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    Der verpasste Mann

    Von hera | 12.Januar 2005

    Marie findet in einer Schuhschachtel alte Fotos von Paul, ihrer Jugendliebe. Sie fragt sich, was eigentlich gewesen wäre, wenn sie sich damals für Paul und nicht für Hans entschieden hätte. Wäre ihre Ehe jetzt auch am Ende. Würde sie sich ebenso ausgenutzt und verbittert fühlen? Wäre das Leben ebenso mühsam geworden? Oder wäre Paul die große Liebe gewesen? Es macht Marie zu schaffen, dass sie nicht weiß, wie ihr Leben mit Paul verlaufen wäre.
    Da kommt Onkel Gregor. Er ist so etwas wie ein Engel. Und er bietet Marie an, in eine Parallelwelt zu reisen, um festzustellen, ob das Leben mit Paul anders als mit Hans gewesen wäre. Marie lässt sich diese Möglichkeit nicht entgehen. Doch eine schwere Entscheidung steht nun an. Will sie bei Hans bleiben oder von nun an mit Paul zusammen leben?

    Die Autorin hat sich mit einem interessanten Thema beschäftigt. Wohl jeder stand in seinem Leben schon mal an einem Scheideweg und musste sich entscheiden. In eine Parallelwelt eintauchen zu können, um zu sehen, was passiert wäre, wenn man sich anders entschieden hätte, ist sehr reizvoll. Marie wird diese Chance gegeben. Und dazu noch die Möglichkeit, ihre damalige Entscheidung zu ändern. Gleichzeitig analysiert sie ihre Ehe mit Paul. Dabei ist sie sehr ehrlich mit sich, spart nicht mit Seitenhieben und Ironie. Der Leser wird die eine oder andere eingefahrene Familiensituation selbst schon erlebt haben. Maries Leben steht praktisch still, ist unglaublich langweilig geworden. Ihr Mann bringt sich nicht mehr in die Beziehung ein. Viel zu lange hat Marie still gehalten. Es geht so nicht weiter, das wird dem Leser mit Eindringlichkeit deutlich gemacht. Das ganze Buch wirkt sehr gut durchdacht. Es ist nicht nur unterhaltsam, es regt auch sehr zum Nachdenken und zur Auseinandersetzung mit bestimmten eingefahrenen Situationen in einer Ehe an. Männer kommen dabei allerdings nicht besonders gut weg. So entscheidet sich Marie dann doch ganz anders, als man erwartet hätte.

    Über die Autorin:
    Elfriede Hammerl studierte Germanistik und Theaterwissenschaft an der Uni Wien. Sie ist Kolumnistin beispielsweise bei „Vogue“, „stern“ und „Kurier“. Sie schrieb aber auch Kurzgeschichten und Essays für diverse Magazine. Sie erhielt 1999 den Publizistikpreis der Stadt Wien, den Frauenpreis 2002 und 2004 den Concordia Preis. Elfriede Hammerl lebt in der Nähe von Wien.

    Rezension von Heike Rau

    Elfriede Hammerl
    Der verpasste Mann
    264 Seiten, gebunden
    Franz Deuticke Verlag
    ISBN: 3-216-30719-0
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