Pascal Mercier: Das Gewicht der Worte

Pascal Mercier: Das Gewicht der Worte

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Inkarnation eines Lebens im Bereich von Philosophie und Dichtung

Im folgenden Roman geht es um die Liebe zur Literatur und um Sprachen im weitesten Sinne.

Die Geschichte von Simon Leyland beginnt, als er gerade nach London zurückgekehrt ist, wo er das Haus eines Onkels geerbt hat. Wer Bücher liebt wird alsbald im Helden des Romans einen leidenschaftlich Literaturbesessenen finden. Er hat bereits einen Teil seines Lebens hinter sich, als er nach einer neuen Lebensstruktur sucht.
Als Junge hatte er die Schule verlassen und ist aus seinem Elternhaus in Oxford geflohen. In London verdingt er sich zum Ärger seines Vaters, eines angesehenen Wissenschaftlers, als Nachtportier in einem mittelklassigen Hotel. Sein Ziel sind „Wörter“.

Früh ist er dem Reiz von „Sprache“ verfallen. Hier scheint er seinem Schöpfer Pascal Mercier sehr ähnlich zu sein. Leyland will alle Sprachen lernen, die rund ums Mittelmer gesprochen werden. Neben seinem Job bemüht er sich erfolgreich, diesem Ziel nahezukommen. Es gelingt, und nach ersten Übungen verdient er sich seinen Unterhalt als Übersetzer.

Im weiteren Verlauf der Geschichte führt ihn sein Weg nach Triest, wo seine Frau Livia einen Verlag geerbt hat.

Durch eine Fehldiagnose war er vorübergehend ganz aus der Bahn geworfen worden. Sie hatte ihn mit seinem Lebensende konfrontiert.

Pascal Mercier lässt in seine Geschichte Wahrheiten und philosophische Erkenntnisse einfließen, die den Lebenslauf des Helden der Geschichte beleuchten.

Es gibt eine Handlung, und es gibt viele Personen, die in Leylands Leben eine Rolle spielen. Seine verstorbene Frau, seine erwachsenen und liebevoll ihm zugewandten Kinder,
Schriftsteller und Verleger, eine jede Figur hat ihren Platz in diesem Roman.
Personen geraten in Beziehung zu einander, sie verändern sich, und man befindet sich zuletzt auch im Roman fast am Ende des Lebens von Leyland. Er sucht den Weg zu einer eigenen Erzählung, um Schriftsteller zu werden.
Für den Leser wird es schwieriger, Fiktion und Wirklichkeit, den Roman im Roman, auseinander zu halten. Leyland erkennt, dass sich die Gedanken seiner Romanfigur, des pensionierten Lehrers Fontaine, mit seinen eigenen Gedanken vermischen: „Ich mache keine neuen Erfahrungen mehr mit mir“ lässt Leyland ihn sprechen oder „Meine Seele ist meines Lebens überdrüssig“.

Eines verbindet alle Personen in diesem Roman: Sprache, Wörter und die Faszination der Literatur in allen Formen.
Weisheiten und Reflexionen bieten vielfältige Angebote, sich selber mit philosophischen Fragen des Seins zu beschäftigen.

Pascal Mercier, pensionierter Philosophieprofessor der FU in Berlin, hat bereits mit seinem Roman „Nachtzug nach Lissabon“ und unter seinem richtigen Namen Peter Bieri „Eine Art zu leben“ Furore gemacht.

Sein neues Buch ist ebenso faszinierend wie einfühlsam geschrieben. Leyland steht für die hoch sensible Reflexion einer langen Lebensbetrachtung.
Pascal Mercier zeigt sich erneut als außergewöhnlicher Erzähler, den die Leidenschaft für Sprache, Wörter, Dichtung und Philosophie tief durchdrungen haben.

Pascal Mercier
Das Gewicht der Worte
576 Seiten, gebunden
Carl Hanser Verlag, 2. Auflage, Januar 2020
ISBN-10: 3446265694
ISBN-13: 978-3446265691
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