Schwarzes Land

Michele.S

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Der Sturm hat die Nacht so groß gemacht
die Schlafenden spüren niemanden mehr
der an ihren Grenzen wacht.
Und draußen riecht die Luft
nach Anfang und nach Macht.
Und in tausend niedrigen Räumen
dort liegen sie nun und träumen

Von Dingen, die vergangen sind,
die aber tausend Arme haben,
damit greifen sie blind
und sie schleudern tausend Fragen
nach einem im Dunkel vergessenen Kind
Aber bevor sie zu sprechen beginnen,
fangen sie schon an zu verinnen
dann ergreift und verstreut sie der Wind.

In dieser Nacht
fühlen sich die Sünder
plötzlich ganz leicht
als hätte der Sturm ihre Last gepackt
übers dunkle Land getragen
und zu gleichen Stücken
an alle verteilt.
Und wer sie zuerst getragen hat,
kann nun niemand mehr sagen.
 
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