Nach der OP

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klausKuckuck

Mitglied
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Nach der OP​
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Da bin ich doch tatsächlich auferstanden –​
Im Ernst, ich hab nicht wirklich dran geglaubt.​
Noch steh ich schief und bin nur als Entwurf vorhanden,​
Doch hat man meine Teile so verschraubt,​
Dass irgendeine Art von Mensch zum schönen Schluss​
Aus dem Verschraubten werden muss.​
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Ich war ganz nah am himmlischen Geschehen,​
Sie haben sich da oben sehr bemüht,​
Sie ließen mich durch Schokoladenwälder gehen,​
Die Engel waren auf Verlangen nackt zu sehen,​
Mein totgeglaubter Kaktus hat geblüht,​
Rundum in allem und um alles ruhte​
Das Gute.​
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Sie brachten einen Spiegel, und ich sah mich:​
Was war ich doch für eine Lichtgestalt!​
Das Gute hatte sich mir in den Blick gekrallt,​
Ein Herz aus Gold war mir nun um die Brust geschnallt,​
Sie führten mich zu einem Tümpel, und ich hüpfte​
Ins Wasser, und ein Wasserengel schlüpfte​
Mir zwischen Beinen, Armen und ich weiß nicht was​
Hindurch, der rief und lächelte,​
Indem er Wasser fächelte:​
Die Finger, Alter, lass von Raum und Zeit,​
Auf gehts in die Unendlichkeit!​
Nee! Wollt ich nicht!​
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Mir stand nach Endlichem der Sinn.​
Zurück ins Endliche – das wars, worauf ich spitzte.​
Ich schob dem Wasserengel eine Welle hin,​
Auf dass er irritiert ins Weite flitzte.​
Ich hörte die Doktoren Worte wägen,​
Und mir ihr Monogramm ins Brustbein sägen …​
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Dann bin ich aufgewacht​
Und hab gedacht:​
Da ist noch eine letzte Runde drin!​
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Ich hob das Kinn​
Und hör die Schwester sagen: «Menschenskind,​
Schön, dass Sie wieder unten angekommen sind!»​
 



 
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