die Gleichgültigkeit der Sterne

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Arcos

Mitglied
der Frust der Jahre
sammelt sich an
wird zu einer dunklen
klebrigen Masse
undurchsichtig und zäh

wir haben nur gelernt
uns Geschichten zu erzählen
Gedichte zu schreiben
Gravitationswellen zu messen
eine Bedeutung
in den Sternen zu suchen

eine Bedeutung
die wir selber zwischen
den vielen Sonnen versteckt haben
Naturgesetze
die unser eigener Geist
ersonnen hat

und während wir
nach dem Sinn suchen
dreht sich das Universum weiter
blind für unsere Fragen

wir sind nur der Augenblick
in dem das Nichts
begonnen hat
sich selbst zu vermissen
 

Ubertas

Mitglied
Lieber Önder,

eine Bedeutung
die wir selber zwischen
den vielen Sonnen versteckt haben
Naturgesetze
die unser eigener Geist
ersonnen hat
aus deinem wundervollen Gedicht zitiert, weil diese Strophe für mich die Grundlage bildet für die letzte Strophe deines Gedichts.

Nichts vermissend, weil deine Worte lesend,
ubertas
 

wirena

Mitglied
@Arcos, Ubertas - durch den Beitrag von Ubertas kann ich in diesem Gedicht auch die gefährliche Seite des "Sich selbst vermissen erleben". Das Erleben des Vermissen des Nichts, das Sehnen nach Nichts, das ja auch das Vermissen beinhalten kann, können zu Suizidgedanken führen. Um dies zu vermeiden, müsste ich schreiben:


.....
eine Bedeutung
die wir selber zwischen
den vielen Sonnen versteckt haben

Naturgesetze
die wir sind
die unser eigener Geist
erkannt hat

....und als letzter Vers:

wir sind nur der Augenblick
indem wir uns verloren haben
begonnen haben
sich selbst zu vermissen

LG wirena
 
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