieben, sagen: Nothomb behandelt die Frage des Lebens und dessen Sinn und schreibt von dem Verlust naiv-göttlicher Glückseligkeit, Beziehungen, Identität und Herkunft. Nichts anderes könnte diesen Roman besser beschreiben als folgende drei Worte: traurig, zuckersüß-ironisch und überragend-intelligent. Jedes weitere Wort über den Inhalt würde das Buch entzaubern und das eigentümlich-geniale Vergnügen zerstören, das Nothomb ihren Lesern ein weiteres Mal meisterhaft bereitet.

Leider sind mir auch einige Tatsachen negativ aufgestoßen, die sich auf alle drei Romane beziehen lassen können. Die eigentümliche Surrealität ist höchst gewöhnungsbedürftig – und lässt ungeübte Leser mit Nothomb die Enden als eine ungewöhnliche Erfahrung erleben lassen. Ja, sie sind alle höchst ungewöhnlich und fordern den Leser zur einen gewissen Freiheit auf. Besteht diese nicht, lässt das den ganzen Roman im Nachhinein verkommen, was den Gesamteindruck erheblich negativ beeinflusst. Auch der französische Humor ist nicht für alle gleich erkenntlich – man gewöhnt sich jedoch im Laufe der Zeit daran! An Diogenes möchte ich noch bemängeln, dass sie einiges an Fehlern (zumindest in Quecksilber) abgedruckt haben – das darf wirklich nicht sein!

Trotzdem kann ich die Autorin und deren Bücher ungeschränkt empfehlen. Sie sind wirklich einmalig – hätte ich nicht schon alle möglichen Adjektive verbraten, würde ich hier sicherlich noch ein paar aufzählen! Lasst euch aber bitte daran nicht stören – ihr verpasst was! Unglaublich, dass Amélie Nothomb weitaus unbekannt in Deutschland ist, betrachtet man doch die Werke, die sie bisher vollbracht hat. Ich danke der Person, die mir diese Autorin näher gebracht hat! Ich hätte etwas verpasst.

Die Metaphysik der Röhren: ISBN: 3257062990, Diogenes
Die Reinheit des Mörders: ISBN: 3257228279, Diogenes
Quecksilber: ISBN: 3257062885, Diogenes
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