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    Karlchen

    Von hera | 14.September 2005

    Der kleine Oliver geht mit seinem Kuschelkater in den Spielzeugladen. Oliver ist sicher, dass es Karlchen hier genauso gut gefallen wird, wie ihm selbst. Sogar eine riesige Modelleisenbahn gibt es hier. Bald stellt Oliver den Kater auf dem Fußboden ab, weil er so beschäftigt ist. Doch auf dem Boden gefällt es Karlchen nicht. Damit er nicht verloren geht, behält er Olivers Turnschuhe im Auge. Doch auf einmal läuft Oliver weg. Immer weniger Schuhe sieht Karlchen und bald sind gar keine Leute mehr da. Das Licht geht aus. Frau Talbot, die Ladenbesitzerin ist am Gehen, als sie Oliver erspäht. Sie glaubt, es ist ein neues Spielzeug und stellt Karlchen ins Regal. Er hört, wie sie sich entfernt und die Tür abschließt.

    Draußen geht eine Straßenlaterne an und endlich sieht Karlchen wieder etwas. Er sitzt in einem Regal mit lauter anderen Kuscheltieren. Und die wundern sich über Karlchen. Er ist nämlich schon ganz abgewetzt. So wird ihn doch nie jemand kaufen! Aber Karlchen will ja auch gar nicht gekauft werden. Er gehört doch zu Oliver. Und dass er so schäbig aussieht hat doch einen Grund. Das kommt vom vielen Kuscheln mit Oliver. Der wird seinen Freund sicher schon vermissen. Zum Glück trägt Karlchen ein Halsband mit seinem Namen und Olivers Telefonnummer. Der Bär will sich das Halsband genau ansehen. Doch es reißt ab und fällt hinunter, direkt in das Metallgitter, das im Fußboden eingelassen ist. Karlchen ist entrüstet. Wie soll ihn Oliver denn jetzt wiederfinden?

    Sicher kann sich jedes Kind vorstellen, wie es ist, wenn ein geliebtes Kuscheltier verloren geht und so die Geschichte sehr gut nachvollziehen. Dazu kommt, dass Kinder sich problemlos ausmalen können, dass Kuscheltiere nachts lebendig werden. Die Nacht im Spielzeugladen wird dann auch sehr spannend. Zunächst wundern sich die anderen Tiere noch, über Karlchens Zustand. Doch sie wünschen sich auch von einem Kind geliebt und geknuddelt zu werden. Mit ihm zu spielen und mit im Bett schlafen zu können. Da wird es nebensächlich, wenn an einigen Stellen, dass Fell ein wenig dünner ist. Es gibt Dinge, die wichtiger sind. Die fantasievolle Geschichte eignet sich sehr gut zum Vorlesen, auch wenn sie etwas länger ist. Sicher gibt sie auch Anlass zu Gesprächen zwischen Kind und Vorleser. Es ist kein Buch, das man liest, zuklappt und vergisst. Sondern eins, dass auch bei Kindern einen tiefen Eindruck hinterlassen dürfte.
    Sehr gut gefallen haben die Illustrationen. Der Zeichner hat beispielsweise die nächtliche Stimmung im Spielzeugladen, unter Laternenlicht von draußen, perfekt eingefangen. Aber auch die Auswahl der verschiedenen Perspektiven ist sehr interessant. So darf der Betrachter, mit den anderen Tieren zusammen, von oben am Regal hinuntersehen.

    Über die Autorin:
    Sandi Douglas Parker ist professionelle Kunstmalerin. Sie lebt mit ihrem Mann und den zwei Kindern in Arlington, Virginia.

    Über den Illustrator:
    Gerhard Glück wurde 1944 in Bad Vilbel geboren. Er studierte Grafikdesign und Kunsterziehung, war von 1976-2003 in Kassel im Schuldienst und arbeitete parallel als Zeichner und Buchillustrator.

    Rezension von Heike Rau

    Sandi D. Parker / Gerhard Glück
    Karlchen
    Deutsch von Klaus Modick
    32 Seiten, gebunden, durchgehend illustriert
    Lappan Verlag, Oldenburg
    ISBN: 3-8303-1095-1
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