Liebe Ubertas,
dein Gedicht besitzt eine stille, beinahe spröde Verstörungskraft. Ein Du wird benannt, bedacht, erahnt und in „Schublade drei“ verwahrt – als könnten andere über sein Innerstes verfügen. Besonders eindringlich finde ich das Wandern der Rose: vom Rosenkranz, der Gebet und Bindung in sich trägt, zum Rosenwurf, der wie Zuwendung erscheint und doch nichts bewahren kann. Am Ende zerbricht nicht nur „es“ – auch die Sprache scheint in den beiden letzten Zeilen entzweizugehen. Rätselhaft, vielschichtig und lange nachhallend. Du bist einfach umwerfend gut!!!
Herzlichst
Chandrika