Powerstory
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Dienstag, 26. März - Der Tag des Grauen und des Vorentscheids
Emily öffnete die Augen. Vier Jahre nach dem tragischen Unfall, der ihrer Mutter das Leben nahm und ihr Leben komplett veränderte. Sie wollte aufstehen, doch der Gedanke an die Geschehnisse heute vor 4 Jahren ließ sie zurückfallen. An jenem Tag vor 4 Jahren zog sie die Rolladen hoch, als sie von einem lauten Knall geweckt wurde. Die Häuser verdeckten ihr noch die Sicht, aber sie merkte sofort, dass zwei Straßen weiter etwas passiert sein musste. Ihre Mutter fing um 06:30 Uhr bald an zu arbeiten. Sie schaute aus dem Wohnzimmerfenster, das Auto war weg. Und irgendetwas gab ihr direkt ein ungutes Gefühl. Sie zog ihre Jacke an und sprintete ums Haus. Beim Rennen kam ihr ein weißes Auto entgegen, das Speed drauf hatte und vorne links einen Unfallschaden hatte. Dann kam sie zwei Straßen weiter an. Hier sah es aus, wie auf einem Schlachtfeld. Und dann der Schock: Das rote Auto ihrer Mutter wurde bei einem Crash gegen eine Hauswand geschleudert. Das Auto zerflog in jegliche Einzelteile. Sie hoffte noch, etwas für ihre Mutter tun zu können, und ging zur Unfallstelle hin. Den Rettungsdienst hörte sie auch in Eiltempo anrücken. Doch es war bereits zu spät: Ihre Mutter war sofort tot. Sie brach zusammen, hatte keinen Halt mehr und wusste nicht mehr, wie es weitergehen sollte. Aus der Trauer wuchs die Wut hervor, denn dieser Unfall war so unnötig. Jemand hatte ihr Auto mit völlig hirnrissiger Geschwindigkeit erwischt und war dann auch noch feige davongefahren. Die Polizei suchte den Unfallfahrer, konnte ihn jedoch nie finden. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass das Unfallfahrzeug ein großer weißer Mercedes war und damit wahrscheinlich jenes Fahrzeug, welches sie am Morgen gesehen hatte. Emilys Erinnerungen waren zu bruchstückhaft, aber sie konnte erkennen, dass der Fahrer blonde Haare hatte, eine Sonnenbrille trug und um die zwanzig Jahre alt war. Die Polizei suchte den Unfallfahrer, aber konnte ihn nie finden. Je mehr Zeit verstrich, desto frustrierender wurde die Vorstellung, dass derjenige, der für den Tod ihrer Mutter verantwortlich war, weiterhin unentdeckt blieb und weiterleben konnte, als wäre nichts passiert. Doch immer noch hat Emily die Hoffnung, dass dieser Mensch eines Tages seine Strafe bekommt, auch wenn ihr das ihre Mutter nicht zurückbringt.
Auch heute zog Emily die Rolladen hoch und dachte an alles zurück, hier in ihrer neuen Wohnung im schönen kleinen idyllischen Dorf. Sie betete am Fenster und wusste, ihre Mutter ist stolz auf sie. Von oben spürte sie, dass sie ihr für heute alle Daumen drückt und hinter ihr steht. Mit Isabella hatte sie sich gestern nochmal zur Generalprobe getroffen. Trotz des nächtlichen Alkoholfauxpas waren die beiden wieder gestärkt. Sie suchten sich noch ein schlichtes Outfit heraus, welches das Thema Umwelt verkörpert. Am Ende können schließlich Kleinigkeiten entscheiden, wenn es gilt, die anderen im Finale zu überzeugen. Gewillt stand Emily an ihrer Kommode, zog ihr Outfit an und blickte zu ihrer Siegerinnenurkunde aus dem letzten Vorentscheid und den Fotos des Austauschprojektes. Da müssen Fynn, Chris, Lissy und Jan heute erstmal herankommen. Ihr Elan hat sie gepackt, heute soll die zweite Urkunde dazu! Sie aß ihr Croissant zum Frühstück und trank einen Cappuccino dazu. Ihr Vater gab ihr noch einen Kuss und wünschte ihr viel Glück. Auf dem Weg zur Schule begegnete ihr Fynn. Gestern hatte sie Fynn ordentlich zurechtgewiesen für die Aktion mit dem Alkohol vor 3 Tagen. Fynn sagte heute nur kleinlaut: "Die Sache war wirklich dumm am Samstag. Lass es uns vergessen und möge das bessere Team heute gewinnen." Emily war froh, dass Fynn das Ganze wenigstens etwas einzusehen schien. "Ja, schon okay und auf einen spannenden Vorentscheid", sagte Emily mit einem Augenzwinkern. Sie wusste, dass Isabella und sie für heute richtig gut vorbereitet waren. Jetzt galt es, die Vorbereitung der vergangenen zwei Wochen abzurufen.
In der Klasse setzte sich Emily neben Isabella. Gespannt warteten sie auf Frau Rapinski. Vorher traf Lissy mit Jan ein. "Na, schon bereit für deine Niederlage?", kommentierte Lissy. Emily ließ Lissys Kommentar abblitzen. Mal sehen, ob Lissy am Ende des Tages immer noch so cool auftritt. Frau Rapinski kam herein. Wie immer mit einem breiten Lächeln, sie freute sich, dass es gleich drei interessierte Teams gab. "Jetzt werden wir sehen, wer dieses Jahr unsere Schule in Toulon vertreten darf?" Das Regelwerk wurde verkündet. Jan und Lissy sowie Chris und Fynn sollen als Herausforderer starten, Emily und Isabella sind dann als Letztes an der Reihe. "Das kann schlecht oder auch gut sein", flüsterte Isabella zu Emily. Wieder sollte jedes Team seine Projektidee darstellen und es ganz zu begründen, warum man gerne mit der Idee am Austauschprojekt in Toulon teilnehmen möchte. Lissy und Jan stellten ihre Projektidee vor, sie klangen durchaus überzeugend. Nur einige wenige Abzüge gab es, da sich ein paar Unstimmigkeiten in der praktischen Durchführung finden ließen. Sie bekamen 26 von 31 Punkten für ihre Vorstellung.
Als Nächstes waren Fynn und Chris an der Reihe. Und die beiden legten richtig los. Sie klangen richtig inspirierend, wie sie ihre Motivation darlegten, und auch ihre Projektidee mit dem ökologischen Fußabdruck und dem Fairtrade-Quiz stellten sie richtig überzeugend dar. Frau Rapinski konnte nicht anders, als immer die volle Punktzahl zu geben. 31 Punkte von 31, das gab es noch nie! Emily war beeindruckt. Volle Punktzahl, tolle Leistung! Isabella und sie wussten, jetzt müssen sie besser sein, als Lissy und Jan, um erneut mit Fynn und Chris im Finale zu stehen. Emily und Isabella gaben sich noch ein High-Five und gingen nach vorne. Emily wusste, sie beide können es schaffen. Besonders Lissy schaute nun gebannt nach vorne und versuchte, durch Klopfgeräusche für Aufmerksamkeit zu sorgen, doch davon ließen sich Emily und Isabella nicht beirren und stellten souverän ihre Projektidee vor. Mit der Idee mit der Müllsammelchallenge grenzen sie sich in einigen Punkten von den anderen ab. Durch ein paar Unsicherheiten in der Darstellung mussten Emily und Isabella aber doch zittern. Es schien ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Finale zu werden. Emily biberte vor Spannung. Sie wollten erneut ins Finale und dann hatte das lange Ausrechnen ein Ende: 27 Punkte! Und damit einer mehr wie Lissy und Jan. Damit stand das Finale aus dem letzten Jahr: Chris und Fynn als Herausforderer, die bei der Präsentation wirklich keinen Punkt liegen ließen und zeigten, wie sehr sie dieses Jahr nach Toulon wollen, gegen Emily und Isabella, die so gerne den erneuten Traum von Toulon wahrmachen möchten.
Für beide Teams galt es nun, ihre Ideen vor der Klasse durchzuführen. Eine Stunde hätten beide Gruppen dafür Zeit, danach folgt die Abstimmung. Emily schwörte sich mit Isabella ein: "Wenn wir jetzt überzeugen, nutzen denen ihre 31 Punkte auch nichts mehr." "Ganz genau und letztes Jahr haben wir bei der praktischen Durchführung gezeigt, dass wir besser waren", grinste Isabella. Fynn und Chris machten den Anfang. Man merkte zwar anfangs ihre Aufregung, doch dieses Jahr lieferten beide eine richtig gute Performance und überzeugten die Klasse mit ihrem Projekt. Das sehr positive Feedback von der Klasse und Frau Rapinski war überwältigend für die beiden. Chris hätte nicht mit einer derartigen Resonanz und Zustimmung gerechnet. Auch Isabella und Emily fanden die Performance der beiden überzeugend und applaudierten. Das zu toppen wird schwer werden, wusste Emily. Doch die Kraft von oben gab ihr das Gefühl, dass sie es schaffen können. Entschlossen traten Emily und Isabella nach vorne und vertraten mit Herz ihre Projektidee. Man merkte in ihrer Durchführung regelrecht die Leidenschaft, welche beide für das Thema Umwelt und die erneute Teilnahme am internationalen Austausch mit der Schule in Toulon haben. Emily und Isabella waren stolz, dass sie es so gut hinbekommen haben, und wieder gab es starken Applaus von der ganzen Klasse. Es war ein richtiger Kraftakt für Emily und Isabella, mit welchem sie der Klasse die Entscheidung sehr schwer gemacht haben. Viele waren unsicher, für wen sie sich entscheiden sollten, doch am Ende gaben alle ihre Stimme ab. Emily und Isabella sowie Fynn und Chris biberten regelrecht vor Spannung, bevor das Auszählen begann. Lissy und Jan dagegen saßen mit mürrischer Miene da und schienen nun Fynn und Chris anzufeuern, wie Emily nüchtern beobachtete.
23 Stimmen wurden abgegeben, mindestens 12 benötigte man also für das Ticket nach Toulon. Die ersten beiden Stimmen gingen an Emily und Isabella, doch Fynn und Chris konnten mit den folgenden beiden Stimmen ausgleichen (2:2). Nach 12 gezogenen Stimmen stand es 6:6 unentschieden, es blieb verdammt eng. Dann sollten Emily und Isabella drei Stimmen nacheinander bekommen (9:6). Emily lachte vor Freude und sie sehnte sich schon mit Isabella in Toulon. Auf der anderen Seite zeigte Chris schon ein verzweifeltes Gesicht. Aber Fynn und Chris sollten mit den folgenden Stimmen zurückkommen.
Plötzlich stand es 9:9 und mit der nächsten Stimme gingen Fynn und Chris sogar mit 10:9 in Führung. Jetzt standen die beiden plötzlich kurz vor Toulon. Sollte ihnen doch die Revanche gelingen für die Niederlage im letzten Jahr? Doch Emily und Isabella kamen zurück. Sie ergatterten die nächsten beiden Stimmen und wieder lagen sie in Führung (11:10). Nun waren sie nur noch eine einzige Stimme von Toulon entfernt! Gebannt betete Emily, als die nächste Stimme gezogen wurde. Doch die beiden sollten sich noch gedulden müssen, denn die nächste Stimme ging an Fynn und Chris. Es stand 11:11, die letzte Stimme entschied. Die Spannung war kaum auszuhalten, als Mitschülerin Mia den letzten Zettel in die Hand nahm. Sie faltete ihn langsam auf, dann zeigte sie wortlos in die Runde. Emilys Anspannung verwandelte sich von einem Moment auf den anderen in totale Ekstase. Sie spürte Freudentränen und umarmte Isabella. Denn auf dem Zettel standen ihre beiden Namen. Sie hatten es tatsächlich geschafft, ihren Erfolg aus dem letzten Jahr zu wiederholen!
Die ganze Anspannung der letzten Wochen fiel mit einem Mal von den beiden ab. Wie sehr hatten sie um diesen Erfolg gekämpft. Fynn und Chris waren richtig hartnäckige Kontrahenten gewesen. Die beiden sind Emily und Isabella richtig gefährlich geworden. Doch Emily und Isabella ist es gelungen, immer noch einen draufzusetzen und im entscheidenden Moment konnten sie mit ihrem Projekt überzeugen.
Und das genoss Emily nun. Schon sehr bald können die beiden die Herzlichkeit der Gastfamilie aus dem letzten Jahr wieder erleben. Sie freuen sich, die Austauschschüler wiederzusehen und mit ihnen erneut diese tolle Erfahrung zu teilen, die ihnen geboten wird.
Frau Rapinski bereitete inzwischen die Urkunden für die Siegerehrung vor. Emily betete und sagte: "Danke Mama". Sie wusste, dass ihre Mutter heute für sie da war. Es bedeutete Emily viel, an diesem schicksalbehafteten Tag stark geblieben zu sein und diesen Sieg gemeinsam mit Isabella errungen zu haben.
Ein emotionaler Moment war es, als Frau Rapinski sie mit Isabella nach vorne rief und beide zu den Gewinnerinnen dieses Vorentscheides erklärte. Freudestrahlend nahmen sie ihre Auszeichnung und die Tickets für Toulon entgegen und bedankten sich bei der Klasse für die Stimmen.
Während Emily und Isabella überglücklich waren, war Fynn und Chris alles andere als nach Freude zu Mute. Wie versteinert saßen die beiden in den Sitzreihen links neben dem Pult. Ihre Gesichter wurden kreidebleich, als die letzte Stimme gezogen wurde. Chris schlug derweil dreimal hörbar auf den Tischboden. Der Traum von Toulon war so zum Greifen nahe. Sie waren so nah dran an der Revanche. Doch nun war alles vorbei, mit einer Stimme.
Besonders Chris konnte nicht hinsehen, als Emily und Isabella geehrt wurden. Er spürte eine innerliche Wut. Verzweifelt stand er mit lauten Schritten auf und schrie Emily und Isabella wutentbrannt ins Gesicht: "Schon wieder macht ihr uns alles kaputt, ihr egoistischen Gören" und knallte die Tür, als er den Raum verließ.
Emily war im ersten Moment geschockt, auch Isabella wusste nicht, was sie sagen sollte. Doch Mia sagte zu Emily: "Das nutzt ihm jetzt auch nichts mehr, ihr habt gewonnen und basta." Da hatte sie natürlich recht. Letztendlich können die beiden ihnen gar nichts, dachte sich Emily.
Einerseits taten Chris und Fynn ihr ja schon leid. Sie hatten wirklich alles gegeben und vor allem Chris merkte man an, dass er so gerne dieses Jahr in Toulon mitgemacht hätte. Aber am Ende hat sich Emilys und Isabellas Hartnäckigkeit ausgezahlt und die beiden wussten, wenn sie sich gemeinsam ein Ziel setzten, dann sind sie einfach nicht zu stoppen.
Sie ließen sich nicht länger von Chris' feiger Reaktion entmutigen, der sich nun offenbar draußen beruhigte. Emily und Isabella freuten sich wie entfesselt über ihren Triumph.
Nach Unterrichtsschluss wollte Frau Rapinski auch nochmal persönlich mit Emily sprechen. "Fynn und Chris haben mich wirklich beeindruckt und hätte auch für die beiden sehr gefreut. Aber für mich habt ihr beide ehrlich gesagt das entscheidende Quäntchen mehr Reife gezeigt und deshalb seid ihr für mich auch die richtigen Vertreterinnen für Toulon und das Projekt. Herzlichen Glückwunsch!" sagte sie.
"Dankeschön, gerade am heutigen Tag bedeutet mir dieser Sieg besonders viel und ich freue mich riesig auf den Austausch", erwiderte Emily.
"Das kann ich mir vorstellen. Nach dem, was du in der Zeit seit dem durchgemacht hast und was du hier geleistet hast, seit dem du hier bist, da kannst du wirklich stolz drauf sein und das kann deine Mutter von oben auch", fügte Frau Rapinski hinzu.
"Vielen lieben Dank für ihre Worte, Frau Rapinski", sagte Emily. Die einfühlsamen und wertschätzenden Rückmeldungen von ihr gaben ihr immer viel Kraft, besonders als sie vor 4 Jahren hier gestartet ist.
Frau Rapinski gab Emily noch den Brief mit dem diesjährigen Programm für das Austauschprojekt mit. Das angekündigte Special zum Jubiläum wird sein, dass der Vorsitzende des Umweltausschusses des Regierungsbezirkes von Toulon zum deutsch-französischen Beitrag zum Klimaschutz interviewt werden soll. Was für eine spannende Erfahrung.
Als Emily den Klassenraum verließ und sich mit Isabella treffen wollte, die vor dem Eingang der Schule auf sie wartete, wurde sie von Fynn und Chris abgefasst. Chris sagte zu ihr: "Ich möchte mich entschuldigen, dass ich dich angeschrien und euch beleidigt habe. Es hat mich ziemlich geärgert, dass wir ein zweites Mal gegen euch verloren haben. Mir ist aber bewusst, dass mein Verhalten falsch war und wir möchten euch zu eurem Erfolg gratulieren."
Das kam überraschend für Emily, dass Chris so schnell seine Wut überwunden zu haben schien. Aber sie war auch froh, dass die beiden es nun doch sportlich zu nehmen scheinen und bedankten sich für die Glückwünsche.
Anschließend ging sie zu Isabella und erzählte ihr von den Gesprächen mit Frau Rapinski sowie Fynn und Chris. Isabella erwiderte: "Ja, die beiden waren vorher auch bei mir und haben mir auch gratuliert. Finde ich richtig gut, dass die beiden akzeptieren, dass wir am Ende besser waren und dass Chris eingesehen hat, dass er überreagiert hat."
Sie gaben sich ein High-Five auf ihren Triumph und machten sich freudestrahlend auf den Heimweg. Entlang der Felder redeten sie über das bevorstehende Projekt. Es sind jetzt schon keine 4 Wochen mehr bis es losgeht. Die Gastfamilie und die Partnerschule bekommen bestimmt bald Bescheid, dass sie beide wieder dabei sind. Catherine und Vivienne, von der Partnerschule, mit denen Emily und Isabella letztes Jahr angefreundet haben, werden sich auch riesig freuen, wenn sie hören, dass sie wieder eine gemeinsame Zeit zusammen haben und ihre Freundschaft vertiefen können.
Etwas aufgeregt ist Isabella, als sie über das Programm sprachen und sie von dem bevorstehenden Interview mit dem Vorsitzenden des Umweltausschusses erfuhr. "Was können wir denn so fragen? Und dann noch auf Englisch oder Französisch, da bin ich wirklich gespannt. Aber ich freue mich schon jetzt unfassbar darauf", sagte sie.
Wenig später kamen sie auf die Reitbachstraße zu. Stolz erzählten sie Emilys Vater von der erneuten Fahrt nach Toulon. Danach genossen sie den Nachmittag, machten sich ein paar Gedanken zu Toulon und dem Interview und feierten ihren Sieg gebührend bis in die Abendstunden.
Emily öffnete die Augen. Vier Jahre nach dem tragischen Unfall, der ihrer Mutter das Leben nahm und ihr Leben komplett veränderte. Sie wollte aufstehen, doch der Gedanke an die Geschehnisse heute vor 4 Jahren ließ sie zurückfallen. An jenem Tag vor 4 Jahren zog sie die Rolladen hoch, als sie von einem lauten Knall geweckt wurde. Die Häuser verdeckten ihr noch die Sicht, aber sie merkte sofort, dass zwei Straßen weiter etwas passiert sein musste. Ihre Mutter fing um 06:30 Uhr bald an zu arbeiten. Sie schaute aus dem Wohnzimmerfenster, das Auto war weg. Und irgendetwas gab ihr direkt ein ungutes Gefühl. Sie zog ihre Jacke an und sprintete ums Haus. Beim Rennen kam ihr ein weißes Auto entgegen, das Speed drauf hatte und vorne links einen Unfallschaden hatte. Dann kam sie zwei Straßen weiter an. Hier sah es aus, wie auf einem Schlachtfeld. Und dann der Schock: Das rote Auto ihrer Mutter wurde bei einem Crash gegen eine Hauswand geschleudert. Das Auto zerflog in jegliche Einzelteile. Sie hoffte noch, etwas für ihre Mutter tun zu können, und ging zur Unfallstelle hin. Den Rettungsdienst hörte sie auch in Eiltempo anrücken. Doch es war bereits zu spät: Ihre Mutter war sofort tot. Sie brach zusammen, hatte keinen Halt mehr und wusste nicht mehr, wie es weitergehen sollte. Aus der Trauer wuchs die Wut hervor, denn dieser Unfall war so unnötig. Jemand hatte ihr Auto mit völlig hirnrissiger Geschwindigkeit erwischt und war dann auch noch feige davongefahren. Die Polizei suchte den Unfallfahrer, konnte ihn jedoch nie finden. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass das Unfallfahrzeug ein großer weißer Mercedes war und damit wahrscheinlich jenes Fahrzeug, welches sie am Morgen gesehen hatte. Emilys Erinnerungen waren zu bruchstückhaft, aber sie konnte erkennen, dass der Fahrer blonde Haare hatte, eine Sonnenbrille trug und um die zwanzig Jahre alt war. Die Polizei suchte den Unfallfahrer, aber konnte ihn nie finden. Je mehr Zeit verstrich, desto frustrierender wurde die Vorstellung, dass derjenige, der für den Tod ihrer Mutter verantwortlich war, weiterhin unentdeckt blieb und weiterleben konnte, als wäre nichts passiert. Doch immer noch hat Emily die Hoffnung, dass dieser Mensch eines Tages seine Strafe bekommt, auch wenn ihr das ihre Mutter nicht zurückbringt.
Auch heute zog Emily die Rolladen hoch und dachte an alles zurück, hier in ihrer neuen Wohnung im schönen kleinen idyllischen Dorf. Sie betete am Fenster und wusste, ihre Mutter ist stolz auf sie. Von oben spürte sie, dass sie ihr für heute alle Daumen drückt und hinter ihr steht. Mit Isabella hatte sie sich gestern nochmal zur Generalprobe getroffen. Trotz des nächtlichen Alkoholfauxpas waren die beiden wieder gestärkt. Sie suchten sich noch ein schlichtes Outfit heraus, welches das Thema Umwelt verkörpert. Am Ende können schließlich Kleinigkeiten entscheiden, wenn es gilt, die anderen im Finale zu überzeugen. Gewillt stand Emily an ihrer Kommode, zog ihr Outfit an und blickte zu ihrer Siegerinnenurkunde aus dem letzten Vorentscheid und den Fotos des Austauschprojektes. Da müssen Fynn, Chris, Lissy und Jan heute erstmal herankommen. Ihr Elan hat sie gepackt, heute soll die zweite Urkunde dazu! Sie aß ihr Croissant zum Frühstück und trank einen Cappuccino dazu. Ihr Vater gab ihr noch einen Kuss und wünschte ihr viel Glück. Auf dem Weg zur Schule begegnete ihr Fynn. Gestern hatte sie Fynn ordentlich zurechtgewiesen für die Aktion mit dem Alkohol vor 3 Tagen. Fynn sagte heute nur kleinlaut: "Die Sache war wirklich dumm am Samstag. Lass es uns vergessen und möge das bessere Team heute gewinnen." Emily war froh, dass Fynn das Ganze wenigstens etwas einzusehen schien. "Ja, schon okay und auf einen spannenden Vorentscheid", sagte Emily mit einem Augenzwinkern. Sie wusste, dass Isabella und sie für heute richtig gut vorbereitet waren. Jetzt galt es, die Vorbereitung der vergangenen zwei Wochen abzurufen.
In der Klasse setzte sich Emily neben Isabella. Gespannt warteten sie auf Frau Rapinski. Vorher traf Lissy mit Jan ein. "Na, schon bereit für deine Niederlage?", kommentierte Lissy. Emily ließ Lissys Kommentar abblitzen. Mal sehen, ob Lissy am Ende des Tages immer noch so cool auftritt. Frau Rapinski kam herein. Wie immer mit einem breiten Lächeln, sie freute sich, dass es gleich drei interessierte Teams gab. "Jetzt werden wir sehen, wer dieses Jahr unsere Schule in Toulon vertreten darf?" Das Regelwerk wurde verkündet. Jan und Lissy sowie Chris und Fynn sollen als Herausforderer starten, Emily und Isabella sind dann als Letztes an der Reihe. "Das kann schlecht oder auch gut sein", flüsterte Isabella zu Emily. Wieder sollte jedes Team seine Projektidee darstellen und es ganz zu begründen, warum man gerne mit der Idee am Austauschprojekt in Toulon teilnehmen möchte. Lissy und Jan stellten ihre Projektidee vor, sie klangen durchaus überzeugend. Nur einige wenige Abzüge gab es, da sich ein paar Unstimmigkeiten in der praktischen Durchführung finden ließen. Sie bekamen 26 von 31 Punkten für ihre Vorstellung.
Als Nächstes waren Fynn und Chris an der Reihe. Und die beiden legten richtig los. Sie klangen richtig inspirierend, wie sie ihre Motivation darlegten, und auch ihre Projektidee mit dem ökologischen Fußabdruck und dem Fairtrade-Quiz stellten sie richtig überzeugend dar. Frau Rapinski konnte nicht anders, als immer die volle Punktzahl zu geben. 31 Punkte von 31, das gab es noch nie! Emily war beeindruckt. Volle Punktzahl, tolle Leistung! Isabella und sie wussten, jetzt müssen sie besser sein, als Lissy und Jan, um erneut mit Fynn und Chris im Finale zu stehen. Emily und Isabella gaben sich noch ein High-Five und gingen nach vorne. Emily wusste, sie beide können es schaffen. Besonders Lissy schaute nun gebannt nach vorne und versuchte, durch Klopfgeräusche für Aufmerksamkeit zu sorgen, doch davon ließen sich Emily und Isabella nicht beirren und stellten souverän ihre Projektidee vor. Mit der Idee mit der Müllsammelchallenge grenzen sie sich in einigen Punkten von den anderen ab. Durch ein paar Unsicherheiten in der Darstellung mussten Emily und Isabella aber doch zittern. Es schien ein Kopf-an-Kopf-Rennen um das Finale zu werden. Emily biberte vor Spannung. Sie wollten erneut ins Finale und dann hatte das lange Ausrechnen ein Ende: 27 Punkte! Und damit einer mehr wie Lissy und Jan. Damit stand das Finale aus dem letzten Jahr: Chris und Fynn als Herausforderer, die bei der Präsentation wirklich keinen Punkt liegen ließen und zeigten, wie sehr sie dieses Jahr nach Toulon wollen, gegen Emily und Isabella, die so gerne den erneuten Traum von Toulon wahrmachen möchten.
Für beide Teams galt es nun, ihre Ideen vor der Klasse durchzuführen. Eine Stunde hätten beide Gruppen dafür Zeit, danach folgt die Abstimmung. Emily schwörte sich mit Isabella ein: "Wenn wir jetzt überzeugen, nutzen denen ihre 31 Punkte auch nichts mehr." "Ganz genau und letztes Jahr haben wir bei der praktischen Durchführung gezeigt, dass wir besser waren", grinste Isabella. Fynn und Chris machten den Anfang. Man merkte zwar anfangs ihre Aufregung, doch dieses Jahr lieferten beide eine richtig gute Performance und überzeugten die Klasse mit ihrem Projekt. Das sehr positive Feedback von der Klasse und Frau Rapinski war überwältigend für die beiden. Chris hätte nicht mit einer derartigen Resonanz und Zustimmung gerechnet. Auch Isabella und Emily fanden die Performance der beiden überzeugend und applaudierten. Das zu toppen wird schwer werden, wusste Emily. Doch die Kraft von oben gab ihr das Gefühl, dass sie es schaffen können. Entschlossen traten Emily und Isabella nach vorne und vertraten mit Herz ihre Projektidee. Man merkte in ihrer Durchführung regelrecht die Leidenschaft, welche beide für das Thema Umwelt und die erneute Teilnahme am internationalen Austausch mit der Schule in Toulon haben. Emily und Isabella waren stolz, dass sie es so gut hinbekommen haben, und wieder gab es starken Applaus von der ganzen Klasse. Es war ein richtiger Kraftakt für Emily und Isabella, mit welchem sie der Klasse die Entscheidung sehr schwer gemacht haben. Viele waren unsicher, für wen sie sich entscheiden sollten, doch am Ende gaben alle ihre Stimme ab. Emily und Isabella sowie Fynn und Chris biberten regelrecht vor Spannung, bevor das Auszählen begann. Lissy und Jan dagegen saßen mit mürrischer Miene da und schienen nun Fynn und Chris anzufeuern, wie Emily nüchtern beobachtete.
23 Stimmen wurden abgegeben, mindestens 12 benötigte man also für das Ticket nach Toulon. Die ersten beiden Stimmen gingen an Emily und Isabella, doch Fynn und Chris konnten mit den folgenden beiden Stimmen ausgleichen (2:2). Nach 12 gezogenen Stimmen stand es 6:6 unentschieden, es blieb verdammt eng. Dann sollten Emily und Isabella drei Stimmen nacheinander bekommen (9:6). Emily lachte vor Freude und sie sehnte sich schon mit Isabella in Toulon. Auf der anderen Seite zeigte Chris schon ein verzweifeltes Gesicht. Aber Fynn und Chris sollten mit den folgenden Stimmen zurückkommen.
Plötzlich stand es 9:9 und mit der nächsten Stimme gingen Fynn und Chris sogar mit 10:9 in Führung. Jetzt standen die beiden plötzlich kurz vor Toulon. Sollte ihnen doch die Revanche gelingen für die Niederlage im letzten Jahr? Doch Emily und Isabella kamen zurück. Sie ergatterten die nächsten beiden Stimmen und wieder lagen sie in Führung (11:10). Nun waren sie nur noch eine einzige Stimme von Toulon entfernt! Gebannt betete Emily, als die nächste Stimme gezogen wurde. Doch die beiden sollten sich noch gedulden müssen, denn die nächste Stimme ging an Fynn und Chris. Es stand 11:11, die letzte Stimme entschied. Die Spannung war kaum auszuhalten, als Mitschülerin Mia den letzten Zettel in die Hand nahm. Sie faltete ihn langsam auf, dann zeigte sie wortlos in die Runde. Emilys Anspannung verwandelte sich von einem Moment auf den anderen in totale Ekstase. Sie spürte Freudentränen und umarmte Isabella. Denn auf dem Zettel standen ihre beiden Namen. Sie hatten es tatsächlich geschafft, ihren Erfolg aus dem letzten Jahr zu wiederholen!
Die ganze Anspannung der letzten Wochen fiel mit einem Mal von den beiden ab. Wie sehr hatten sie um diesen Erfolg gekämpft. Fynn und Chris waren richtig hartnäckige Kontrahenten gewesen. Die beiden sind Emily und Isabella richtig gefährlich geworden. Doch Emily und Isabella ist es gelungen, immer noch einen draufzusetzen und im entscheidenden Moment konnten sie mit ihrem Projekt überzeugen.
Und das genoss Emily nun. Schon sehr bald können die beiden die Herzlichkeit der Gastfamilie aus dem letzten Jahr wieder erleben. Sie freuen sich, die Austauschschüler wiederzusehen und mit ihnen erneut diese tolle Erfahrung zu teilen, die ihnen geboten wird.
Frau Rapinski bereitete inzwischen die Urkunden für die Siegerehrung vor. Emily betete und sagte: "Danke Mama". Sie wusste, dass ihre Mutter heute für sie da war. Es bedeutete Emily viel, an diesem schicksalbehafteten Tag stark geblieben zu sein und diesen Sieg gemeinsam mit Isabella errungen zu haben.
Ein emotionaler Moment war es, als Frau Rapinski sie mit Isabella nach vorne rief und beide zu den Gewinnerinnen dieses Vorentscheides erklärte. Freudestrahlend nahmen sie ihre Auszeichnung und die Tickets für Toulon entgegen und bedankten sich bei der Klasse für die Stimmen.
Während Emily und Isabella überglücklich waren, war Fynn und Chris alles andere als nach Freude zu Mute. Wie versteinert saßen die beiden in den Sitzreihen links neben dem Pult. Ihre Gesichter wurden kreidebleich, als die letzte Stimme gezogen wurde. Chris schlug derweil dreimal hörbar auf den Tischboden. Der Traum von Toulon war so zum Greifen nahe. Sie waren so nah dran an der Revanche. Doch nun war alles vorbei, mit einer Stimme.
Besonders Chris konnte nicht hinsehen, als Emily und Isabella geehrt wurden. Er spürte eine innerliche Wut. Verzweifelt stand er mit lauten Schritten auf und schrie Emily und Isabella wutentbrannt ins Gesicht: "Schon wieder macht ihr uns alles kaputt, ihr egoistischen Gören" und knallte die Tür, als er den Raum verließ.
Emily war im ersten Moment geschockt, auch Isabella wusste nicht, was sie sagen sollte. Doch Mia sagte zu Emily: "Das nutzt ihm jetzt auch nichts mehr, ihr habt gewonnen und basta." Da hatte sie natürlich recht. Letztendlich können die beiden ihnen gar nichts, dachte sich Emily.
Einerseits taten Chris und Fynn ihr ja schon leid. Sie hatten wirklich alles gegeben und vor allem Chris merkte man an, dass er so gerne dieses Jahr in Toulon mitgemacht hätte. Aber am Ende hat sich Emilys und Isabellas Hartnäckigkeit ausgezahlt und die beiden wussten, wenn sie sich gemeinsam ein Ziel setzten, dann sind sie einfach nicht zu stoppen.
Sie ließen sich nicht länger von Chris' feiger Reaktion entmutigen, der sich nun offenbar draußen beruhigte. Emily und Isabella freuten sich wie entfesselt über ihren Triumph.
Nach Unterrichtsschluss wollte Frau Rapinski auch nochmal persönlich mit Emily sprechen. "Fynn und Chris haben mich wirklich beeindruckt und hätte auch für die beiden sehr gefreut. Aber für mich habt ihr beide ehrlich gesagt das entscheidende Quäntchen mehr Reife gezeigt und deshalb seid ihr für mich auch die richtigen Vertreterinnen für Toulon und das Projekt. Herzlichen Glückwunsch!" sagte sie.
"Dankeschön, gerade am heutigen Tag bedeutet mir dieser Sieg besonders viel und ich freue mich riesig auf den Austausch", erwiderte Emily.
"Das kann ich mir vorstellen. Nach dem, was du in der Zeit seit dem durchgemacht hast und was du hier geleistet hast, seit dem du hier bist, da kannst du wirklich stolz drauf sein und das kann deine Mutter von oben auch", fügte Frau Rapinski hinzu.
"Vielen lieben Dank für ihre Worte, Frau Rapinski", sagte Emily. Die einfühlsamen und wertschätzenden Rückmeldungen von ihr gaben ihr immer viel Kraft, besonders als sie vor 4 Jahren hier gestartet ist.
Frau Rapinski gab Emily noch den Brief mit dem diesjährigen Programm für das Austauschprojekt mit. Das angekündigte Special zum Jubiläum wird sein, dass der Vorsitzende des Umweltausschusses des Regierungsbezirkes von Toulon zum deutsch-französischen Beitrag zum Klimaschutz interviewt werden soll. Was für eine spannende Erfahrung.
Als Emily den Klassenraum verließ und sich mit Isabella treffen wollte, die vor dem Eingang der Schule auf sie wartete, wurde sie von Fynn und Chris abgefasst. Chris sagte zu ihr: "Ich möchte mich entschuldigen, dass ich dich angeschrien und euch beleidigt habe. Es hat mich ziemlich geärgert, dass wir ein zweites Mal gegen euch verloren haben. Mir ist aber bewusst, dass mein Verhalten falsch war und wir möchten euch zu eurem Erfolg gratulieren."
Das kam überraschend für Emily, dass Chris so schnell seine Wut überwunden zu haben schien. Aber sie war auch froh, dass die beiden es nun doch sportlich zu nehmen scheinen und bedankten sich für die Glückwünsche.
Anschließend ging sie zu Isabella und erzählte ihr von den Gesprächen mit Frau Rapinski sowie Fynn und Chris. Isabella erwiderte: "Ja, die beiden waren vorher auch bei mir und haben mir auch gratuliert. Finde ich richtig gut, dass die beiden akzeptieren, dass wir am Ende besser waren und dass Chris eingesehen hat, dass er überreagiert hat."
Sie gaben sich ein High-Five auf ihren Triumph und machten sich freudestrahlend auf den Heimweg. Entlang der Felder redeten sie über das bevorstehende Projekt. Es sind jetzt schon keine 4 Wochen mehr bis es losgeht. Die Gastfamilie und die Partnerschule bekommen bestimmt bald Bescheid, dass sie beide wieder dabei sind. Catherine und Vivienne, von der Partnerschule, mit denen Emily und Isabella letztes Jahr angefreundet haben, werden sich auch riesig freuen, wenn sie hören, dass sie wieder eine gemeinsame Zeit zusammen haben und ihre Freundschaft vertiefen können.
Etwas aufgeregt ist Isabella, als sie über das Programm sprachen und sie von dem bevorstehenden Interview mit dem Vorsitzenden des Umweltausschusses erfuhr. "Was können wir denn so fragen? Und dann noch auf Englisch oder Französisch, da bin ich wirklich gespannt. Aber ich freue mich schon jetzt unfassbar darauf", sagte sie.
Wenig später kamen sie auf die Reitbachstraße zu. Stolz erzählten sie Emilys Vater von der erneuten Fahrt nach Toulon. Danach genossen sie den Nachmittag, machten sich ein paar Gedanken zu Toulon und dem Interview und feierten ihren Sieg gebührend bis in die Abendstunden.