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Leselupe.de > Kindergeschichten
Als der Osterhase den Weihnachtsmann vertreten sollte
Eingestellt am 04. 12. 2005 10:02


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flammarion
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Angeregt durch Frankas „Auch eine, aber etwas andere Weihnachtsgeschichte“ entstand mein

Als der Osterhase den Weihnachtsmann vertreten sollte

Wie jedes Jahr im Dezember herrschte auch diesmal hektisches Treiben auf der Weihnachtsmannwolke. Die Engel lĂ€chelten zwar, aber sie seufzten: „Es scheinen von Jahr zu Jahr mehr und grĂ¶ĂŸere Gaben zu werden!“
Sie mussten die Geschenke ja nicht nur einpacken, sondern vorher auch testen, ob alles heil und gebrauchsfertig ist. FrĂŒher brauchten sie nur Teddys umzudrehen, um zu ĂŒberprĂŒfen, ob er richtig brummt und Puppen darauf untersuchen, ob sich ihre Arme und Beine bewegen lassen und sie anstĂ€ndig „Mama“ sagen, aber in der jetzigen Zeit genĂŒgt das nicht mehr. Es gibt so viel neues Spielzeug!
Zum Beispiel die Computerspiele. Ehe man die bis zum letzten Level geprĂŒft hatte, verging schon einige Zeit! Ein Engel beschĂ€ftigte sich gerade mit „Rapanui“. Bei diesem Spiel wird ein Tennisball nach bunten Bausteinen geschossen, die bei Treffern zerbröseln und verschwinden. NatĂŒrlich wird das nicht am kleinen Computerbildschirm getan, sondern ganz großformatig in 3D. Der Engel war sehr eifrig und ganz vertieft in das Spiel.
Da lief der Weihnachtsmann von einer Werkstatt zur anderen und durchquerte das Computerspiel. Er sah den Ball auf sich zu rasen - er sieht alles, was auf seiner Wolke geschieht! - und wollte ihm ausweichen. Dabei rutschte er aus und fiel hin. Er fiel so unglĂŒcklich, dass er sich den rechten Arm brach.
Nun war guter Rat teuer. Wer sollte in diesem Jahr all die Pakete zu den Kindern bringen? Mit dem gebrochenen Arm konnte er ja den Rentierschlitten nicht lenken! Und seine Helfer hatten keine Fahrerlaubnis.
Alle dachten nach, wer jetzt wohl helfen könnte. Der Nikolaus? Der hatte sich wie in jedem Jahr die FĂŒĂŸe so wund gelaufen, dass er bis Ende Februar keinen Schritt gehen konnte. Der Pfingstochse? Nein, der ist zu tölpelhaft. Der Beelzemertel? Ach, mit dem ging es ja voriges Jahr schon schief, als er nur ein wenig helfen sollte. Also wer nun?
Vielleicht eine der MĂ€rchenfiguren? HĂ€nsel und Gretel! Nein, sie waren zu klein. Ebenso das RotkĂ€ppchen. Rapunzel und Aschenputtel waren zu zart, ebenso Schneeweißchen und Rosenrot. Die sieben Zwerge? Sie trauerten immer noch darĂŒber, dass Schneewittchen nicht mehr bei ihnen war. Die Goldmarie wĂ€re vielleicht passend, aber getraute sich nicht zu, die Verantwortung zu ĂŒbernehmen, die das ordentliche Verteilen der Geschenke mit sich bringt. Der gestiefelte Kater kam nicht in Frage und auch kein anderes Tier des MĂ€rchenlandes.
Von dem viele Herumgelaufe im MĂ€rchenwald wurde der Osterhase aus seinem Winterschlaf aufgeweckt. Er steckte die Nase aus seinem Bau und rief den Engeln zu: „Hey! Was n los?“
Die Engel klĂ€rten ihn ĂŒber die Sachlage auf. „Ach so“, meinte der Langohrige und zog sich wieder in seine Schlafhöhle zurĂŒck. „Das ist nicht mein Ressort!“, brummte er dabei leise.
Die Engel aber kamen zu ihm und fragten: „Willst du nicht eine gute Tat tun und den Weihnachtsmann vertreten?“
„Wie viel zahlt ihr?“, erkundigte sich Meister Lampe.
„Was, du willst Geld dafĂŒr? Dann ist es doch keine gute Tat mehr, sondern Arbeit!“
„Na und? Ist schließlich außerhalb meiner Saison.“
Nach einigem Hin und Her hatten sie sich auf eine Summe geeinigt, die den Engeln wahnsinnig hoch schien, dem Hasen aber teuflisch gering.
Er ließ sich gar nicht erst zeigen, wie mit dem Weihnachtsschlitten umzugehen ist. Er wollte die Geschenke genau so verteilen, wie er es immer mit seinen Eiern tat. Dazu musste er die Pakete und PĂ€ckchen erst einmal auf Eiform bringen. Bei manchen gelang es auf Anhieb – da waren wahrscheinlich Dinge aus Stoff oder PlĂŒsch drin. Der kleine Henry soll sehr gestaunt haben, als er einen kugelförmigen Teddy unter dem Christbaum fand.
Bei technischem Spielzeug blieb nichts weiter ĂŒbrig, als die Verpackung so lange aufzupusten, bis die Eiform erreicht war. Darauf kam der Hase aber erst, nachdem einiges kaputt gegangen war.
Der Weihnachtsmann bemerkte, was der Osterhase tat und sah auch, dass es noch sehr lange dauern wird, bis alle guten Gaben Eiform erreicht haben. „So geht das nicht“, brummte er. „Da kommen ja die Geschenke erst Ende Januar zu den Kindern!“ Aber er wusste sich nicht zu helfen.
Da traten die Feen des MĂ€rchenlandes vor das Himmelstor. Sie wollten versuchen, mit vereinten KrĂ€ften den gebrochenen Arm zu heilen. Das gelang auch und es gab doch noch ein einigermaßen fröhliches Weihnachten auf Erden.

__________________
Old Icke

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Perle
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo,
und zunÀchst erst einmal einen schönen zweiten Advent.

Ich habe die kleine Geschichte mit viel VergnĂŒgen gelesen. dabei ist mir ein Logikfehler aufgefallen.

quote:
Zum Beispiel die Computerspiele. Ehe man die bis zum letzten Level geprĂŒft hatte, verging schon einige Zeit! Ein Engel beschĂ€ftigte sich gerade mit „Rapanui“. Bei diesem Spiel wird ein Tennisball nach bunten Bausteinen geschossen, die bei Treffern zerbröseln und verschwinden. NatĂŒrlich wird das nicht am kleinen Computerbildschirm getan, sondern ganz großformatig in 3D.

Wie kann sich der Weihnachtsmann dabei verletzen, kommt der Ball aus dem Spiel?

LG Perle

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flammarion
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na klar.

habe doch deutlich geschrieben: der Tennisball wird nach den Bausteinen geschossen. und da es 3D ist - aha, dadurch wird der ball nicht real. muss ich mir was anderes einfallen lassen.
vielen dank!
lg
__________________
Old Icke

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flammarion
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so.

is nu bessa?
lg
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Old Icke

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Perle
Guest
Registriert: Not Yet

Noch ne Kleinigkeit vielleicht:

"Bei diesem Spiel wird ein Tennisball nach bunten Bausteinen geschossen, die bei Treffern zerbröseln und verschwinden. NatĂŒrlich wird das nicht am kleinen Computerbildschirm getan, sondern ganz großformatig in 3D. der (Der) Engel war sehr eifrig und ganz vertieft in das Spiel.
Da lief der Weihnachtsmann von einer Werkstatt zur anderen und durchquerte (dabei)das Computerspiel."

LG Perle

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flammarion
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danke.

der hab ich korrigiert - wie konnte ich das nur ĂŒbersehen! dabei lase ich weg, es kommt in den folgenden sĂ€tzen nochmal.
lg
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Old Icke

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