Nach der Finissage haibun

johP

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Die Kunst eingepackt, in Taschen gesteckt, das gehäkelte Korallenriff im Bollerwagen verstaut, an das beladene Fahrrad gebunden, Holzplatte unter den Arm geklemmt. Abgeschlossen - und los zieht die kleine Kunstkarawane. Noch ein kleines Stück gemeinsam die Straße hinunter, gefolgt von neugierigen Blicken.
Kurzer Wehmutsabschied, bevor wir mit dem Riff in eine Seitenstraße ziehen.
Eine Libelle sitzt auf der schrägen Autoantenne, gut getarnt, doch vom Auge eingefangen.
Kantstein! Das Riffschiff schwankt bedenklich, ein Meeresgetier hüpft von Bord - von flinker Hand geschnappt. Weiter durch ruhige See zur Bushaltestelle. Im Slalom hindurch zwischen störrisch verwurzelten Beinen, stieren Blicken. Wir lachen darüber.
Eine Ampel, grün, im Schnellschritt das schwankende Schiff hinübergezogen - die Quallen winken baumelnd den Autofahrern zu.
Zuletzt der schmale Weg mit von Baumwurzeln gehobenen Wellen, ein Meerweg für das Riff.
Geschafft! Das Riff in der Kammer abgestellt, Kaffee und Croissants auf der bedachten Terrasse, aufatmen. Wolken sammeln sich im lauen Wind, schütteln einzelne Tröpfchen ab, die auf sonnenwarmen Boden verdunsten. Sanfter Wind läßt Minzepflanzen zittern, Insekten hüpfen von den Blüten.

Donner, eine Böe
schüttelt Blätter aus dem Baum
die Tauben fliehen
 
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