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Leselupe.de > Horror und Psycho
Charis Leaford
Eingestellt am 09. 11. 2006 20:46


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Fan Lou
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2006

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Dies ist das erste Kapitel meines neuen Buchen "Die Geschichte um Charis Leaford" Ein MĂ€dchen in Berlin - die mit der Gesellschaft leben muss und die zwischen wahnhafter Traumwelt und harter RealitĂ€t. Bassiert auf wahrer Geschichte - besser auf mehrere. Kapitel I erklĂ€rt sich spĂ€ter im Roman, es ist zugleich einer der letzten Kapitel (temporal). Ich poste es hier ohne Klapptext, da ich nicht vor hatte, alles zu veröffentlichen. Wenn werde ich expliziete Kapitel herausgreifen, da sie gut ins Genre passen. Dieses Kapitel ist KEIN Horror Text, eher noch in der Sparte "Psychotischs" unter zu bringen, jedoch ist das Buch vom Genre "Horror und Psycho". Ich hoffe, dass ihr es hinnehmt, wenn nicht, bitte ein Mod an den passenden Platz verschieben. Viel Spaß nun.

Die Geschichte um Charis Leaford

Kapitel I

„Noch ein wenig Zucker“,verlangte sie. Der alte Efeu war nun schon bis zum Dach des alten Hauses gewachsen. „Danke, das reicht.“ Charis nickte gedankenverloren und nahm den weißen Porzellangriff in die Hand. Leise schlĂŒrfte sie den Tee. „Und sie sind sich sicher, dass sie keinen Tee möchten? Er ist vorzĂŒglich!“ Der Mann schĂŒttelte nur den Kopf und schaute ihr beim TeeschlĂŒrfen zu.

Der Regen prasselte leise auf das Glasverdeck ĂŒber der Terrasse. „Wunderschönes Wetter, finden sie nicht auch? Ich mag den Regen.“ Dampf stieg von der warmen Tasse Tee hinauf. Charis schaute den Mann mit ihren braunen Augen kurz an, wendete jedoch den Blick wieder nach unten ab, als dieser den Blick heben wollte. „Zu schade, dass wir uns unter diesen UmstĂ€nden kennen lernen“, seufzte Charis. „Aber es ließ sich wohl nicht verhindern.“ Der Mann hob den Blick und schaute sie leicht erschĂŒttert an, jedoch versuchte er dieses nicht allzu deutlich zu zeigen. Charis schaute dem Mann nun in die Augen. „Oder doch?“

Ein Blitz erhellte den abendlichen Himmel. Von irgendwoher flog ein tiefschwarzer Rabe an der Terrasse vorbei und ließ sein GekrĂ€he vernehmen. Eine schwarze Feder hatte das Tier verloren, welche nun den Boden berĂŒhrte. Das dunkle Gras und die Feder verbanden sich gut. Insgesamt war der Garten nun nicht mehr gepflegt sondern wild, fast so, als wĂ€re er naturbelassen gelassen worden. Der Regen fĂŒhlte die LĂŒcken, die entstanden waren, durch die WĂ€rme der Tage zuvor.

Langsam entfernte sich das GekrÀhe des Rabens und die einzigsten GerÀusche waren nun der leichte, weit entfernte Donner und der leise rieselnde Regen.
Charis mochte den Regen, denn er war ihr vertraut und er schenkte ihr die Ruhe, welche die anderen Leute ihr stahlen. Wenn die anderen im Haus waren und abwarteten, bis der Regen sich verzog, konnte Charis ungestört durch den Regen laufen und die kalte NĂ€ĂŸe spĂŒren ohne Angst haben zu mĂŒssen, Angst zu haben vor UnverstĂ€ndnis, Angst zu haben vor Ungerechtigkeit, Angst zu haben vor Gewalt. Ja, sogar singen konnte sie, ohne Angst. Charis sang gerne, von Freiheit, von Schönheit, von Unschuld, wichtig war das Singen. Es war die Möglichkeit, sich auszudrĂŒcken, ohne beim Wort gerichtet zu werden. Singen verstand jeder, in jeder Sprache und doch Urteilte man nicht ĂŒber den Inhalt, es war ja Musik!

„Es hĂ€tte anders kommen können,“ antwortete nun der Mann endlich.. Charis blickte zu der schwarzen Feder im Gras. „Jetzt ist es zu spĂ€t, Miss Leaford, die WĂŒrfel sind gefallen.“ 'Oh ja, die WĂŒrfel waren schon vor 17 Jahren gefallen, doch sie hatte die WĂŒrfel nicht geworfen. Und die WĂŒrfel glichen wohl eher festen Felsen, die man nicht versetzten hĂ€tte können, nicht einmal wenn man gewusst hĂ€tte, was kommen wird.' Sie hatte leicht das Gesicht zur Wut verzogen. Eine TrĂ€ne war in ihrem Auge, bereit die Wange herunter zu laufen, um sich neben die Feder zu gesellen. Der Mann, der wohl sehr angespannt war und durch die Reaktion verunsichert, atmete schwer, verzog den Mundwinkel und schaute verlegen zu Boden. „Sie haben natĂŒrlich Recht Mister, was solle man tun fĂŒr mich? TĂ€ter bleibt bei aller Förmlichkeit TĂ€ter. Wenn man mal an die Opfer denkt,“ schloss Charis und fing sich wieder in einem ironischen LĂ€cheln.

Tief in ihr jedoch, war dieses Beben, an ihrem Herzen. Sie spĂŒrte es immer, wenn sie ĂŒberprĂŒfte, ob es noch da war. Es war, als ob sie dauerhaft auf Höchstleistung lief, wieder und wieder und es immer weiter ging, ein Perpetomobile, welches sich immer wieder fragt, wie lange es wohl noch funktionieren wird. Charis stellte die weiße Porzellantasse wieder auf den Tisch und umfasste ihre Schultern. Ihr war kalt. Zwei Sechser und ein FĂŒnfer, nun gab es keine feste Spur mehr, die durch WĂŒrfel vorgegeben war. Irgendwann im Leben kommt immer der Punkt, zu dem es hingelaufen ist, unbewusst, welchen man erreichen musste. Das Ende des Tunnels, des Trichters, Endstation. Der Allegretto Scherzando hatte den Schlusstakt eingeleitet. Was wohl passiert, wenn das StĂŒck des Komponisten endet, die VorfĂŒhrung des Pianisten jedoch nicht weiter geht?

Diese Gedanken verdammten Charis zu einer Ruhe und GleichgĂŒltigkeit. Es war wie das Lithium der Gedanken. Charis schaute in die Tiefe der Tasse, bevor sie sie wieder in die Hand nahm und einen weiteren Schluck nahm. „Die Opfer sind die TĂ€ter sind die Opfer...“, murmelte sie in den Abgrund des Tees, wĂ€hrend der Mann, angesteckt von der Lethargie den Blick leer in den Garten verlor. „Und was wenn die Opfer der Tat verdĂ€chtigt werden? Werden dann TĂ€ter und Opfer der Schuld ĂŒberfĂŒhrt? Schuld...“ Charis seufzte leise, da sie die Stille nicht zerstören wollte, da sie nun beide so im Gedanken waren und so ein unsichtbares Band der Zweisamkeit die beiden umschloss.

Doch der Mann, der zwar gerne in diesem Ort abseits der Zeit verweilt wĂ€re, riss sich gewalltvoll von diesem los und schaute Charis mitleidig an. „Schuld ist festgelegt vom Gesetzt. FĂŒr die Bestrafung ist das Gesetzt da, nicht die Opfer selbst, da sonst die Opfer die TĂ€ter sind,“ sagte er, als ob dies einer der StandartsprĂŒche wĂ€re, den er zu lernen hatte. Charis schaute ihm nun wieder tief in die Augen und legte den Kopf ein wenig quer. „Nur wenn die TĂ€ter von dem Gesetzt gedeckt sind, oder es gar verkörpern und das Einzigste was man tun kann ist, zu einem TĂ€ter zu werden, welche moralischen VorwĂŒrfe sollte sich der TĂ€ter machen können? Eine Katze in der Ecke hat keine Schuld daran, wenn sie Freiheit erlangt,“ sagte Charis aus der verzweifelten Motivation heraus, verstanden zu werden, jedoch sah sie wie aussichtslos es war und senkte so entschuldigend den Kopf. „Miss Leaford, so Leid es mir tut, doch bitte hören sie auf ĂŒber Juristik zu diskutieren. Sie sind zu jung um es vollstĂ€ndig zu verstehen, jedoch muss ich gestehen haben sie gute AnsĂ€tze, jedoch ist das jetzt eh egal...“ Und mit der Erkenntnis eine TĂ€terin vor sich zu haben verblasste nun der Feuereifer des Mannes Charis der Rechtslehre zu motivieren.

Beide Schwiegen. Die Flammen waren erstickt und der Diskussionbedarf der beiden war nun verloschen. Es regnete nun heftiger und die Feder war verschwemmt unter Schlamm bedeckt worden. Das Wasser spritzte auf die Terrasse. Die Teetasse sammelte sich nun mit Regen. "Lassen sie uns ins Auto gehen, Miss Leaford," sagte der Mann und stand auf. Er schaute Charis erwartungsvoll an, denn er wartete darauf, dass sie vorging. Charis stand auf und lief leicht, auf den Zehnspitzen, ĂŒber die alten Fließen der Terrasse. Sie hatte keine Schuhe an, der Regen kitzelte an ihrer Fußinnenseite. Noch einmal genoss sie die Freiheit ihrer FĂŒĂŸe, noch einmal genoss sie den Regen.

Tobias Braun
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Burana
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Ähm hallo. Ja, und wenn Du jetzt noch Deinen RechtschreibprĂŒfer drĂŒber sausen lĂ€sst und seine VorschlĂ€ge kritisch ĂŒberdenkst und dann auch ĂŒbernimmst, mehrere AbsĂ€tze einfĂŒgst und das alles neu strukturierst - ich bin mir sicher, das wird was!
Ich komme wieder...
Liebe GrĂŒĂŸe, Burana

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Fan Lou
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Auch Hallo,
RechtschreibprĂŒfer von Google-Toolbar bei Firefox ist nun drĂŒber gesaust, da mein openOffice kein RechtschreibprĂŒfmodus hat. Hoffe es ist nun richtig, wenn nicht wĂ€re ich ĂŒber konkrete Hinweiße sehr erfreut. AbsĂ€tze sind nun auch in der Geschichte - doch was meinst DU mit Struktur? Sind nicht die AbsĂ€tze schon Struktur? Oder wie könnte ich es sonst noch verbessern bei der Übersichtlichkeit?
Vielen Dank' fĂŒr deinen Hinweiß und freue mich auf weitere konstruktive Kritik.

yours faithfully,
Tobias
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Burana
Guest
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Hinweis schreibt man mit 's'...
Ja, AbsĂ€tze sind Struktur. Sie stellen Szenenwechsel dar, neue 'Einstellungen', wie beim Film. Wenn Du alles am StĂŒck schreibst, verliere ich zumindest die Übersicht. Ein wenig solltest Du noch dran arbeiten, weil es immer noch viel zu lange 'Strecken' gibt. Schau nochmal drĂŒber, es ist - auch wenns abgedroschen klingt - noch kein Meister vom Literatenhimmel gefallen. Ich bin nach wie vor gespannt.
Liebe GrĂŒĂŸe, Burana

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Fan Lou
Schriftsteller-Lehrling
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Vielen Dank' fĂŒr diese formellen Hinweise. Ich habe nun relativ viele AbsĂ€tze gemacht, dein Vergleich mit der Filmwelt half mir dabei Danke. Ist es nun fĂ€hig, gelesen zu werden?
Bis bald
Tobias
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Felix
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Hallo Lou

fĂ€ngt ja gut an die Geschichte, du schĂŒrst Spannung und machst Lust auf mehr. Zwar ist dieser psychotische Aspekt noch nicht hervor getreten, aber es ist ja auch das erste Kapitel und ich vertraue dir mal, dass da noch mehr kommt.
WĂŒrd gerne weiterlesen.

Felix
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Show me a hero and I will write you a tragedy. F. S. Fitzgerald

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Fan Lou
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Vielen dank' fĂŒr diese positive Kritik. Ich habe nur dieses Kapitel hier veröffentlicht, da ich es inhaltlich schon abgeschloßen habe, fĂŒrs erste, ein Buch entwickelt sich immer und immer. Im Moment bin ich noch krĂ€ftig am schreiben. Ich werde jedoch wohl spĂ€ter dann noch weitere Kapitel zur Diskussion stellen, da eine RĂŒckmeldung von nöten ist, um die Schatten der Geschichte zu sehen, ohne mit der Nase ein Zentimenter vor der Geschichte zu hĂ€ngen. Dank' dir - freue dich auf mehr.
Au revoir
Tobias
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