Novemberschnee

Novemberschnee

Lina, Tom und Jurij, drei Jugendliche, träumen in einem alten Schuppen im Steinbruch von Geld. Sie haben so viele Wünsche, die sie sich erfüllen könnten.
Und so beginnen sie einen Bankraub durchzuspielen. Sie besorgen sich sogar Spielzeugpistolen. Doch einer von ihnen spielt, unbemerkt von den anderen, längst nicht mehr. Der Bankraub wird zur Wirklichkeit und ehe die drei Freunde sich versehen, sind sie mit einem Haufen Geld auf der Flucht.

Die Geschichte wird sehr einfühlsam aus der Sicht des Mädchens Lina erzählt, die sich für ihren Anwalt alles von der Seele schreibt.
Lina beschreibt, was passieren kann, wenn man sich mit falschen Freunden einlässt und aus Angst vor Konsequenzen zum Mitläufer wird. Sie ist mitschuldig, auch wenn sie das zunächst nicht einsehen will.

Besonders für Jugendliche zu empfehlen.

Rezension von Heike Rau

Jürgen Banscherus
Novemberschnee
Ein Spiel, aus dem bittere Wirklichkeit wird
ISBN:3401053523
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Katja Henkelpott und die Schlangenkönigin

Katja Henkelpott und die Schlangenkönigin

Katja ist sechs Jahre alt. Und weil sie zwei Pferdeschwänze hat, die sich über dem rechten und linken Ohr biegen, wird sie Katja Henkelpott genannt.
Als sie einen ausgesetzten Hund, an einen Laternenpfahl gebunden, findet, nimmt sie ihn mit. Doch bei ihr zu Hause sind Hunde laut Hausordnung nicht erlaubt. Zum Glück wohnt die Oma auf dem Land und da kann Katja mit dem kleinen Hund erst mal hin. Klar, dass die pfiffige Katja da jede Menge Abenteuer erlebt und Freunde findet, zu denen sogar eine Schlangenkönigin gehört.

Ein echter Lesespaß für Grundschulkinder, aber auch zum Vorlesen für die Kleineren gut geeignet.
Die Geschichte ist leicht verständlich, humorvoll, unterhaltsam und voller Situationskomik.
Mit lustigen Bildern von Erhard Dietl.

Für Kinder ab 6.

Rezension von Heike Rau

Helmut Sakowski
Katja Henkelpott und die Schlangenkönigin
Die Abenteuer der pfiffigen Katja Henkelpott
ISBN:3522168976
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Karawane des Grauens

Karawane des Grauens

Unter dem Titel „die Karawane des Grauens“ veröffentlichte der weitgehend noch unbekannte Autor Wolfgang A. Gogolin einen Roman , in dem „die Behörde“ mit ihren für den Außenstehenden mitunter bizarren Strukturen Hauptthema ist. Er verbindet dies mit einer folgenreichen Verknüpfung menschlicher Schicksale.

Wir alle fragen uns doch manchmal, was hinter den Türen jener Ämter wohl vor sich geht, vor denen wir in unbeheizten Gängen mitunter längere Zeit sitzen. Die schmuddeligen Wände mit bunten Plakaten versehen, die dem Behördengänger versichern, „Kunde“ und damit „König“ zu sein. Dabei ist man schon froh, nur… „der Nächste bitte“ zu sein.
Wird uns die Zeit auch lang, machen wir uns selten Gedanken darüber, ob sich hinter der Tür unserer Behörde, unseres Finanzamtes, unseres Sozialamtes nicht Merkwürdiges ereignet.
Zum Beispiel: eine schillernde Szenerie aus unverdrängten Jugendtraumata, verborgenen sexuellen Wünschen und bizarrem Machtgehabe.
Der Autor beschreibt präzise, wie Menschen mit psychischen Krankheitsbildern, die sehr zu Sorge Anlass geben, in den Machtstrukturen des Alltags als Vorgesetzte agieren oder als Untergebene ihr Dasein fristen. Die Hierachie wird benutzt und missbraucht. Nur Starke erheben sich und geben Widerworte, werden dafür gemaßregelt, mundtot gemacht. Während Schwächere still und unauffällig vor sich hin leiden.
Möglicherweise gar nicht einmal behördenspezifisch, sondern auch Sittenstudie einer Gesellschaft, die sich menschlicher Probleme lieber entledigt, sie verschweigt und alte Machtstrukturen gegen sozialen Fortschritt setzt.
Der Autor wechselt geschickt zwischen Humor, Zynismus und eigener Betroffenheit, mit der er die spannende Geschichte entwickelt, um in dichter Atmosphäre das ganze Elend des menschlichen Umganges in der Berufswelt zu beschreiben. Ein Elend, das sich in Lebenslügen und Scheinwelten entlädt, um aus einer Realität zu entschwinden, der der Einzelne nicht mehr gewachsen ist oder sein will.
Ein beeindruckender Roman, der als Zeitzeugnis einer Gesellschaft dient, in der nur noch wettergeübte Segler das raue soziale Klima überstehen, dass zwischenzeitlich in diesem Land Einzug gehalten hat. Ein Buch, das sich hervorragend als Geschenk für öffentlich Bedienstete, Beamte oder auch echte Beamtenhasser eignet – jeder wird Argumente finden!

Wolfgang A. Gogolin
Karawane des Grauens
Eine Tote im Amt. Spannende, humoristische und auch schräge Erzählung, sehr gewitzt.
ISBN:383114020–0
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Happy Halloween

Happy Halloween

Jetzt gibt es sie wieder überall: Halloween-Partys. Um diese angemessen ausgestalten zu können, ist dieses Büchlein gemacht. Natürlich kann man die Vorlagen auch für einen Kindergeburtstag der etwas andern Art nutzen oder man bastelt mal wieder mit den Kindern einfach so zum Spaß und verschönt die eigenen vier Wände mit tollen Dekorationen.
Die Anleitungen sind auch für Anfänger leicht zu verstehen. Für Abwechslung sorgen die zwei enthaltenen Vorlagenbogen. Zur Auswahl stehen Fensterbilder, Friesenbaum, Kerzendekorationen, Wand- und Türschmuck usw.
Und natürlich lernt man auch, wie man einen Kürbis fachgerecht aushöhlt und ein gruseliges Gesicht aussticht.

Rezension von Heike Rau

Alexandra Funk & Ralf Apel
Happy Halloween
Bastelspaß für Halloween
ISBN:3930529300
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Party-Killer

Party-Killer

Die gefeierte Schriftstellerin Laura Halonen wird 40 – und keinen Tag älter, denn auf ihrer Geburtstagsfeier mischt ein Mörder mit.

Bis es zum Mord kommt, muss sich der Leser allerdings exakt 100 Seiten gedulden und sich durch die Vorgeschichte, in der alle Protagonisten und späteren Verdächtigen vorgestellt werden, lesen. Das ist nicht wirklch spannend.

Spannend sollen wohl die Figuren der Maria Lindén, die Laura auf Schritt und Tritt mit einer Baby-Puppe verfolgt, und der im Rollstuhl sitzende Michael Palmroos sein. Sie sind jedoch so auffällig platziert, dass niemand ernsthaft auf den Gedanken kommt, sie könnten etwas mit dem Mord zu tun haben. Kurz nach Lauras Tod wird auch das Geheimnis der beiden gelüftet, so dass auch dieser klitze-kleine Spannungsbogen wegfällt.

Gerade an diesen beiden Figuren zeigt sich, dass Pakkanen nicht wie ihre skandinavischen Kollegen in der Lage ist unter die Oberfläche zu blicken und in die Abgründe der Seele. Diese beiden wie auch alle anderen Figuren des Romans – Charaktere sind es nicht – gewinnen kaum an Kontur und Tiefe. Alles bleibt sehr oberflächlich.

Die Sprache erinnert eher an die amerikanischen Autoren der sog. Hard-Boiled School – Wem’s gefällt. Bildhafte Ausdrücke oder Metaphern sind jedoch abgegriffen: Das Lachen ist „wiehernd“ und „dröhnt“ durchs Telefon, jemand „faucht“ seine Replik oder „knurrt“ sie und die Dialoge zeugen auch nicht gerade von viel Espirt.

Fazit: Die Geschichte ist nicht nur schlecht erzählt, sie ist auch langweilig erzählt – Tödlich für jeden Krimi!

Outi Pakkanen
Party-Killer
Pakkanens Party-Killer tötet jede Spannung
ISBN:3894255196
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Quest

Quest

Nach eigener Aussage hat Andreas Eschbach zu „Quest“ unfreundliche, zum Teil bösartige eMails bekomen. Andererseits liegt das von ihm als Stückchen für SF-Liebhaber gedachte Werk inzwischen in der siebenten Auflage vor, hat also die SF-Leser-Szene offfenbar längst verlassen.
Nun mögen diese beiden Dinge die äußersten Extreme der Reaktionsskala sein – wundern kann ich mich über darüber nicht.

Ich habe das Buch mit Vergnügen gelesen und blieb am Ende unbefriedigt. Ich habe mich an den ausufernden Beschreibungen bizarrer Welten ergötzt und das Gefühl gehabt, die Handlung leide darunter. Ich habe die Lebendigkeit der Dialoge bewundert und gelegentlich den Überblick verloren, wer da gerade was sagt. Ich habe die Kraft der „Da ist ein extrem charismatischer alleinherrschender Captain“-Konstruktion genossen und mich gefragt, ob dieser Captain Eftalan Quest tatsächlich so präsent ist, wie Eschbach behauptet. Ich habe die (meisten) Figuren spüren können und war doch (bis auf wenige Ausnahmen) keiner von ihnen je nah. Ich wusste, dass es so enden musste, und war enttäuscht, dass die Handlung einfach so – ohne einen „Knall“ – in dieses Ende hineinplätscherte.

Worum geht es? Es geht um Eftalan Quest, der – schwer erkrankt – Gott sucht. Auf dem Planeten des Ursprung soll dieser zu finden sein und Quest bricht jede denkbare Regel, jedes Gesetz, nur um dorthin zu gelangen.

Aber das ist nicht das, was ich gelesen habe. Ich sah Schlaglichter auf eine jedem Fantasy-Epos Ehre machende Welt. Manches hob sich deutlich ab – der Tempel, in dem alles Wissen lagert zum Beispiel. Manches gab sich undurchsichtig – die politischen Verhältnisse jenes Universums blieben mir verschlossen, waren vage angedeutet und erfüllten offenbar nur den Zweck, Quests Entschlossenheit zu illustrieren, der die – angeblich – machtvollen Strukturen unterläuft, um zu seinem Ziel zu gelangen.

Vor allem aber sah ich Menschen. Und das in Eschbach‘scher Plastizität und Glaubwürdigkeit. Zum Teil und streckenweise zumindest. Quest beispielsweise bleibt bis zum und bis auf den Schluss uninteressant, obwohl er der Auslöser des Geschehens ist. Seine Geliebte ist wunderbar zart und stark, vernünftig und ihrem Gefühl ausgeliefert gezeichnet – unglaublich nah an dem, was ich für einen hochinteressanten Charakter halte. Dass sie im Interesse des – irgendwann hoffentlich folgenden – literarischen Fortgangs sterben musste, war (mir) klar. Aber ich hätte ihr ein doch etwas spektakuläreres Ende als einen simplen Leiter-Absturz „gegönnt“. Andererseits: Die allermeisten Leben enden unspektakulär…

Smeeth, der ominöse schwarze Mann, der immer mehr weiß, als irgendwer sonst, entwickelt sich schon bald nach seinem Auftauchen zum eigentlichen „Helden“ – doch er tritt dem Leser mit der selben Unberührbarkeit entgegen wie den Roman-Figuren. Seine in Jahrhunderten erworbenen Erfahrungen heben ihn über die anderen, geben ihm die – begründete (? – interessantes Thema!) – Egozentrik eines Gottes. Er weiß alles und kann alles, denn es gibt nichts, was er nicht schon mal gesehen oder erlebt hätte. Irgendwann wird es – so hoffe ich – eine Geschichte geben, die auch Smeeth menschlich zeigt…

Und dann ist da noch Bailan, der Junge, der erstmals in die Welt hinausstolptert und doch schon weiser ist, als viele andere an Bord. Und die Tiganerin, in die er sich verliebt und der – wenigistens ihr! – ein Happy End hätte gegönnt werden können.

Am Ende findet Quest seinen Gott. Ob er „echt“ ist, lässt Eschbach ohne jeden Hinweis offen. Die Menschen, deren Weg sich bei dieser Queste berührten, durchdrangen und verwoben, gehen weiter. Selbst die Toten bleiben als Erinnerung Teil des Lebens in jenem Universum…

„Quest“ ist eine klassische Space-Opera. „Quest“ ist ein Buch über Menschen. „Quest“ ist ein Schlaglicht darauf, wie das Leben eben so ist. „Quest“ ist phantastisch, ist grundsatz-philosopisch und individuell-lebensanschauend, ist bizarr und ganz und gar normal. Und vor allem ist es – egal, ob man Erwartungen gern oder ungern unerfüllt bleiben sieht – in erwartungsgemäß brillanter Sprache geschrieben.

Am 21. 9. 2002 konnte Andreas Eschbach in Leipzig den Kurd Lasswitz Preis der Kategorie „Bester deutschsprachiger Science-Fiction-Roman mit Erstausgabe von 2001“ entgegennehmen.

Andreas Eschbach
Quest
SF für Fantasy-Freunde und Leser, die Menschen treffen möchten. Ein Buch, das erwartungesgemäß Erwartungen nicht erfüllt. Ein Blick auf Leben.
ISBN:ISBN:3453187733
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Himmelsfeuer

Himmelsfeuer

Erica Tyler wird als Kind von Kinderheim zu Kinderheim geschoben. Da sie unter anfallartigen Kopfschmerzanfällen, verbunden mit seltsamen Träumen leidet, findet sich keine Pflegefamilie.
Trotzdem geht sie ihren Weg und wird Archäologin.
Ihre Neugier führt sie in die Emerald Hills von Los Angeles. Dort hat eine Erdrutsch eine Höhle freigelegt. Erica ist überrascht von den wunderschönen Wandmalerein, die sie glaubt, in ihren Träumen schon gesehen zu haben.
Bei Ausgrabungen hofft sie Antworten zu finden, muss sich aber gegen Kunsträuber, Grundstückseigentümer und nicht zuletzt gegen Jared Black, Vertreter der Rechte südkalifornischer Indianer, durchsetzen. Nur langsam erkennt sie, dass er nicht ihr Feind ist.
Erica stößt auf die Mumie einer alten indianischen Medizinfrau, auf Indianerschmuck, alte Münzen und andere Gegenstände aus verschieden vergangenen Jahrhunderten. Jeder dieser Gegenstände erzählt eine andere Geschichte.
Doch wohin diese Spuren führen, ist äußerst überraschend und wir das Leben von Erica verändern.

Ein traumhaft schönes Buch über die geheimnisvolle Geschichte Kaliforniens bis in die Gegenwart. Die Autorin erzählt in einem Stil, der den Leser gefangen nimmt. Fesselnd vom ersten bis zum letzten Wort. Der Leser taucht ein in längst vergangene Zeiten und erfährt das Schicksal der amerikanischen Ureinwohner wie in einer Zeitreise.

Rezension von Heike Rau

Barbara Wood
Himmelsfeuer
Die mystische Geschichte der Ureinwohner Amerikas verbunden mit dem Schicksal einer Archäologin
ISBN:3810523518
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Vier Jahre Hölle und zurück

Vier Jahre Hölle und zurück

Lukas ist gerade mal fünfzehn, als er durch einen Freund in die Satanssekte eingeführt wird. Am Anfang wird er noch von Neugier und Abenteuerlust getrieben. Doch bald erkennt er, was wirklich auf ihn zukommt. Aber da ist es bereits zu spät. Denn niemand steigt aus der Satanssekte wieder aus.

Dieses Buch zeigt eine erschreckende Seite unserer Gesellschaft. Und beim Lesen hofft man immer wieder, dass sich herausstellt, dass diese Geschichte erfunden ist. Aber es ist ein Erfahrungsbericht. Es ist Lukas’ eigene Geschichte, ergreifend, aufwühlend, erschütternd und eine Mahnung an uns alle.

Rezension von Heike Rau

Lukas
Vier Jahre Hölle und zurück
Über ein unfassbares Schicksal
ISBN:3404613392
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Vier Tage währt die Nacht

Vier Tage währt die Nacht

1817. Eine Gruppe angesehener Autoren trifft sich auf Einladung von Sir Mortimer Pope zu einem literarischen Symposium auf einem schottischen Schloss, unweit von Loch Ness.
Bei der ersten Führung durch den Gastgeber, ist die Gruppe seltsam angetan von diesem grandiosen, beeindruckenden Schloss, das eine seltsam schauerliche Atmosphäre verbreitet und düstere Ahnungen von Bevorstehendem erweckt.
Schon in der darauf folgenden Nacht, stürzt auf mysteriöse Weise die Zugbrücke ein und fordert ein erstes Opfer.
Die Literatur rückt scheinbar in den Hintergrund, denn die eingeschlossenen Poeten müssen den Mörder hinter den dicken Burgmauern finden, bevor er wieder zuschlagen kann.

Schon von der ersten Seite an, schafft die Autorin gekonnt eine düstere, unheimliche Stimmung. Sie schreibt in einer Sprache, die uns heute vielleicht altmodisch erscheint, aber gerade diese Eigenheiten der Sprache, mit ihren langen Schachtelsätzen und den sorgsam gewählten Worten, haben ihren ganz besonderen Reiz und faszinieren.
Die Autorin erweckt ihren Ich-Erzähler Jonathan Lloyd zu einem ausgezeichneten Beobachter, der die Gefühle und Verhaltensweisen aller Mitspieler sensibel schildert, so dass die Handlung psychologisch raffiniert und mit großer, atemloser Spannung vorangetrieben wird.

Nur ungern trennt man sich von diesem Buch. Doppelt schade, dass es von dieser Autorin, geboren 1890 in Schlesien, kein weiteres Buch geben wird. Sie starb kaum dreißigjährig. Durch Vererbung gelangte das Manuskript schließlich an Michael Schmid, der es bearbeitete und herausbrachte.

Rezension von Heike Rau

Dorothea S. Baltenstein
Vier Tage währt die Nacht
Nichts ist so, wie es zu sein scheint
ISBN:3821804564
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Die Weide am Fluß

Die Weide am Fluß

1825. Richard Hamilton reist im Auftrag seines Vaters mit sehr viel Geld westwärts nach St. Louis, um Handel zu treiben. Aber er wird ausgeraubt, verliert jeden Cent. Notgedrungen muss er sich auf einem Boot verdingen.
Hier lernt er die Schamanin „Die Wie Eine Weide Heilt“ kennen und verliebt sich in die Indianerin. Doch versprochen ist er Laura Templeton und so gerät in eine moralische Zwickmühle. Lange zögert er, sich seine Liebe zu Weide einzugestehen, schafft es nicht, sich über seine konservativen Lebensansichten hinwegzusetzen. Und auch ein anderer Gedanke lässt ihn nicht los: Er muss zurück nach Bosten, seinem Vater erklären, was mit dem Geld passiert ist.

Ein Abenteuerroman, der neben der Geschichte des Richard Hamilton vom drohenden Schicksal des indianischen Volkes erzählt. Interessant, die Schilderungen des weiten Landes, dass trotz seiner berauschenden Schönheit vielfältige Gefahren birgt. Die Sitten und Bräuche der Indianer werden ausführlich geschildert, die Gedanken und Ansichten beider so unterschiedlicher Kulturen glaubhaft dargestellt.

Rezension von Heike Rau

W. Michael Gear
Die Weide am Fluß
„Nichts spielt auf der ganzen Welt eine Rolle, nur Frau und Mann, Liebe, Sonne und die gute alte Erde.“
ISBN:3492260322
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