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    Petra Hulová: Endstation Taiga

    Von Claudine Borries | 12.Juli 2010

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    Mit ihrem Roman „Endstation Taiga“ entführt Petra Hulová in eine fremde, archaische Welt.

    Der Forscher Hablund Doran verlässt eines Tages im Jahr 1946 seine Frau Marianne in Kopenhagen. Es zieht ihn in eine fernab der Zivilisation gelegene Gegend in Sibirien. Charyn ist das Dorf am Ende der Welt, in dem Hablund einen Dokumentarfilm drehen will.

    Eine fremde Welt ist das wahrlich, in die der Held schließlich eindringt. Zuerst wird er von Buro gefangen gehalten, bis ihn dieser wieder laufen lässt, und er sich in dem Dorf umsehen kann. Buro hat den zweiten Weltkrieg mit gemacht und ist ein echter Sowjet geworden. Er weiß etwas von der Welt, das er seinen Mitbewohnern abspricht. Er musste Befehle vollziehen, Gefangene zurückbringen und in gewisser Weise ist ihm Hablund verdächtig.

    Viele eigenartige Figuren tauchen auf und werden in ihrem sozialen Verbund gezeigt.

    Es zeigt sich, dass hier Gefangene des Krieges ihrer Arbeit nachgehen, und dass Hunger, Not und Kälte die täglichen Begleiter des Lebens sind.

    Hablund will eines Tages endlich seine Marianne anrufen. Es gelingt ihm nicht!  Nichts funktioniert und so allmählich dämmert ihm, dass man ihm nicht glaubt, dass er so ganz freiwillig hier ist. Wie kann man ihm glauben, da er keinen Reisepass und keinen Zugfahrschein und keine Aufenthaltsbewilligung besitzt?

    Wie ein düsteres Gewitter zieht sich eine Schlinge um seinen Hals, von der er nichts ahnt.

    Sechzig Jahre, nachdem Hubland verschwunden und in Kopenhagen nie wieder aufgetaucht ist, macht sich der Student Erske auf, um den Spuren Hublands nachzugehen.

    Verworren und vielschichtig zeigt die Autorin eine Kultur, die der unseren total fremd ist. Düster und dräuend will keine rechte Freude aufkommen, weil die Geheimnisse um Land und Leute zu groß sind.

    Petra Hulová schreibt in einem Stil, der dem nüchternen, abergläubischen und archaischen Inhalt gerecht wird. Kriegsfolgen, Gefangenschaft, mystische Gepflogenheiten und die Abgeschiedenheit der Gegend wachsen zu einem unheimlichen Gebilde heran. Man ahnt mehr, als dass man weiß, dass sich hier ein dramatisches Unheil zusammenbraut.

    Fremdartig bleibt die Geschichte bis zuletzt. Was ist Sinn und Absicht dieser Erzählung? Sind es Zustände, von denen wir in den westlichen Zivilisationen nichts wissen?

    Mir hat sich der Sinn nicht erschlossen.

    Die Autorin Petra Hulová gilt jedoch als hoffnungsvolles Talent in Tschechien.

    Petra Hulová
    Endstation Taiga
    480 Seiten, broschiert
    Sammlung Luchterhand, Juli 2010
    ISBN-10: 3630621910
    ISBN-13: 978-3630621913
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