Flammenschwert

Flammenschwert

Es sieht schlecht für Aurian und ihre Freunde aus. Der Fluch, der auf ihrem Kind liegt und es zwingt, in Wolfsgestalt zu bleiben, lässt sich nur mit dem Gral der Wiedergeburt lösen – das Artefakt ist aber fest in der Hand der bösartigen Magusch.
Ihre Verbündeten verraten die Freunde mehrmals und so sehen sie sich gezwungen, an mehreren Fronten gleichzeitig zu kämpfen, für ihre Freunde zu tun, was sie können – und gleichzeitig das Flammenschwert zu suchen, das letzte und mächtigste der Artefakte.
Als sie es finden stellt sich die letzte Prüfung jedoch als unlösbar heraus.

Die Handlung verläuft in vielen unabhängigen Ebenen, da die verschiedenen Fronten immer wieder neu beleuchtet werden und die zahlreichen kleineren Hauptfiguren immer wieder ins Rampenlicht geraten. Zum Glück sind die diversen magischen Völker aus der Fantasyliteratur in ähnlicher Form bekannt, so daß der geübte Leser die Übersicht behält. Manches Mal hat man den Eindruck, weniger Action wäre mehr, weder die Charaktere noch der Leser kommt wirklich zur Ruhe. Immerhin werden die logischen Fehler und Konstruktionsschwächen der Geschichte dadurch nicht ganz so offensichtlich.

Maggie Furey
Flammenschwert
Aurian und ihre Freunde kämpfen an allen Fronten – und die Story bleibt dabei auf der Strecke
ISBN:3-404-20284-8
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Windharfe

Windharfe

Aurians und Anvars Flucht vor dem bösen Erzmagusch geht weiter, sie finden neue Verbündete und stoßen auch bei den unbekannten Völkern des Südens auf Anführer, die der Erzmagusch Miathan bereits unter Kontrolle hält. Die Freunde werden in zahlreiche Kämpfe verwickelt, die sich erst nach der Geburt Aurians Sohn zum Besseren wenden, da sie nun endlich ihre Magie zurückgewinnt.
Als Anvar zuletzt die Windharfe für sich gewinnen kann, scheinen ihre Chancen endlich besser zu stehen – aber ihre Feinde sind mittlerweile in der Überzahl und auch mit Magie kaum noch zu bezwingen.

Die Handlungsfäden werden weitergeführt und den bekannten Fantasy-Regeln entsprechend führt jede scheinbare Problemlösung nur zu neuen Schwierigkeiten. Leider werden die Charaktere nicht vertieft, sich ändern sich auch nicht mehr wesentlich, so daß lediglich die umfangreiche Action für Spannung sorgt. Der Leser bleibt aber aussen vor und kann das Buch wie eine gut gemachte Fernsehserie ohne allzuviel innere Beteiligung verfolgen.

Maggie Furey
Windharfe
Zweiter Teil der Artefakte der Macht – viel Action und Spannung, wenig Charakter-Entwicklung
ISBN:3-404-20267-8
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Aurian

Aurian

Aurian, eine der letzten Magie-begabten Magusch sagt sich von ihren arroganten, selbstherrlichen Rasse los und flieht vor den Intrigen des Erzmagusch in den unbekannten, wilden Süden. Ein Sklavenjunge begleitet sie – und stellt sich später als Halbmagusch mit ebenfalls großen Kräften heraus. Die beiden und ihre Freunde finden heraus, daß der Erzmagusch und eine seiner Freundinnen ein altes Artefakt entdeckt haben, geschaffen zur Kontrolle der alten Magie, und es zur Unterdrückung der Menschen und anderen Völker verwenden.
Auf ihrer Suche nach Unterstützung gegen die Größenwahnsinnigen treffen sie auf Vertreter der alten Rassen – die im Meer lebenden Leviatane, geflügelte Menschen und die bösartigen Phaerie.
Anvar, der ehemalige Sklave, hilft Aurian über den Verlust ihres Geliebten hinweg, der vom Erzmagusch getötet wurde – und langsam kommen die beiden einander näher.

Das Buch ist aus Standard-Versatzstücken zusammengebaut, die meisten Szenen sind vorhersehbar und der gesamte Plot wirkt konstruiert und überschaubar. Die routinierte Erzählung und die teilweise kantigen Charaktere lohnen aber das Lesen dennoch – als Lückenfüller zwischen den guten Werken anderer Autoren.

Maggie Furey
Aurian
Routinierte, leider auch standardisierte Fantasy in vier Teilen
ISBN:3-404-20254-6
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Das Traumpuzzle

Das Traumpuzzle

Kai Beisswenger – Leselupenmitglied und „werter Kollege“ – erzählt aus der Sicht des „Incognitas Veritas“, des unbekannten Erzählers, wie Träume und reale Erlebnisse sich nach und nach zu einer „alternativen Geschichts-Sicht“ verknüpfen. Bevor der Erzähler jedoch seine eigenen Schlüsse aus seinen Erlebnissen und Träumen ziehen kann, bricht er seine Nachforschungen ab und „flieht“.

Der Leser muss sich einige Seiten – das Buch hat derer nur knapp 100 – einlesen, bevor er den dünnen roten Faden erkennt, dann fesseln ihn die unterhaltsamen, manchmal spannenden Anekdoten oder „Flashlights“ auf mögliche Geschehen in der Vergangenheit und er will wissen, ob das, was er in die Erzählung hineininterpretiert, auch so gemeint war… der Autor gibt keine Antworten sondern überlässt den Leser seinen eigenen Vermutungen. Es macht Spaß, die angedeuteten Zusammenhänge selber zu recherchieren und sich in die angerissenen Fachgebiete einzulesen. Was mehr kann ein Buch erreichen als im Leser den Hunger nach mehr Büchern zu wecken?

Kai Beisswenger
Das Traumpuzzle
Nach dem schwierigen Einstieg eine interessante, zum Nachdenken anregende Reise durch die Geschichte
ISBN:383110879X
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Handbuch deutschsprachiger Literaturzeitschriften

Handbuch deutschsprachiger Literaturzeitschriften

Das „Handbuch deutschsprachiger Literaturzeitschriften“ ist ein gutes Handwerkzeug für Autoren, aber auch für jeden Liebhaber neuerer Literatur.
Nicht nur altehrwürdige Literaturzeitschriften sind aufgenommen, auch neue. Nicht nur in großen Auflagen erscheinende, auch kleine – einschließlich SF-Fanzines.
Erstmals sind auch elektronische Zeitschriften mit erfasst.

Das Buch enthält Informationen über

– Titel und Untertitel
– Erstausgabe und Zählung
– Erscheinungsrhythmus
– Umfang
– Format
– Auflage
– Inhalt
– Zusendung: Sind Beiträge willkommen? (Genre, Umfang, Papierversion, Diskette usw.)
– Sonstiges: Weitere Publikationen, bemerkungen etc. ISSN
– Adresse, E-Mailadresse, so vorhanden

In 182 Seiten (A5) sind 454 aktuell erscheinende Literaturzeitschriften beschrieben.

Drei Register geben Auskunft über die aufgenommenen österreichischen und schweizer Zeitschriften, über die elektronischen Zeitschriften, sowie über Zeitschriften, von denen die Herausgeber gern mehr wüssten.
Gern hätte ich gesehen, wenn auch ein Gesamtregister vorhanden wäre.

Aufgenommen wurden

– reine Prosa- und Lyrikzeitschriften
– Deutschsprachige Zeitschriften, die regelmäßig Lyrik und Prosa enthalten
– Veröffentlichungen aus Grenzgebieten
– Jahrbücher und Almanache mit entsprechenden Themen
– Elektronische Literaturzeitschriften, die Prosa und Lyrik publizieren.

Ich habe das Buch anhand mir bekannter SF-Zeitschriften getestet:

Quarber Merkur ist ebenso vorhanden, wie Alien Contact, Andromeda, Solar X, und TERRAsse.

Es ist interessant, welche Vielfalt an Literaturzeitschriften es gibt. Leider sieht man an den Zeitungskiosken nicht viel davon.

Unterstützt wurde das Buchprojekt durch das Archiv für Alternatives Schrifttum.
(afas-archiv@t-online.de)
http://www.ub.uni-duisburg.de/afas/

http://www.autorenverlag-matern.de

Dorothée Leidig/Jürgen Bacia (Hrsg.)
Handbuch deutschsprachiger Literaturzeitschriften
Bibliografie gegenwärtig vorhanderner deutschsprachiger Literaturzeitschriften
ISBN:3-929899-80-9
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Der Club der Weihnachtshasser

Der Club der Weihnachtshasser

Ein praller, lebensfrustiger und verdammt komischer Roman, nicht nur für Insel-Liebhaber. Die Achtziger Jahre hatten England stark verändert. Die eiserne Lady ließ nicht gerade Träume wahr werden, und so blieb vielen im Vereinigten Königreich nichts anderes übrig, als im Pub um die Ecke in die gutgemischten Karten zu schauen. Auch die Solorunde trifft sich in jenen Jahren an jedem Mittwochabend im The King’s Arms im Londoner Stadtteil Sheperd’s Bush zum Kartenspiel: Percy Bateman, irischer Außenseiter und Herumtreiber, der in seiner Jugend ein spektakuläres Desaster auf dem Rugby-Feld zu verantworten hatte; Kenneth Foster, ein Buchhalter, der sich gern in Frauenkleider hüllt; Arthur Ellis, ehemals Londoner Gebietsleiter der NatWest Bank, der die Welt davon überzeugen will, sich Linoleumböden anzuschaffen und der zu diesem Zweck immer ein Stück dieses nicht gerade populären Materials mit sich herumträgt; Ernie Gosling, Hilfskellner im The King’s Arms, der nie so recht weiß, ob er eher für sich oder seine Frau den Totoschein ausfüllt; und Diana Hayhurst, die sexuell freuzügige und Schulterpolster tragende Herausgeberin von Unipolitan, der Zeitschrift für die moderne Frau. Keiner von ihnen führt ein leichtes Leben, soviel ist klar, aber das schlimmste daran, so stellen sie eines Tages fest, ist in jedem Fall Weihnachten – die Besuche bei den Verwandten, die teuren Geschenke, die jeder erwartet, die schrecklichen Papierhüte, in denen man aussieht wie auf einem Kindergeburtstag, und überhaupt, für wen soll Weihnachten gut sein? Und so macht sich der Club der Weihnachtshasser auf nach Irland, um mit den Ersparnissen ehrenwerter irischer Bürger ein Exempel gegen Weihnachten zu statuieren, wobei es zu folgenreichen Verwechslungen kommt.

Die Charaktere wurden sehr liebevoll gezeichnet und der Leser folgt den zum Schreien komischen Dialogen bis zum Schluss, ohne das Buch aus der Hand zu legen.

Michael Curtin
Der Club der Weihnachtshasser
Kurzatmig, frivol, witzig und komisch
ISBN:3-423-24198-5
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