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Kategorie: Psychologie

Matthew Johnstone und Dr. Michael Player: Kein Stress! – Wie Sie Stress und Angstgefühle bewältigen und gelassener werden

Matthew Johnstone und Dr. Michael Player: Kein Stress! – Wie Sie Stress und Angstgefühle bewältigen und gelassener werden

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Etwas mehr Gelassenheit, wer wünscht sich das nicht? Nicht immer ist es der Stress von außen, der uns belastet. Vielmehr führt unser Umgang damit zu Problemen. Matthew Johnstone, Autor und Illustrator, hat damit seine Erfahrungen gemacht. Auch Dr. Michael Player ist dieses Phänomen nicht unbekannt. Er ist Psychologe, forscht zum Thema Stress und kennt sich ebenfalls bestens mit Bewältigungsstrategien aus.

Es gibt viele Ratgeber zu diesem Thema. Man liest sie und fällt, sofern man nicht ausreichend motiviert wird, irgendwann wieder in alte Verhaltensmuster zurück. Sich eisern um Besserung bemühen zu müssen, ist nun mal auch Stress. Und so quält man sich durchs Leben. Es wird schon irgendwie gehen.

Die Autoren haben eine eigene Herangehensweise. Es geht ihnen nicht darum, dem Stress den Kampf anzusagen, denn der wird nicht verschwinden. Vielmehr ist er unvermeidlich und manchmal sogar nötig. Was wir aber ihrer Meinung nach ändern können, ist unsere Reaktion auf den Stress. Die Autoren führen dem Leser vor Augen, welche Mechanismen ablaufen und was dazu führt, dass wir vom Stress krank werden. Es wird ganz genau beschrieben, was im Körper in Gang kommt und warum. Unsere Bewertungen, unsere Verhaltensweisen und vor allem unsere Gedanken sind ausschlaggebend dafür, wie wir uns fühlen. Es ist wichtig, das zu erkennen, zu verstehen und einzusehen.

Unser Umgang mit Stress kann also verändert werden. Die Autoren zeigen Denkfehler auf. Sie beschreiben, wie wir die Fakten aus den Augen verlieren, stattdessen gedanklich katastrophisieren und so noch mehr Stress herbeiführen. Gezeigt wird nachfolgend, wie man seine Gedanken prüfen und Denkfehler überlisten kann. Es ist wichtig, sich in Achtsamkeit zu üben und zu lernen, wie man sich entspannen und Wohlbefinden herbeiführen kann. Anschließend wird ausgeführt, welche Möglichkeiten es gibt, etwas für sich selbst zu tun.

Matthew Johnstone und Dr. Michael Player sind ein gutes Team! Sie schlagen einen lockeren und persönlichen Ton an, der jedoch sehr deutlich und eingängig ist. Das ist eigentlich ein bisschen widersprüchlich. Aber es funktioniert und macht es möglich, das Thema anzunehmen, sich damit auseinanderzusetzen und mit dem Buch, das sehr verständlich geschrieben ist, zu arbeiten. Es ist wissenschaftlich auf dem neuesten Stand. Zu jedem Kapitel gibt es entsprechende Quellenangaben und Literaturhinweise. Für Auflockerung sorgen die witzigen und gleichzeitig anschaulichen Zeichnungen. Man kann sie als Zusammenfassung von Textpassagen sehen und als Erinnerungshilfe. Teils unterstützen sie das Vorstellungsvermögen. Es fällt so leichter, alte Gedankenmuster abzulegen. Nach meiner Meinung ist das Buch ein sehr hilfreicher Ratgeber!

Rezension von Heike Rau

Matthew Johnstone und Dr. Michael Player
Kein Stress! – Wie Sie Stress und Angstgefühle bewältigen und gelassener werden
Aus dem Englischen von Viola Krauss
204 Seiten, gebunden
Verlag Antje Kunstmann
ISBN-10: 3956143280
ISBN-13: 978-3956143281
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Ulrich Hoffmann: Einschlafen ist gar nicht schlimm – Mini-Meditationen für Kinder

Ulrich Hoffmann: Einschlafen ist gar nicht schlimm – Mini-Meditationen für Kinder

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Das vorliegende Buch ist ein Ratgeber für Eltern, deren Kinder Schlafprobleme haben. Der Autor erklärt, was Grundschulkinder wach hält, auch Kinder, die eigentlich müde sind. Manchmal ist es ein richtiger Kampf, das Kind zum Schlafen zu bringen. Ziel ist es, dem Stress ein Ende zu machen. Mit einfachen Mitteln soll wieder Ruhe einkehren.

Zunächst wird erklärt, welche Schlafprobleme es gibt und wie Einschlaf- und Durchschlafprobleme zustande kommen. Hier wird auch Verständnis für das Kind geweckt. Es geht vor allem darum, zu erkennen, welche Verhaltensmuster dazu führen bzw. welche Sorgen Kinder nicht schlafen lassen. Der Autor zeigt auf, was helfen kann. Und das ist erstaunlicherweise gar nichts Weltbewegendes. Schon kleine Änderungen im Verlauf des Abends und Rituale können nach und nach eine Veränderung herbeiführen.

Zu den Ritualen können Kindermediationen gehören. Nun fragt man sich natürlich, wie ein Grundschulkind eine Meditation bewerkstelligen soll. Die Meditationen im Buch erinnern aber eher an Fantasiereisen. Die Vorstellungskraft der Kinder wird genutzt, um ihre Gedanken zu lenken. Dabei bleibt auch immer sehr viel Freiraum, die Gedanken zum jeweiligen Thema schweifen zu lassen. Eine Meditation dauert etwa drei Minuten und kann zu Beginn des Abendrituals oder vor dem Einschlafen stattfinden. Erwachsene können den Text vorlesen, aber noch besser ist es, selbst mitzumachen und diesen von der CD zu hören. So kommen auch die Eltern ein bisschen zur Ruhe.

Für mich klingt das erfolgversprechend. Den Tag zu verarbeiten und zur Ruhe zu kommen, ist Voraussetzung für guten Schlaf und mit Buch und CD kann das auf einfache Art und Weise verwirklicht werden. Vielleicht ist der Erfolg nicht sofort spürbar. Mit Hilfe des im Buch enthaltenen Tagebuches werden aber, wenn es regelmäßig geführt wird, auch kleine Erfolge sichtbar gemacht.

Rezension von Heike Rau

Ulrich Hoffmann
Einschlafen ist gar nicht schlimm – Mini-Meditationen für Kinder
Mit CD gesprochen von Ralph Caspers
144 Seiten, gebunden
Knaur Balance
ISBN-10: 3426675374
ISBN-13: 978-3426675373
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Leslie Jamison: Die Empathietests

Leslie Jamison: Die Empathietests

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Dieses in Amerika zum Bestseller erkorene Buch ist in seiner Substanz eindringlich.

Es geht um die Verstehbarkeit von Leid und die Fähigkeit zum Mitfühlen im weiteren auch Empathie genannt. Es handelt sich um ein vielschichtiges, wichtiges und interessantes Sujet.

Das Thema ist komplex und schwierig zu vermitteln. Wie weit können wir mitfühlen, und wo liegen unsere Grenzen?

Jamison beginnt ihre Essays mit Tests von Studenten und Schauspielern, die angehende Mediziner auf ihr Mitfühlen überprüfen. Die Mediziner wissen nicht, dass sie nur Scheinkranken gegenüberstehen. Diese sind geschult, auf die Echtheit der Gefühle zu achten und die Kälte oder den Mangel an Gefühlen heraus zu spüren.

Durch die Experimente wird dem Leser verdeutlicht, wie schwierig echtes Mitfühlen von der künstlichen Teilnahme oder der Übertreibung, womöglich gar dem Desinteresse, zu unterscheiden ist. Kann man Empathie überhaupt erlernen?

Die Fähigkeit zur Empathie hängt von zahlreichen Variablen ab. Das eigene Gefühlsleben, das soziale Umfeld und die Herkunft, Beziehungen zu geliebten Menschen und soziale Kompetenz sind unabdingbare Voraussetzungen für die Fähigkeit zur Empathie. Wie soll man Empathie beschreiben? Es geht um die Sensibilität, sich in andere Menschen hineinzudenken und wahrzunehmen, wie es in deren Gefühlsleben und mit ihren Ängsten und Glücksmomenten aussieht. Die Selbstwahrnehmung über eigene Befindlichkeiten im Guten wie im Zweifel sind ebenso Bestandteil der Fähigkeit zur Empathie, wie die Bereitschaft, sich auf eine vorübergehende Nähe zu einem leidenden Menschen einzulassen. Das alles lässt sich bei entsprechenden Voraussetzungen und in Supervisionen verfeinern lernen. Die Reflexionen über die Konfrontation mit dem Leid anderer wird dazu führen, Selbst-und Fremdwahrnehmung zu differenzieren. Nur so lässt sich zwischen Kranken und Leidenden ein vorübergehendes Bündnis herstellen, das zur Heilung oder zum Ertragen des Mitleidens beitragen kann, gleichzeitig aber eine gewisse Distanz nicht überschreiten soll.

Empathie aber wird nicht nur von Menschen in helfenden Berufen erwartet, sondern kann einen jeden im Alltag berühren und hervorragende Schriftsteller und Künstler zu sensiblen Darstellern in Politik und Gesellschaft befähigen. Sie erklären uns auf diese Weise die Welt mit allen ihren Widersprüchen.

Was hat nun Leslie Jamison dazu beizutragen?

In ihren folgenden Essays geht es um eingebildete Kranke, um Gangster und Überfälle und allerlei Übel, die uns Menschen wiederfahren können. Ist das erste Kapitel noch eingängig nachzuvollziehen, so folgen dann Kapitel auf Kapitel, die in ihrer Absurdität gelegentlich ermüdend sind.

Zwischen Sachbuch und Literatur schwankend legt man das Buch nach einiger Zeit beiseite, um es bei passender Gelegenheit weiterzulesen.

Leslie Jamison wird mit so bekannten Namen wie Joan Didion und Susan Sonntag in einem Namen genannt. In ihrer sensiblen Beobachtungsgabe kann man sie mit diesen Autorinnen durchaus vergleichen.

Leslie Jamison
Die Empathie-Tests
336 Seiten, gebunden
Hanser Berlin, September 2015
ISBN-10: 3446249257
ISBN-13: 978-3446249257
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Sandra Hughes: Fallen

Sandra Hughes: Fallen

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Familientragödie…

Der fünfzehnjährige Luca will nur noch rasch zum Bankomaten, um sich Geld für eine Reise zu ziehen. Doch seine Rückkehr dauert sehr lange. Seine Mutter wird unruhig und zeigt sich besorgt.

In der Folge wird klar, dass dem Jungen etwas zugestoßen sein muß. In langen Sentenzen ergeht sich die Autorin Sandra Hughes im Schmerz einer Mutter. In ihren Fantasien befürchtet sie das Schlimmste.

Intensive Assoziationen und frei flottierende Gedanken um die Abwesenheit des Sohnes lassen den Leser unmittelbar teilnehmen am Innenleben einer schon immer ängstlichen Mutter. Wie oft hat sie in Gedanken Unheil befürchtet! Nun ist es also so weit!

Sandra Hughes ist empathisch berührt in ihren Gefühlen für eine Mutter, die zwischen Zweifel und Hoffen, nach und nach auch Verzweiflung und Wut, hin und her gerissen wird. Sie erfuhr schließlich, dass Luca lange ohne Hilfe auf dem Pflaster vor dem Bankomaten gelegen hat, bevor ihn ein Rettungswagen ins Krankenhaus brachte. Passanten haben ihn nicht wahrgenommen oder eigenen Ängsten Rechnung getragen. Er ist nach einem Hirnschlag schwerstbehindert. Hätte man ihm besser helfen können, wenn er früher in ärztliche Obhut gelangt wäre?

Mit diesen Fragen und gramvollen Gedanken schlägt sich eine Mutter herum, die schon in der langsamen Lösung des Sohnes hin zu mehr Selbständigkeit Schmerz und Ängste empfunden hat.

Nicht der Plot um den Unfall bildet den Kern der Erzählung, sondern die Trennung von Mutter und Sohn. Diese in allen Facetten zu beleuchten und zu reflektieren gelingt der Autorin ausgezeichnet.

„Fallen“ kann man als Metapher dafür verstehen, wie einem das Leben in Sekunden entgleiten kann. Unwiederbringliche Ereignisse, die außerhalb unseres Einflussbereichs passieren, legen das ganze bisherige Leben lahm. Neuorientierung und Umgestaltung aller bisherigen Normen und Formen sind die Folge! Die Summierung von Krankheit und schon zuvor begonnener Trennung wird in allen Schichten erforscht. Herausgekommen ist das Psychogramm einer Frau, die an ihrem Schicksal beinahe zugrunde geht. Leere, Angst und Verzweiflung sind darüber hinaus das Ergebnis einer schon längst angelegten Fehlentwicklung in Ehe und Familie. Sandra Hughes geht der Geschichte mit Akribie und tiefenpsychologischer Kenntnis auf den Grund.

Im Nachsatz erfahren wir, dass die Erzählung einer wahren Begebenheit nachempfunden ist.

Die Schweizer Autorin Sandra Hughes lebt und arbeitet in der Schweiz.

Sandra Hughes
Fallen
160 Seiten, gebunden
Dörlemann, Februar 2016
ISBN-10: 3038200298
ISBN-13: 978-3038200291
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Emma Farrarons: Das Achtsamkeits-Malbuch – Ein Anti-Stress-Vergnügen

Emma Farrarons: Das Achtsamkeits-Malbuch – Ein Anti-Stress-Vergnügen

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Ausmalen beruhigt. Man konzentriert sich auf das vorgegebene Bild und füllt das Motiv nach und nach mit Farben. Die Achtsamkeit stellt sich von ganz alleine an. Man kann sich bewusst eine Auszeit nehmen, kleine Pausen damit füllen oder sich auch für längere Zeit mit einem Bild beschäftigen. Verschiedene geometrische Formen und auch Blumenmuster hält das Buch vor.

Allerdings sehe ich beim Betrachten der Seiten viele sehr unruhig wirkende Motive. Wellenlinien, Bögen, sich windende Formen und sich wiederholende filigrane Blütenmuster verwirren das Auge. Manche Motive sind mir auch zu einfach. Eine karierte Seite, fast wie im Schulheft, ist nicht kreativ genug.
Es gibt aber auch einige Motive, die mir sehr gefallen, wie die verschiedenen Blätter auf einer Doppelseite, die Schmetterlinge und die kleinen Vögel, die ich am liebsten sofort ausmalen möchte. Auch an einem Bild, das eine ganze Naturszene zeigt, und das man nach und nach aufbauen kann, möchte ich mich gerne versuchen. Leider lässt sich das kleine Taschenbuch geöffnet nicht flach auf den Tisch legen. Ich versuche es mit Gewalt! Aber es ist nichts zu machen. Ich muss die Buchseiten mit einer Hand herunterdrücken, um mit der anderen Hand malen zu können. Eine Chance, das gesamte Bild auszumalen, habe ich auch nicht, weil das Seite dann in die Bindung läuft. Einen ausgesparten inneren Rand gibt es nicht. Entspannend ist das Malen dadurch eher nicht. Format und Bindung sind also falsch gewählt. Das Buch passt zwar durch das kleine Format in jede Tasche, aber manches Motiv ist dann eben sehr filigran.

Das nicht jedes Bild meinen Geschmack trifft, ist nur natürlich. Aber dass man nicht wirklich gut mit dem Buch arbeiten kann, ist wirklich schade. Für eine Achtsamkeitsmeditation ist das Buch, durch die störenden Faktoren, also eher weniger gut geeignet.

Rezension von Heike Rau

Emma Farrarons
Das Achtsamkeits-Malbuch – Ein Anti-Stress-Vergnügen
112 Seiten, broschiert
Knaur MensSana
ISBN-10: 3426877228
ISBN-13: 978-3426877227
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Peter Simon Fenkart: Wurzeln im Sein – Wir sind zur Erfüllung berufen

Peter Simon Fenkart: Wurzeln im Sein – Wir sind zur Erfüllung berufen

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Peter Simon Fenkart schreibt am Anfang seines Buches, er wolle mit „Wurzeln im Sein“ keinen Ratgeber vorlegen, er wolle nur erzählen, wie man seiner Erfahrung nach Erfüllung findet. Fünf Jahre habe er an dem Thema herumgedacht und darüber gelesen und mit anderen darüber gesprochen und sich – wie man so sagt – damit auseinandergesetzt. Und nun …

… hat man als Leser einen Ratgeber in der Hand, einen, der sehr gute Tipps dafür gibt, wie man den Zustand Erfüllung (oder wenigstens Zufriedenheit) erreichen kann. Ich zumindest fand genau die „Handlungsanweisungen“, die meiner Erfahrung nach zum Erfolg führen. Dabei geht es nicht um Atemübungen, Meditationsformeln oder Vorschriften der Art „Lebe vegan!“, „Zieh aufs Land!“, „Tritt einer Hilfsorganisation bei!“ oder dergleichen. Nein, es läuft auf eine tiefgreifende innere Veränderung hinaus, die nicht unbedingt den Charakter eines revolutionären Umbruchs haben muss, sondern eher evolutionär abläuft.

Aber fangen wir von vorn an, mit der Frage, was „Erfüllung“ eigentlich ist. Für Fenkart ist dieser Zustand nicht dasselbe wie „Glück“, denn dieses sei nur ein vorübergehender Zustand, ein relativ rasch erlöschendes Hochgefühl. Ein Rausch gewissermaßen. Wie bei anderen Räuschen ist man geneigt, nach dessen Abklingen einen neuen Rauschschub zu suchen, und in der Regel braucht man dafür einen noch ein stärkeren Stimulus und einen noch stärkeren und einen noch stärken … und ehe man sich versieht, ist man die meiste Zeit damit beschäftigt, dem Rausch nachzujagen. Dabei fühlt man sich zunehmend unzufrieden, weil es immer schwerer wird, „Glück“ zu empfinden und dieses Gefühl, wenn man es doch erreicht, immer weniger hoch brandet. Erfüllung hingegen brandet nicht hoch – auch wenn sie durchaus Glücksmomente bringt – und geht zugleich doch über ruhige Zufriedenheit hinaus. Sie ist mit dem Gefühl verbunden, Teil von etwas Größerem zu sein, den Blick auf oder in etwas Größeres werfen zu können. Das kann etwas Spirituelles oder Religiöses sein, wissenschaftliche Erkenntnisse, die sich zu einem intuitiven Verstehen des Ganzen weiten, das Finden von haargenau dem Platz im Leben, für den man sich berufen fühlt, der einem als Sinn seines Lebens fühlbar wird.

Peter Simon Fenkart betrachtet in dieser Anfangsphase des Buches diesen Unterschied zwischen Glück und Erfüllung, schaut auf das Phänomen Berufung, entwirft ein Etagenmodell, in dem die Befriedigung elementarer Bedürfnisse als Kellergeschoss, die „übliche“ Zufriedenheit mit Glücksmomenten als Erdgeschoss und der Zustand der Erfüllung als oberste Etage formuliert sind. Daran macht er klar, dass zum einen die oberen Geschosse ohne die unteren keinen Halt hätten, zum anderen aber eine Durchlässigkeit nötig ist: Man lebt nicht ständig ganz oben, manchmal muss man profane Kellerjobs machen – wichtig ist, dass man den Weg nach oben kennt und so oft wie möglich auch geht.

Schon in diesen Abschnitten des Buches betont Fenkart immer wieder, dass Erfüllung einem nicht zufällt. Der Weg dahin beginnt mit dem Beschluss, Erfüllung finden zu wollen. Das klingt trivial, ist es aber nicht. Fenkart erklärt in diesem Zusammenhang den Unterschied zwischen Wünschen und Wollen. Das tut er – wie fast immer im Buch – wortreich und mithilfe verschiedener Bilder. Das mag redundant wirken und wahrscheinlich ist es das auch. Aber das ist bei diesen Projekt auch nötig, denn es geht in dem Buch nicht darum, eine Abhakliste zu erstellen, sondern das Innere des Suchenden so zu formen, dass er erfolgreich bei seiner Suche sein kann. Es geht um nichts Geringeres als eine psychische Umschulung, ein Ändern von Automatismen, von Denk- und Verhaltensmustern. Es geht um eine Modifizierung des Unbewussten und – und das vor allem – einen neuen Zugang zum Unbewussten. Und das braucht Zeit, braucht übende Wiederholung.

Das alles bringt Peter Simon Fenkart allerdings in viel bodenständigeren Worten an den Leser als ich es hier zusammenfassen kann. Deshalb ist das Projekt ja auch ein etwa 200 Seiten dickes Buch und nicht nur ein Artikel, der die Schlüsselworte nennt und kurz erläutert. Vor allem aber lässt es sich deutlich besser lesen.

Im Buch geht es nach der Beschlussfassung … nein nicht mit dem „Umkrempeln der Lage“ weiter, sondern mit der Beschäftigung mit dem Ist-Zustand. Unmittelbar damit verbunden ist das Erlernen von „Achtsamkeit“, wie es neuerdings genannt wird, wenn man wahrnimmt, was um einen herum passiert und – und das ist das Wichtigere – was das in einem auslöst. Erst danach geht es darum, sich, sein Verhalten und – wenn nötig – sein Umfeld so zu verändern, dass das, was man da wahrnimmt, sich richtig anfühlt. Richtig in Bezug auf das Ziel, auf die Erfüllung, die Berufung, den Sinn – Fenkart zäumt da das Pferd von verschiedenen Seiten her auf.

Während er zu „Erfüllung“ und „Berufung“ bereits die Methode unterfütternde Betrachtungen angestellt hat, widmet sich Fenkart im Mittelteil des Buches der Sinnfrage. Aus meiner Sicht nicht sehr glücklich, auch wenn man den Bereich nicht ganz weglassen kann. Immerhin ist „Was für einen Sinn hat mein Leben denn?“ die häufigste Formulierung in diesem Themenkreis. Fenkart spricht dazu von einem Sinn, der angeblich jedem Menschen eigen ist, und den jener finden muss, um Erfüllung zu erlangen. So, als sei es haargenau dieser eine Diamant, ohne den alles unfertig bliebe. Und wie bei einer Schaufel, die sich ja auch ihren Sinn nicht selbst geben könne, würde es auch für den Menschen einen externen Sinnstifter geben. Dieser habe vernünftigerweise den Menschen mit allem ausgestattet, was nötig ist, um diesen Sinn zu finden, und er würde ihn mittels „Leitplanken“ – gemeint sind schmerzliche Ereignissen – unterstützen, auf dem richtigen Weg zu bleiben. Dass man da berechtigterweise fragen kann, wieso dieser Stifter den Menschen nicht einfach so den Sinn erfüllen lässt, sondern sogar in Kauf nimmt, dass viele, sehr viele Menschen diesen Sinn nie finden, nie Erfüllung finden, zwingt den Autor zu einer nicht ganz handfesten Abhandlung über den freien Willen. Hier klingt das Wortreiche dann auch eher schwaflig, wie man es oft findet, wenn jemand gedanklich noch nicht zum Punkt gekommen ist oder der Punkt nicht wirklich in das Gesamtkonstrukt passt, sondern mühsam hineingeredet werden muss.

Wer dieses Buch liest – und ich empfehle das durchaus – sollte also in diesem mittleren Bereich Vorsicht walten lassen. Anders als Fenkart am Anfang des Buches behauptet, ist es nämlich nicht unerheblich, welches Modell man einer Methode zugrunde legt. Das Motto „Hauptsache, es funktioniert“ gilt nur in dem auf die eine Sache begrenzten Maß. Nehmen wir das Beispiel Barbara Pachl-Eberhart. Diese Frau hat innerhalb kurzer Zeit erst ihren Mann dann ihre beiden kleinen Töchter an den Tod verloren. Sie schrieb ein Buch über die Zeit danach („Warum gerade du?“), das vielen Menschen half. Nach Fenkarts These war es also nicht ihre Bestimmung, nicht ihr Sinn, diesem Mann und diesen Kindern Frau bzw. Mutter zu sein. Was sie in jenen Tagen an Erfüllung fühlte, war demzufolge Selbstbetrug. Schlimmer noch: Was war dann der Sinn des Mannes und der Kinder?

Stellen wir die Sache mal auf die Füße: Es gibt keinen „objektiven“ Sinn. So wie die Schaufel an sich keinen Sinn hat, sondern der Sinn sich erst im Einsatz der Schaufel – zum Schippen, zum Dekorieren, zum Morden oder als provisorischer Ersatzzaunspfahl – ergibt, so ergibt Sinn erst im Handeln des Menschen. Und so, wie der Schaufelbenutzer den momentanen Sinn der Schaufel bestimmt, so bestimmt der handelnde Mensch den Sinn seines Handeln (Nachdenken, Planen etc. eingeschlossen). Noch ein Haken bei Fenkarts Ansatz: Wenn der Mensch nur Erfüllung spürt, wenn er seine ihm aufgetragene Aufgabe erfüllt, wie kann es dann sein, dass er schon mit Erfüllung „belohnt“ wird, wenn er die Aufgabe nicht erfüllt, sondern nur daran arbeitet? Selbst Fenkart betont aber – völlig zu Recht aus meiner Sicht – dass Erfüllung eben nicht vom Abschließen einer Arbeit abhängt.

Nachträglich wundere ich mich, dass Peter Simon Fenkart in der Unterüberschrift des Buches schon einen Schlüsselsatz sagt, den er im Buch selbst jedoch nicht aufgreift. „Wir sind zur Erfüllung berufen“ steht vorn drauf – drinnen wird aber von allen möglichen Berufungen geredet, außer eben der, nach Erfüllung zu streben. Dabei wäre das der am besten handhabbare Ansatz. Die Verbindung zur Sinn-Frage, wie sie in der Regel gemeint ist, stellt Fenkart in seinem Buch selbst her: Am besten dienen wir der Gemeinschaft oder eine Sache, wenn wir nicht mit uns um möglichst viele Glücksmomente kämpfen. Es ist in jeder Sichtweise – egal ob mit Sinnstifter oder ohne – sinnvoll, Erfüllung zu fühlen und mit der daraus erwachsene Kraft und Ausstrahlung eine wie immer geartete Aufgabe zu erfüllen.

Und sogar die „Methode“, die Fenkart de facto vermittelt, ist völlig unabhängig davon, ob man an einen Sinnstifter glaubt oder Naturgesetze als das nimmt, was sie sind (sie haben keinen Sinn, denn sie sind ziellos, sie beschreiben nur Zusammenhänge). Am Ende geht es „nur“ darum, zu lernen. Zu lernen, äußere An/Forderungen als solche zu erkennen. Zu lernen, innere An/Forderungen wahrzunehmen, also der ureigenen Bedürfnisse gewahr werden, die sich im Unbewussten manifestieren und sich per Emotion oder unerwarteter Handlung – „Keine Ahnung, warum ich das eben gemacht habe.“ – ins Bewusstsein spiegeln. Und zu lernen, im Handeln (Denken und Planen inklusive) dieses Innere zu seinem „Recht“ kommen zu lassen, es nicht zu ignorieren, zu übertönen oder dauerhaft zu unterdrücken. Dieser „Achtsamkeit“ widmet Fenkart im Kapitel, in dem er die „Säulen“ für den „Berufungsweg“ zusammenfasst, dann auch die meisten Seiten.

Dann kommt das Buch auf die „Schlussgerade“. Hier ist dies und das erwähnt, was als Ergänzung dienen kann, insbesondere die Berufung rückt noch einmal in den Mittelpunkt. Vor allem der Aspekt, den Fenkart schon am Anfang in seiner erfrischenden Art so beschrieb: „Ich bin davon überzeugt, dass es Berufungen in allen Kollektionsgrößen gibt. Dabei müssen wir nichts ,von der Stange‘ nehmen …“

Fazit: Denkt man sich die mittleren Passagen des Buches vereinfachend in „es gibt einen Sinn (egal, wer den bestimmt)“ um, dann hat man mit diesem Buch einen recht universellen Schlüssel auf dem Weg zu Erfüllung oder wenigstens zur Zufriedenheit in der Hand. Wie man das konkret anstellt mit der Achtsamkeit und dem Loslassen und all dem, muss man selbst erkunden – Fenkarts Entspannungstipps zum Beispiel taugen für mich überhaupt nicht –, aber das ist ja immer so bei einem guten Coaching. Auch, dass es Zeit braucht und stetes Tätigsein, vor allem im Geiste. Zu diesem Zweck kann man gut und gerne öfter in „Wurzeln im Sein“ reinschauen – Fenkarts Vorschlag, das Buch nach der Lektüre weiterzugeben, ist also nicht sein bester Rat.

Peter Simon Fenkart
Wurzeln im Sein – Wir sind zur Erfüllung berufen
BOOKSun limited, Februar 2015
ISBN-13: 978-3941527188
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Antje Maly-Samiralow: Das Prinzip Placebo – Wie positive Erwartungen gesund machen

Antje Maly-Samiralow: Das Prinzip Placebo – Wie positive Erwartungen gesund machen

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Dass der menschliche Körper über eigene Heilkräfte verfügt, dürfte jedem bekannt sein. Immer wieder kann man beobachten, wie kleine Wunden ohne Zutun verheilen, Kopfschmerzen oder Unwohlsein verschwinden. Abzuwarten und auf die Selbstheilungskräfte zu vertrauen ist also, man muss hier natürlich ausschließen, dass keine ernsthafte Krankheit vorliegt, ein gangbarer Weg. Manche Menschen brauchen aber ein Signal, das den Heilungsverlauf beeinflussen und das Befinden bessern kann und das auch bei Erkrankungen, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen, greift. Kann dann ein Placebo die richtige Wahl sein?

Die Autorin zeigt auf, wie der Mensch funktioniert und welche Rolle die Psyche bei der Bewältigung von Krankheiten spielt. Es gibt ja nicht nur den Placebo-Effekt, sondern auch den Nocebo-Effekt. Es kommt immer auf die Art der Beeinflussung an. Positives kann gesund machen, während negative Gedanken nicht hilfreich sind. Die Autorin erklärt diese Phänomene, erzählt von Fallbeispielen und zieht Studien zurate.
Dabei bewertet Sie die Rolle der Ärzte, die mit ihren Worten und Gesten oft unüberlegt den Patienten irritieren und ihm damit praktisch ein Nocebo geben. Auch die Medien bekommen ihr Fett weg. Wer sich dieser Beeinflussung bewusst ist, kann sich natürlich gedanklich davon distanzieren.

Die Autorin stellt zum Thema vor allem ihre eigene Meinung dar. Wobei sie natürlich auch mit Fachleuten gesprochen und Studien ausgewertet hat. Dennoch ist das Buch sehr allgemein gehalten und teilweise auch für den, der einige Ansprüche an das Buch stellt, nicht so gut nachvollziehbar, weil es keine Quellen zu Aussagen und Studien gibt. Gut, es ist ein populärwissenschaftliches Buch, aber ein paar Worte mehr zum Hintergrund der Studien und mancher Aussagen hätten hier für einen Ausgleich sorgen können. Im Nachhinein frage ich mich ohnehin, wie aussagekräftig eine Studie zum Placebo- oder Noncebo-Effekt mit 50 Teilnehmern ist, die ja wissen, dass sie an einer Studie teilnehmen, und die außerdem wissen, wie Studien im Allgemeinen funktionieren.
Etwas mehr kritische Betrachtung hätte dem Buch also gut getan.

Rezension von Heike Rau

Antje Maly-Samiralow
Das Prinzip Placebo – Wie positive Erwartungen gesund machen
256 Seiten, Klappenbroschur
Knaur MensSana
ISBN-10: 3426657503
ISBN-13: 978-3426657508
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Christina Rasmussen: Lebe – lache – liebe – Neustart ins Leben nach einem schmerzlichen Verlust

Christina Rasmussen: Lebe – lache – liebe – Neustart ins Leben nach einem schmerzlichen Verlust

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Christina Rasmussen ist Gründerin der Organisation „Second firsts“. Sie arbeitet als Therapeutin und Kriseninterventionsberaterin und berät Menschen nach einem schweren Verlust. Sie tut dies aus eigener Erfahrung heraus. Als ihr Mann, der Vater ihrer zwei Töchter, nach schwerer Krankheit starb, ist sie selbst in ein tiefes Loch gefallen. Nach einem Schicksalsschlag wieder ins Leben hineinzufinden ist ein langer Prozess, der Anleitung bedarf. Und diese will Christina Rasmussen mit diesem Buch geben.

Die Autorin nimmt die Trauer ernst. Nur darf man nicht darin gefangen bleiben. Das Leben wird nie mehr sein wie vorher, aber es kann nach einen Neustart neu aufgebaut werden. Ihr Neustarter-Übungsprogramm soll hier Hilfe und Unterstützung sein. Es ist sehr gut aufgebaut. Die Autorin geht auf den Menschen zu und nimmt ihn mit seiner Trauer, seinen Ängsten und Nöten ernst. Deshalb sind die Schritte, die nach und nach zu gehen sind, auch sehr klein. Das Tempo bestimmt der Betroffene. Die Autorin erklärt und motiviert. Dabei geht es direkt auch um biochemische Vorgänge im Körper, insbesondere im Gehirn. Alte Denk- und Verhaltensmuster werden durch realistische und positive Vorgänge in vorteilhaftere Bahnen gelenkt.

Die Autorin schreibt in einer sehr einfühlsamen Sprache. Sie schildert ihre eigene Geschichte auf ehrliche Art und Weise und betrachtet diese auch im Rückblick.
Neben dem Übungsprogramm findet man im Buch auch persönliche Briefe an den Leser, die sogenannte Flaschenpost. Mit diesen Briefen macht die Autorin Mut, wieder ins Leben zurückzukehren.
Ich sehe dieses Buch durchweg positiv. Wem es nach einem Schicksalsschlag an Lebensmut fehlt, wer wieder ins Leben zurück will und doch nicht vorwärts kommt, der sollte dieses Buch lesen. Es tröstet, macht neuen Mut und gibt konkrete Hilfestellung.

Rezension von Heike Rau

Christina Rasmussen
Lebe – lache – liebe – Neustart ins Leben nach einem schmerzlichen Verlust
Aus dem Englischen von Judith Elze
224 Seiten, Klappenbroschur
Knaur MensSana
ISBN-10: 3426657430
ISBN-13: 978-3426657430
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Dr. Dietmar Hansch: Burnout – Mit Achtsamkeit und Flow aus der Stressfalle

Dr. Dietmar Hansch: Burnout – Mit Achtsamkeit und Flow aus der Stressfalle

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In eine Lebenskrise gerät man mitunter schnell. Doch bei genauerem Hinsehen, wird klar, dass dies nicht von heute auf morgen geschieht. Überforderung, Stress und Ruhelosigkeit münden irgendwann in Erschöpfungszustände, wenn nicht für Ausgleich gesorgt wird. Doch eben diesen Ausgleich, also Entspannung, Ruhe und Bewegung, braucht Zeit und die ist bei aller Hektik einfach nicht vorhanden. Die Arbeit muss gemacht werden und die Familie fordert auch Aufmerksamkeit. Und so werden die Batterien, die nicht mehr aufgeladen werden, immer leerer.

Und dann sitzt man vor diesem Buch und erhofft sich Hilfe aus der Misere. Die Zeit zum Lesen wird man sich nun nehmen müssen. Doch man wird schnell gefangen genommen von der Lektüre. Man findet sich wieder, so wieder Autor diesen Strudel hinein in die Stressfalle beschreibt. Man kann es ja drehen und wenden wie man will, man hat seinen Anteil an dieser so tiefgehenden Erschöpfung. Und man selbst ist, so der Autor, derjenige, der sich da wieder heraus manövrieren muss. Mit Hilfe selbstverständlich. Das kann einen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik erfordern oder aber, wenn man dazu in der Lage ist, auch durch Lesen des Buches und die Umsetzung der Ratschläge.

Das bedeutet, aktiv die eigene Situation zu ändern. Der Autor gibt hierzu viele Denkanstöße. Er vermittelt Einsicht und macht klare Ansagen. Da wird nichts schwammig umschrieben. Eine Änderung der Lebenssituation ist keine leichte Sache. Aber es nützt nichts, so hart das auch wird, will man sich wieder wohlfühlen in seiner Haut. So weiterzumachen wie bisher, ist keine Option.

Es wird im Buch sehr genau beschrieben, wie Lebenszufriedenheit sich anfühlt und wie man umgehen muss mit sich selbst, um das zu erreichen. Das Buch überzeugt. Der Autor versteht es, dem Leser nahe zu kommen und ihm zu vermitteln, wie er herauskommen kann aus der Stressfalle, den negativen Gefühlen, dem Erschöpfungszustand. Damit ist das Buch ein unbedingt empfehlenswerter Ratgeber. Man kann es übrigens auch gut zur Vorbeugung lesen. Also auch schon dann, wenn man ab und an denkt, so kann es nicht weitergehen.

Rezension von Heike Rau

Dr. Dietmar Hansch
Burnout – Mit Achtsamkeit und Flow aus der Stressfalle
208 Seiten, Klappenbroschur
Knaur MensSana
ISBN-10: 3426657422
ISBN-13: 978-3426657423
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Petra Wüst: Sei frech, wild und wunderbar – 12 mutige Schritte für Frauen, die mehr wollen

Petra Wüst: Sei frech, wild und wunderbar – 12 mutige Schritte für Frauen, die mehr wollen

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„Lass dich nicht unterkriegen. Sei frech und wild und wunderbar.“ Das ist ein Zitat von Astrid Lindgren. Und wer muss in diesem Zusammenhang nicht an Pippi Langstrumpf denken? So unbeschwert möchte frau auch gerne einmal sein. Stattdessen gilt es Pflichten zu erfüllen, Regeln zu beachten und sich anzupassen. Träume bleiben Träume, aber das muss nicht sein.

Anhand von vier Freundinnen beschreibt die Autorin verschieden Probleme, Denkmuster und Gefühle, die ein selbstbestimmtes und selbstbewusstes Leben schwer realisierbar machen. Jede Frau kämpft mit anderen Schwierigkeiten, so dass jede Leserin sich mit einer von ihnen identifizieren kann.

Es geht ihm Buch nicht darum, alles über Bord zu werfen, was hinderlich ist. Die vier Frauen handeln wohl überlegt und wägen sehr genau ab. Sie geben einander Denkanstöße. Und was für die eine gut ist, muss es für die andere noch lange nicht sein. Schnell wird klar, dass oftmals Selbstsabotage, Zweifel und fehlendes Selbstbewusstsein Lebensziele nicht verwirklichen lassen.

Man muss also erst einmal Mut fassen, sich Zeit nehmen, die eigene Lebenssituation überdenken und Wünsche benennen. Realistische Wünsche. Es geht nicht um Fantasiegebilde. Und dann geht es raus aus der Komfortzone. Dann gilt es, Schwierigkeiten zu meistern und sich durchzusetzen. Dabei kann frau auch mal auf die Nase fallen. Aber mit Schwächen umzugehen, kann man lernen. Selbstachtung ist das Zauberwort. Und dann muss eben ein anderer Weg gesucht werden, ans Ziel zu kommen.

Frauen, die immer zurückstecken und immer andere statt sich selbst unterstützen, werden mit diesem Buch angesprochen. Die Autorin gibt ihre Denkanstöße auf eine sehr sensible Art und Weise, verdeutlicht diese mit den Geschichten der vier Freundinnen und motiviert mit Nachdruck. Das verführt nicht nur zum Träumen, sondern dazu lang aufgeschobenen Veränderungen im eigenen Leben endlich durchzusetzen.

Rezension von Heike Rau

Petra Wüst
Sei frech, wild und wunderbar
12 mutige Schritte für Frauen, die mehr wollen
220 Seiten, Klappenroschur
Orell Füssli
ISBN-10: 3280055385
ISBN-13: 978-3280055380
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