Und nun?

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klausKuckuck

Mitglied
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Und nun?​
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Ich danke schön. Die guten Wünsche salben​
Das reparierte Herz. Es pumpt schon wieder fast​
Wie einst im Mai. Der Blick zieht mit den Schwalben​
Irgendwohin ins Blaue, ja, der ganze Kerl​
Streckt sich schon wieder, und die Sinne kleben​
Am neuen Leben.​
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Was, bitte, fang ich mit dem neuen Leben an?​
Bin ich noch ganz der Alte? Ist die Welt noch rund?​
Mir fehlen immerhin fast dreizehn Pfund,​
An mir ist sozusagen kaum noch etwas dran.​
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Ich geh mit kleinen Schritten durch die Welt.​
Die großen Schritte muss ich mir verkneifen;​
Solang die Lungen noch Proteste pfeifen,​
Bin ich auf halbe Schlagzahl eingestellt.​
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Ich geh mit kleinen Schritten hin zu einem Hund​
Und setz mich neben ihn.​
Der Hund ist bunt​
In einen Strickpullover eingezwängt,​
Die Sonne sengt, der Hund verschenkt​
Ein Nasenstubsen, und er denkt.​
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Es denkt der Hund: Der Mensch da neben mir​
Ist insofern ein sorgenfreies Tier,​
Als er pullovermäßig in der Mittagshitze,​
In der ich schwitzend ihm zur Seite sitze,​
Sich das Gestrickte runterreißen könnte​
Und in den nächsten Gulli schmeißen könnte.​
Ich kann das nicht, ich bin gestraft,​
Als Hund und höheres Geschöpf versklavt.​
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Das denkt der Hund. – Ich denke an die Jahre,​
Die ich noch habe, nämlich fünfzehn garantiert.​
Und plötzlich seh ich mich zerfallen,​
Ich seh mich nach dem Leben krallen,​
Ich seh mich strickpullovermäßg etabliert​
Im Zimmer bei den Alten, und die Haare,​
Die ich noch zählen kann, die fliegen auf​
Im Abendwind zum Himmel rauf,​
Ich ende schließlich irgendwie versklavt​
am Fenster hockend​
Und wütend gegen alles Lebensschöne bockend.​
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Da spricht der Hund:​
«Hör einfach auf zu denken,​
Du könntest mir ein Eis mit Sahne schenken!»​
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Ein paar Sterne für das schön erzählte Triptychon.
Der Schöpfer möge den Sonntag zum Ruhen nutzen, nach all dem.
Guten Morgen, guten Tag!
 



 
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