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Monat: Februar 2003

Die Tagebücher einer Nanny

Die Tagebücher einer Nanny

Um ihr Pädagogikstudium in New York zu finanzieren, arbeitet Nan nebenher als Nanny bei Mrs. und Mr. X., einem reichen Ehepaar aus bevorzugter Wohngegend. Am Anfang sieht die Betreuung des 4-jährigen Grayer nach einem Traumjob aus. Doch bald bleibt die Erziehung des Jungen fast ausschließlich an Nanny hängen, die neben dem vernachlässigten Studium und Grayer einen Spagat hinlegt, der auf Kosten ihres Privatlebens geht.
Mr. X glänzt mit ständiger Abwesenheit und Mrs. X hetzt von einer Einkaufstour zur nächsten.
So ist es Nanny allein überlassen, mit dem völlig geschafften und restlos überforderten Grayer von der Musikstunde zum Schwimmen und vom Französischunterricht zu diversen Spielterminen zu rennen. Zwischendurch macht sie auch noch alltägliche Besorgungen für Mrs. X, die ständig vergisst, dass Nanny studiert und nicht 24 Stunden am Tag zur Verfügung steht. Als Dankeschön lässt sich Nanny fehlendes Engagement und eine unprofessionelle Berufsauffassung nachsagen.
Wie viel wird Nanny sich noch gefallen lassen? Eigentlich wäre es höchste Zeit den Job hinzuschmeißen.

Eine flotte und kurzweilige Geschichte um die Sorgen und Nöte eines Kindermädchens, geschrieben mit viel Witz und Ironie.
Das gekonnte Zusammenspiel zwischen dramatischen und urkomischen Momenten macht das Buch spannend bis zur letzten Seite.

Rezension von Heike Rau

Emma McLaughlin, Nicola Kraus
Die Tagebücher einer Nanny
Über die Sorgen und Nöte eines Kindermädchens
ISBN:3442545536
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Martin R. Dean: Meine Väter

Martin R. Dean: Meine Väter

Als Roberts Stiefvater Neil gestorben ist, beschließt er mit der Vaterlüge ein Ende zu machen. 40jährig und nun selbst schon Vater will er herausfinden, wer sein leiblicher Vater ist. So viele Jahre hat er dessen Existenz verleugnet, nicht zuletzt weil seine Familie ihn dazu gezwungen hat. Nun will er Licht in das Dunkel seiner Kindheit bringen. Verdrängte Gedanken und Selbstverleugnung haben dazu geführt, dass Robert immer wieder von Krankheiten geplagt wird, denn der fehlende Vater hat in seiner Seele eine Wunde entstehen lassen, die nicht heilen will und ihn immer wieder an Bett fesselt.
Doch Roberts Euphorie wird gebremst, als er seinen Vater in einem Pflegeheim vorfindet, in schlechter Verfassung, der Sprache nicht mehr mächtig.
Es ist wie in einem Alptraum. Roberts Wunsch endlich mehr über seinen Vater und sich selbst zu erfahren, läuft ins Leere.
Aber es gibt noch andere Wege, einen Menschen kennen zu lernen. Und so begibt sich Robert mit seinem Vater auf eine Reise in die Vergangenheit, an Schauplätze, die Erinnerungen wach rufen sollen.

Eine bewegende und aufwühlende Vater-Sohn-Geschichte, in die der Leser sofort hineingezogen wird. Der Autor erzählt sehr ausführlich und mit Feingefühl, so dass die inneren Konflikte der Hauptperson Robert, der nicht länger Sohn eines unbekannten Vaters sein will, sehr gut nachvollziehbar sind.

Rezension von Heike Rau

Martin R. Dean
Meine Väter
Ein Beziehungsdrama zwischen Vater und Sohn
ISBN:3446202668
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Das sterbende Tier

Das sterbende Tier

In einer stillen und mitreißenden Art und Weise läßt uns Philip Roth teilnehmen am Leben eines alternder Professors der Literaturwissenschaften.
Der Icherzähler legt Rechenschaft ab über sein Leben, vor allem sein Sexualleben, das er neben seinem intellektuellen und arrivierten Leben als Kulturkritiker und Radiokommentator lebt. Seine Affäre mit einer um 38 Jahre jüngeren Studentin nimmt breiten Raum ein; sie scheint seine letzte große Liebe gewesen zu sein . Seine Besessenheit von ihr wird in realistischen aber auch zarten Tönen beschrieben.

Wir hätten es nicht mit einem Autor wie Philip Roth zu tun, wenn er uns nicht mit subtilen Beschreibungen eine Kuturkritik mitlieferte.
So erinnert sich der Professor an seine Ehe und an die Gewöhnung, die alle Beweglichkeit zunichte macht; an seinen Sohn, der ihn lange Zeit abgelehnt hat und an die Zeitläufte, mit denen das Sexualleben, auch das seiner etablierten Freunden, auf der Strecke bleibt.
Daß es nach der zwangsläufigen Trennung von Consuela , seiner letzten Liebe, zu Trauer und Verlusterscheinungen kommt, macht das Buch menschlich und den Protagonisten liebenswert. Die Welt ist ohne Altwerden, Auflehnung, Verlustängste und immerwährende Trennungen nicht vorstellbar!
Wer Philip Roth schätzt, wird in diesem Buch den verstehenden, selbstkritischen aber auch menschlich – anteilnehmenden Autor wiederfinden, den wir bereits aus anderen seiner Bücher kennen. Ich mag ihn, weil er Zeitströmungen auf besondere Art und Weise reflektierend wiederzugeben vermag.
Claudine Borries

Philip Roth
Das sterbende Tier
Eine Geschichte über Alter, Sexualtät und Verlust
ISBN:3446202730
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PISA-ALARM!

PISA-ALARM!

Die Ergebnisse der PISA-Studie liegen uns wohl allen noch schwer im Magen.
Uli Stein hat noch mal „nachrescherschiert“, was da genau in die Hosen gegangen ist.
Es ist unfassbar, es ist schlimm – aber es ist auch urkomisch und die Lachkrämpfe, die den Leser angesichts der Comics schütteln werden, lassen garantiert die Magenschmerzen vergessen.

Rezension von Heike Rau

Uli Stein
PISA-ALARM!
Zum Brüllen komisch!
ISBN:3830360339
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Blinky Boots – Das Katzentestament

Blinky Boots – Das Katzentestament

Der zehnjährige Petja ist traurig. Tante Bronski, die Hausbesitzerin, wird seit einem Sturm in ihrem Urlaubsdomizil auf Mallorca vermisst.
Zurückgeblieben in ihrer Wohnung sind die Katzen Lukrezia und Aladin, vor denen Petja sich gehörig fürchtet.
Laut Tante Bronskis Testament soll sich nun ihr Sohn samt Familie um die Katzen kümmern. Die Bronskis ziehen zähneknirschend in die Wohnung ein. Petja findet schnell heraus, dass sie das nur wegen dem Geld gemacht haben und die Katzen gar nicht mögen. Er sich sicher, dass die Bronskis Lukrezia und Aladin auf dem schnellsten Weg loswerden wollen.
Petja bleibt nichts anderes übrig, als seine Katzenangst zu überwinden und zu handeln. Er muss sich mit der nervigen Möchtegernfreundin Amber, die angeblich die selben ausgefallenen Blinky Boots besitzt wie er, verbünden. Und auch der dicke Berti muss in den Plan eingeweiht werden.
Ob das funktioniert, ist fraglich. Aber zum Glück gibt es auch noch Kasimir, den Obdachlosen, mit dem man über alles reden kann.

Eine spannende Geschichte um einen aufgeschlossenen, sympathischen Jungen, der sich seiner Angst vor Tieren stellt. Er lernt, wie wichtig Freunde im Leben sind, auf die man sich in jeder Situation verlassen kann.
Die Autorin schreibt lebensnah und einfühlsam, aber auch mit viel Witz und Humor, so dass der Spaß am Lesen nicht zu kurz kommt.
Das Buch ist illustriert von Karoline Kehr.

Altersempfehlung: Für Kinder ab 10 Jahren

Rezension von Heike Rau

Martina Dierks
Blinky Boots – Das Katzentestament
Petja wird zum Katzenretter
ISBN:3357005166
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