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    Neue Freunde

    Von Claudine Borries | 27.Januar 2008

    Tomi Ungerer Neue Freunde Diogenes
    ISBN 3257011237

    Tomi Ungerer ist ein Menschenfreund, und als Menschenfreund ist er zugleich ein Kinderfreund.
    Er ist zutiefst durchdrungen von der Idee der Gleichheit, Brüderlichkeit und Gerechtigkeit.
    Sein neues Buch bestätigt einmal mehr seine ausufernde Phantasie, mit der er seiner inneren Haltung Ausdruck verleiht.

    Der farbige kleine Junge Rafi Bamoko zieht mit seinen Eltern in ein neues Stadtviertel. Als er Geburtstag hat, ist er alleine, denn er ist ja fremd in der Gegend. Weit davon entfernt, darüber in Trübsinn zu verfallen, fängt er an zu basteln, denn darin ist er gut!
    Aus Metall bastelt er sich einen Hund und zwei Katzen.
    Bald schaut Ki Sing, ein kleines chinesisches Mädchen aus der Nachbarschaft, über den Zaun, neugierig, was er denn da macht. Als sie sieht, dass er sich lauter Freunde bastelt, ist sie Feuer und Flamme, ihm zu helfen. Aus alten Stofffetzen, Strümpfen, Pullovern und Blechbüchsen machen sie die schönsten Figuren. Die beiden werden unzertrennlich, und auch ihre Eltern freunden sich an.

    Die Geschichte nimmt ihren Lauf: als der Hof voll ist, und die Obrigkeit in Gestalt der Polizei erscheint, weil sie das Gerümpel entfernen will, bekommt die Presse Wind davon. Durch den Rummel aufmerksam geworden kommt der Museumsdirektor vorbei und ist so begeistert, dass er die ganze Sammlung der wunderschönen, bunten und phantasievollen Gebilde für sein Museum aufgekauft. Nun können alle Menschen die Figuren und kunstvoll gestalteten Plastiken betrachten. Da gibt es viel zu sehen: das Gedränge der Menschen im Museum ist beachtlich. Tomi Ungerer mit seinem Humor lässt uns Dinge sehen, die uns lachen machen. Wir sehen Menschen mit allen ihren Schrulligkeiten und Eitelkeiten. Ein alter Herr trägt seinen Spazierstock durch die Ohren gesteckt. Auf einem Ende des Stockes sitzt ein bunter Papagei. Augenklappen, verrückte Ohrgehänge, lachende und schiebende Menschen komplettieren das Bild. Die Hersteller der Installationen, das Künstlerduo Rafiki, werden als berühmtes Künstlerpaar gefeiert!

    Die Bilder zeigen zwei Kinder, die aus verschiedenen Ethnien kommen, so wie wir heute die kulturelle Vielfalt in unserem Land häufig sehen. Über die Kinder finden die Erwachsenen zusammen. Die Phantasie und das gemeinsame Basteln verbindet Rafi und Ki.
    In schönerer Manier lässt sich Völkerverständigung kaum denken.

    Ungerer malt mit klaren Strichen kraftvolle Figuren, die auf den ersten Blick an Plakate denken lassen.
    Sie wirken leicht hölzern und deutlich abgezirkelt.
    Das Handwerk, dem Ungerer gerne frönt, findet in diesem Buch plastischen Ausdruck. Der Reichtum an Ideen, mit denen aus Blech und Stoff und allen nur erdenklichen Schrottüberbleibseln die schönsten Gestalten entstehen, ist überwältigend. Gießkannen, Filter, Schläuche, Nägel,—es gibt nichts, wofür man keine Verwendung fände. Er gibt den Figuren Formen, Farben und Charakteristiken und zeigt sich als unermüdlicher Schöpfer. Die erzählte Geschichte bildet mit ihren Illustrationen eine Einheit, fröhlich, unbeschwert und lustig.
    Das letzte Bild zeigt nach den unruhigen Vorgängen um die Kunst ein zufriedenes Paar auf einem Boot im Mondenschein, unschwer als Rafi und Ki zu erkennen.
    Wer genau hinschaut, meint Künstler des Mittelalters, der Romantik und des Jugendstils in den Bildern wieder zu erkennen.

    Mit seinen Büchern ist Ungerer ein überzeugender Pädagoge der Gleichberechtigung und des freundlichen Umgangs der Menschen miteinander, zugleich aufmüpfig und frech, wenn es angebracht erscheint.
    Ein ausgezeichnetes, aufklärendes und heiteres Werk ist ihm mit dem Buch gelungen.
    Wie man in den Medien verfolgen kann, wird dieses Buch nicht sein letztes sein!

    Zu empfehlen ist es für Kinder ab etwa 8 -10 Jahren,–und wie immer auch für Erwachsene!

    Rezesnion von Claudine Borries

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