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    Renate Feyl: Lichter setzen über grellem Grund

    Von Claudine Borries | 21.August 2011

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    Ein Künstler- und Frauenleben im 18.Jahrundert.

    Als die 12 jährige Elisabeth Vigée 1767 ihre ersten Porträts anfertigt, lebt sie noch mit ihrer Mutter und dem Bruder in ärmlichsten Verhältnissen in Paris. Sie ist die Tochter des früh verstorbenen Malers Louis Vigée und der Friseurin Jeanne. Ihr Leben soll sich bald ändern, denn der Maler Claude Joseph Vernet sieht die Bilder des jungen Mädchens. Er ist begeistert und fördert ihre Entwicklung, so dass es mit der Armut in der Familie schon kurz darauf ein Ende hat. Die Mutter von Liz ist eine misstrauische Person, die nur auf die große Partie für ihre Tochter wartet. Doch als die ersten Einkünfte aus dem Verkauf von Bildern ihrer Tochter das Familienbudget auffrischen, stellt sie sich den künstlerischen Ambitionen ihrer Tochter nicht mehr in den Weg.

    Schon früh pflegte Liz einen eigenwilligen Stil, mit dem sie ihre Unabhängigkeit dokumentierte. Sie heiratet den Kunsthändler Lebrun und entrinnt damit der häuslichen Kleinkrämerei, die durch die erneute Heirat ihrer Mutter mit dem Juwelier Jaques Einzug gehalten hatte. Alle Einkünfte aus dem Verkauf ihrer Bilder gingen bis dahin in die Haushaltskasse. Mit ihrem neuen und unabhängigen Status als verheiratete Frau kann sie selbständiger arbeiten und gelangt nach und nach zu hohem Ansehen. Sie profiliert sich zu einer der außergewöhnlichsten Porträtmalerinnen des 18. Jahrhunderts.

    Im Zuge der französischen Revolution muss sie 1789 das Land verlassen und sucht ihr Glück zunächst in Italien.
    12 lange Jahre muss sie ihrem geliebten Frankreich fernbleiben. Ihr Weg führt sie über Österreich und die Mark Brandenburg bis an den Zarenhof nach St.Petersburg. Überall wird sie um Porträts ersucht, so dass sie mit ihren Einkünften  ihren Lebensunterhalt sichern konnte.

    Renate Feyl erstellt ein unmittelbares Bild der Malerin und ihres Aufstiegs zu Ruhm und Ehre.
    Angefangen von den Farbstudien über Begegnungen mit einflussreichen Künstlern, Denkern, Adeligen, gekrönten und ungekrönten Häuptern bis hin zu den äußeren Lebensbedingungen kann man sie sich lebhaft vor ihrer Staffelei vorstellen. Sie wird als unprätentiös, selbstsicher und sehr bestimmend in ihren Wünschen und Absichten beschrieben.

    Nachvollziehbar sieht man sie bei ihren Studien von Licht und Farbe und hört zu, wenn sie ihre Kunden zum Gespräch ermuntert. Sie erhofft sich davon den Effekt der Lebendigkeit beim Porträtieren.

    Die Autorin hat mit dieser Biographie erneut bewiesen, wie hautnah sie Begebenheiten aus längst vergangenen Zeiten nachzeichnen kann. Von der Hygiene bis zum Prunk der Reichen, von der Armut und dem Kloakengeruch in den Gassen reichen ihre Betrachtungen.

    Sie entwirft ein Zeitgemälde, das opulent sowohl das Einzelschicksal als auch die geschichtliche Entwicklung umfasst. Elisabeth Vigée ist eine frühe Gestalt weiblicher Emanzipation, deren Kämpfen und Fortschritten man bewundernd folgt.

    Renate Feyl offenbart nach ihren bisherigen Romanen über Frauen der Romantik erneut, wie tief sie sich in die Geschichte vergangener Jahrhunderte einfühlen kann.
    Sie ist nicht nur Historikerin sondern auch eine hervorragende Schriftstellerin, die ihren Figuren Leben einhaucht und sie damit ganz in unsere Vorstellungswelt zwingt. Nebenbei erfährt man in leichter Form etwas über die französische Revolution und kann den eigenen Wissensstand erweitern.

    Renate Feyl
    Lichter setzen über grellem Grund
    336 Seiten, gebunden
    Kiepenheuer & Witsch, August 2011
    ISBN-10: 3462043358
    ISBN-13: 978-3462043358
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