Prolog: Mal ist man Arsch…

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Otto Lenk

Foren-Redakteur
Teammitglied
Ich schwörs,
ich konnte nichts dafür,
plötzlich war er da.
wahrscheinlich irrte er umher,
wusst´ selbst nicht wo er war.
denn was,
um gottes willen,
hatte er gesucht?
war doch der kalte stein
des bades sein revier,
und nicht das warme laminat
im schlafgemach.
auf jeden fall, ich ging,
ja, sah ihn noch,
in einem augenblick,
wollt meinem fuß noch sagen,
geh nicht, tritt nicht,
doch schritt und quaatsch und
aus und tot der silberfisch.
da lag er nun,
noch flacher als vorher.
er tat mir schrecklich leid, denn,
so fragte mein gewissen,
konnt´ es sein,
dass seine seele keine zeit,
sich zu beflügeln für die ewigkeit,
dort auf dem boden nun,
im silberfisch gequetscht, da lag?
der ewigkeit beraubt, von mir.
was war zu tun?
ein grab, eine bestattung musste her.
frieden für des silberfisches seele.
ich kniete nieder.
war gerade noch dabei
die reste aufzusammeln,
als eine polle mich von links erwischte.
hatschi und haste nicht gesehen,
nieste ich den kleinen kerl
in alle ewigkeit hinein.

Epilog:...mal ist man Gott
 

Aniella

Mitglied
Hallo Otto,

aus dem Leben geschrieben. Passiert, wenn Grenzen überschritten werden. Der Silberfisch wird schon seinen Frieden gefunden haben.^^

LG Aniella
 
Ich töte sie auch. Gelegentlich. Mit voller Tötungsabsicht. Dabei mag ich ihr Erscheinungsbild. Und ihre besondere Art zu schwimmen. Aber sie fressen den Leim aus Büchern. Gerade bei uns, wo es keine Tapeten gibt. Meine Frau hat auch immer irgendwo zwei, drei Fallen am Boden stehen. Bis zu Silberfischchen, Mücken, Fliegen, Zecken und dergleichen reicht meine religiös geläuterte Menschlichkeit noch nicht. Aber manchmal verharre ich nach dem tödlichen Streich in der Frage „War das jetzt wirklich nötig?“
Wir sind seltsame Lebewesen.

Fühlt euch von mir lieb gegrüßt.
Clown
 



 
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