Emily's Power Teil 3

Powerstory

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Direkt nach der Schule gingen Emily und Isabella in ihre Planung. Ein Spaziergang durch die ländlichen Straßen in Freital führte die beiden in die Spitalstraße, Isabellas Zuhause. Nachdem Emily sich mit der Tatsache, dass der Vorentscheid am Todestag ihrer Mutter stattfindet, einigermaßen arrangiert hatte, sprachen sie über erste Vorschläge.

"Hast du schon Ideen?" fragte Emily.

Isabella überlegte. "Letztes Jahr, als es um das Thema Inklusion ging, warst du diejenige, die die zündende Idee hatte. Beim Thema Umwelt könnte ich mir eine Karikatur über Plastikverschwendung und eine Müllsammelchallenge vorstellen, um Plastikmüll zu reduzieren."

"Im Bereich Umwelt warst du schon immer die engagiertere", sagte Emily. "Immerhin bist du schon zweimal im Fair-Trade Team der Schule und achtest sehr auf eine bewusste Ernährung."

"Dafür hast du dich einfach richtig hochgekämpft in den letzten Jahren. Wir ergänzen uns einfach gegenseitig", erwiderte Isabella.

"Danke dir. Lass es uns gemeinsam angehen. Ich möchte so gerne wieder mit dir nach Toulon fahren und es vor allem Lissy richtig zeigen", sagte Emily.

Isabella nickte und wollte sich gerade mit Emily auf ihre Ladypower einschwören und ihr ein High-Five geben, da ploppte ihr Handy auf. "Oh, eine Nachricht von Jan, er lädt mich zum Geburtstag ein, übernächsten Samstag. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, einerseits sind wir ja Kontrahenten, aber Jan finde ich an sich schon okay."

Und im selben Moment ertönte auch Emilys Handy. "Oh, ich hab auch die Einladung bekommen", sagte sie. "Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen überrascht. An sich verstehe ich mich auch gut mit Jan, aber dass er mich zum Geburtstag einlädt. Aber der 18. ist ja auch etwas Besonderes und er möchte wohl eine große Party. Was meinst du?"

"Ich möchte schon gerne hin... Ich habe nur keinen Bock, wenn Lissy da rumläuft", antwortete Isabella.

"Ja, das kann ich verstehen. Mich wundert es auch, dass die beiden plötzlich so interessiert aneinander sind. Lissy passt gar nicht zu Jans so korrekter und ehrlicher Art. Aber die wird uns hoffentlich nicht auf die Nerven gehen auf dem Geburtstag", sagte Emily.

"Du hast Recht, lass uns einfach einen schönen 18. Geburtstag mit Jan haben, bevor wir es denen drei Tage später richtig zeigen werden", meinte Isabella.

"Genau, so machen wir es. Ich bin ja gespannt, ob Fynn und Chris auch dabei sind", sagte Emily.

"Das ist eine gute Frage", schmunzelte Isabella. "Fynn und Jan verstehen sich ja sehr gut, Fynn wird bestimmt eingeladen. Wenn Chris dabei wäre, wäre aber auch echt cool. Ehrlich gesagt mag ich ihn ja mit seiner ruhigen und sympathischen Art."

"Soso", lächelte Emily. "Das stimmt, er ist wirklich ruhig und bodenständig. Ehrlich gesagt würde ich es ihm sogar irgendwie auch gönnen, wenn die beiden es dieses Jahr nach Toulon schaffen. Er brennt so sehr dafür. Aber wir werden hart bleiben."

"Haha, ja genau. Wie Chris in Erfurcht erstarrt ist, als wir uns erneut meldeten für den Vorentscheid. Hast du seinen Gesichtsausdruck gesehen?" fragte Isabella.

"Ja, habe ich. Das war einfach großartig. Er ist wirklich sprachlos gewesen. Das hat ihn echt schockiert", antwortete Emily.

"Er sollte auf jeden Fall Respekt vor uns haben, genauso wie Jan und Lissy. Aber jetzt fokussieren wir uns erstmal auf Jans Geburtstag. Das wird bestimmt ein lustiger Abend", sagte Isabella.

"Ja, ich freue mich auch. Ich habe ihm gerade zugesagt und freue mich auf einen schönen Abend. Hast du schon eine Geschenkidee?" fragte Emily.

"Hm... Er mag gerne Krimis und Bier. Oder wie wärs mit Taschentüchern als Gack für die bevorstehende Niederlage?" schlug Isabella vor.

"Das klingt echt fies, aber warum nicht. Das Bier und einen heftigen Thriller kriegt er natürlich trotzdem, da kümmere ich mich drum", sagte Emily.

"Und ich mich um die Taschentücher, habe noch einige", grinste Isabella.

"Top getimet wir als Team. Yes, und ich suche mir schon ein Outfit für den Geburtstag. Was hältst du von einem roten Rock und einer schwarzen Sonnenbrille?" fragte Emily.

"Klingt gut, ich habe auch schon was Bequemes im Kopf", sagte Isabella.

"Dann kann doch nichts mehr schief gehen", lächelte Emily.

"Yes, also let's go", sagte Isabella.
 
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