Klaustrophobie

Avelyn

Mitglied
Hallo YoungMew,


dein Text hat mich sofort gepackt. Besonders das Bild vom 'pausierenden Sonnenschein' und dem Schauer, der auf den 'schlechtesten Moment' wartet, erzeugt eine unglaublich dichte, dunkle Atmosphäre.

Dein Gedicht hat mich so stark motiviert, dass ich das Gefühl der Beklemmung gedanklich direkt weitergesponnen habe. Mir fehlte persönlich noch der Moment, in dem diese lauernde Angst einen schließlich komplett überrollt und die Kontrolle über den Körper übernimmt.

Ich musste dabei an die physische Gewalt einer Panikattacke denken:

Der Schatten schluckt das Licht,


der Puls hämmert gegen die Schläfenwand.


Eiskalt kullert der Schweiß,


Hühnerhaut – Härchen stehen Berg.


Der Magen macht kehrt,


Übelkeit frisst die Sicht,


bis alles schwimmt.
 

YoungMew

Mitglied
Hallo @Avelyn

danke für dein ausführliches Feedback! Tatsächlich ist dieser Text in einem Moment kurz vor einer Panikattacke entstanden, als reines Ventil, weshalb ich danach auch nichts mehr geändert oder hinzugefügt habe.

Dass die Emotion dich so erreicht und sogar zum Weiterschreiben motiviert hat, ist das größte Kompliment für mich.

Deine Zeilen sind sehr stark und fangen genau den Ausbruch ein, der auf mein Warten folgt. Ich danke dir!
 



 
Oben Unten