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    Klaus Nonnenmann: Die sieben Briefe des Doktor Wambach

    Von hera | 13.August 2012

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    Doktor Hubert Wambach genießt seinen Ruhestand. Das Leben des ehemaligen Obervertrauensarztes ist von den immer gleichen alltäglichen Verrichtungen geprägt. Jeden Tag spaziert Dr. Wambach zum Grab seiner Frau, bis er eines Tages auf seinem Weg die kleine Louise trifft. Die Fünfjährige ist verzweifelt. Ihre Puppe Rapunzel ist verschwunden. Dr. Wambach ist betroffen und auch ein bisschen hilflos. Die kleine Louise tut ihm leid. Er fragt sich, wie er das Mädchen trösten kann. So schreibt er einen Brief auf einen Werberezeptblock. Es soll so aussehen, als schreibe Rapunzel an ihre Puppenmutti Louise. Mit dem Schreibstil ist er allerdings nicht zufrieden. Für ein Kind ist das nichts.
    Dr. Wambach scheint sich ohnehin tüchtig verzettelt zu haben. Als er mit Louise im Hotelcafé Rheinterrasse sitzt, macht die zufällig vorbeikommende Mutter Louises eine gewaltige Szene. Wie kommt ihre Louise dazu hier mit einem fremden alten Mann auf der Terrasse zu sitzen und Kakao mit Sahne zu löffeln?

    Das Leben des Doktor Wambach geht zu Ende. Der Tag ist bestimmt von Eintönigkeit. Wie immer. Aber das Alter fordert nun mal seinen Tribut. Wambach ist dennoch zufrieden. Mehr braucht er nicht. Er genießt die Ruhe und das gute Essen von Frau Gutöhrlein, die ihm momentan den Haushalt führt. Der Autor betrachte die Gewohnheiten des alten Mannes mit Traurigkeit, die geschickt, aber doch nicht vollständig, hinter Ironie verborgen wird.
    Die kleine Louise bringt wieder Leben ins Haus. Der alte Mann und das kleine Mädchen werden schnell Freunde. Sie kommen nicht drauf, dass ihre Freundschaft auf andere, auch auf die Eltern von Louise, befremdlich wirken könnte. Wie kann ein alter Mann nur so naiv sein? Man kommt ihm dennoch mit Wohlwollen entgegen oder man übernimmt die Sympathie, die der Autor dem Doktor entgegenbringt. So verzeiht man auch die Briefe, die alles andere als kindgerecht sind. Aber Louise mit ihren fünf Jahren, blendet ohnehin alles aus, das sie sich nicht erklären kann. Die Briefe sind viel wertvoller für Dr. Wambach selbst, der mit ihnen noch einmal Erinnerungen an sein gelebtes Leben wachruft. Die Zeit läuft schließlich für ihn ab und das mit jedem Tag und jedem Kapitel im Buch. Vielleicht ahnt er es.
    Man liest das kleine Büchlein mit Vergnügen, auch wenn es wehmütig macht. Die Neuauflage ist in Leinen gebunden. Die Erstausgabe erschien im Jahre 1959.

    Rezension von Heike Rau

    Klaus Nonnenmann
    Die sieben Briefe des Doktor Wambach
    155 Seiten, gebunden
    Unionsverlag
    ISBN-10: 3293004504
    ISBN-13: 978-3293004504
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