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Leselupe.de > Krimis und Thriller
Afrika
Eingestellt am 25. 03. 2004 10:57


Autor
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Heike Wulf
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Mar 2004

Werke: 2
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Jo setzte sich auf den noch von der untergehenden Sonne gew├Ąrmten Stein und schaute die Felsen hinunter aufs Meer.
Sie liebte das Meer. Hatte es schon immer geliebt.
Dieser Geruch: salzig, frisch, unverdorben.
Dieser Geruch war immer mit Freiheit, wunderbarer Planlosigkeit und wohltuender Aufregung verbunden gewesen.
Bis zum heutigen Tag.
Jetzt war alles anders. Das Meer schien sie verschlingen zu wollen, der warme Wind trug keine guten Botschaften heran, der weite Ausblick lies sie sp├╝ren, wie klein und hilflos sie doch war.
Sie fragte sich, wie es w├Ąre unten am Meeresgrund zu liegen. In dieser Stille. W├╝rden dann diese Fragen endlich aufh├Âren?
Damit hatte sie einfach nicht gerechnet. Leise liefen ihr die Tr├Ąnen ├╝ber die Wange, sammelten sich am Kinn und tropften auf den warmen Stein.
Sie hatten sich doch geliebt!
Sie dachte an ihre erste Begegnung beim Stadtfest in H├Ârde: Es war innerhalb einer Sekunde passiert. Ein kurzes Ineinandertauchen der Blicke. Danach hatten sie sich nicht mehr aus den Augen gelassen, den ganzen Abend.
Nach mehreren gescheiterten Beziehungen hatte Jo die Hoffnung aufgegeben einen Partner f├╝rs Leben zu finden.
Bis sie an diesem Abend Mike begegnete.
Die ber├╝hmte Liebe auf den ersten Blick. Sie hatte sie erlebt. Ab da begann ein neues Leben f├╝r sie: Nicht nur, dass Mike gut aussah: er war einf├╝hlsam, temperamentvoll, intelligent und brachte sie immer zum Lachen.
Sie stellten fest, dass sie viele Gemeinsamkeiten hatten: Er ging auch gerne ins Kino und liebte es gute Restaurants zu besuchen. Sie hatten sich nur ganz selten gestritten und wenn dann hatten sie sich sofort wieder vers├Âhnt. Im Bett war Mike leidenschaftlich und z├Ąrtlich. Er hatte sich nicht nach anderen Frauen umgesehen und jeden der h├Âren wollte mitgeteilt, wie sehr er Jo liebte.
Sie galten als gl├╝ckliches Paar.
Jo konnte es immer noch nicht verstehen.
Dieses Gef├╝hl, dass es eine Wahrheit gibt, die man nicht fassen, nicht greifen kann. Ihr wurde schwindlig.
Sie dachte an den letzten gemeinsamen Abend, der nur noch als verschwommener, unwirklicher Film in ihrer in Erinnerung existierte.
Hatte sie vor zwei Tagen noch in ihrer K├╝che gestanden? Hatte er tats├Ąchlich gesagt, dass es aus sei zwischen ihnen beiden? Dass er seit einem halben Jahr ein Verh├Ąltnis mit ihrer besten Freundin hatte? Dass seine Koffer bereits gepackt w├Ąren und er jetzt gehen w├╝rde? Jetzt sofort? Seine Entscheidung w├Ąre gefallen?
Sie konnte ihn nicht mehr fragen.
Blind vor Scham und Dem├╝tigung hatte sie das Messer genommen und zugesto├čen.
Mehrmals. Bis sie sicher war...
Sie war in Trance zur Bank gefahren und hatte das gemeinsame Konto leer ger├Ąumt. Danach hatte sie ein Taxi zum Wickeder Flughafen gebracht und sie hat den ersten Flug genommen, der frei war. Nun sa├č sie hier.
Am Viktoriasee, Uganda, Afrika.
In dem Land ihrer Tr├Ąume, nur dass sie jetzt keine mehr hatte.




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MarleneGeselle
???
Registriert: Feb 2003

Werke: 15
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Hallo Heike,

die Szene am See kann man sich gut vorstellen. Deine Protagonistin ist wirklich gut. Ein Problem habe ich jedoch mit dem Schluss. Ein Mann wie der Freund deiner Protagonistin l├Ąsst nicht bis zur allerletzten Sekunde das Geld auf dem gemeinsamen Konto. Noch vor dem Kofferpacken steht doch im Falle einer Trennung das Kontoabr├Ąumen auf dem Plan. Schlie├člich geht Gute mit der besten Freundin seiner Geliebten fremd. Da rechnet man doch mit schlimmen Dingen bei der Trennung. Ich w├╝rde dieses Passage einfach fortlassen.

Gr├╝├če
Marlene

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