dein Thema heute

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Tula

Mitglied
dein Thema heute
eine weitere Schattierung über (trifft alle
Erwartungslosen) die Not-
wendigkeit unbegrenzten Wachstums, in sich selbst
ein monologisches Perpetuum beruflicher Fortpflanzung

ich folge mit Interesse
der Fliege an der Wand – so klein, aber
kann Elefant und Karrierehengst durchaus in Rage bringen
legt wie du auf jeden Mist ihre Eier und
reibt sich dann fröhlich die Beinchen mit
Kostenaufwand nichts als Luft!

na gut, überlege ich, dafür haben wir
uns auf die Verdauung spezialisiert, reicht organisch
von der Netzhaut bis zur Losung
für das grüne Engagement der Firma und
gaukelt uns sogar Bewusstsein vor
ob man wirklich bis zum Platzen fressen kann ? ich will es
lieber nicht wissen

auch dieses Mal hast du das letzte Wort
Druck machen bedeutet eben nicht
viel mehr als schlappe dreiundsechzig Dezibel
in Richtung Fenster, dort wo gerade

die Fliege döst
 

Ubertas

Mitglied
Lieber Tula,
ich fasse mich kurz: mir fehlen Worte und vor allem die Adjektive. Selbst ein HERVORRAGEND großgeschrieben erscheint mir zu schmal für dein Gedicht.
Liebe Grüße,
ubertas
 

Tula

Mitglied
Liebe Ubertas
Herzlichen Dank! Wie du siehst, kann selbst die Studie der Eintagsfliege im Büro inspirieren :)

Sonnige Grüße
Tula
 

Anders Tell

Mitglied
Bei entspannter Betrachtung hätte ich diese Metapher stimmig gefunden. Bei aufgeregter wiederum nicht,denn ich habe bisher kaum eine Fliege und kaum ein anderes Insekt gesehen. Aber selbst auf dem Scheißhaufen arbeiten Fliegen emsig an der Resteverwertung. Jetzt wird aber jedes Häufchen gleich von Umweltbewußten in Folie verpackt.
Noch vor wenigen Jahren fand man im Wischeimer an den Tankstellen harte Schwämme, mit denen man die Insektenleichen von der Windschutzscheibe kratzen musste.
Wen das nicht beunruhigt, der hat wirklich Gottvertrauen. Aber es stimmt schon: die sich lautstark zu Wort melden, haben oft weniger beizutragen als die kleine Fliege, die jetzt im Hygienewahn verhungert.
Anders
 



 
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