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    Micaela Jary: Das Kino am Jungfernstieg – Die Kino-Saga 1

    Von hera | 9.August 2019

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    Lili Paal arbeitet im Jahre 1946 in Berlin als Cutterin für die neugegründete DEFA. Als sie von ihrer Halbschwester Hilde erfährt, dass es ihrer Mutter Sophie gesundheitlich immer schlechter geht, sucht sie nach einer Möglichkeit, um zu ihr nach Hamburg reisen zu können. Der britische Filmoffizier John Fontaine ist bereit, ihr bei der Beschaffung der nötigen Reiseunterlagen zu helfen. Als Gegenleistung will sie ihm verraten, wo das Material des letzten Films mit Thea von Middendorff versteckt sein könnte. Der damalige Regisseur Leon Caspari ist ebenfalls in Hamburg. Er dreht den ersten Nachkriegsfilm.

    Im ersten Buch der neuen Reihe geht es insbesondere um familiäre Belange. Lilis Vater hatte in den 30er Jahren das Lichtspielhaus am Jungfernstieg gegründet, das die Mutter dann leitete und das nun in einem sehr schlechten Zustand ist. Der Vater wurde kurz vor Kriegsende erschossen. Das Wohnhaus war nach einem Bombenangriff nicht mehr bewohnbar, sodass Sophie zu Hilde ziehen musste. Um ihre Gesundheit steht es sehr schlecht. Zuwendung bekommt sie nur von ihrer 16-jährigen Enkeltochter Gesa. Für Hilde ist sie nur eine Last.

    Fontaine ist ein charismatischer Mann. Aber Lili ist verheiratet, auch wenn sie ihren Mann, der in Kriegsgefangenschaft ist, kaum kennt. So versucht sie, ihrer Mutter zu helfen und sich auf die Suche nach den Filmrollen zu konzentrieren. Was sie in Erfahrung bringt, gibt Rätsel auf. Ihre Mutter könnte einige Fragen beantworten. Aber sie kann sich nicht äußern.

    Schon mit diesem ersten Teil wird man sehr gut unterhalten! Die Autorin hat einen Roman entwickelt, der sich leicht liest und der authentisch und lebendig wirkt. Man wird hineinversetzt in die schwierige Nachkriegszeit. Das zerbombte Hamburg in einem sehr kalten Winter bildet eine bedrückende Kulisse. Aber es gibt Hoffnung. So wird auch daran gearbeitet, die Filmindustrie wieder aufzubauen. Lili setzt alles daran, das Kino, das ihrer Mutter immer noch viel bedeuten muss, zu retten, auch wenn ihr Schwager andere Pläne hat. Sie stellt sich den Schwierigkeiten trotz widriger Umstände. Und nach und nach wird ihre Mutter Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Das ist sehr spannend gemacht! Hinweise und Gerüchte lassen Ahnungen zu. Diese Geheimnisse werden jedoch noch nicht aufgelöst. Überhaupt endet das Buch anders als gedacht. Ich bin gespannt, auf den zweiten Teil!

    Micaela Jary hat ihre Kindheit in der Filmstadt Hamburg verbracht. Ihr Vater war der bekannte Filmkomponist Michael Jary. Weitere spannende Hintergrundinformationen können im Nachwort nachgelesen werden.

    Rezension von Heike Rau

    Micaela Jary
    Das Kino am Jungfernstieg – Die Kino-Saga 1
    368 Seiten, gebunden
    Goldmann Verlag
    ISBN-10: 3442488486
    ISBN-13: 978-3442488483
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