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Leselupe.de > Horror und Psycho
Bella
Eingestellt am 02. 10. 2002 04:03


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wunderbÀumchen
Festzeitungsschreiber
Registriert: Sep 2002

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Hell. Es war zu hell. Sie schlug ihre Augen auf. Gleißendes Licht schoß ihr entgegen und sie kniff ihre Augen wieder zusammen. In kleinen Schlitzen öffnete sie die wieder und versuchte erstens, die Orientierung zu finden, und zweitens, den bösen Kopfschmerz, der sich knallhart in ihr Bewußtsein schob, zu ignorieren; ihn zumindest im Zaum zu halten, bevor er zu einer explodierenden Bestie wurde.

Sie lag unbequem; in ihren RĂŒcken bohrten sich mehrere harte GegenstĂ€nde; HĂ€nde und FĂŒĂŸe berĂŒhrten Boden, aber sie waren seltsam steif, genauso wie ihr Hals, der wohl mehrere Stunden lang kopfĂŒber einen dieser harten GegenstĂ€nde gehangen haben muß.

Sie registrierte in dem gleißend hellen Licht gewisse Konturen. Ihr Gehirn gaukelte ihr das Bild einer Insel vor: Eine Palme, die aufs Meer hinaus blickte. Weißer Strand und blauer Himmel. In Hieroglyphen stand etwas geschrieben. Sie vermochte es nicht zu entziffern. Alles wirkte seltsam verdreht ... Sie war verdreht.

Jemand stöhnte schmerzerfĂŒllt. Nur langsam registrierte sie, daß sie selber es war, die stöhnte. SĂ€mtliche Körperteile waren verspannt und steif. Als sie ihren Kopf bewegte, spĂŒrte sie einen stechenden Schmerz in ihrer Halsmuskulatur. Vom Kopf gar nicht zu sprechen! Ihre Arme wollten aus der seltsamen Verrenkung nicht heraus und es dauerte eine ganze Weile, bis sie sich aufgesetzt hatte.
Ihr Körper fĂŒhlte sich an, als wĂ€ren sĂ€mtliche Knochen darin neu geordnet worden.

Langsam gewöhnten sich ihre Augen an das Licht. Es war Tag. Sie wußte nicht, wie lange sie so dagelegen hatte. Sie wußte auch nicht, wie sie an diesen Ort gekommen war, warum sie, um Gottes Willen, eine Bushaltestelle als Schlafplatz ausgewĂ€hlt hatte.

Die Informationen krochen nur langsam in ihr Gehirn.
In ihrer NĂ€he stand eine Ă€ltere Frau, schĂ€tzungsweise um die fĂŒnfzig Jahre alt, bunt gekleidet, mit einer lilanen Stricktasche in der Hand. Sie musterte sie sehr mißbilligend von der Seite. Aber das war ihr im Augenblick völlig egal. Sollte die Alte gucken.

Ihr Arm brauchte Stunden, um zum Kopf hoch zu wandern. Sie fuhr sich durchs seltsam zerzauste Haar. Ein Gedankenfetzen flog ihr entgegen. Sie sah sich selber vor einem Spiegel stehen; sah sich, wie sie ihre Haare hochsteckte, frisch gewaschen und lockig frisiert. Wie konnte diese Frisur auf einmal so zerzaust sein? Was war geschehen?

Sie blickte an sich herunter. Ihre Beininnenseiten umschlossen zu beiden Seiten die Enden eines knallig orangenen Plastiksitzes ohne Lehne. Jene Sitze, die aus unerfindlichen GrĂŒnden ein ovales Loch in ihrer Mitte hatten.

Sie trug einen dieser Röcke, die sie als Kind altmodisch genannt hatte. Knielang, mit einem Karomuster in den verschiedenen Brauntönen. Der Reißverschluß von diesem war offen und der Rock obszön nach oben geschoben, so daß ihr weißes Höschen zu sehen war. Kein Wunder, daß die Alte so mißbilligend schaute. Sie konnte ihr ja bis zu den Mandeln hinauf sehen ...

Sie raffte sich zusammen und ignorierte die Schmerzen.
Sie suchte nach ihrer Handtasche, fand sie nicht und fragte die Alte: „Haben Sie eine Zigarette fĂŒr mich?“ Keine Reaktion von der Alten. Sie wurde geflissentlich ignoriert.
Also packte sie all ihre Kraft zusammen und stand von ihrem unbequemen Sitz auf. Wackelig stand sie auf ihren Beinen, drohte jeden Moment umzukippen und fĂŒr ein paar Sekunden war ihr, als wĂŒrde ihr schwarz vor Augen. Doch dann fand sie ihr Gleichgewicht und sie fragte die Alte noch einmal: „‘tschuldigen Sie, haben Sie zufĂ€llig eine Zigarette fĂŒr mich? ... Bitte?“ Doch die Alte sah sie nur von oben bis unten an und schaute dann angewidert von ihr weg. „Okay, danke. FĂŒr Ihre Hilfsbereitschaft. War ja auch nur eine Frage!“ sagte sie und stolperte, rettete sich in letzter Sekunde mit einer Hand an der Leuchtreklame, auf der tatsĂ€chlich das Bild eines Strandes mit Palme zu sehen war. Sie las: „TrĂ€umen Sie immer noch?“ „Nein!“ dachte sie: „Ich befinde mich so eben in der knallharten RealitĂ€t und weiß nicht, wie ich hier hin gekommen bin, geschweige denn, warum ich hier bin und wo ich bin! Aber danke der Nachfrage ...“ Die Alte sah sie komisch an. Offensichtlich hatte sie laut gedacht.

Es war Zeit, davon zu kommen. Bald wĂŒrde der erste Bus auftauchen und noch mehr Leute sie anstarren. Und so torkelte sie auf ihren hochhackigen Stiefeln Kopfschmerz gepeinigt davon.

Ihr Körper fĂŒhrte sie; sie wußte nicht, wohin und wie lange sie lief. Und so kehrte sie in ein Cafe ein, dessen Ambiente auf den ersten Blick gar nicht bekannt war. Doch der Kerl hinter der Theke schien sie zu kennen. „Oh, du bist heute aber sehr frĂŒh hier! ... Mensch, du siehst aber furchtbar aus! ... Schlecht geschlafen?“ Sie lachte böse auf, erwiderte aber kein Wort, setzte sich nur an die Theke. „Ich bring dir einen Kaffee, vielleicht bringt dich das wieder auf die Beine?“ meinte der Kerl. Sie vergrub ihr Gesicht in den Armen. „Und am besten noch ein, zwei Schmerztabletten ... So wie du aussiehst, kannst du die gut gebrauchen?“ Der Kerl verschwand in den Raum hinter der Theke. Sie schloß die Augen.

Zwei Finger klopften gegen ihre Wange, als sie wieder aufwachte. „Hey, dein Kaffee ist fertig. Trink, bevor er kalt wird! Hier sind die Schmerztabletten!“ sagte ein Gesicht, daß dem eines Dackels glich, zu ihr. Sie griff nach dem Kaffee und einer Tablette, machte den Mund auf und merkte gar nicht, wie heiß der Kaffee war. Die Tablette rutschte langsam den schmerzenden Hals herunter, wurde aber von der Hitze zersetzt.

Langsam kehrte Leben in sie zurĂŒck.
„Hast du eine Zigarette fĂŒr mich?“ fragte sie die Theke. Eine Hand reichte ihr eine geöffnete Schachtel HB. Sie nahm sich mit zitternden Fingern eine Zigarette daraus, hielt sie sich vor den Mund und wartete darauf, daß ihr jemand Feuer gab; welches auch prompt kam.
„Was ist eigentlich passiert?“ fragte sie dann.
Der Kerl hinter der Theke hatte einen italienischen Akzent: „Ich weiß auch nicht, SchĂ€tzchen. Kurz nachdem du gestern abend kamst, hatte ich Feierabend ... Und ich mußte frĂŒh daheim sein, weil meine Frau krank ist ... Ich mußte mich um sie kĂŒmmern. Ich habe also keine Ahnung, was passiert ist ... Vielleicht fragst du Paolo nachher. Er kommt so gegen neun Uhr ... So lange kannst du ja hier warten. Möchtest du etwas essen? Maria macht gerade frische Brötchen ...“ „Nein, danke, Luciano, mir ist nicht nach essen!“ antwortete sie halbwach. „Dann leg dich so lange auf die Couch. Ist ja noch niemand hier, der dich sehen könnte ...“ „Luciano, gib mir lieber noch einen Kaffee ...!“ sagte sie und Luciano wandte sich mit der leeren Kaffeetasse ab Richtung Nebenraum ab ...

Sie war also hier gewesen. Herrje, das CafĂ© sah bei Tag so anders aus, als sie es in Erinnerung hatte. Sie hieß es ĂŒberhaupt noch? „San Luca“ fiel ihr ein. Ja, so hieß es wohl.

Sie wandte sich von der Theke ab und setze sich auf eines der vielen Couches an den WĂ€nden.

In den nĂ€chsten zwei Stunden trank sie mehrere Tassen Kaffee, rauchte mehr als eine Schachtel Zigaretten und aß mehrere kleine Kekse zum FrĂŒhstĂŒck. Dabei unterhielt sie sich mit Luciano, telefonierte mit ein paar Bekannten und hing ihren Gedanken nach.
Und dann kam Paolo ...

Sie und Paolo kannten sich gut. Ein paar Mal waren sie zusammen im Bett gewesen. Er war ihr Seelentröster, wenn es ihr nicht gut ging. Und ihr ging es extrem schlecht.
Doch kaum trat er in den Raum, ging fĂŒr sie die Sonne auf. Er war der Muntermacher, der Animateur; der, der alle MĂ€dchen und Frauen begeistern konnte; der Grund, warum so viele 14jĂ€hrige Girlies nach null Uhr noch in dem CafĂ© saßen; warum viele Frauen ihre EhemĂ€nner verließen und warum sich verlorene Seelen wie sie sich magisch von ihm angezogen fĂŒhlten ... Paolo war unwiderstehlich.

Er war der einzige Mensch, dem sie alles anvertraute. Der einzige Mensch, den sie liebte und der ihr helfen konnte.

„SĂŒĂŸe, wir zwei gehen jetzt erst einmal zu mir nach Hause. Dort wirst du duschen und etwas essen. Und dann reden wir weiter!“ sagte er zu ihr, nahm sie in den Arm und ging mit ihr aus dem CafĂ© heraus.

Es war so einfach in seinem Beisein. Er sagte, was gemacht wurde und sie folgte ihm.

Die Dusche war angenehm. Stundenlang stand sie unter der Brause und ließ sich das warme Wasser ĂŒber den nackten Körper strömen. Paolo hatte sie ausgezogen und Paolo wusch ihren Körper mit einer herrlich duftenden Seife. Er benutzte kein Shampoo oder Duschgel. Das mochte sie an ihm. Und sie ließ sich diese Behandlung gerne gefallen. Er drĂ€ngte sie nicht, er machte einfach.

Stunden spĂ€ter hörte das Wasser auf zu sprudeln und Paolo geleitete sie sanft aus der Dusche hinaus. Er rubbelte ihren nassen Körper trocken und wickelte sie anschließend in ein flauschig weiches Badetuch ein.

Sie legte sich auf sein ausladendes Bett, rollte sich auf den Bauch und ließ sich von Paolo mit Ă€therischen Ölen massieren. Sie fragte sich nichts. Sie genoß einfach und lauschte den leisen italienischen KlĂ€ngen, die scheinbar von ĂŒberall her zu kommen schienen.

Anschließend genoß sie ein reichhaltiges FrĂŒhstĂŒck und registrierte erst danach, daß Paolo in der ganzen Zeit kein einziges Wort gesprochen hatte. Sie auch nicht.

„Was machst du da?“ frage sie ihn. Er saß mit dem RĂŒcken zu ihr und schien sehr beschĂ€ftigt. „Ich baue!“ antwortete er, „iss du dein Brötchen auf!“ Sie blickte auf das halb abgebissene KĂ€sebrötchen hinunter. „Ich habe keinen Hunger mehr!“ sagte sie. „Dann geh ins Wohnzimmer und schau fernsehen. Ich komme gleich nach!“ meinte er. Und sie ging ins Wohnzimmer und schaltete den Fernseher ein. Ein Shoppingsender lief auf einem Kanal. Auf dem nĂ€chsten ein anderer. Eine Kinderserie, ein Heimatfilm und eine Dokumentation waren auf den anderen KanĂ€len zu finden. Sie zappte durch die KanĂ€le, fand aber nichts ansprechendes. Als auch schon Paolo in der TĂŒr stand. In einer Hand hielt er sein „Bauwerk“, in der anderen eine Flasche Sekt mit zwei GlĂ€sern. „Was hĂ€ltst du von einer kleinen Feier unter Freunden?" fragte er sie schief grinsend.

In Erinnerung an die Kopfschmerzen und dem wirren Zustand, in dem sie sich heute morgen befunden hatte, winkte sie ab: „Nein, danke, Paolo! Mir ist noch schlecht von heute nacht ...!“ „Ach komm!“, meinte er, „du weißt doch gar nicht mehr, was heute nacht passiert ist ...“ Wie recht er doch hatte ... Sie wußte es wirklich nicht mehr. Aber sie wollte auch nicht, daß sich das wiederholte ... „Nein, du hast Recht. Weißt du es denn? Du warst doch dabei, sagte Luciano?“ „Ach, SĂŒĂŸe, was weiß ich denn, was gestern oder heute nacht war? So viele Leute waren da und ich war selber nicht ganz nĂŒchtern ... Verzeih mir, mein Engel, ich weiß es auch nicht! Aber ist das so schlimm?“ Mit diesen Worten setzte er sich zu ihr, gab ihr einen Kuß auf die Wange, nahm sich die Fernbedienung und schaltete einen Musiksender ein. Dann zĂŒndete er den Joint an und nahm ein paar tiefe LungenzĂŒge.

Sie schĂŒttelte sich, als sie das sah, aber sie konnte nicht Nein sagen. Wer weiß, wann sie das nĂ€chste Mal einen rauchen konnte ... Also inhalierte sie ebenfalls ...

Eine halbe Stunde spĂ€ter setzte die Wirkung ein. Der Alkohol tat daneben auch noch sein bestes, ihre Wahrnehmung zu verĂ€ndern. Und so saß sie plötzlich in einem endlos erscheinenden Raum neben einem unaufhörlich kichernden Paolo, der seltsame Grimassen schnitt und sie einerseits zum Lachen und andererseits zum Weinen brachte. Die Musik wurde ungeheuer laut und der Raum begann sich zu drehen, wĂ€hrend sie Paolo in den Armen lag und von seinen KĂŒssen ĂŒberschĂŒttet wurde.

Der Sex mit ihm war weich und endlos. Sie wußte nicht, was sie alles miteinander trieben; aber als sie spĂ€ter aus ihrer Trance erwachte, sah sie das heillose Chaos in der Wohnung. Es roch nach Sperma und Liebesspielzeuge lagen auf dem Boden zerstreut.
Ihr Unterleib schmerzte und es fĂŒhlte sich nicht nach monatlicher Periode an; die lag noch eine Woche in der Zukunft.

„Ich sollte das sein lassen!“ sagte sie sich. „Ich sollte anfangen, ein anstĂ€ndiges MĂ€dchen zu sein!“ Himmel, sie hatte nicht mal eine eigene Wohnung! Ihr Vermieter hatte ihr gekĂŒndigt, weil sie zwei Monate lang keine Miete gezahlt hatte. Eines Tages waren die Schlösser ausgetauscht und ihr persönliches Hab und Gut womöglich verschenkt oder verschrottet ...
Seitdem irrte sie durch die Stadt, nahm alles, was sie kriegen konnte und kĂŒmmerte sich nicht um morgen, noch um gestern.

Sie wußte nicht, wie lange sie dieses Leben noch fĂŒhren konnte.
Sie sah sich im Spiegel und wußte, daß ihr Körper die schönste Zeit hinter sich hatte. Daß sie seit Wochen nichts anstĂ€ndiges mehr gegessen hatte und die Waage vermutlich rĂŒckwĂ€rts lief, wenn sie sich drauf stellte. Aber solange sie ein Bleibe fĂŒr eine Nacht fand, war sie glĂŒcklich, dachte sie nicht weiter nach. Alles andere war ihr egal ...



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gox
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...die Geschichte hinterlÀsst sehr schön deutliche Bilder, könnte dem realen leben entnommen sein ;-) ...

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Zefira
???
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Hallo wunderbÀumchen,
ich empfehle dringend eine sprachliche Überarbeitung.
Es sind viele gute AnsĂ€tze in dem Text, vor allem die einfĂŒhlsame Beschreibung der Befindlichkeit am Anfang, aber vieles holpert auch gewaltig.


>und versuchte erstens, die Orientierung zu finden, und zweitens, den bösen Kopfschmerz, der sich knallhart in ihr Bewußtsein schob, zu ignorieren; ihn zumindest im Zaum zu halten, bevor er zu einer explodierenden Bestie wurde.<
... das ist viel zu verwickelt, vor allem wenn man die Perspektive eines völlig desorientierten Menschen bedenkt.

>...ihr Hals, der wohl mehrere Stunden lang kopfĂŒber einen dieser harten GegenstĂ€nde gehangen haben muß.<
- kapiere ich ĂŒberhaupt nicht. Wo hing der Hals??

>Jene Sitze, die aus unerfindlichen GrĂŒnden ein ovales Loch in ihrer Mitte hatten. <
Da vorher nur von einem Sitz die Rede war, mĂŒĂŸte es korrekt heißen "Einer jener Sitze...", und dann ist das "eine dieser Röcke" im nĂ€chsten Satz eine störende Wiederholung.

>Und so kehrte sie in ein Cafe ein,<
"Einkehren", ist das wirklich ein treffender Ausdruck fĂŒr ein so desorientiertes Dahinstolpern...?

>Stundenlang stand sie unter der Brause und ließ sich das warme Wasser ĂŒber den nackten Körper strömen<
Übertreibst Du hier nicht ein bißchen...? Oder kommt es ihr bloß wie Stunden vor? Dann wĂŒrde ich es bei dem >Stunden spĂ€ter hörte das Wasser auf zu sprudeln < kurz danach belassen.

Das Ende moralisiert mir ein bißchen zu sehr - vor allem, daß sie endlich beginnen mĂŒĂŸte, "ein anstĂ€ndiges MĂ€dchen zu sein", so wĂŒrde sie es doch wohl nicht formulieren. Vielleicht eher "ich sollte endlich zur Ruhe kommen"?

Hoffe, ich habe Dir weitergeholfen :-)
Zef




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wunderbÀumchen
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Überarbeitung

Danke, Zafira, fĂŒr die ausfĂŒhrliche Kritik!
Ich werde die Geschichte ĂŒberarbeiten! :-)

Liebe GrĂŒĂŸe,
wunderbÀumchen
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margot
???
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geiles geschichtchen. vor allem die "mandeln" gefielen
mir.

ralph
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schlagt mich bitte nicht tot. ich bin kitzlig.

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Tekky
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mandeln?

die geschichte hat durchaus was, vor allem da man am anfang nicht weiß, was eigentlich los ist. das ende ist dann allerdings in meinen augen zu schwach. zwar wird deutlich, was mit dem mĂ€dchen passiert und in was fĂŒr einer verteufelten situation sie steckt, aber irgendwie fehlt etwas dramatik. ich könnte mir vorstellen, dass es irgendwie weitergeht...

margot-ralph, du wortvirtuose: deine 'mandeln' lassen mir keine ruhe. habe dreimal den text gelesen und sie nicht gefunden. mag es an der spÀten stunde liegen?
__________________
Wenn es Sinn hat, etwas zu machen, dann hat es auch Sinn, es schlecht zu machen.(Gilbert Keith Chesterton)

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Zefira
???
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Ich bin zwar nicht margot, mische mich aber hilfsbereit ein:
>Der Reißverschluß von diesem war offen und der Rock obszön nach oben geschoben, so daß ihr weißes Höschen zu sehen war. Kein Wunder, daß die Alte so mißbilligend schaute. Sie konnte ihr ja bis zu den Mandeln hinauf sehen ...<

Tja. Wir sagten frĂŒher: "GĂ€hn nicht so, ich kann ja deinen Blinddarm sehen."

Jacke wie Hose, ob von unten rein oder von oben runter

Zef

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