menschenwurzel

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Dimpfelmoser

Mitglied
menschenwurzel

wäre ich dein
sehnte mich in harmonie begriffe jedes blasse irgendwann wäre ich verschränkt mit wogender ruhe glitte ich entlang deines ursprungs wäre ich raugraues hauchen benetzte in sanften schwüngen sphären deiner sicht fauchten ahnungen eines vielleicht stifteten dir träumende fragen als schlichte wahrhaftigkeit bezeugte deine verwundbare unnahbarkeit empfinge fassungs lose küsse im glitzernden nebel des welken tags wäre ich sturm festes herz stolzer traurigkeit schenkte ich aufrichtige treue meiner gewissheit tropfte durch deinen kreis lauf ließe ich fließen ließe dich spüren ließe uns sein
wäre für immer dein
wäre ich
 

Ubertas

Mitglied
Lieber Dimpfelmoser,

ich tauche mit Faszination in einen Gedankenstrom.
Ein "wäre" liegt zwischen dem Wurzeln und der Annäherung an den Ursprung. In "verwundbare unnahbarkeit" umgreift es sich: suchend, einander suchend, um den Kreis zu erfüllen, das Sehnen benannt zu haben, doch es bleibt eine Drift.
Ein Gedicht, das sich nicht auflöst, nicht erklärt, sondern sich fortsetzt über sein Zeilenende hinaus, um weiter zu fließen in seinem Leser.
Großartig!
Ich danke dir nicht nur für ein Leseerlebnis, ich danke dir für eine Reise ins Fühlen :)

Liebe Grüße,
ubertas
 



 
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