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    Der Hühnerdieb

    Von hera | 16.Januar 2009

    In friedlicher Eintracht leben Hase und Bär in ihrer kleinen Hütte an der Waldlichtung. Den Fuchs, der da in den Büschen sitzt und die Hühner beobachtet, bemerken sie nicht. Als Hase und Bär beim Essen sitzen und abgelenkt sind, schlägt der Fuchs zu und stiehlt ein Huhn. Mit großen Schritten läuft er in den Wald. Bär, Hase und Hahn nehmen die Verfolgung auf. Selbst als die Nacht hereinbricht, geben sie nicht auf. Weil ihm seine Verfolger so dicht auf den Fersen sind, flüchtet der Fuchs sich in einen Bau. Wie ein Labyrinth verzweigen sich hier die Gänge. Bär, Hase und Hahn können niemals zum Huhn durchdringen. Sie machen sich große Sorgen. Sie können ja nicht sehen, dass es dem Huhn gar nicht so schlecht geht und es mit dem Fuchs im Bau Schach spielt. Am nächsten Tag geht die Flucht weiter. Der Fuchs springt mit dem Huhn in ein Boot und sticht in See. Offenbar hatte er einen ausgeklügelten Plan für die Entführung ausgearbeitet. Nur schwer kommen Hase, Bär und Hahn hinterher. Doch sie schaffen es bis ans andere Ufer, wo die Behausung des Fuchses liegt. Unbedingt wollen sie das Huhn aus den Fängen des Fuchses befreien. Doch das Huhn will gar nicht mehr befreit werden …

    Ein Fuchs hat Hühner zum Fressen gern. Das weiß jedes Kind. Und auch Hase, Bär und Hahn gehen davon aus, dass der Fuchs das Huhn fressen wird. Der Fuchs hat jedoch etwas anderes im Sinn. Die Geschichte verläuft also anders, als angenommen. Denn so, wie es aussieht, raubt der Fuchs das Huhn aus Liebe. Und bald verliebt sich auch das Huhn in seinen Entführer, will nicht mehr weg von ihm. Eigentlich eine märchenhafte Geschichte, die Kinder sicher in Erstaunen versetzen wird.
    Bei näherer Betrachtung löst die Geschichte allerdings auch ungute Gefühle aus und man muss sich besorgt fragen, ob es dem Huhn auch wirklich gut geht. Dass es möglicherweise unter dem Stockholm-Syndrom leidet, kann nicht ausgeschlossen werden. Dann aber ist die Geschichte gar nicht mehr lustig.

    Rezension von Heike Rau

    Béatrice Rodriguez
    Der Hühnerdieb
    24 Seiten, gebunden
    ab 3 Jahren
    Peter Hammer Verlag
    ISBN: 978-3779502029
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    Ein Kommentar to “Der Hühnerdieb”

    1. Joachim meint:
      4.April 2015 at 07:26

      Vielen Dank für die Rezension. Wenn der Fuchs nun also das Huhn nicht frisst, dafür aber behutsam umsorgt, so dass sich das Huhn beim Fuchs wohl fühlt, stellt sich die Frage: Was hat der Fuchs wirklich vor? Hühner sind nun mal ein Festschmaus für den Fuchs. Was läuft hier „verkehrt“ und warum? Antworten gibt es wohl nur wenn man die Geschichte selbst liest mein Joachim von buch-liste.de



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