FANTAsie

Vor hundert Jahren im Deutschen Reich
Wollt einer eine Cola machen
Doch es fehlten viele Sachen
Und er wurde niemals reich

Ein Anderer im selben Land
Zur selben Zeit denselben Plan
Aus Käsesaft und Apfelschalen
Hielt ein Getränk bald in der Hand

Nebst Schokoladenkokain
Im Panzerplattenungetüm
Passt Limonadenfantanyl
Zum leidtotalen Zeitgefühl

Wenn man nichts hat und trotzdem lebt
Wenn man nichts hat und trotzdem strebt
Wenn man nichts hat und was draus macht
Das nennt sich Fantasie




Es kommt der Moment im Leben eines jeden Dichters, in dem alle Quellen der Inspiration versiegen und er in Ermangelung anderer Ideen ein Gedicht über die Ideenlosigkeit selbst verfasst – und meistens kommt dieser Moment schneller als erwartet.
Dies ist nun meine Version davon.
 
nach bloß zwei Gedichten schon?
Ich fürchte ja (wobei ich natürlich nicht alles, was ich schreibe, auch hier veröffentliche). Zumindest zu dem Zeitpunkt des Verfassens hatte ich Lust zu schreiben, aber keine Ahnung worüber. Da solche Metagedichte in meinem Bekanntenkreis öfter vorkommen, wollte ich mich ebendiesem Thema selbst einmal annehmen.
 



 
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