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Autor: hera

Tiere unserer Heimat

Tiere unserer Heimat

Im Buch wird erzählt wie verschiedene Tierkinder unserer Heimat zur Welt kommen und aufwachsen. Dazu gehören das Kaninchen, das Rehkitz, die junge Schwalbe, die kleine Kröte, das Rebhuhnküken, das kleine Wiesel und viele mehr. Man erfährt, wie der Nachwuchs sich von der Geburt an entwickelt. Man kann also direkt einen Blick in die Kinderstube der Tierfamilien werfen.
In einem Text wird erklärt, was passiert. Ergänzt werden die Informationen mit Fotos. Und diese sind wirklich brillant. So nah kommt man an die Tiere sonst selten heran. Selbst kleinste Details werden sichtbar. Viele der Nahaufnahmen sind einzigartig. Man kann Vogeleltern beim Füttern ihres Nachwuchses beobachten, eine Ringelnatter beim Häuten sehen, eine Rehmutter mit ihrem Kitz betrachten und sehen, wie ein Marienkäfer sich von der Larve zum Käfer entwickelt.
Neben Text und Fotos gibt es zu jedem Tier einen kleine Steckbrief. Man erfährt den wissenschaftlichen Namen, die Klasse, die Größe, das Gewicht und bekommt wichtige Merkmale aufgelistet.
Die schöne Gestaltung macht das Buch zu etwas Besonderen. Fakten werden sehr anschaulich und verständlich in kindgerechter Form präsentiert. Die Fotos haben Bildunterschriften, so dass man erklärt bekommt, was auf den Bildern zu sehen ist oder gerade passiert.
Man lernt eine Menge über Tierkinder unserer Heimat. Um diese Wissen zu festigen, bietet es sich an, das Tierquiz zu machen. Mit im Buch ist auch ein Glossar mit Erklärungen zu einigen etwas schwierigeren Wörtern.
Das Buch anzuschauen, macht sehr viel Spaß. Gerade Kinder im Vor- und Grundschulalter wird es zum Staunen bringen. Aber auch die vorlesenden Eltern werden ihre Freude an dem Buch haben. Es ist für die ganze Familie zu empfehlen.

Rezension von Heike Rau

Tiere unserer Heimat
Die schönsten Bilder junger Tiere
72 Seiten, gebunden
ab 4 Jahren
Ravensburger Buchverlag
ISBN: 978-3473552412
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After work cooking – Gut vorbereiten, schnell servieren

After work cooking – Gut vorbereiten, schnell servieren

Schnelle Küche ist keine Hexerei. Es kommt viel mehr darauf an, die Mahlzeiten gut zu planen. Vieles lässt sich vorbereiten oder vorkochen. Die Zeitersparnis lässt es zu, dass man auch Abends nach Feierabend noch etwas Leckeres auf den Tisch bringen kann.
Das Kochbuch ist auf diese Bedürfnisse abgestimmt. Man kann sich an Einkauflisten orientieren und so vorab schon einmal dafür sorgen, dass entsprechende Vorräte vorhanden sind. Frisches kann dann schnell nach Bedarf dazugekauft werden.

Im ersten Kapitel werden Grundrezepte vorgestellt, auf die man dann aufbauen kann. So wird zum Beispiel ein Rucola-Pesto hergestellt, das dann zu Makkaroni, Heilbutt oder Schinken-Käse-Toast gereicht wird. Natürlich muss man hier die Menge planen. Das Pesto lässt sich im Kühlschrank ein paar Tage aufbewahren oder man friert es ein.
Im nächsten Kapitel geht es um Gerichte für jeden Tag. Auch hier findet man wieder Rezepte mit Zutaten, die man einmal zubereitet und mehrfach nutzt. Polenta eignet sich für viele Gerichte. So gibt es Polenta mit grünem Spargel. Und aus der zusätzlich zubereiteten Polenta, die man im Kühlschrank aufbewahrt hat, wird Geröstete Polenta mit Wurst oder Polenta-Pizza mit Tomaten & Pesto.
Im dritten Kapitel werden Gerichte präsentiert, die man einfrieren kann. So lässt sich leicht ein Vorrat anlegen. Die Cannelloni mit drei Käsesorten lassen sich direkt in der Auflaufform einfrieren. Darauf kann man dann zurückgreifen, wenn gar keine Zeit zum Kochen ist. Einfach in den Backofen geben, mehr Arbeit hat man nicht.

Man lernt mit dem Buch sehr schnell, die Mahlzeiten für die Woche zu planen. Einmal mehr gekocht, bedeutet das nächste Mal eine enorme Zeitersparnis. Trotzdem kommen gesunde und schmackhafte Gerichte auf den Tisch. Die Rezepte im Buch eignen sich gut für die Alltagsküche. Man kann diese aber auch am Wochenende nutzen. Es gibt im Buch Menüzusammenstellungen.
Die Rezepte sind gut erklärt, so dass auch Menschen mit wenig Kocherfahrung zurechtkommen sollten. Zu jedem Gericht gibt es ein ansprechendes Foto, so dass man schon mal sehen kann, welcher Genuss einen erwartet.
Ganz nebenbei erhält man wertvolle Tipps und Tricks, die das Kochen erleichtern und beim Planen der Mahlzeiten helfen.
Das Kochbuch gefällt auch von der Gestaltung her sehr gut. Es ist gut strukturiert und damit übersichtlich. Damit stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Rezension von Heike Rau

Chuck Williams (Hrsg.)
After work cooking – Gut vorbereiten, schnell servieren
112 Seiten, gebunden
Egmont Vgs
ISBN: 978-3802517945
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Katharina von der Leyen: Dogs in the City

Katharina von der Leyen: Dogs in the City

Die Journalistin Katharina von der Leyen gibt gerne zu, dass sie einen Hundetick hat. Mit einem Mann, einer Katze und den Mops Theo und den Königspudeln Luise und Ida lebt sie zusammen. Später kommt noch das Italienische Windspiel Harry dazu. Auch in ihrer Vergangenheit hatte sie immer wieder ganz unterschiedliche Hunde. Sie ist also eine erfahrene Hundehalterin.
Aus ihrem Leben erzählt sie mit einem Zwinkern im Auge. Es ist sehr unterhaltsam zu lesen, wie es sich mit den Hunden gestaltet. Es gibt so viele Erlebnisse, die weiterzuerzählen sich lohnt. Die Charaktere der Hunde und ihre Beweggründe zu tun, was sie eben tun, werden auch immer mit menschlichen Eigenschaften verglichen. Dabei vermenschlicht die Autorin in ihrer Haltung Hunde aber keineswegs. Vielmehr verfügt sie über großen Sachverstand. Sie beweist, dass sie auch mit schwierigen Hunden umzugehen versteht. Im Buch werden nicht nur die guten Erlebnisse mit Hunden beschrieben. Auch über Schwierigkeiten wird gesprochen. Deutlich wird auch, wie verschieden Hunde doch sind.
Das Buch hat damit nicht einfach nur einen Unterhaltungswert. Man kann auch von der Autorin einiges über den Umgang mit Hunden lernen.
Das Buch ist mit sehr viel Humor geschrieben. Viele Situationen werden überspitzt dargestellt. Damit hat die Autorin die Lacher auf ihrer Seite. Und dennoch werden auch traurige, zu Herzen gehende Situationen nicht ausgespart.
Das Cover passt überhaupt nicht zum Buch. Es vermittelt ein wenig Oberflächlichkeit und reduziert das Buch auf seinen Unterhaltungswert. Über den Text würde man das nie sagen.
Mit im Buch sind auch einige Fotos der Hunde. Die schaut man gerne an. Mit einem Bild der Tiere vor Augen liest sich das Buch noch besser.

Rezension von Heike Rau

Katharina von der Leyen
Dogs in the City
Franckh-Kosmos Verlag
192 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3440113363
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Tessa Kiros: Familien-Rezepte – Bunt wie das Leben

Tessa Kiros: Familien-Rezepte – Bunt wie das Leben

Tessa Kiros hat für dieses Buch Familien-Rezepte gesammelt. Sie ist Tochter finnisch-zypriotischer Eltern, erlebte ihre Kindheit zwischen Südafrika und England. Dementsprechend abwechslungsreich sind die Rezepte im Buch. Es sind Rezepte für die ganze Familie, von Generation zu Generation weitergegeben. Es sind Lieblingsrezepte aus aller Welt.

Schon die Art und Weise wie die Rezepte sortiert sind, überrascht. Die Farben geben hier den Ausschlag. Unter der Farbe „Rot“ findet man Nudelsuppe mit Tomate und Basilikum, Spaghetti mit Fleischbällchen oder Beeren-Buttermilch-Kuchen. Unter „Gelb“ gibt es Zitronenlimonade, Risotto mit Spiegelei oder Zitronenbaiser-Eistorte.
Es gibt ganz einfache Rezepte, die schnell gemacht sind. Man findet aber auch Rezepte, die für Festtage geeignet sind. Man kann sich von den außergewöhnlich schönen Fotos inspirieren lassen und Gerichte nach Lust, Laune und Lieblingsfarbe auswählen.
Gleichzeitig ist das Kochbuch aber auch ein Lesebuch. Die Kindheitserinnerungen Tessa Kobers werden mit diesem Buch wach. Nicht selten verbindet sie ein Gericht mit einer ganz bestimmten Erinnerung und erzählt dem Leser davon. Das kommt gut an.
Die Rezepte selbst, sind gut nachvollziehbar. Jeder Arbeitsschritt wird genau beschrieben, auch wenn die Gliederung etwas deutlicher als nur mit Absätzen hätte ausfallen können.

Insgesamt findet man 220 Rezepte im Buch – viele traditionelle, aber auch viele kreative. Ein ganz einfaches aber leckeres Mittagessen sind die Bratkartoffeln mit Spiegelei, eine Herausforderung für die Kaffeetafel dagegen die Karamelltorte mit Pfefferminz-Crisp. Wem es immer mal wieder an Ideen mangelt, der wird sich über dieses Kochbuch freuen. Gerade auch wer für und mit der Familie kocht. Es gibt viele Rezepte, die gerade Kinder mögen werden.
Die gut ausgewählten Rezepte und die Erinnerungen Tessa Kiros’ zusammengenommen, machen dieses Kochbuch zu etwas Besonderem.

Rezension von Heike Rau

Tessa Kiros
Familien-Rezepte – Bunt wie das Leben
400 Seiten, gebunden
Dorling Kindersley Verlag
ISBN: 978-3831012794
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Lynn Raven: Das Herz des Dämons

Lynn Raven: Das Herz des Dämons

Normalität vorzugaukeln ist für Dawn Warden nicht einfach. Dass sie mit Julien zusammen ist, weckt bei den anderen die Aufmerksamkeit. Dabei weiß niemand, dass der gutaussehende junge Mann ein Geheimnis hütet, dass er ein Lamia ist.
Wieder steht Julien im Mittelpunkt, als in seinem Spind Crystal-Tabletten gefunden werden. Dawn hofft, dass Julien bald gegen Kaution freikommt, sonst könnte das schlimme Konsequenzen haben. Julien gelingt es aber die Gedanken des Schulleiters und der beiden Polizisten zu manipulieren, so dass diese glauben, die Tabletten seien nur Vitaminpillen.
Für Dawn und Julien stellt sich natürlich die Frage, wer ihm das Crystal unterjubeln wollte und warum.
Später kommt es zu einem Vorfall in der Schultoilette, an dem wieder Julien beteiligt ist. Alles sieht nach einer Schlägerei aus. Danach bleibt Julien viele Stunden verschwunden, was Dawn natürlich in große Unruhe versetzt.
Julien hat nämlich noch andere Sorgen. Er sucht seinen Zwillingsbruder Adrien.
Und auch Dawn bekommt bald zu spüren, in was sie eigentlich hineingeraten ist. Ihr Großonkel Vlad eröffnet ihr, dass sie zwangsverheiratet werden soll. Nicht mit Julien, das kommt nicht in Frage, so sehr sie ihn auch liebt. Vielmehr soll sie einen anderen jungen Mann kennen lernen. Doch der hat noch ganz andere Pläne. Nicht nur mit Dawn, sondern auch mit Julien.

Um es gleich zu sagen, mit dem ersten Buch „Der Kuss des Dämons“ kann dieser zweite Teil nicht mithalten. Die Geschichte beginnt recht eintönig. Erst nach den ersten 100 Seiten wird es etwas spannender.
Das Buch lebt von den zwei Hauptpersonen Dawn und Julien. Wobei Julien ein wirklich interessanter Charakter ist. Er sorgt für Romantik im Buch. Dabei ist es diese unterschwellige Gefährlichkeit, die nicht nur Dawn, sondern sicher auch den Leser faszinieren wird.
Allerdings braucht die Autorin viel zu viele Worte, um die Beziehung zwischen Dawn und Julien zu beschreiben. Sie wiederholt sich ständig. Die Handlung wird unnötig in die Länge gezogen. Es kommt einfach kein Schwung rein.
Erst im letzen Drittel des Buches passiert endlich was, aber man findet keinen rechten Zugang mehr. Wirklich schade! Aber vielleicht wendet sich das Blatt mit der nächsten Fortsetzung.

Rezension von Heike Rau

Lynn Raven
Das Herz des Dämons
Verlag Carl Ueberreuter
352 Seiten, gebunden
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3800052462
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After work cooking – Alles aus einem Topf

After work cooking – Alles aus einem Topf

Berufstätigen bleibt unter der Woche oft nicht viel Zeit zum Kochen. Trotzdem soll natürlich etwas Leckeres und Gesundes auf den Tisch kommen. „Alles aus einem Topf“ – das klingt nach Zeiteinsparung.
Nach einem Blick ins Buch wird aber klar, dass man dann doch eher zwei Töpfe braucht und auch eine Pfanne, eine Gratinform und ein Backblech. Es erwartet den Leser also mehr als Eintöpfe. Wobei es natürlich auch diese gibt. Beispiele dafür sind der Hähnchentopf mit Mehlklößchen oder die Gemüsesuppe mit Tortellini.
Wer Herzhaftes mag kann die Schweinekoteletts mit Rotkraut oder die Pilze Stroganoff probieren. Natürlich kommt auch Fisch auf den Tisch. Heilbutt mit Tomaten und Lauch, sowie Lachs in Senfkruste sind nur zwei Beispiele dafür. Für das Kochen all dieser Gerichte muss man 30 Minuten veranschlagen.
Es gibt aber auch Gerichte, für die man nur 15 Minuten Vorbereitungszeit braucht. Der Kochvorgang selbst, ist hier nicht eingerechnet. Man hat die Wahl zwischen Polenta-Pizza mit Tomaten und Ricotta, Pastete mit Wurzelgemüse und vielem mehr.
Manchmal bietet es sich an, auf Vorrat zu kochen, um das Übriggebliebene dann weiterzuverwerten. Auch hierfür gibt es zeitsparende Vorschläge.
Hinten im Buch findet man weitere Ratschläge. Man lernt im Voraus für die Woche zu planen. Erhält Vorschläge für schnell gemachte Beilagen oder Menüzusammenstellungen. Man erfährt, was man an Grundausstattung und Vorräten in der Küche haben sollte und wie man Lebensmittel lagert und clever einkauft.

Mit dem Buch kommt man gut über die Woche. Es gibt viele Rezepte, die gefallen und die auch schnell gemacht sind. Ein wenig Geschick in der Küche muss man schon zeigen, sonst ist die Zeiteinsparung schnell dahin. Was da auf den Tisch kommt, kann man als gesunde Mischkost bezeichnen. Es wird für viel Abwechslung gesorgt.
Neben der Zutatenliste findet man die Kochanleitung. Diese ist sehr übersichtlich in Schritte untergliedert. Man kann hier sehr gut folgen.
Zu jedem Gericht gibt es ein gut gemachtes und sehr ansprechende wirkendes Foto.
Die allgemeinen Hinweise zum Einkaufen, Lagern und Kochen hinten im Buch sind sehr nützlich.
Auch wenn man für viele Gerichte mehr als einen Topf braucht, das Kochbuch gefällt gut.

Rezension von Heike Rau

Chuck Williams (Hrsg.)
After work cooking
Alles aus einem Topf
Egmont Vgs
112 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3802517969
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Charlie Bone und der Schattenlord

Charlie Bone und der Schattenlord

Dass Großtante Eustacia ein Gemälde, das von Mrs Tilpin stammt, in den Keller gebracht hat, weckt natürlich Charlies Interesse. Obwohl es in Papier gepackt ist, hört er etwas und spürt einen Lufthauch. Neugierig entfernt er die Hülle. Sofort baut sich ein Trugbild im Keller auf, dann ist Charlie auch schon mittendrin.
Ein Riese, es ist ein Vorfahr Charlies, nämlich Ortus Darkwood, versteckt Charlie erst einmal vor dem General und den Soldaten.
Charlie ist 900 Jahre in die Vergangenheit gereist. Der Schattenlord hat ihn nach Badlock gelockt. Diesmal ist nicht nur Charlies Geist gereist, sondern sein ganzer Körper. Zu seiner Überraschung folgt ihm Benjamins Hund Runnerbean. Der hat etwas mitgebracht, das Charlie retten kann. Es ist Charlies Motte Clearwen. So steht dem Jungen nun endlich die Rückreise offen. Diese Chance nutzt Charlie natürlich. Doch er vergisst Runnerbean mit nach Hause zu nehmen.

Charlie hat seine Gabe offenbar weiterentwickelt. Er kann nun direkt in Bilder hineingehen. Sein Körper bleibt nicht mehr zurück.
Diesmal hat es der Schattenlord auf Charlie abgesehen. Überall lauern seine schrecklichen Wächter, so dass Charlie praktisch keinen Handlungsspielraum hat. Dabei will der Lord in die reale Welt zurück, was um jeden Preis verhindert werden muss.
Auch der siebente Band um Charlie Bone ist wieder äußerst spannend geschrieben. Es passiert etwas, das schlimmer ist, als alles, was bisher vorgefallen ist. Das Böse hat eine ungeheure Macht. Das bekommen Charlie und seine Freunde zu spüren.
Die Handlung ist diesmal etwas ruhiger und gefühlvoller gehalten und stimmt damit nachdenklicher. Das wird aber als sehr positiv empfunden. Charlie entwickelt sich weiter und wird älter.
Man folgt dem Fortgang der Geschichte mit Faszination. Das Ende ist gut gemacht. Es verspricht ein weiteres spannendes Buch.

Rezension von Heike Rau

Jenny Nimmo
Charlie Bone und der Schattenlord
Siebter Band
Aus dem Englischen von Christa Broermann
352 Seiten, gebunden
Ravensburger Buchverlag
ISBN: 978-3473349678
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Riff

Riff

Julia Whitty ist Dokumentarfilmerin, hat über 50 Filme zu meeresbiologischen Themen produziert. Die Buchautorin schreibt außerdem für Zeitschriften.
Mit ihrem Buch „Riff“ nimmt sie den Leser mit auf eine ganz besondere Reise. Sie beschreibt drei Korallenatolle im Südpazifik: Funafuti, Mo’orea in Französisch-Polynesien und die Gewässer von Rangiroa, zum Inselstaat Tuvalu gehörend. Es ist ein Reisebericht, bei dem der Tier- und Pflanzenwelt am Riff unter Wasser besondere Aufmerksamkeit zukommt. Der Leser erfährt Wissenswertes über dieses einzigartigen Ökosystems. Der Artenreichtum und die Lebensweise der Riffbewohner wird erzählend dargestellt. Man wird direkt mit auf die spannenden Tauchgänge genommen.
Die Autorin erzählt in einer sehr poetisch anklingenden Sprache, die zudem noch sehr detailreich und nuanciert ist. Diese wunderbare und leider auch gefährdete Welt wird dem Leser gut vorstellbar beschrieben. Farben, Klänge und gefühlsmäßige Eindrücke werden erzählend dargestellt. Eine Unterwasserwelt, sonst verborgen, wird sozusagen sichtbar.
Julia Whitty ist eine gute und vor allem sehr genaue Beobachterin. Man erfährt Geheimnisvolles, wird verzaubert von der Ausdrucksweise der Autorin.
Man liest von Lebensbereichen, die sonst im Verborgenen liegen und von Lebewesen, die gewöhnlich vor den Augen des Lesers nicht sichtbar sind. Man wird sensibilisiert für Umweltthemen. Die Autorin stellt dar, wie gefährdet die Natur am Riff ist und zeigt, welche Folgen der Klimawandel haben könnte.
Ein wirklich faszinierendes Buch!

Rezension von Heike Rau

Julia Whitty
Riff
Begegnungen mit verborgenen Welten zwischen Land und Meer
Übersetzt von Michael Haupt
mareverlag, Hamburg
336 Seiten, gebunden
ISBN: 978-3866481008
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Johnny, der Setter / Johnny, the Irish Setter

Johnny, der Setter / Johnny, the Irish Setter

Johnny ist einer von sechs kleinen Setter-Welpen. Zusammen mit seinen Geschwistern wächst er auf, bis Familie Hoffmann, zu denen auch ihr Sohn Tim gehört, den kleine Hund zu sich nimmt. Besonders Tim freut sich auf das Tier. Der Kleine gewöhnt sich schnell ein und lernt dazu. Herr Hoffmann geht mit Johnny sogar in die Hundeschule. Nach einigen Wochen geht Johnny ordentlich bei Fuß und er hört auf die üblichen Kommandos. Johnny entwickelt sich zu einem lieben Hund, an dem die Familie viel Freude hat.

Die kleine Geschichte gefällt sehr gut. Sie ist spannend zu lesen. Das Besondere an diesem Kinderbuch ist, dass der Text nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch im Buch steht. Für Kinder, die zweisprachig aufwachsen, ist das ideal. Mit der kleinen Sachgeschichte kann man viele neue Wörter lernen und das Verstehen trainieren. Das Buch können nicht nur Eltern für ihr Kind nutzen. Auch im Kindergarten oder in der Grundschule hilft es, Kenntnisse in Englisch weiter zu verbessern.

Das Thema Haustier, wobei es im speziellen um Hunde geht, wird umfassend abgehandelt. Das Buch kann also in der Grundschule auch im Sachunterricht Verwendung finden. So entdeckt man am Ende des Buches einen Tier-Steckbrief und ein Bildwörterbuch gleich mit auf den illustrierten Seiten. Die Illustrationen sind realitätsnah gezeichnet und damit schön anzusehen. Sehr gut gefällt auch das Lesezeichen mit der zweisprachigen Wörterliste.

Rezension von Heike Rau

Reinhard Fritzsch / Ria Gersmeier
Johnny, der Setter / Johnny, the Irish Setter
Illustrationen von Katja Kiefer
Deutsch-englische Ausgabe
23 Seiten, gebunden
Olms Verlag
ISBN: 978-3487088136
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Gesund ohne Pillen

Gesund ohne Pillen

Die Alternativmedizin hat mittlerweile einen großen Stellenwert in unserer Gesellschaft. Viele Menschen setzen auf Akupunktur, Homöopathie, Chiropraktik oder Pflanzenmedizin, auch wenn es hier eine breite Front von Skeptikern gibt. Schulmediziner haben nicht immer Verständnis für diese Arten der Behandlung, sehen sie bestenfalls als Ergänzung an. Die Meinungen über die Alternativmedizin gehen also weit auseinander.

Die Autoren haben es sich zur Aufgabe gemacht einen streng wissenschaftlichen Blick auf die alternativen Behandlungsverfahren zu werfen. Sie unterziehen die alternativen Therapien einer gewissenhaften Prüfung und ziehen alle wissenschaftlichen Erkenntnisse heran, die sie recherchieren konnten. Die Alternativmedizin kommt dabei sehr schlecht weg. Bis auf einige ganz wenige wirkliche Heilmöglichkeiten, reduzieren sich die Erfolge der Alternativmedizin auf den Placebo-Effekt. So ergibt es die Auswertung der bisher erfolgten wissenschaftlichen Studien. Es wird den Patienten also etwas vorgemacht, nicht zuletzt, um ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen, so die Autoren.

Skeptiker der Alternativmedizin finden mit diesem Buch also Bestätigung. Für die Befürworter dürfte das Buch schwere Nebenwirkungen haben. Selbst wenn es meist nur der Placebo-Effekt ist, der für die alternativen Heilmethoden spricht, so kann man darauf nach der Lektüre des Buches auch nicht mehr bauen. Jegliche Hoffnung wird einem mit dem Buch genommen.

Nicht jeder wird diese streng wissenschaftliche Sicht hinnehmen wollen. Dem gegenüber stehen die vielen positiven Erfahrungen, die Menschen mit der Akupunktur oder der Homöopathie gemacht haben. Das geht, auch wenn es im Buch schon mal leise Erwähnung findet, unter.
Im Buch wird vor allem auf Akupunktur, Homöopathie, Chiropraktik und die pflanzliche Medizin geschaut. Tatsächlich gibt es neben den mittlerweile auch teilweise von den Krankenkassen anerkannten Heilmethoden aber auch solche, vor denen die Autoren warnen wollen, weil sie ihrer Ansicht nach gefährlich für den Menschen sind. Es gibt einen kurzen Leitfaden zu diesen nicht so ganz bekannten alternativen Heilmethoden wie Geistheilung, die Therapie mit Nahrungsergänzungsmittel, Zelltherapie, Sauerstoffstherapie und so weiter. Dem Leser wird deutlich gemacht, was aus streng wissenschaftlicher Sicht von diesen Heilmethoden zu halten ist und wo Gefahren zu sehen sind.

Was fehlt, ist der Vergleich mit der Schulmedizin. Im Buch werden zum Beispiel die Nebenwirkungen von Kräutermedizin sehr drastisch dargestellt, so als hätten Medikamente, die Schulmediziner verschreiben keine Nebenwirkungen.
Es bleiben ohnehin viele Fragen offen. Die Informationen über die Umstände der Studien sind zu oberflächlich dargestellt. Man kann sich kein genaues Bild machen, müsste hier bei Interesse weiterrecherchieren. Immer wieder möchte man ein Aber einwenden. Aber Zwischenrufe, das merkt man schnell, würden die Autoren ohnehin nicht gelten lassen.
Wie mit dem Leser umgegangen wird, gefällt nicht. Wer an seinen positiven Ansichten zur Alternativmedizin festhalten möchte, wird schon im Vorfeld als engstirnig bezeichnet.
Die Frage ist doch, warum so viele Menschen sich teilweise von der Schulmedizin abwenden oder zumindest ergänzend alternative Heilmethoden in Betracht ziehen. Und wenn jemand gute Erfahrungen damit gemacht hat, auch wenn es sich hier „nur“ um den Placebo-Effekt handelt, ist für manchen sicher nichts dagegen einzuwenden.
Mit dem Buch entsteht ein ungeheurer Diskussionsbedarf. Die Zweifel sind größer als das Einsehen. Aber damit muss der Leser alleine fertig werden.

Rezension von Heike Rau

Simon Singh / Ezard Ernst
Gesund ohne Pillen
Was kann die Alternativmedizin?
400 Seiten, gebunden
Carl Hanser Verlag
ISBN: 978-3446233010
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