Rezensionen, Buchbesprechungen und mehr… auf Leselupe.de!
  • Rezensionen abonnieren!

    Ihre Email-Adresse:

    Eine Abmeldung vom Newsletter ist natürlich jederzeit möglich!

  • Schlagworte

  • Kategorien

  • Rezensionen-Links

  • « | Home | »

    Die Ameisensiedlung

    Von hera | 13.Dezember 2006

    Conny ist fünfzehn. Mit ihren Freunden Andi, Michi und Bennie lebt sie in der Ameisensiedlung. Ihre Mutter ist Alkoholikerin. Sie schafft es nicht, sich um Conny und ihrer zwei kleinen Brüder zu kümmern. Ihre Freunde sind seltsame Vögel, so meint sie selbst, und doch hängt sie viel lieber mit ihnen herum, als in die Schule zu gehen. Wenn dicke Luft zu Hause ist, übernachtet sie bei Andi, obwohl die beiden kein Paar sind.

    Die Jugendlichen wissen, dass ihre Lage hoffnungslos ist. Sie wissen, das niemals etwas aus ihnen werden kann. Andi versucht es trotzdem noch einmal, nach einem Gespräch mit einem älteren Jugendlichen. Er beginnt eine Ausbildung zum Maler. Doch schon nach kurzer Zeit schmeißt er alles hin. Es geht immer weiter mit ihm bergab.

    Als Connys Mutter nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus kommt, um eine Entziehungskur zu machen, ahnt Conny, welche Verantwortung sie ihren Brüdern gegenüber nun hat. Sie beschließt, es noch einmal mit der Schule zu versuchen. Unterstützung findet sie bei einem Lehrer, der Conny und ihre Geschwister aufnimmt, solange die Mutter nicht da ist. Er bietet ihr die Chance, ihr Leben zu ändern. Die Vorraussetzung dafür ist der Schulbesuch. Connys Freunde können den Lehrer nicht verstehen. Längst haben sie verlernt, das Gute im Menschen zu sehen oder auch nur jemandem zu vertrauen. So schmieden sie einen verhängnisvollen Plan, der gegen den Lehrer gerichtet ist.

    Die dramatische Geschichte erzählt von vier Jugendlichen, die ihr Leben ein Stück weit aufgegeben haben, die verzweifelt und fertig sind. Ihr Wohnumfeld ist ein sozialer Brennpunkt. Hier leben die Ärmsten der Stadt. Man mag glauben, dass Conny sich nichts mehr wünscht, als hier wegzukommen. Das tut sie auch. Sie ist aber nicht in der Lage, Hilfe anzunehmen. Stattdessen fühlt sie sich unter Druck gesetzt. Sie hat Angst vor der Kraftanstrengung, die es kosten wird, ihr Leben zu ändern.

    Der Roman macht sehr nachdenklich. Mirijam Günter hat viele Botschaften an Jugendliche untergebracht. Dabei schreibt sie in einer klaren, einfachen Sprache, bleibt beim Wesentlichen und spart sich das ganze Drumherum. Ihre Kulisse spricht für sich. Der Leser bleibt desillusioniert zurück. Dafür wirkt der Roman sehr ehrlich und aufrichtig. Die Autorin schmückt ihn nicht aus. Dafür sind die Charaktere sehr gut ausgearbeitet. Das verfehlt seine Wirkung nicht.

    Über die Autorin:
    Mirijam Günter, in Köln aufgewachsen, versuchte sich als Automechanikerin, Malerin und Köchin, fand dann zum Schreiben, studiert heute als Stipendiatin am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig.. Mit ihrem ersten Buch „Heim“ gewann sie den Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis.

    Rezension von Heike Rau

    Mirijam Günter
    Die Ameisensiedlung
    268 Seiten, broschiert
    ab 14 Jahren
    Deutscher Taschenbuch Verlag
    ISBN-10: 3-423-78212-9
    ISBN-13: 978-3-423-78212-8
    Bestellen



    ... Kommentare deaktiviert für Die Ameisensiedlung | Kategorie Allgemein | Tags , | Trackback: URL/trackback

    Kommentare geschlossen.



    Top Suchbegriffe:

    • ameisensiedlung chris zusammenfassung(meinung)
    • die ameisensiedlung intention
    • ameisensiedlung günter rezension
    • die ameisensiedlung chris beschreiben
    • die ameisensiedlung kirzrezenzion
    • die ameisensiedlung ausbildung malerin
    • ameisensiedlung personenbeschreibung
    • die ameisensiedlung buchvorstellung deutsch
    • die ameisensiedlung mirijam günter buchzusammenfassung
    • meinungen zum roman die ameisensiedlung
    ";